DE516174C - Steckvorrichtung mit einem Isolierstueck, das sich beim Herausziehen des Steckers vor die Spannung fuehrenden Kontakthuelsen bewegt - Google Patents
Steckvorrichtung mit einem Isolierstueck, das sich beim Herausziehen des Steckers vor die Spannung fuehrenden Kontakthuelsen bewegtInfo
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-
- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01R—ELECTRICALLY-CONDUCTIVE CONNECTIONS; STRUCTURAL ASSOCIATIONS OF A PLURALITY OF MUTUALLY-INSULATED ELECTRICAL CONNECTING ELEMENTS; COUPLING DEVICES; CURRENT COLLECTORS
- H01R13/00—Details of coupling devices of the kinds covered by groups H01R12/70 or H01R24/00 - H01R33/00
- H01R13/44—Means for preventing access to live contacts
- H01R13/447—Shutter or cover plate
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Description
Bei Steckvorrichtungen für schlagwettergefährdete Räume wurde die Schlagwettersicherheit
bisher im allgemeinen durch eine besondere Schaltvorrichtung erzielt. Die Einrichtung war
so getroffen, daß der Schalter von Hand oder selbsttätig geöffnet wurde, bevor man den Stekker
endgültig aus der Dose herausziehen konnte. Diese Anordnungen haben aber einen wesentlich
größeren Raumbedarf als die üblichen Steckdosen. Sie haben ferner ein größeres Gewicht,
was sich insbesondere bei Kupplungsdosen störend bemerkbar macht. Außerdem sind kombinierte Steckdosen und Schalter verhältnismäßig
verwickelt aufgebaut und daher weniger betriebssicher und teurer als Normaldosen.
Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe besteht darin, eine schlagwettersichere Steckdose
zu schaffen, ohne eine zusätzliche Schaltvorrichtung zu verwenden.
Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß vor den unter Spannung stehenden Steckerhülsen
der Dose ein Isolierstück angeordnet ist, das sich beim Ziehen des Steckers vor die Hülsen bewegt
und einen etwaigen Lichtbogen gleichsam durch Abschneiden verlöscht. Dabei ist jedoch für die
Erzielung der erstrebten Schlagwettersicherheit Bedingung, daß bis zum Verlöschen des Lichtbogens
der Innenraum der Dose nach außen hin dicht abgeschlossen ist.
Es ist zwar bereits bekannt geworden, Steckdosen mit einer Isolierscheibe zu versehen, die
sich beim Ziehen des Steckers unter dem Einfluß einer Feder vor die Steckeröffnungen bewegt und
durch die ein Berührungsschutz erreicht werden soll. Diese bekannten Dosen sind aber nicht
schlagwettersicher, weil sich die Scheibe erst nach dem endgültigen Austritt des Steckers aus
der Dose bewegt, so daß die spannungführenden Steckerhülsen und ein etwa entstehender Lichtbogen
mit der Außenluft ungeschützt in Verbindung kommen können.
Nach der Erfindung sind demgegenüber Stecker und Dose auch nach oder schon vor dem
Eingriff des Steckers in das bewegliche Isolierstück ineinandergeführt, so daß während der
Bewegung des Isolierstückes das Doseninnere nach außen hin abgeschlossen ist.
In der Zeichnung sind zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt.
In den Abb. 1 und 2 ist 11 der Sockel der
Steckdose, die die an die Spannung angeschlossenen Steckerhülsen 12 enthält. Die Kontaktstifte
13 des Steekers 14 werden zum Anschließen des Verbrauchers nicht unmittelbar in
die Hülsen 12 eingesteckt, sondern unter Vermittlung eines Isolierstückes 15, das ebenfalls
mit Bohrungen für die Steckerstifte 13 versehen ist. Das Isolierstück 15 wird an seiner Stirnseite
von dem am Sockel 11 befestigten Gehäuse 16 der Steckdose gehalten. Wenn beim Einstecken
und Ziehen des Steckers im Gehäuse etwa befindliches Gasgemisch entzündet wird, so kann
sich die Flamme und der Explosionsdruck nur durch die Zwischenräume zwischen Isolierstück
und Gehäuse und zwischen dem Isolierstück und den Steckerstiften ausbreiten; der Einsteckweg
der Stifte ist jedoch so lang und die Zwischenräume sind so eng gehalten, daß die Flamme sich
ausreichend abkühlt und umgebende Gase nicht mehr zünden kann.
Um zu verhindern, daß der Stecker durch den Explosionsdruck im Innern des Gehäuses herausgedrückt
oder von Hand mit großer Geschwindigkeitgezogen wird und dabei doch die die Steckvorrichtung
umgebenden Gase entzündet werden, ist erfindungsgemäß ein Anschlag im Weg des
Steckers angeordnet. In Abb. ι und 2 wird dieser am Gehäuse i6 durch einen Ansatz 17
gebildet, der mit einem beispielsweise ovalen
ίο Ausschnitt 18 versehen ist. In diesen Ausschnitt
läßt sich der ovale Rand 19 des Steckers 14 einführen.
Die lange Achse des Ausschnittes ist aber um 90 ° gegen die Verbindungslinie der
beiden Steckerhülsen 12 versetzt, so daß, um die
Steckerstifte 13 in die Hülsen 12 einführen zu
können, die Stifte 13 zunächst in die beiden Bohrungen des Isolierstüekes 15 eingesteckt und
der ovale Rand 19 des Steckers durch den Ausschnitt 18 hindurch eingeführt sein müssen.
Dann muß der Stecker um seine Längsachse um 90 ° gedreht werden, bis sich die Steckerstifte 13
vor den Steckerhülsen 12 befinden. Erst dann kann der Stecker vollends eingesteckt werden.
Beim Herausziehen kann der ovale Rand 19
des Steckers nur bis zum Rand des Gehäuseansatzes 17 gezogen werden, und es bedarf dann
einer Drehung um 90°, um ihn durch den Ausschnitt 18 ganz herausziehen zu können. Wenn
die Anordnung so getroffen ist, daß die Stirnseite des Isolierstüekes 15 sich gut an die Fläche des
Sockels 11 anlegt, so wird beim Verdrehen des Isolierstüekes 15 gegen den Sockel 11 der etwa
auftretende Lichtbogen abgeschnitten, und ein Zünden von Gasen außerhalb der Steckvorrichtung
ist ausgeschlossen.
Abb. 3 zeigt eine Anordnung der Steckvorrichtung, bei der der vordere Ansatz 17 am Gehäuse
16 gemäß Abb. 1 entbehrlich ist, ohne daß die Schlagwettersicherheit gefährdet wird. Das
Isolierstück ist dabei in einen inneren Teil 20 und einen äußeren Teil 21 unterteilt. Der äußere
Teil 21 ist, wie das Isolierstück 15 in Abb. ι im
Gehäuse 16, drehbar und wird von dem Gehäuserand gehalten. Der innere Teil 20 ist zwischen
der Fläche des Sockels 11 und der inneren Stirnseite
des äußeren Isolierstüekes 21 drehbar, und zwar wird er durch eine Feder 22, die einerseits
am Isolierstück 20 und andererseits am Gehäuse 16 angreift, bei gezogenem Stecker in eine solche
Lage bewegt, daß seine Bohrungen 23 gegen die Steckerhülsen 12 und die Bohrungen 24 des
äußeren Isolierstüekes 21 versetzt sind. Bei gezogenem
Stecker 14 sind also die Hülsen 12 nach außenhinvölligabgedeckt.Umden Steckereinzustecken,
müssen seine Stifte 13 erst in die Bohrungen
24 des äußeren Isolierstüekes 21 eingeführt werden. Dann wird mittels des Steckers
das Isolierstück 21 so weit gedreht, bis seine Bohrungen 24 vor den Bohrungen 23 des inneren
Isolierstüekes 20 liegen. Sodann werden die Steckerstifte in das innere Isolierstück 20 gesteckt
und unter Spannen der Feder 22 beide Isolierstücke 20, 21 gemeinsam so weit zurückgedreht,
bis ihre Bohrungen 23, 24 vor den Steckerhülsen 12 liegen. Erst dann können die
Steckerstifte 13 in die Hülsen 12 eingesteckt
werden.
Sobald beim Ziehen des Steckers die Stifte das
innere Isolierstück 20 verlassen, verdreht die Feder 22 das Isolierstück 20 gegen den Sockel 11
und schließt den Hülsenraum nach außen hin ab. Dadurch wird der etwa entstandene Lichtbogen
abgeschnitten, und der Stecker kann gefahrlos gezogen werden.
Die Erfindung ist an Hand von den meist
üblichen Steckvorrichtungen mit Stiften und Hülsen erläutert worden. Sie läßt sich natürlich
sinngemäß auch auf konzentrische Stecker anwenden.
Claims (4)
1. Steckvorrichtung mit einem Isolierstück,
das sich beim Herausziehen des Steckers vor die Spannung führenden Kontakthülsen
bewegt, dadurch gekennzeichnet, daß Stecker (14) und Dose (11) nach dem
Eingriff des Steckers (14) in das bewegliche Isolierstück (15) ineinandergeführt sind, so
daß während der Bewegung des Isolier-Stückes (15) das Doseninnere nach außen hin
schlagwettersicher abgeschlossen ist.
2. Steckvorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das Isolierstück
(15) aus einer Drehwalze besteht und Durchführungsöffnungen
für die Steckerstifte (13) hat, die von dem Stecker vor die bei entferntem
Stecker verschlossenen Kontakthülsen (12) gedreht werden.
3. Steckvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse (16)
der Steckdose (11) mit einem Anschlag (17)
versehen ist, der ein unbeabsichtigtes, vollständiges Herausziehen des Steckers (14) verhindert,
solange die Kontaktstifte (13) sich in der Längsachse der Kontakthülsen (12)
befinden.
4. Steckvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das drehbare
Isolierstück zweiteilig ausgebildet ist und sein innerer Teil (20) bei gezogenem Stecker
(14) durch eine Feder (22) selbsttätig in eine solche Lage bewegt wird, daß seine Bohrungen
(23) gegen die ' Steckerhülsen (12) und die Bohrungen (24) des äußeren Teils (21)
des Isolierstückes versetzt sind,
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES86460D DE516174C (de) | 1928-07-05 | 1928-07-05 | Steckvorrichtung mit einem Isolierstueck, das sich beim Herausziehen des Steckers vor die Spannung fuehrenden Kontakthuelsen bewegt |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES86460D DE516174C (de) | 1928-07-05 | 1928-07-05 | Steckvorrichtung mit einem Isolierstueck, das sich beim Herausziehen des Steckers vor die Spannung fuehrenden Kontakthuelsen bewegt |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE516174C true DE516174C (de) | 1931-01-19 |
Family
ID=7513038
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DES86460D Expired DE516174C (de) | 1928-07-05 | 1928-07-05 | Steckvorrichtung mit einem Isolierstueck, das sich beim Herausziehen des Steckers vor die Spannung fuehrenden Kontakthuelsen bewegt |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE516174C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3029405A (en) * | 1957-03-11 | 1962-04-10 | Stephen N Buchanan | Electrical wiring units |
-
1928
- 1928-07-05 DE DES86460D patent/DE516174C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3029405A (en) * | 1957-03-11 | 1962-04-10 | Stephen N Buchanan | Electrical wiring units |
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