DE50C - Kombination eines Schweifsofens nebst Schweifsapparat mit einer Maschine zur Erzeugung von Metallblasröhren mit spiralförmiger Naht - Google Patents

Kombination eines Schweifsofens nebst Schweifsapparat mit einer Maschine zur Erzeugung von Metallblasröhren mit spiralförmiger Naht

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DE50C
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Description

1877.
HARVEY KLAPP FLAGLER in BOSTON (America).
Combination eines Schweissofens und Schweissapparats mit einer Maschine zur Erzeugung
von Metallröhren mit spiralförmiger Naht.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 22. Juli 1877 ab.
Die Erfindung bezieht sich auf die Fabrikation von Metallröhren, welche durch spiralförmige Äufwindung eines Metallstreifens auf einem gedachten oder wirklichen Cylinder entstehen, deren Naht also spiralförmig um sie herumgewunden ist. Die Naht mag eine Falznaht oder eine überlappte Naht sein. Ein weiterer Theil der Erfindung besteht in der Verbindung der Maschine, auf welcher das Metallband in Röhrenform aufgewickelt wird, mit einem Öfen, in welchem der Saum oder die Naht geeignet erhitzt und geschweifst werden kann, während die Röhre durch den Ofen läuft.
Die Maschine besteht aus vier Haupttheilen:
1. Einem Leitwalzengestell, durch welches der Metallstreifen auf seinem Wege nach der Formspindel getragen und geführt wird, und welcher, wenn es die Umstände erfordern, mit profilirten Walzen versehen sein kann, welche den Kanten -des Metallbandes die zur Bildung einer Falznaht oder überlappten Naht nöthige Abbiegimg geben.
2. Einer Formspindel, aus welcher das Metallband spiralförmig zu einer Röhre aufgewunden wird, nachdem es das Leitwalzengestell verlassen hat.
3. Einem Ofen, welcher in der Verlängerungslinie der Formspindel liegt, und in welchen die von der letzteren kommende Röhre gelangt, um darin zur Schweifshitze gebracht zu werden.
4. Einem Schweifsapparate, welcher an dem Orte, wo die zur Schweifshitze gebrachte Röhre den Ofen verläfst, angebracht ist.·
Das Leitwalzengestell ist gegen die Formspindel in der Richtung auf der Grundplatte befestigt, dafs es den Metallstreifen in einem spitzen Winkel auf die Formspindel führt. Wenn dünnes Metallblech verarbeitet wird, sind die Walzen des Gestelles derart profilirt, dafs sie dem Streifen bei seinem Durchgange zwischen ihnen an seinen Kanten die zu einer Falznaht oder überlappten Naht nöthige Abbiegung ertheilen. Werden dickere Metallstreifen verarbeitet, so wird das Walzengestell mit P'räsapparaten versehen, welche die Kanten zur Bildung einer Naht in geeigneter Form ausarbeiten. Das Metallband kann aber, auch, bevor es in die Leitwalzen gelangt, an seinen Kanten schon in geeigneter Weise bearbeitet sein, so dafs die Walzen nur den Zweck einer Führung haben.
Der Metallstreifen wird entweder durch Speisewalzen in den Leitwalzenrahmen hineingeführt, oder er wird vermittels eines Riemens, des Bandes -B, das die Formspindel umläuft, durch den Leitrahmen hindurch gezogen. Der Leitwalzenrahmen ist so eingerichtet, dafs er seitlich erweitert werden kann, damit Metallstreifen verschiedener Breite denselben passiren können. Derselbe ist auch unter verschiedenen Winkeln gegen die Formspindel verstellbar, da dies durch das Einsetzen von Formspindeln verschiedenen Durchmessers oder durch die Verarbeitung von Metallbändern verschiedener Breite bedingt ist.
Die Formspindel C ist an dem Ausgangsende des Leitwalzenrahmens gelagert und mit geeigneten Leitvorrichtungen versehen, die den Zweck haben, den Metallstreifen, nachdem er die Walzen verlassen hat, spiralförmig auf die Formspindel zu führen, auf welche er sich aufwindet. Die Formspindel C wird durch geeignete Hülfsmechanismen in Umdrehung versetzt und zieht entweder den Metallstreifen von selbst aus den Leitwalzen, oder das Austreten des Streifens wird durch eine active Bewegung der Walzen erleichtert.
Die Formspindel ist in verticaler Richtung verstellbar, damit in derselben Maschine Spindeln verschiedenen Durchmessers verwendet werden können..
Wenn die Maschine im Gange ist, sollen die Leitwalzenrahmen zur Formspindel einen solchen Winkel bilden, dafs die Windungen des Metallstreifens sich in gehöriger und gleicher Breite an der Nahtstelle übereinander legen. Sind die beiden Kanten sodann richtig übereinander gelegt, so wird der Saum mittels einer Säum- oder Plättrolle D niedergedrückt. Dadurch wird die Naht für die spätere Schweifsung wohl vorbereitet. An oder nahe dem Ende der Formspindel steht der Ofen E, in welchen die so vorbereitete Röhre direct von der Formspindel aus hineingeführt wird. Das Vorschreiten der Röhre im Ofen und die Hitze in demselben sind so regulirt, dafs die Röhre in Schweifsgluth gebracht wird,
ehe sie aus dem Ofen wieder heraustritt. Die Beobachtung des Feuers und des Zustandes des Arbeitsstückes darin kann durch geeignete, in den Ofenwänden befindliche Schauröhren geschehen. Die Details des Schweifsofens sind nicht Gegenstand der vorstehenden Erfindung. Die Erfindung liegt nur in der Combination eines Schweifsofens mit der Maschine.
Gerade vor dem Ofen liegt der Schweifsapparat. Er besteht aus einem cylindrischen Körper F, einem Hammer G und einer Ambosscheibe H, oder statt des Hammers und der Ambosscheibe mögen zwei Hammer angewendet werden, welche die äufseren Seiten der Rohre von zwei Seiten bearbeiteten. Oder es können statt der Hammer und der Ambosscheibe zwei Walzen oder Stollen J und K, wie in Fig. 3 gezeichnet, angewendet werden.
Der Vortheil, den die Anwendung genügend breiter Hammer bietet, liegt darin, dafs damit .nicht allein die Schweifsnähte bearbeitet werden, sondern die ganze Oberfläche der Röhre, wodurch dem Artikel eine platte schöne Oberfläche ertheilt wird, sowie jeder Theil des Metalles verdichtet wird. Wenn man es vortheihaft findet, können Hammer und Ambos oder die Hämmer noch neben den Walzen oder Rollen angewendet werden.
Die Ambosscheibe ist mit einer Höhlung versehen, durch welche Wasser rinnt, um sie kühl zu erhalten. Die Bewegung der Hammer geschieht durch irgend einen geeigneten Mechanismus.
Wenn Rollen zum Zusammenlegen der Schweifsnaht angewendet werden, so müssen deren Axen kreuzweise stehen, entsprechend der Spiralnaht, d. h. ,ihre mittlere Ebene mufs in der Richtung der Spirale gestellt sein. Der Bewegungsmechanismus derselben ist in der Zeichnung nicht zu sehen.
Die Schweifsform F ist an eine Welle befestigt, die eine Fortsetzung der Formspindel bildet. Diese Schweifsform F kann feststehend sein, oder sie kann sich in der Richtung der Formspindel oder in entgegengesetzter Richtung drehen; letzteres erzeugt eine glättere Innenfläche der Röhren.
Um die Schweifsform kühl zu halten, strömt Wasser durch dieselbe (siehe Fig. 4), wo a die Röhre, durch welche das Wasser einströmt und b die Röhre, durch welche dasselbe wieder abläuft, darstellt.
Die Welle, an welcher die Schweifsform F befestigt ist, soll an der Stelle, wo sie durch den Ofen geht, dünner sein, als die Schweifsform und mit Asbest umgeben werden, damit die Hitze nicht so sehr auf sie einwirken kann. Statt der oben beschriebenen Schweifsform F kann auch eine innere Frictionswelle angewendet werden, welche auf einem Arme sitzt, der in der Axe der Formspindel liegt und eine Fortsetzung derselben bildet. Statt einer cylindrischen Formspindel oder Formwalze zum Aufwickeln des Metallstreifens in Form einer Röhre kann man auch eine Vorrichtung anwenden, durch welche das Metallband gezwungen wird, sich auf die innere Fläche eines hohlen Cylinders aufzulegen. Zum Herausleiten des Arbeitsstückes aus dem Schweifsapparat können Leitrollen angewendet werden, welche entweder von der Hauptwelle aus angetrieben werden und somit helfen, das Arbeitsstück aus dem Apparat herauszuziehen, oder durch das Arbeitsstück selbst bewegt werden. Fig. 5 stellt zwei Formen eines Metallstreifens dar, wie sie angewendet werden, um geschweifste Röhren mit Spiralnaht zu bilden. Um jede Verschiebung der Windungen bei dem Durchmarsch durch den Ofen zu vermeiden, kann das Metallband auch in der Form, wie Fig. 6 zeigt, an den Kanten gebogen sein.
Will man von der Verbindung des Ofens mit der Maschine absehen, so sollte doch ein Hammer und Ambos angewendet werden, um die Nähte zusammenzuschlagen, welche dadurch zur Schweifsung besser vorbereitet werden.

Claims (6)

  1. Patent- Ansprüche:
    ι. Die Verbindung der rotirenden Formspindel mit dem Schweifsofen in der Art, dafs die Röhre durch die Umdrehung der Formspindel in und durch den Ofen gezogen wird, zum Zwecke und in der Weise, wie beschrieben.
  2. 2. Die Maschine zum Aufwinden eines Metallbandes in Spiralform zur Herstellung einer Röhre mit Falznaht oder überlappter Naht und der Ofen zum Erhitzen der so gebildeten Röhre.
  3. 3. Die Verbindung der Maschine zur Aufwindung des Metallbandes in Spiralform zur Herstellung einer Röhre, mit einem Schweifsofen und einem Hammer oder mit Walzen zum Zusammenschweifsen der Naht.
  4. 4. In Verbindung der Formwalze oder Formspindel, die Schweifsform wie beschrieben, welche an einer dünneren Fortsetzung der ersteren in derselben Axrichtung festgemacht ist; zum Zwecke und in der Weise, wie beschrieben.
  5. 5. Die Verbindung der Schweifsform mit der Formwalze in der Weise, wie beschrieben und mit der Einrichtung, dafs durch erstere ein Strom kalten Wassers circulirt, um sie kühl zu halten.
  6. 6. Die Verbindung einer Maschine zum Aufwinden von Metallstreifen in Spiralform zur Herstellung einer Röhre, mit einem Hammer oder mit mehreren Hämmern zum Zusammenschlagen des Falzes oder der überlappten Naht.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DE50DA 1877-07-21 1877-07-21 Kombination eines Schweifsofens nebst Schweifsapparat mit einer Maschine zur Erzeugung von Metallblasröhren mit spiralförmiger Naht Expired - Lifetime DE50C (de)

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