DE515093C - Steilrohrkessel - Google Patents

Steilrohrkessel

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DE515093C
DE515093C DEW79855D DEW0079855D DE515093C DE 515093 C DE515093 C DE 515093C DE W79855 D DEW79855 D DE W79855D DE W0079855 D DEW0079855 D DE W0079855D DE 515093 C DE515093 C DE 515093C
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F22STEAM GENERATION
    • F22DPREHEATING, OR ACCUMULATING PREHEATED, FEED-WATER FOR STEAM GENERATION; FEED-WATER SUPPLY FOR STEAM GENERATION; CONTROLLING WATER LEVEL FOR STEAM GENERATION; AUXILIARY DEVICES FOR PROMOTING WATER CIRCULATION WITHIN STEAM BOILERS
    • F22D11/00Feed-water supply not provided for in other main groups
    • F22D11/006Arrangements of feedwater cleaning with a boiler

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Water Supply & Treatment (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Thermal Sciences (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Control Of Steam Boilers And Waste-Gas Boilers (AREA)

Description

  • Steilrohrkessel Bei Dampfkesselanlagen sind die Betriebsdrücke und die spezifischen Leistungen immer mehr gesteigert worden, um ein möglichst hohes Druck- bzw. Temperaturgefälle und möglichst kleine Kessel bzw. eine möglichst große Dampfleistung auf kleiner Grundfläche zu erzielen. Mit der Erhöhung der Drücke und der Leistungen erhöhen sich aber auch die Schwierigkeiten, hervorgerufen durch Kesselsteinansatz und Anfressungen; denn trotz sorgfältiger Speisewasseraufbereitung kommen doch noch Unreinigkeiten und Gase in die Kessel. Es liegt dieses daran, daß das Speisewasser erst dann alle Unreinigkeiten und Gase ausscheidet, wenn es im Kessel mit dem Druck auch die Verdampfungstemperatur angenommen 'hat und lange genüg in diesem Zustande verbleibt. Schon ein dünner Kesselsteinbelag und geringe Anfressungen können ein Ausbeulen und Aufreißen der Siederohre herbeiführen, ganz.abgesehen davon, daß der Kesselstein die Wärme schlecht durchläßt und damit außer der Betriebssicherheit auch die Leistung und Wirtschaftlichkeit der Anlage sinkt.
  • Ein betriebssicherer, leistungsfähiger und wirtschaftlicher Zustand bei einer Dampfkesselanlage wird demnach erst dann erreicht, wenn es gelingt, die Siederohre und besonders diejenigen, welche in den heißesten Feuergasen liegen, gegen Kesselsteinansatz und Anfressungen auf die Dauer wirksam zu schützen.
  • Eine weitere Haupt- und Grundbedingung bei Hochdruck- und Hochleistungskesseln ist ein einwandfreier, schneller, mit der Leistung des Kessels sich steigernder Wasserumlauf innerhalb des 'Kessels. Bei fast allen Steilrohrkesseln soll das Wasser aus den Obertrommeln nach den Untertrommeln durch ein Fallröhrenbündel fließen, das von den Heizgasen bestrichen, also beheizt wird. Durch die Beheizung bekommt aber das Wasser in diesem Bündel das Bestreben, nach oben zu steigen, wodurch der Wasserumlauf sehr vermindert wird. Wird die Beheizung zu stark und bildet sich in den Rohren ,auch noch Dampf, dann steigt, wie in den anderen Rohren auch, das Wasser nach oben in die Obertrommeln, indem sich in allen Rohren ein Dampfkissen bildet, welches das Wasser vor sich herdrückt. Ist dieses Dampfkissen dann in die Obertrommel gelangt, dann fließt das Wasser wieder in die Rohrre zurück. Letztere bekommen so zeitweise überhaupt kein Wasser, sie überhitzen sich, beulen auf und reißen. Der Kesselhausbetrieb wird umruhig, unübersichtlich und unwirtschaftlich. Maschinen und andere Dampfverbraucher, welche von einer solchen Kesselanlage mit Dampf versehen werden, arbeiten dann ebenfalls unwirtschaftlich. Wird das Speisewasser unmittelbar mit erheblich niedrigerer als der Verdampfungstemperatur in die Kessel gespeist, so werden dadurch Undichtigkeiten an den Nieten und Nähten sowie an den Rohreinwalzstellen verursacht, weil diese Teile bei wechselnden Temperaturen sich verziehen, und das eingespeiste Wasser enthält noch Kesselsteinbildner und Gase, die sich im Kessel selbst ausscheiden.
  • Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Einrichtung, die diese Mängel dadurch beseitigt, daß in einer in den Wasserraum der Kessel eingebauten Vorrichtung das Speisewasser, bevor es an die dampferzeugenden Heizflächen gelangt, auf die Verdampfungstemperatur erwärmt wird, alle Kesselsteinbildner und Gase ausgeschieden und so die dampferzeugenden Teile von Kesselstein und Anfressungen verschont bleiben. Die hocherhitzten Teile erhalten nur Wasser von Verdampfungstemperatur, und ferner wird das von den Obertrommeln nach der Untextrommel strömende Wassergekühlt, so daß ein sicherer, schneller und mit der Kesselleistung sich steigernder Wasserumlauf erzielt wird. Hierdurch werden Betriebssicherheit, Leistungsfähigkeit, Wirtschaftlichkeit und Lebensdauer der Kesselanlagen gesteigert und der Wasserumlauf bei jeder Leistung gesichert.
  • Die Erfindung besteht in der Ausbildung einer solchen Einrichtung für Steilrohrkessel, und zwar werden von innerhalb der Wassertrommeln liegenden Behältern, die an die Speisewasserleitung und die Schlammablaßleitung angeschlossen sind, Rohre .angeschlossen, welche Wasserrohre des Kessels derart durchziehen, daß sie innen vom Speisewasser durchflossen, außen vom umlaufenden Kesselwasser umspült werden.
  • Ein Ausführungsbeispiel ist auf den Zeichnungen dargestellt, und zwar zeigen Abb. i einen Dreitrommelsteilrohrkessel - im Querschnitt, Abb. 2 im Grundrißschnitt, Abb. 3 im Längsschnitt und Abb. q. dieselbe Anlage mit einem Speicher versehen.
  • i ist die vordere, 2 die hintere Obertrommel, 3 die Untertrommel, q. das vordere, 5 das hintere Röhrenbündel des Vorderkessels, 6 das vordere und 7 das hintere Röhrenbündel des Hinterkessels. 8 ist ein des Hinterkessels bzw. mit dem Dampftrockner. Rohrleitung i o verbindet die Dampfräume des Vorderkessels mit dem des Hinterkessels bzw. mit dem Dampfsammler. Röhrenbündel i i verbindet die Wasserräume der vorderen Obertrommel mit denen der hinteren Obertrommel. Die Heizgase bestreichen von der Feuerung kommend die Heizflächen des Kessels in vier Zügen, die durch Pfeile gekennzeichnet sind. Hinter dem Fuchs können zur weiteren Ausnutzung der Heizgase Rauchgasvorwärmer, Winderhitzer oder Trockenapparate eingebaut werden. Der Dampf wird bei 12 entnommen und entweder unmittelbar oder durch den Überhitzer oder Dampftrockner 9 durch die Leitung 13 der Verwendungsstelle zugeführt.
  • Die Siederohre 15 sind mit ihren Enden oben in der Obertrommel 2 und unten in der Untertrommel 3 befestigt. Sie werden zweckmäßig in nächster Nähe der Achse, welche die Mitte der Obertrommel 2 mit der Mitte der Untertrommel 3 verbindet, verlegt und als gerade Rohre ausgebildet. Sie erhalten Durchmesser, die so groß sind, daß- durch sie hindurch die Rohre 16 geführt werden können. Damit letztere in den Rohren 15 gleichachsig gelagert bleiben, sind die Halter 14 angebracht. Es verbleiben demnach zwischen den inneren Wänden der Rohr 15 und den äußeren Wänden der Rohre 16 Ringräume 17, deren Gesamtquerschnitte so groß bemessen werden, daß durch dieselben eine genügend große Wassermenge von der Obertrommel 2 nach der Untertrommel 3 fließen kann, damit die dampferzeugenden Siederohre q., 5, 6, 7 auch bei größter Verdampfung von genügend Wasser durchströmt werden.
  • Die Rohre 16 sind mit ihren unteren Enden mit einem in der Untertrommel 3 liegenden Behälter 18 und, nachdem sie die Rohre 15 durchzogen, mit einem in der Obertrommel 2 liegenden Behälter oder Verteiler 2o verbunden. Das Speisewasser wird durch i9 in den Behälter 18 gebracht. Es steigt, je nachdem nachgespeist wird, in den Rohren 16 hoch, um schließlich oben in die Vorrichtung 20 überzulaufen. Das Kesselwasser steigt durch die Erwärmung und getrieben durch die sich bildenden Dampfblasen von der Untertrommel 3 durch die Siederohre ¢, 5, 6, 7 nach oben in die Obertrommeln 1, 2 und fällt durch die Ringräume 17 in den Rohren 15 nach. unten, wobei der Teil. des Kesselwassers, der in den Röhrenbündeln q. und 5 nach oben steigt, von der Obertrommel i durch das Rqhrembündel i i nach der Obertrommel 2 überströmt. Von der Untertrommel 3 steigt dann das Wasser wieder hoch. Dieser Kreislauf wiederholt sich immer wieder. Die Rohre 16 werden daher innerhalb der Ringräume 17 von dem heißen Kesseltvasser bespült, das von oben nach unten fließt, während das Speisewasser im Innern der Rohre 16 nach oben fließt. Hierdurch wird dem Kesselwasser Wärme entzogen, während sich das Speisewasser erwärmt. Durch die starke Erwärmung durch das heiße Kesselwasser und bei entsprechend großen Flächen der Rohre 16 wird das Speisewasser schon bald nach seinem Eintritt in die Rohre 16 auf die Verdampfungstemperatur gebracht und bis zum Überlauf bei 2o darauf gehalten, so daß die Kesselsteinbildner ausgeschieden und die Gase ausgetrieben werden. Ein Teil der Kesselsteinbildner fällt nach unten in den Behälter 18 und wird von da mittels der Schlammablaßvorrichtung von Zeit zu Zeit abgelassen. Ein Teil der Unreinigkeiten steigt mit dem Wasser nach oben und lagert sich auf der Vorrichtung 2o ab. Die ausgeschiedenen Gase steigen nach oben in den Dampfraum und werden mit dem Dampf sofort aus dem Kessel entfernt. Das so ausgekochte und entgaste Wasser fließt bei 2o über und vermischt sich erst dann mit dem umlaufenden Kesselwasser. Hierdurch werden die dampferzeugenden Teile des Kessels wirksam gegen Kesselstein und Anfressungen geschützt.
  • Die Beheizung des durch die Rohre 16 fließenden Speisewassers wird durch die Beheizung der Rohre 15 von außen durch die Heizgase noch unterstützt, da die Wärme der letzteren durch die Rohrwände 15 und 16 und durch die Wasserschicht der Ringräume 17 hindurchdringt. Die Rohre 15 können von außen mit einer Isolierschicht umgeben werden, ohne die Wirkung zu beeinflussen. Bei Zweitrommel-Steilrohrkesseln werden die Rohre 15 in den zweiten Zug verlegt. Bei Dreitrommel- oder Viertrommel-Steilr ohrkesseln können sie in den dritten oder vierten Zug verlegt werden.
  • Dadurch, daß das durch die Ringräume 17 fließende Kesselwasser seine Wärme zum Teil an das durch die Rohre 16 fließende Speisewasser abgibt, verdichtet es sich, wird spezifisch immer schwerer und sinkt schnell nach unten, von oben Wasser nachreißend. je mehr der Kessel angestrengt wird, also je mehr Dampf er erzeugt und ihm entnommen wird, um so schneller muß nachgespeist werden, um so mehr und schneller kühlt sich das durch die Ringräume 17 fließende Kesselwasser ab und infolgedessen erhöht sich die Geschwindigkeit des umlaufenden Kesselwassers; mit anderen Worten, je höher die Kesselleistung, je schneller läuft das Kesselwasser um.
  • Ist das Wasser sehr gasreich, so wird die Vorrichtung 2o zweckmäßig kaskadenartig ausgebildet, so daß auf ihren Flächen auch die letzten Spuren von Gasen sich ausscheiden.
  • Damit das Innere der Rohre 16 gereinigt werden kann. sind als Verbindung des Dampfsammlers 8 mit der Obertrommel 2 die Rohrstutzen 22 vorgesehen. Um die Rohre 16 auswechseln zu können, sind auf dem Dampfsammler 8 die Verschlüsse 23 vorgesehen, die bei fehlendem Dampfsammler 8 auf dem Mantel der Obertrommel 2 angebracht werden. Da das Innere des Behälters 18 und der Rohre 16 nur den Druck der Wassersäule vom Wasserstand des Kessels bis zum Oberlauf 2o auszuhalten haben, so ist dieser Druck sehr gering. Die Rohre 16 werden daher nur leicht in 18 und 2o befestigt, damit sie gegebenenfalls leicht herausgenommen werden können, um die Rohre 15 nachwalzen oder reinigen zu können.
  • Soll mit einer vorbeschriebenen Anlage ein Speicher verbunden werden zwecks Speicherung heißen Wassers oder im Speicher durch Druckabfall Dampf niedrigerer Spannung erzeugt werden, zum Zwecke, die Dampferzeugungs- und Dampfentna'h'meschwankungen auszugleichen, so wird, wie Abb. 4. veranschaulicht, der Speicher 24 angeordnet, der durch die Rohrstutzen 22 mit der Obertrommel 2 verbunden wird. Die Rohre 16 werden in diesem Falle durch die Rohre 22 hindurch bis in den Speicher 24 geführt und durch die Vorrichtungen 25 gegen das Innere der Obertromme12 abgedichtet. Der Speicher 24 kann dann von der Marke N-W bis zur Marke H-W mit heißem Wasser aufgeladen werden. Dem Dampferzeuger wird dann das gespeicherte Wasser aus dem Speicher 24 durch die Leitung 26 zugeführt, wobei der Wasserzufluß durch eine Reglervorrichtung 27 geregelt wird. Wird durch Druckabfall im Speicher 24 Dampf erzeugt, so wird dieser durch die Leitung 28 unmittelbar oder durch einen Dampftrockner der Verwendungsstelle zugeführt.
  • Beide, die Heißwasserspeicherung wie auch die Dampfspeicherung können getrennt oder zu gleicher Zeit angewendet werden.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE; i. Steilrohrkessel, bestehend aus einem oder mehreren Vorder- und Hinterkesseln, bei denen das Speisewasser, ehe es in die Wasserrohre gelangt, durch das heiße Wasser der Kessel vorgewärmt und entgast wird, dadurch gekennzeichnet, daß von innerhalb der Wassertrommeln liegenden Behältern (18), die an die Speisewasserleitung (i 9) und ,an die Sch'lammablaßleitung (21) angeschlossen sind, Rohre (16) anschließen, welche Wasserrohre der Kessel derart durchziehen, daß sie innen vom Speisewasser durchflossen, außen vom umlaufenden Kesselwasser umspült werden.
  2. 2. Steilxöhrkessel nach Anspruch i mit oberhalb der Kessel angeordnetem Wärmespeicher (24), dadurch gekennzeichnet, daß die Röhre (16) die Rohrverbindungen (22) der Obertrommeln mit dem Speicher (24) durchziehen und in den Speicher einmünden und das Innere der Obertrommeln gegen das Innere des Speichers durch die Ringplatten (25) abgeschlossen ist.
  3. 3. Steilrohrkessel nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Obertrommel mit dem Speicher (2q.) durch Rohrleitungen (26) verbunden ist und der Wasserzufluß der Kesselanlage zu der Vorwärmeeinrichtung (18, 16, 2o) und zu dem Speicher und von diesem zum Kessel durch Reglervorrichtungen geregelt wird.
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