DE514559C - Zusammenlegbares Fahrzeugverdeck, insbesondere fuer Kraftwagen - Google Patents
Zusammenlegbares Fahrzeugverdeck, insbesondere fuer KraftwagenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft, ein zusammenlegbares Fahrzeugverdeck, insbesondere für
Kraftwagen, bei welchem zum Stützen des Verdeckstoffes dienende" Spriegel durch mittels
einer Antriebsvorrichtung in Führungen bewegbare Ketten in die Aufspann- oder Ruhelage bewegt werden. Es sind Vorrichtungen
bekannt, um das Verdeck von Kraftwagen, insbesondere von großen Wagen, wie
z. B. Alpenwagen, auf mechanischem Wege aufzuspannen und zurückzuziehen. Bei den
bekannten Vorrichtungen werden gewöhnlich durch endlose Drahtseile oder durch endlose
Ketten die Verdeckspriegel beim Aufspannen des Verdecks nach vorn und beim Zurückschlagen
des Verdecks nach hinten gezogen. Diese Vorrichtungen haben jedoch verschiedene Nachteile. Werden Drahtseile als Übertragungsglieder
benutzt, so ändern diese Seile häufig an beiden Wagenseiten ihre Länge um verschiedene Beträge. Infolgedessen
können sich die Spriegel beim Auf- und Zurückziehen schräg stellen und festklemmen,
falls die Führungen, in denen die Spriegelschlitten gleiten, nicht reichliches Spiel besitzen.
Wird aber ein reichliches Spiel in den Führungen vorgesehen, so klappern die geführten
Teile im Betriebe, wodurch die Fahrgäste des Wagens belästigt werden.
Bei Verwendung endloser Ketten als Zugglieder zum Vorwärts- oder Rückwärtsziehen
der Spriegel machen sich ebenfalls erhebliche Mängel geltend. Die über Kettenräder und
Rollen gespannten endlosen Ketten der bekannten Vorrichtungen gelangen leicht durch
die Erschütterungen des Wagens in Schwingungen und schlagen gegen ihre Verschalungen,
selbst wenn diese Verschalungen sehr geräumig sind. Hierdurch wird ein lästiges Geräusch hervorgerufen, welches selbst durch
Auskleiden der Verschalungen mit schalldämpfenden Stoffen nicht sicher unterdrückt
werden kann. Ein Weglassen der Verschalung ist wegen der unbedingt nötigen Schmierung
der Kette und wegen der Gefahr, daß die Fahrgäste durch eine ungeschützte Kette verletzt
werden könnten, nicht möglich. Aus Platzmangel und aus ästhetischen Gründen ist es auch nicht zulässig, die Verschalung
sehr geräumig zu machen. Die Rückführung der endlosen Kette bedingt jedoch, wenn zur
Vereinfachung des Gestells die vorwärts und rückwärts laufenden Kettenstränge übereinander
in der gleichen Verschalung angeordnet werden sollen, die Verwendung einer ziemlieh
großen Verschalung, welche die seitliche Aussicht für die Fahrgäste beeinträchtigt.
Es ist auch nicht zweckmäßig, die endlose Kette lose in der Verschalung liegen zu
lassen, weil in diesem Fall ein noch stärkeres Geräusch hervorgerufen würde.
Die bei den bisher bekannten Vorrichtungen auftretenden Übelstände sind nach der
Erfindung dadurch vermieden, daß die zum
Antrieb der Spriegel dienenden Ketten mit Hilfe der Antriebsvorrichtung in den Führungen
in der einen Richtung durch Zug und in der anderen Richtung durch Druck bewegbar
sind. Hierdurch ist der Vorteil erzielt, daß eine Rückführung der Ketten vermieden
ist, so daß weniger Raum als bei mit bloßem Zug arbeitenden Vorrichtungen für die Unterbringung
der Übertragungsglieder gebraucht ίο wird. Gegenüber den bekannten Vorrichtungen,
bei denen die Spriegel durch endlose Drahtseile bewegt werden, ist durch den Er-'
findungsgegenstand der Vorteil erreicht, daß eine ungleichmäßige Längenausdehnung der
Zugglieder an beiden Seiten des Wagens verhütet ist. Gegenüber den bekannten Vorrichtungen,
bei denen die zum Antrieb der Spriegel dienenden Ketten endlos sind, bietet der
Erfindungsgegenstand den Vorteil, daß die Ketten in ihrer Führung unter' Druckspannung
gehalten werden. Die Kettenmittellinie bildet in diesem Zustand nicht eine gerade,
sondern, da die einzelnen Kettenglieder um den Betrag des Spiels in den Führungen seit-2S
lieh ausschwingen können, ein Zickzacklinie. Der in der Längsrichtung der Kette wirkende
Druck preßt daher alle Kettenglieder fest an die Führung an und verhindert beim Fahren
des Wagens sicher alles Schlagen und Klappern ohne Anwendung schalldämpfender
Stoffe. Die Raumbeanspruchung der Kettenführung ist trotzdem sehr gering. Die Kettenführung
bildet zugleich eine vorzügliche fetthaltende Verschalung, die außerdem auch
gegen unbeabsichtigte Berührung der Kette Schutz gewährt. Da die Ketten nur als einfache
Stränge ausgeführt sind, können die Führungsschienen sehr niedrig ausgebildet
werden, so daß die Aussicht nach den Seiten nicht wesentlich beeinträchtigt wird.
Auf der Zeichnung ist ein nach der Erfindung
hergestelltes Fahrzeugverdeck in einer Ausführungsform veranschaulicht.
Abb. ι ist eine Seitenansicht des Verdecks in aufgespanntem Zustand; Abb. 2 stellt die
zurückgezogenen Verdeckspriegel unter Weglassung des zusammengefalteten Verdeckstoffs
dar; Abb. 3 ist ein Querschnitt durch den Wagenkasten nach der Linie A-B der
Abb. ι; Abb. 4 bis 7 stellen Teilansichten und Schnitte durch die Spriegelführung dar, und
zwar ist Abb. 4 ein Querschnitt durch die Spriegelführung und durch einen der Spriegelschlitten
in größerem Maßstab; Abb. 5. ist ein senkrechter Längsschnitt durch die Spriegelführung
nach der Linie C-D der Abb. 4, wobei die Kette und der Mitnehmer für die
Spriegel in Draufsicht dargestellt sind; Abb. 6 ist ein Längsschnitt durch die in Abb. 4 und 5
dargestellten Teile in verschiedenen waagerechten Ebenen im wesentlichen entsprechend
der Linie E-F der Abb. 5; Abb. 7 veranschaulicht einen der an der Kette befestigten Mitnehmer
für die Spriegel; Abb. 8 bis 10 stellen Ansichten bzw. Schnitte durch eine Kammer
dar, die zur Aufnahme der Kette bei zurückgezogenem Verdeck dient, und zwar ist Abb. 8 ein senkrechter Längsschnitt nach der
Linie G-H der Abb. 10; Abb. 9 ist ein waagerechter Schnitt nach der Linie/-/<
der Abb. S; Abb. 10 ist ein senkrechter Schnitt nach der
Linie L-M der Abb. 8; Abb. 11 veranschaulicht
den vorderen Spannbügel in größerem Maßstab im Schnitt nach der Linie N-O der
Abb. 12, und Abb. 12 stellt die Teile nach Abb. 11 unter Weglassung des Verdeckstoffes
von oben gesehen dar.
Die zum Aufspannen des' Verdeckstoff es 1
(Abb. 1) dienenden Spriegel 2 sind mit Schlitten 3 versehen, die in Führungen 4 bewegbar
sind. Die Führungen 4 sind an beiden Seiten
des dargestellten Kraftwagens durch die am Wagenkasten 5 angeordneten Stützen 6 abgestützt.
Von den Führungen 4 werden auch die Ketten 7 umschlossen, durch welche in
unten beschriebener Weise die Spriegel 2 in die Spann- oder in die Ruhestellung bewegt
werden.
Bei zurückgeschlagenem Verdeck sind die Spriegel 2 mittels der an beiden Spriegelenden
vorgesehenen Schlitten 3 in den hinteren, senkrechten Enden der Führungsschienen
4 aufgereiht (vgl. Abb. 2). Der Verdeckstoff, der in Abb. 2 der Übersichtlichkeit
wegen nicht dargestellt ist, liegt in diesem Fall zusammengefaltet zwischen den Spriegeln
2. Der vordere, um Scharniere 8 zusammenklappbare Spannbügel 9 ist nach hinten
geklappt. Die beiden Ketten 7 befinden sich zum größten Teil in an beiden Wagenseiten
angeordneten Kammern 10, in deren spiralförmigen Führungen 11 (Abb. 8) die Ketten
verschiebbar sind. Das eine Ende jeder Kette 7 läuft über ein Kettenrad 12 hinweg
in den senkrecht aufsteigenden Teil der Führungen
4 und ist mit dem Schlitten 3 des vordersten Spriegels 2a in beliebiger Weise verbunden.
Die Länge der Ketten 7 ist derartig gewählt, daß jeder Schlitten 3 des vordersten
Spriegels 2° beim Zusammenlegen des Verdecks (Abb. 2) nicht bis zum unteren Ende
des senkrechten Teils der Führung 4 herabgezogen wird, vielmehr ruht der Spriegel 2a
am oberen Ende des senkrechten Führungsteils mit seinem Eigengewicht sowie mit dem
Gewicht des an ihm angeordneten Spannbügels 9 und einem Teil des Gewichtes des
Verdeckstoffs lediglich auf den an ihm zu beiden Seiten befestigten Kettenenden. Infolgedessen
werden die Ketten 7 gegen ein in der zugehörigen Kammer 10 vorgesehenes
Widerlager 14 (Abb. 8) gepreßt. Die Ketten befinden sich daher dauernd unter Druck, und
zwar stauen sich die einzelnen Glieder der ganzen Länge der Ketten nach zickzackförmig
in den Kettenführungen 11 und 13, so daß jedes Klappern bei Wagenerschütterungen
verhütet ist.
Die in den Kettenkammern 10 an beiden Wagenseiten angeordneten Kettenräder 12
(Abb. 3) sind durch eine waagerechte Welle 15 miteinander verbunden, so daß beide Ketten
7 stets um den gleichen Betrag bewegt werden. In ein auf der Welle 15 befestigtes
Schneckenrad 16 greift eine Schnecke 17, die auf einer in der Längsrichtung des Wagens
angeordneten, waagerechten Welle iS (Abb. 1) angebracht ist. Diese Welle ist durch kegelförmige
Zahnräder 19 mit einer senkrechten WTelle 20 verbunden, auf der in der Nähe des
Führersitzes eine Handkurbel 21 befestigt ist. Die obenerwähnten. Kettenführungen 13
werden durch unterschnittene, rillenförmige Aussparungen gebildet, die in Schienen 23
vorgesehen sind. Diese Schienen sind in die obengenannten, an den Stützen 6 angebrachten
Führungen 4 eingebaut und besitzen außerdem rillenförmige Aussparungen 24, in denen die an den Spriegelschlitten 3 angeordneten
Rollen 25 laufen. Die Führungen 4 besitzen U-förmigen Querschnitt. Der in Abb. 4
untenliegende Flansch 26 jeder Führung 4 ist auf den Stützen 6 befestigt und trägt die
Schiene 23. Der senkrechte Steg 27, welcher den in Abb. 4 obenliegenden Flansch 28 mit
dem unteren Flansch 26 verbindet, liegt an der Außenseite jeder Führung 4 (Abb. 3).
Durch den oberen Flansch 28 ist ein Herausspringen der Rollen 25 aus der als Fahrschiene
wirkenden Aussparung 24 verhütet. Da jedoch die Rollen 25 mit Spiel zwischen der Fahrschiene 24 und dem Flansch 28
laufen, ist eine leichte Bewegung der Spriegel 2, 2° gesichert.
Jeder Spriegelschlitten 3 ragt von innen teilweise in die Führung 4 hinein und ist mit
zwei Rollen 25 versehen, die auf Bolzen 29 des Schlittens 3 drehbar sind.
An den Ketten 7 sind in Abständen, die der Lage der Spriegel 2, 2ß bei aufgespanntem
Verdeck (vgl. Abb. 1) entsprechen,· verschieden breite Mitnehmer 30 (Abb. 4 bis 7) befestigt,
durch die die Spriegel in nachfolgend beschriebener Weise in die Spannstellung bewegt
werden. Jeder Mitnehmer 30 ist mit einem Bügel 31 versehen, der in die Kettenführung
13 hineinragt und an der entsprechenden Kette 7 festgenietet ist. An den
Schlitten 3 der Spriegel 2 sind auslegerartige Arme 32 vorgesehen, welche zum größten Teil
mit verschieden breiten Ausschnitten 33 versehen sind. Bei dem vordersten Spriegel 2a
(Abb. 1) ist der dem Teil 32 entsprechende Auslegerarm der beiden Schlitten 3 winkelförmig
ausgebildet und in ähnlicher Weise wie die vorher beschriebenen Mitnehmer 30
an der zugehörigen Kette 7 festgenietet. Bei der Vorwärtsbewegung der Ketten 7 wird
daher der erste Spriegel 2a sofort in Bewegung
gesetzt, bis er in die Aufspannstellung gelangt. Bei den beiden Schlitten 3 des zweiten
Spriegels 2 von vorn besitzen die Auslegerarme 32 keine Ausschnitte 33. Die für diesen Spriegel bestimmten Mitnehmer 30
drücken einfach von hinten gegen die Auslegerarme der zugehörigen Schlitten 3, so daß
der zweite Spriegel in die Aufspannstellung gebracht wird. Die Schlitten 3 des dritten
Spriegels 2 sind mit Ausschnitten 33 versehen, welche gerade so breit sind, daß der Mitnehmer
30 für den zweiten Schlitten 3 noch hindurchgleiten kann. Beim vierten Spriegel
2 sind die Ausschnitte 33 etwas breiter, so daß die Mitnehmer für den dritten Spriegel
hindurchtreten können. Diese Mitnehmer stoßen jedoch gegen die Auslegerarme 32 des
dritten Spriegels und befördern diesen Spriegel in die Aufspannstellung. In entsprechender
Weise sind die Ausschnitte 33 und Mitnehmer 30 von Spriegel zu Spriegel breiter ausgebildet.
Soll das Verdeck aufgespannt werden, so werden durch Drehen der Handkurbel 21
(Abb. 1) vom Führersitz aus die Kettenräder 12 unter Vermittlung des Getriebes 16, 17, 19
so gedreht, daß die Ketten 7 in ihren Führungen 13 innerhalb der Führungsschienen 4
vorwärts geschoben werden. Beim Vorwärtsschieben der Ketten 7 wird der fest mit ihnen
verbundene vorderste Spriegel 2a sofort mitgenommen,
so daß er aus der Stellung nach Abb. 2 in dem gekrümmten Teil der Führungen
4 links nach oben geschwenkt und darauf in dem waagerechten Teil der Führungen 4
nach links geschoben wird. Gleichzeitig mit dem vordersten Spriegel 2a wird auch der
Spannbügel 9 mitgenommen, der an den Schlitten 3 des vordersten Spriegels 2a angelenkt
ist. Wenn der Spriegel 2a so weit vorwärts geschoben ist, wie sein Abstand vom
zweiten Spriegel 2 bei aufgespanntem Ver- nc deck (vgl. Abb. 1) beträgt, so sind inzwischen
die Mitnehmer 30 (Abb. 7) für den zweiten Spriegel durch die Ausschnitte 33 des hintersten
bis dritten Spriegels -hindurch bis zu den Schlitten 3 des zweiten Spriegels 2 ge- 11g
langt und nehmen diesen Spriegel mit. In der gleichen Weise wird weiter ein Spriegel
nach dem anderen im richtigen Abstand vom vorhergehenden Spriegel nach vorn geschoben, bis alle Spriegel in die Aufspannstellung
nach Abb. 1 gebracht sind.
Kurz bevor die Spriegel ihre vorderste
Stellung erreicht haben, was bei allen Spriegeln gleichzeitig geschieht, werden die Spriegel
in nachstehend beschriebener Weise abgebremst.
In jedem Schlitten 3 ist ein Bremszapfen 34 (Abb. 4) verschiebbar, der schräg nach
oben in das Innere der Führung 4 gerichtet ist. Am äußeren Ende ist der Bremszapfen
34 mit einem Flansch 35 versehen. Gegen diesen Flansch wirkt das eine Ende einer in
einer Höhlung 36 des Schlittens 3 angeordneten Schraubenfeder 37, die sich am anderen
Ende gegen eine in die Höhlung 36 geschraubte Mutter 38 stützt. In der Ruhestellung
der Teile drückt die Feder 37 den Flansch 35 gegen eine im Innern des Schlittens
3 vorgesehene Schulter 39. Die Bremszapfen 34 wirken mit Bremskeilen 40 zusammen, die in den Führungsschienen 4 an den
ao Aufspannstellen der Spriegel befestigt sind. Die Bremskeile 40 sind in dem durch den
Steg 27 und den Flansch 28 jeder Führungsschiene gebildeten Winkel derartig angeordnet,
daß die oben beschriebenen Auslegerarme 32 der Spriegelschlitten 3 sich frei unter
den Keilen 40 vorbeibewegem können. Die Bremsflächen der Keile 40 sind, wie aus
Abb. 4 ersichtlich ist, derartig schräg angeordnet, daß sie rechtwinklig zu den schrägen
Achsen der Zapfen 34 verlaufen.
Die Bremszapfen 34 und die Bremskeile 40
sind wieder abgestuft (vgl. Abb. 4), und zwar derartig, daß zum vordersten Spriegel 2° die
am weitesten vorstehenden Bremskeile 40 und die kürzesten Bremszapfen 34 gehören. Der
niedrigste Bremszapfen 34 ist in Abb. 4 mit gestrichelten Linien dargestellt. Nach dem
hintersten Spriegel 2 zu nimmt die Höhe der Bremskeile ab und die Länge der Bremszapfen
zu. Infolgedessen berührt beim Vorschub der Spriegel jeder Bremszapfen 34 nur
den zugehörigen Bremskeil 40, während er an allen vorherliegenden Keilen mit Spiel vorbeigeht.
Der Bremszapfen 34 läuft auf den zugehörigen Keil 40 erst auf, wenn der betreffende
Spriegel 2 seine Endstellung nahezu erreicht hat.
Durch die schräge Anordnung der Bremszapfen 34 ist erreicht, daß die Rollen 25 der
Spriegelschlitten 3 sowohl nach der Seite gegen den inneren Rand der Rillenschiene 24
als auch gegen die untere Fläche dieser Schiene fest angeklemmt werden. Da die
Federn 37 unter starker Vorspannung stehen, brauchen die Bremszapfen 34 nur um einen
geringen Betrag in der Richtung zur Wagenmitte verschoben zu werden, um sofort einen
festen Sitz des Spriegels zu gewährleisten und jedes Klappern zu verhüten. Beim Auf laufen
der Bremszapfen 34 auf die Keile 40 muß ein kurzer, kräftiger Enddruck auf die
Ketten 7 mittels der Handkurbel 21 (Abb. 1) ausgeübt werden. Bei diesem Enddruck werden
die Ketten 7 unter starker Druckspannung in den Führungen 13 zickzackförmig aufgestaut.
In der Nähe des inneren Endes jeder Kette 7 ist an ihr ein keilförmiges Widerlager
41 (Abb. 8) festgenietet, welches mit einer Sicherungsklinke 42 zusammenwirkt. Die
Sicherungsklinke 42 ist in der Nähe des Kettenrades 12 auf einem ortsfest an der Wandung
der Kammer 10 angebrachten Zapfen 43 drehbar. Am freien Ende ist die Klinke 42
mit einem abgerundeten Kopf 44 versehen, den eine Feder 45 in Richtung auf das Kettenrad
12 zu drücken sucht. Sobald die Spriegel 2 die vordere Endstellung erreichen, geht
das Keilstück 41 an der Klinke 42 vorüber und gelangt in die mit gestrichelten Linien
angegebene Stellung 41". Hierbei drückt das Keilstück 41 unter Anspannung der Feder 45
die Klinke 42 zurück. In der Stellung 41s
liegt das Keilstück 41 hinter dem Kopf 44 der Klinke 42. Durch die Abstützung des
Keilstücks 41 an der Klinke 42 ist erreicht, daß eine unbeabsichtigte Zurückbewegung der
Kette 7 bei der Fahrt des Wagens mit aufgespanntem Verdeck verhütet ist. Erst bei
einem in umgekehrter Richtung wie vorher auf die Handkurbel 21 ausgeübten kräftigen
Druck wird die Klinke 42 durch das Keilstück 41 zurückgedrückt und eine Zurückbewegung
der Kette 7 in die Kammer 10 ermöglicht.
Durch die an beiden Wagenseiten hinter die Klinken 42 greifenden Keilstücke
41 wird jedoch die Druckspannung der Ketten 7 aufrechterhalten, solange das Verdeck
aufgespannt bleibt. Infolgedessen ist ein Klappern der Ketten 7 sicher verhütet.
Sind durch Drehen der Handkurbel 21 die Spriegel 2, 2" und der an ihnen befestigte
Verdeckstoff nach vorn gezogen, so braucht nur noch der obenerwähnte Spannbügel 9
aus der in Abb. 1 mit gestrichelten Linien dargestellten Stellung nach vorn heruntergeklappt
und in der Spannlage gesichert zu werden.
Der vordere Spannbügel 9 besteht aus einem Bogenstück 46 (Abb. 11 und 12), das
durch die bereits obenerwähnten, Scharniere 8 mit zwei Lenkern 47 verbunden ist. Die Lenker
47 werden durch die längeren Arme von Winkelhebeln gebildet, an deren kürzeren
Armen 48 Haken 49 zu einem unten beschriebenen Zweck drehbar sind. Diese Winkelhebel
sind an Zapfen 50 drehbar, die an den Schlitten 3 des vordersten Spriegels 2ß befestigt
sind.
Mit Rücksicht auf die Befestigung der
Lenker 47 an den vordersten Spriegelschlitten 3 würde, falls keine weiteren Vorkehrun-
gen getroffen wären, der gesamte Reaktionsdruck der Federn 57 des Spannbügels 9 auf
die Ketten 7 übertragen. Sollte es gelegentlich wünschenswert sein, die Ketten von diesem
Reaktionsdruck zu entlasten, so werden die obenerwähnten Haken 49 mit Zapfen 63
in Eingriff gebracht, die an dem ortsfesten Rahmenstück 62 vorgesehen sind. Durch die
Haken 49 wird der Druck der Federn 57 auf-· genommen, so daß die Ketten 7 entlastet sind.
Die Haken 49 können an den Spriegelschlitten 3 abnehmbar angeordnet sein, falls sie
nicht dauernd benutzt werden sollen.
Soll das Verdeck zurückgezogen werden, so werden die Exzenter 61, die zur Verriegelung
des Spannbügels 9 dienen, durch Bewegen des Handgriffes 60 (Abb. 11) gelöst
und die Haken 49 mit den Stiften 63 außer Eingriff gebracht. Der vordere Bügel 9 wird
dann in die mit gestrichelten Linien angegebene Stellung (Abb. 1) zurückgeklappt.
Hierauf werden durch entsprechende Drehung der Handkurbel 21 die Ketten 7 zurückgezogen.
Beim Zurückziehen der Ketten bleiben zunächst alle Spriegel 2 mit Ausnahme des ersten Spriegels 2a an ihrer Stelle,
da die Mitnehmer 30 beim Vorwärtslaufen die Spriegelschlitten nur vor sich her geschoben
haben, sie aber beim Rückwärtslauf nicht mitnehmen. Nur der an den Ketten 7 befestigte
vorderste Spriegel 2a folgt sofort dem Zuge dieser Ketten. Der Spriegel 2" nimmt
dann einen nach dem anderen der übrigen Spriegel 2 dadurch mit, daß er sie vor sich
her schiebt. Auf diese Weise wird der Verdeckstoff in gleichmäßige Falten zusammengelegt,
während bei bekannten Einrichtungen zum Zusammenfalten des Verdecks die Anordnung
besonderer Spreizglieder erforder-Hch ist.
In der Krümmung der Führungen 4 am hinteren Teil des Wagens sind Bremsschienen
68 (Abb. 2) angeordnet, die dem Querschnitt der hintersten Bremskeile 40 (Abb. 4)
entsprechen, jedoch der ganzen Länge nach gleich stark vom Beginn des Bogens am oberen Ende der Krümmung bis zum Ende
des senkrechten Teils der Führungen 4 ausgebildet sind. Durch diese Bremsschienen ist
verhütet, daß die hinter dem ersten Spriegel 2a befindlichen Spriegel 2 beim Eintritt in
die hintere Krümmung und in den senkrechten Teil der Führungen 4 einfach herunterfallen
und sich unter Umständen schräg festklemmen. Mit den Schienen 63 kommen die Bremszapfen 34 des hintersten Spriegels 2
in Berührung, welche, wie oben erwähnt ist, langer als die Bremszahlen aller anderen
Spriegel sind. Der hinterste Spriegel 2 wird auf diese Weise nur in solchem Maße gebremst,
daß ein unregelmäßiges Herunterfallen dieses Spriegels verhütet ist. Die zwischen
dem vordersten und hintersten Spriegel befindlichen Spriegel bleiben ungebremst, jedoch
stützen sie sich beim Eintritt in den geneigten Teil der Führungen 4 auf den hintersten
Spriegel.
Falls zur Verringerung der Herstellungskosten der Einrichtung auf den Antrieb der
Ketten 7 durch eine vom Führersitz aus zu bedienende Vorrichtung verzichtet werden
soll, können auch diese Ketten durch eine unmittelbar mit einem der Kettenräder 12 in
Verbindung zu bringende Handkurbel 64 (Abb. 10) in Bewegung gesetzt werden.
Die Nabe des Kettenrades 12 ist in diesem Fall mit einem Vierkantloch 65 versehen, in
das dauernd ein Viertkantzapfen 66 der Welle 15 greift. Von außen kann mit dem Vierkantloch
65 ein Vierkantzapfen 67 der Handkurbel 64 in Eingriff gebracht werden, falls der Antrieb der Ketten 7 durch diese Handkurbel
erfolgen soll.
Die beschriebene Einrichtung bietet den Vorteil, daß sie rasch und mit verhältnismäßig
geringem Kraftaufwand bedient werden kann. Auch kann bei dieser Einrichtung weder bei aufgeklapptem noch bei zurückgeklapptem
Verdeck ein Klappern der Ketten oder anderer beweglicher Teile durch die Erschütterungen
bei der Fahrt des Wagens hervorgerufen werden. Um das Verdeck aufzuspannen, braucht nur die Kurbel 21 (Abb. 1)
oder die Kurbel 64 (Abb. 10) gedreht zu werden, so daß die Spriegel 2, 2a in die Spannstellung
gelangen. Außerdem braucht dann nur der Spannbügel 9 (Abb. 1) heruntergeklappt
und in der Spannstellung gesichert zu werden. In ähnlicher Weise wird das Verdeck zusammengeklappt.
Claims (2)
1. Zusammenlegbares Fahrzeugverdeck, insbesondere für Kraftwagen, bei welchem
zum Stützen des Verdeckstoffes dienende Spriegel durch, mittels einer Antriebsvorrichtung
in Führungen bewegbare Ketten in die Aufspann- oder Ruhelage bewegt werden, dadurch gekennzeichnet, daß die no
zum Antrieb der Spriegel (2) dienenden Ketten (7) mit Hilfe der Antriebsvorrichtung
(12) in den Führungen (10, 13) in der einen Richtung durch Zug und in der
anderen Richtung durch Druck bewegbar sind.
2. Zusammenlegbares Fahrzeugverdeck nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Ketten (7) nicht nur beim Aufspannen, sondern auch beim Zusammenlegen des Verdecks (1) in Führungen (13
bzw. 10) einschiebbar sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEA53860D DE514559C (de) | 1928-04-14 | 1928-04-14 | Zusammenlegbares Fahrzeugverdeck, insbesondere fuer Kraftwagen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEA53860D DE514559C (de) | 1928-04-14 | 1928-04-14 | Zusammenlegbares Fahrzeugverdeck, insbesondere fuer Kraftwagen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE514559C true DE514559C (de) | 1930-12-15 |
Family
ID=6939199
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEA53860D Expired DE514559C (de) | 1928-04-14 | 1928-04-14 | Zusammenlegbares Fahrzeugverdeck, insbesondere fuer Kraftwagen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE514559C (de) |
-
1928
- 1928-04-14 DE DEA53860D patent/DE514559C/de not_active Expired
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