DE51310C - Sicherheitsvorlegeschlofs - Google Patents
SicherheitsvorlegeschlofsInfo
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- DE51310C DE51310C DENDAT51310D DE51310DA DE51310C DE 51310 C DE51310 C DE 51310C DE NDAT51310 D DENDAT51310 D DE NDAT51310D DE 51310D A DE51310D A DE 51310DA DE 51310 C DE51310 C DE 51310C
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- DE
- Germany
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- sleeping
- tooth
- hook
- lock
- key
- Prior art date
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- Expired - Lifetime
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Classifications
-
- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E05—LOCKS; KEYS; WINDOW OR DOOR FITTINGS; SAFES
- E05B—LOCKS; ACCESSORIES THEREFOR; HANDCUFFS
- E05B35/00—Locks for use with special keys or a plurality of keys ; keys therefor
- E05B35/08—Locks for use with special keys or a plurality of keys ; keys therefor operable by a plurality of keys
- E05B35/083—Locks for use with special keys or a plurality of keys ; keys therefor operable by a plurality of keys with changeable combination
Landscapes
- Emergency Lowering Means (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Sicherheitsvorlegeschlofs.
Gegenstand vorliegender Erfindung ist ein Vorlegeschlofs, z. B. für die Thüren der Güterwagen,
welches dadurch gekennzeichnet ist, dafs es durch jeden einzelnen einer zum Schlosse
gehörenden Reihe von Schlüsseln geschlossen werden kann, bei welchem aber nur derjenige
Schlüssel wieder zum Oeffnen des Schlosses benutzt werden kann, welcher zum Verschliefsen
verwendet wurde, während die anderen Schlüssel der Reihe nicht schliefsen.
Infolge dieser Einrichtung soll das Schlofs bei aller Einfachheit die denkbar grofste Sicherheit
gewähren und aufserdem die fabrikmäfsige Herstellung gestatten; denn "wenn auch bei
einer Anzahl Wagen genau dieselben Schlösser verwendet werden, so kann man doch jedes
dieser Schlösser durch einen besonderen Schlüssel schliefsen, wobei wiederum immerwährend mit
dem Schlüssel gewechselt werden kann.
Auf beiliegender Zeichnung stellt:
Fig. ι einen Güterwagen mit vorgelegtem neuen Sicherheitsschlofs in der Seitenansicht
dar.
Fig. 2 ist ein senkrechter Längenschnitt durch das Schlofs,
Fig. 3 ein Horizontalschnitt nach x-x der Fig. 2, wobei die beweglichen Theile desselben
in der Offenstellung dargestellt sind.
Fig. 4 und 5 zeigen zwei weitere Stellungen
des Schlosses.
In Fig. 6 und 6 a sind zwei der zu dem Schlofs passenden Schlüssel dargestellt.
Fig. 7 bis 9 zeigen Constructionseinzelheiten.
Das Gehäuse A, hier beispielsweise von ovalem Querschnitt, ist mit einem bügelartigen
Gleitriegel B versehen, der sich aus dem Gehäuse hervorziehen und um seinen längeren
Schenkel seitlich drehen läfst. Dieser längere Schenkel ist abgesetzt, führt sich in der Hülse bl
und ist an seinem Ende mit., einem Bund b versehen (Fig. - 2), der das vollständige Herausziehen
des Gleitriegels aus dem Gehäuse A verhindert. Der kürzere Schenkel hat in seinem,
im Gehäuse liegenden Theile eine Aussparung £>2, in welche sich der Schliefshaken C
bei der Schjufsstellung einlegt (Fig. 5).
Der Schlofsmechanismus ist zwischen den beiden, durch Stehbolzen mit einander verbundenen
Deckplatten C3 C2 angeordnet, so dafs der ganze Mechanismus nach dem Lösen der
die untere Deckplatte C2 mit dem Gehäuse verbindenden Schrauben zusammenhängend herausgenommen
werden kann.
Der Schlofsmechanismus enthält eine Reihe, hier beispielsweise elf, ganz gleicher Schliefskämme
E und einen am Ende dieser Reihe liegenden, besonders geformten Schliefskammli1,
welche sämmtlich auf einer festen Achse C3 lose angeordnet sind und unter dem Druck
der Federn G stehen.
Das Schlofs enthält ferner die beiden Schliefshaken C D und den Schlüsselcylinder F. Die
Schliefskämme E, Fig. 7, enthalten verschiedene Ausschnitte, von denen die beiden kreisförmig
ausgerundeten e die Rasten für die Federn G in der Offen- und Schlufsstellung abgeben.
Der Ausschnitt d1 ist die Rast für den Zahn d
des Schliefshakens C, Fig. 9; die einander gleichen Ausschnitte e1 e2 dienen dem Zahn f
des zweiten Schliefshakens D zum Eingriff bei der Offen- und Schlufsstellung und der Ausschnitt
g ist der Eingriff für den Schlüsselbart.
Die beiden Schliefshaken C und D sitzen .auf der gemeinsamen Achse C1 und stehen
unter dem Druck der Feder h in der Art, dafs sie von einander getrennt arbeiten können
(Fig. 2 und 9). Bei dem Schliefskamm E1, Fig. 8, dienen die Ausschnitte ee wieder als
Ruhelager für die Federn G, ein Ausschnitt für den Zahn d des Schliefshakens C ist hier
nicht vorgesehen, da die Breite dieses Zahnes nur bis zum anliegenden Schliefskamm E reicht.
Zum Eingreifen des Schlüsselbartes dienen hier die Ausschnitte g1 und g2, indem derselbe
behufs Drehens dieses Kammes bei dem Oeffnen in Ausschnitt g1 und nach dem Verdrehen des
Kammes beim Schliefsen in Ausschnitt g2 eingreift.
Ausschnitt d2 dient als Einfallrast für den Zahn f des zweiten Schliefshakens D.
Das Schlüsselrohr E ist drehbar in · den beiden Deckplatten C4 C2 gelagert und mit
einem ,Längsschlitz hl ausgestattet, der sich
durch die Deckplatte C2 fortsetzt und hier so verbreitert ist, dafs der Schlüsselbart hindurchgeführt
werden kann.
Bei geöffnetem Schlofs liegen nun sämmtliche
Ausschnitte der Schliefskämme E genau über einander, der Zahn d des Schliefshakens C
ruht in den Ausschnitten dl und der Zahn f
des Schliefshakens D ruht in den Ausschnitten e2.
Der Zahn f des Schliefshakens D ist so breit, dafs er auch in den Ausschnitt d% bezw. g%
des Schliefskammes E1 hineingreift. Die Ausschnitte
g1 g2 dieses Schliefskammes für den
Schlüsselbart sind aber so zu den Ausschnitten g der Kämme E versetzt, dafs die Nase f des
Hakens D aus den Ausschnitten e2 der Schliefskämme E ausgehoben ist, bevor der Bart einen
dieser Kämme E bethätigt.
Zu dem Schlofs können nun. so viele Schlüssel angefertigt werden, als Combinationen zwischen
den Schliefsplatten E möglich sind, und jeder dieser Schlüssel schliefst dann das Schlofs,
wogegen zum Oeffnen des Schlosses nur der Schlüssel allein wieder benutzt werden kann,
mit dessen Hülfe der Verschlufs hergestellt war.
Angenommen, der in Fig. 6 dargestellte, aus der Reihe der zum Schlofs passenden Schlüssel
soll zur Herstellung des Verschlusses Verwendung finden, so wird der Schlüssel S in den
Spalt h J des Schlüsselcylinders, F gesteckt,
nachdem letzterer so weit gedreht ist, dafs Spalt hl mit dem Spalte der Deckplatte C2 zusammenfällt.
Darauf wird der Schlüsselcylinder F mit dem Schlüssel S so weit in der Richtung
des Pfeiles Fig. 3 gedreht, dafs der Bart a' desselben in die Aussparung gl der Schliefsplatte
E1 hineingreift und diesen Kamm dreht. Dadurch hebt der Zahn ■{ dieser Platte den
Zahn f des zweiten Schliefshakens D aus dem Ausschnitt g2 der Platte E1 und. aus den Ausschnitten
e2 der Schliefskämme E, in welchen er bisher ruhte (Fig. 3 und 4).
Bei der weiteren Drehung des Schlüssels werden dann die Schliefskämme E, in welche
die Barte a des Schlüssels eingreifen, gleichzeitig mit dem Schliefskamm E1 weitergedreht
und der Zahn f des Schliefshakens D klinkt hinter dem Zahn \ in den Ausschnitt d? der
Schliefsplatte E\ ferner in die Aussparungen e1
der gedrehten Schliefsplatten E und in die Aussparungen e1 der nicht gedrehten Schliefsplatten
E ein. Während dieses Vorganges haben aber die gedrehten Schliefsplatten E
den Zahn d des Schliefshakens C aus ihren Ausschnitten d1 ausgehoben und derselbe ruht
nun auf dem Umfang dieser Platten (Fig. 5). Infolge dieser Bewegung ist der Schliefshaken C
nach rechts (Fig. 4 und 5) gedreht und mit seiner Nase in die>
Aussparung b% des Gleitriegels B eingetreten. Das Schlofs ist also geschlossen,
da sich nunmehr der Gleitriegel nicht aus dem Gehäuse A herausziehen läfst.
Zum Oeffnen des Schlosses wird die umgekehrte Manipulation ausgeführt. Der Schlüssel 5
wird in den Schliefscylinder E eingeführt und gedreht; dadurch wird zuerst wieder der
Kamm E1 zurückgedreht und dabei die Nase/ durch den Zahn \ des Kammes E 1 aus dem
Ausschnitt e1 der Kämme E ausgehoben, dann
werden auch die Schliefskämme E zurückgedreht, und der Zahn d des Schliefshakens C
klinkt wieder in die Ausschnitte d1 der Schliefskämme
E ein. Wird nun der Gleitbügel B aus dem Gehäuse hervorgezogen, so tritt der
kürzere Bügelschenkel aus letzterem heraus, so dafs das Schlofs nach Seitwärtsdrehung des
Bügels von dem Wagen abgenommen werden kann.
Wollte man zum Oeffnen des Schlosses einen anderen Schlüssel benutzen als den, mit dem
der Verschlufs ausgeführt ist, z. B. den in Fig. 6a dargestellten, bei dem der unterste
Haken a fehlt, ' so bleibt der durch diesen Haken vorher bewegte Schliefskamm E stehen^
die Nase d des Schliefshakens C bleibt demnach auch auf dem Umfang dieses Kammes
ruhen, behält also auch die in Fig. 5 dargestellte Verschlufsstellung bei, so dafs ein
Hervorziehen und damit eine Drehung des Bügels B unmöglich ist.
Durch den Hülfsschliefskamm E1 und den Schliefshaken D soll dem unbefugten Oeffnen
■mittelst gebogener Drähte oder Dietriche vorgebeugt werden.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Ein Sicherheitsvorlegeschlofs, dadurch gekennzeichnet, dafs die Schliefskämme E, um behufs Oeffnung des Schlosses den Zahn d des Schliefshakens C im Einschnitt d1 aufnehmen oder behufs Schliefsens den Zahn d vorschieben und dadurch den Schliefshaken C in den Ausschnitt b2 des Bügels hineindrücken' zu können, durch die bei g angreifenden Schlüsselstufen a erst dann drehbar sind, wenn vorher der Schliefskamm E1 durch Einwirkung der Schlüsselstufe a1 auf die Angriffe gl bezw. g1 so weit gedreht ist, bis der Zahn f der Zuhaltung D dh d D d R 1durch den Daumenaus den Rasten e1bezw. e2 der Schliefskämme E ausgehoben ist.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE51310C true DE51310C (de) |
Family
ID=326091
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT51310D Expired - Lifetime DE51310C (de) | Sicherheitsvorlegeschlofs |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE51310C (de) |
-
0
- DE DENDAT51310D patent/DE51310C/de not_active Expired - Lifetime
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