DE514263C - Ventilapparatur zur Ausfuehrung von OElspaltprozessen unter Druck - Google Patents

Ventilapparatur zur Ausfuehrung von OElspaltprozessen unter Druck

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DE514263C
DE514263C DEW77267D DEW0077267D DE514263C DE 514263 C DE514263 C DE 514263C DE W77267 D DEW77267 D DE W77267D DE W0077267 D DEW0077267 D DE W0077267D DE 514263 C DE514263 C DE 514263C
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valve
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pressure
valve apparatus
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CARBUROL AKT GES
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CARBUROL AKT GES
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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10GCRACKING HYDROCARBON OILS; PRODUCTION OF LIQUID HYDROCARBON MIXTURES, e.g. BY DESTRUCTIVE HYDROGENATION, OLIGOMERISATION, POLYMERISATION; RECOVERY OF HYDROCARBON OILS FROM OIL-SHALE, OIL-SAND, OR GASES; REFINING MIXTURES MAINLY CONSISTING OF HYDROCARBONS; REFORMING OF NAPHTHA; MINERAL WAXES
    • C10G9/00Thermal non-catalytic cracking, in the absence of hydrogen, of hydrocarbon oils

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
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  • Multiple-Way Valves (AREA)

Description

  • Ventilapparatur zur Ausführung von Olspaltprozessen unter Druck Bei einigen technischen Verfahren der Erdöl- und Kohlechemie, insbesondere bei der Ölspaltung unter Druck (Krackindustrie), ist es notwendig, flüssige oder dampfförmige Stoffe oder Gemische beider Phasen bei gleichzeitiger Druckverminderung oder vollständiger Druckentlastung mit einer bestimmten Flüssigkeit von besonderen chemischen oder physikalischen Eigenschaften in kürzester Zeit innig zu vermischen.
  • Dieses Erfordernis kann beispielsweise gegegeben sein, um eine plötzliche Abkühlung expandierender Stoffe zur schnellsten Erreichung einer gewünschten Temperatur zu bewirken (z. B. britisches Patent 2q.2 323) oder um eine beabsichtigte Auswaschung expandierender Spaltprodukte in vorgelegte Lösungsöle auszuführen (z. B. britisches Patent 252 3o8). Bei solchen Verfahren der Ölspaltung unter Druck, die mit einer Verrnischung arbeiten, ist es notwendig, die Expansion automatisch sich regulierend und innerhalb eines abgeschlossenen Raumes vorzunehmen, wobei gleichzeitig die expandierenden Stoffe unmittelbar in flüssige Stoffe derart eintreten können, daß eine schnelle und innige Vermischung erreicht, eine kontinuierliche Arbeitsweise gewährleistet wird und dabei das Expansionsventil in der vorgelegten Flüssigkeit gelagert ist. _ Die bisher hauptsächlich angewandten Ventile zur Expansion von Spaltprodukten haben nicht die Möglichkeit der Vermischung mit vorgelegten Flüssigkeiten unmittelbar nach der Drosselung, weil die Baulänge des Ventils und das Ventilgehäuse ein direktes Umspülen des Ventils nicht ermöglichen. Außerdem können sie sich nicht selbst regulierend einstellen, weil sie in der Regel von Hand bedient werden müssen. Diese Art Ventile haben ferner den Nachteil, daß sie den Querschnitt von der Seite her drosseln, so daß. die Leitung gern inkrustiert und verstopft.
  • Eine Ventilapparatur, die auch eine Vermischung von Spaltprodukten mit einer vorgelegten Flüssigkeit gestattet, ist in der amerikanischen Patentschrift 1394 987 (Fleming) beschrieben. Dieselbe hat aber den Nachteil, daß sie ebenfalls den Querschnitt durch konischen Zulauf der Endleitung hinter einem besonderen Drosselventil nochmals eindrosselt.
  • Bezüglich solcher Ventile, die bisher hauptsächlich bei Blasenkrackverfahren in Anwendung sind und die ebenfalls ohne Querschnittsdrosselung automatisch arbeiten, ist zu bemerken, daß diese im wesentlichen nur zur Weiterleitung einer flüssigen oder dampfförmigen Phase dienen. Die amerikanische Patentschrift 1320 726 (Adams) beschreibt beispielsweise ein Ventil, welches lediglich zur Weiterleitung von je einer Phase unter gleichzeitiger Absperrung einer Blase verwandt werden kann. Die amerikanische Patentschrift 161.9 44o (Sloan) arbeitet im Verfolg eines Blasenkrackverfahrens beispielsweise mit einem Ventil, das zwar ebenfalls automatisch in Funktion tritt, aber nur den Zweck und die Wirkung der Druckregulierung innerhalb einer Dämpfeweiterleitung betreffen kann. Die britische Patentschrift 23 446 (Laing) beschreibt ebenfalls ein Ventil, welches ohne Ouer schnittsdrosselung arbeitet. Dasselbe hat aber nur den Zweck und die Wirkung, zwei Dampfräume voneinander abzuschließen und Dämpfe weiterzuleiten. Im Gegensatz zu vorliegender Ventilkonstruktion können die angeführten irgendeine Vermischung mit einer vorgelegten Flüssigkeit unmittelbar bei der Expansion nicht gewährleisten. Bei allen Spaltverfahren, vor allem bei ülspaltverfahren in Schlangen unter Druck ist aber die Gefahr eines Zuwachsens und Verschlammens der Ventile eine große. Um diese Gefahr zu vermeiden, ist die vorliegende Ventilkonstruktion erfunden worden. Sie soll durch die folgende Erläuterung zur beiliegenden Zeichnung noch näher beschrieben sein.
  • In ein durch eine Wand 8 und einen Boden 9 gebildetes Gefäß mündet eine Hochdruckröhre a, deren Mündung durch einen Ventilkege13 abgeschlossen ist, der sich in einer Führung 4 bewegt. Die Hochdruckröhre 2 und der Ventilkegel 3 sind zweckmäßig so ausgebildet, daß beim Aufsitzen des Ventilkegels die Berührungsstelle eine etwa kreisrunde Linie ergibt. Auf eine Aussparung des Ventilkegels 3 drückt ein auf einer Welle 6 befestigter Daumen 5. Die Welle 6 ist in Vorsprüngen der Wand 8 gelagert. Das eine Ende der Welle tritt durch die Wand 8 hindurch ins Freie und trägt einen Hebelarm io, an welchem ein Gewicht i i angebracht ist. Zur Abdichtung der Durchtrittsstelle der Welle 6 durch die Wand 8 dient eine Stopfbüchse i2. -In dem Gefäß 8 ist eine Röhre 7 aus dünnem Blech angebracht, welche die Mündung der Hochdruckröhre 2 und den Ventilkegel 3 umgibt. Eine Röhre i dient zur Zuführung der Flüssigkeit in das Gefäß 8, 9.
  • Der Abschluß des Gefäßes 8, 9 nach oben ist auf der Zeichnung deswegen nicht dargestellt, weil er sich je nach der Anwendung der Apparatur für das eine oder andere Frackverfahren von selbst ergeben wird.
  • Die zu behandelnden Spaltprodukte treten mit einer gewünschten Strömungsgeschwindigkeit bei einer gewünschten Temperatur und bei einem gewünschten höheren Druck aus der Hochdruckröhre 2 in eine Zone niedrigeren Druckes, die durch das Gefäß 8, 9 abgeschlossen ist. Der Weg in diese Zone wird den expandierenden Stoffen durch ein Gegendrücken des Ventilkegels 3 derart verwehrt, daß der Gegendruck gegen den Inhalt der Hochdruckröhre 2 beliebig eingestellt werden kann, um einen gewünschten Arbeitsdruck in der Hochdruckleitung automatisch aufrechtzuerhalten. Gleichzeitig und unmittelbar beim Eintritt der expandierenden Stoffe in die Zone niedrigeren Druckes treten dieselben in eine Flüssigkeitsmenge ein, deren Standhöhe durch einen Überlauf geregelt werden kann und deren Zulauf durch die Röhre i vorgenommen wird. Zur Erreichung einer besonders wirkungsvollen Vermischung der expandierenden Stoffe mit der durch die Röhre i eintretenden Flüssigkeit dient die Röhre 7 dadurch, daß sie ein Ansaugen der in dem Gefäßraum stehenden Flüssigkeit durch die expandierenden Stoffe bewirkt. Diese Röhre 7 leitet außerdem das entstehende Gemisch richtunggebend, in beliebiger Richtung, im gezeichneten Falle nach oben, wo dasselbe entweder teilweise oder ganz in einen zweiten, nicht dargestellten Raum verdampfen kann oder als Flüssigkeitsgemisch eintritt. Der Druck der Strömung in der Hochdruckröhre 2 gegen den Ventilkegel 3 hebt denselben so weit, als es der Ventilkegelbelastung durch das Gewicht i i entspricht, wobei der an der Welle 6 befestigte Daumen 5 mehr oder= weniger kräftig gegen die Hochdruckleitung drückt.
  • Die Wirkungsweise der erläuterten Apparatur sei auch durch ein spezielles Beispiel beschrieben.
  • Ein Phasengemisch von Spaltprodukten strömt reit einer Geschwindigkeit von 2 m/Sek. und einer Temperatur von 45o° C bei einem Druck von 4o Atm. in der Hochdruckröhre 2 in Richtung gegen den Ventilkegel 3. Die Belastung des Ventilkegels drückt gegen den Austritt des Reaktionsgemisches in der Hochdruckröhre 2 derart, daß dort der obengenannte Druck aufrechterhalten wird. Dieser Druck hebt entsprechend der Ventilkegelbelastung automatisch den Ventilkegel, so daß die Dämpfe und Flüssigkeiten aus der Hochdruckröhre 2 in die 'Umgebung des Ventilkegels expandieren. Die Expansion wirkt sich infolge der richtunggebenden Rohrführung 7 nach oben aus, so daß die in der Umgebung des Ventils stehende Flüssigkeit von der unten offenen Rohrleitung 7 angesaugt wird. Dadurch vermischen sich die Stoffe aus der Hochdruckröhre :2 und die vorgelagerte Flüssigkeit, aus der Röhre i kontinuierlich zulaufend, unmittelbar und innig, so daß eine plötzliche Mischtemperatur von z. B. 300° C resultiert. Gleichzeitig wird die Ventilapparatur von den kühleren und auswaschenden Ölen aus der Röhre i fortwährend umspült, so daß eine Verschlammung oder Inkrustierung derselben behoben ist.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Ventilapparatur zur Ausführung von Ölspaltprozessen unter Druck, bei welchen eine unmittelbare Vermischung von expandierenden Spaltprodukten mit einer Flüssigkeit stattfindet, dadurch gekennzeichnet, daß innerhalb eines geschlossenen Gefäßes und in der vorgelegten Flüssigkeit ein belasteter Ventilkegel gegen die Austrittsleitung der expandierenden Spaltstoffe drückt, wobei die Belastung derart erfolgt, daß an einer Welle, die nach außen durch eine Stopfbüchse führt, eine Kraft wirkt, so daß im Innern des Gefäßes ein an derselben Welle befestigter Daumen den Druck auf den Ventilkegel überträgt. a. Ausführungsform der Ventilapparatur nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Ventilapparatur im Innern des Mischgefäßes von einem Rohr umgeben ist, so daß die Flüssigkeit von den expandierenden Spaltprodukten in das Rohr hineingesaugt wird und die Mischung in beliebiger Richtung abgeleitet werden kann.
DEW77267D 1927-10-01 1927-10-01 Ventilapparatur zur Ausfuehrung von OElspaltprozessen unter Druck Expired DE514263C (de)

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