DE509280C - Einrichtung zur Kompensation der induktiven Spannungen in niederfrequenten Stromkreisen von Regelsatzschaltungen - Google Patents
Einrichtung zur Kompensation der induktiven Spannungen in niederfrequenten Stromkreisen von RegelsatzschaltungenInfo
- Publication number
- DE509280C DE509280C DES76642D DES0076642D DE509280C DE 509280 C DE509280 C DE 509280C DE S76642 D DES76642 D DE S76642D DE S0076642 D DES0076642 D DE S0076642D DE 509280 C DE509280 C DE 509280C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- circuits
- frequency
- machine
- low
- slip
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired
Links
- 230000001939 inductive effect Effects 0.000 title claims description 9
- 230000001360 synchronised effect Effects 0.000 claims description 4
- 230000005284 excitation Effects 0.000 description 9
- 238000004804 winding Methods 0.000 description 9
- 230000001105 regulatory effect Effects 0.000 description 2
- 230000009286 beneficial effect Effects 0.000 description 1
- 230000008878 coupling Effects 0.000 description 1
- 238000010168 coupling process Methods 0.000 description 1
- 238000005859 coupling reaction Methods 0.000 description 1
- 230000007812 deficiency Effects 0.000 description 1
- 238000000034 method Methods 0.000 description 1
Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H02—GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
- H02K—DYNAMO-ELECTRIC MACHINES
- H02K17/00—Asynchronous induction motors; Asynchronous induction generators
- H02K17/02—Asynchronous induction motors
- H02K17/34—Cascade arrangement of an asynchronous motor with another dynamo-electric motor or converter
- H02K17/38—Cascade arrangement of an asynchronous motor with another dynamo-electric motor or converter with a commutator machine
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Power Engineering (AREA)
- Control Of Ac Motors In General (AREA)
Description
Es sind Regelsatzschaltungen für Asynchronmaschinen bekannt, bei denen nicht nur
der dem Läufer der Asynchronmaschinen entnommene und den Kollektorwicklungen von
Hintermaschinen zugeführte Strom eine niedere Frequenz hat, sondern bei denen auch
die Hintermaschinen (oder andere Hilfsmaschinen) mit niedriger Frequenz erregt werden.
Bei derartigen Schaltungen bereitet die durch das Drehfeld der Hintermaschine induzierte
Spannung niedriger Frequenz Schwierigkeiten für die Anbringung einer Regelung. Dies ist z. B. der Fall, wenn verlangt
wird, daß die dem Läufer der Asynchronmaschine aufgedrückte Regelspannung dem Schlupf dieser Maschine proportional sein
soll, was insbesondere zur Konstanthaltung des Stromes bei schwankender Netzfrequenz
von Vorteil ist. Die Regelung der an die Schleifringe der Asynchronmaschine abgegebenen
Spannung muß im wesentlichen durch die Veränderung der Feldstärke der Kommutatorhintermaschine
bewirkt werden. Dies geschieht durch Änderung des Stromes in der Erregerwicklung. Um den richtigen Strom
durch die Erregerwicklung hindurchzutreiben, müssen dieser Spannungen zugeführt werden,
welche den Ohmschen Verlust der Erregerwicklung und den induktiven Spannungsabfall
berücksichtigen. Während der erste konstant und unabhängig von der Frequenz ist, ist
der zweite mit der Schlüpfung stark veränderlich und bringt dadurch in das Regelsystem
eine Spannungskomponente hinein, die im allgemeinen unerwünscht ist. Den Einfluß
dieser Spannungskomponente auf den Erregerstrom hat man bekanntlich durch Einschalten
eines verhältnismäßig großen Ohmschen Widerstandes in den Stromkreis zu unterdrücken versucht, der die dem Schlupf
der Hauptmaschine proportionale Spannung liefert.
Eine bessere Lösung des Problems ergibt sich aber, wenn man den unerwünschten
induktiven Spannungsabfall vollständig aufhebt. Das ist möglich durch Verwendung
eines eigenerregten Phasenschiebers, der in den Erregerstromkreis eingeschaltet wird.
Angenommen, es sei eine bestimmte Frequenz in der Erregerwicklung vorhanden und ein bestimmter Strom, so wird in der Wicklung
neben dem Ohmschen Spannungsabfall ein induktiver erzeugt, welcher dem Strom um 900 nacheilt. Führt man nun den gleichen
Strom in einen eigenerregten Phasenkompensator, so kann man diesen so bemessen und mit einer solchen Drehzahl betreiben,
daß die gleiche Spannung entsteht. Sie ist dem Strom proportional, eilt ihm jedoch um 900 vor. Die beiden genannten
Spannungskomponenten heben sich dann auf, und die Ohmsche Spannungskomponente bleibt
allein übrig.
Vollkommene Kompensation unter allen Be-
triebsumständen ist bei diesem Verfahren aber nur vorhanden, wenn die Schlupffrequenz
konstant ist. Das ist aber gerade bei den Regelaggregaten nicht der Fall. Ganz besonders
stark ist die Frequenzänderung, wenn die Regelaggregate in der Nähe des Synchronismus
zu arbeiten haben, was sehr häufig vorkommt. Nach der Erfindung wird diesem
Mangel dadurch abgeholfen, daß die ίο Drehzahl des Phasenkompensators zwangsläufig
proportional zum Schlupf des Aggregates verändert wird. Dann erzeugt der Phasenkompensator eine voreilende Spannung,
die erstens dem Strom und zweitens dem Schlupf des Aggregates proportional ist, und die Kompensation ist somit stets vollständig.
Die Drehzahl des Phasenkompensators kann dadurch in der gewünschten Weise verändert
werden, daß er durch einen Asynchronmotor angetrieben wird, dessen Primärwicklung von
Schlupfströmen der asynchronen Hauptmaschine gespeist wird. Diese Schlupfströme können auch entweder durch Reihenschaltung
oder durch Parallelschaltung zu anderen Schlupfstrom führenden Kreisen entnommen
werden. Ist der Schlupf der asynchronen Hauptmaschine ο (Synchronismus), so wird
der Antriebsmotor stillstehen und im Phasenkompensator keine Spannung erzeugt werden.
Entspricht der Schlupf einer Frequenz von beispielsweise fünf Perioden, so wird der
Motor die entsprechende Geschwindigkeit annehmen und daher die Spannung am Phasenkompensator
proportional dem Wert 5 werden. Der Antrieb durch einen Asynchronmotor ist insofern noch nicht vollkommen genau,
weil dieser Asynchronmotor selbst einen Schlupf annehmen kann. Statt der gewünschten
Frequenz 5 würde man z. B. nur die Frequenz 4,8 erhalten, so daß die Proportionalität
mit dem Hauptschlupf nicht ganz gewahrt ist. Wenn es erforderlich ist, dem noch abzuhelfen,
kann man den Phasenschieber mit einem Differentialgetriebe antreiben, dessen Grunddrehzahl durch eine vom Netz gespeiste
Synchronmaschine und dessen veränderliche Drehzahl vom Regelaggregat aus geliefert
wird. Die Differenz beider wirkt auf das dritte Rad des Differentialgetriebes, mit welchem
der Phasenschieber verbunden ist.
Zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung veranschaulicht, und
zwar zeigt Fig. 1 eine Ausführungsform, bei der der Phasenschieber durch einen mit
Schlupfstrom gespeisten Asynchronmotor angetrieben wird, während Fig. 2 eine Ausf iihrungsform
zeigt, bei der er von einem Differentialgetriebe aus angetrieben wird, dessen Grundzahl durch eine vom Netz gespeiste
Synchronmaschine und dessen veränderliche Drehzahl vom Regelaggregat aus geliefert
wird. In beiden Figuren ist die aus dem Netz η gespeiste Hauptmaschine, deren Geschwindigkeit
geregelt wird, mit« bezeichnet und die Hintermaschine, die mit ihr mechanisch gekuppelt ist, vcuxk. Dem Ständer der
Hintermaschine wird ein Erregerstrom aus dem Netz über den Regeltransformator t und
den Frequenzwandler/ zugeführt, der mit ihr mechanisch gekuppelt ist. Aus einer besonderen
Läuferwicklung der Hauptmaschine a wird an den Schleifringen e eine dem Schlupf
dieser Maschine proportionale Spannung entnommen. Diese wird über die mit der Hauptmaschine
mechanisch gekuppelte Hilfsmaschine g geführt, die die Frequenz der Spannung
erhöht und sie über den Transformator s dem Erregerkreis des Frequenzwandlers/ zuführt.
Um den Einfluß der induktiven Kornponente der Erregerwicklung der Hintermaschine
k in ihrem Erregerkreis zu kompensieren, ist nach der Erfindung an diesen Kreis
ein eigenerregter· Phasenschieber ρ angeschlossen. Zur Kompensation der induktiven 8S
Spannungskomponente im Primärkreis der Maschine g dient bei der Anordnung nach Fig. 1
in gleicher Weise ein Phasenschieber h, während bei der Anordnung nach Abb. 2 ein
Widerstands angeordnet ist, der den Einfluß der induktiven Spannungskomponente unterdrückt.
Bei der Anordnung nach Fig. 1 wird der Phasenschieber von einem asynchronen Motor
m angetrieben, der von dem Frequenzwandler mit Strom von Schlupffrequenz gespeist
wird. In Fig. 2 ist an Stelle der Asynchronmaschine ein Differentialgetriebe d vorgesehen,
das auf der einen Seite mit einem aus dem Netz 11 gespeisten Synchronmotor V too
und auf der anderen Seite mit dem Frequenzwandler/ gekuppelt ist. Diese Anordnung
sichert die genaue Proportionalität der Drehzahl des Phasenschiebers mit dem Schlupf
der Hauptmaschine.
Man könnte auch einen Phasenschieber und einen Ohmschen Widerstand nebeneinander
zur Unterdrückung der induktiven Spannungskomponente im Erregerkreis verwenden. Der Ohmsche Widerstand könnte tio
ferner durch einen Reihenschlußmotor ersetzt werden, der ebenfalls eine verlustlose Regelung
ergibt, weil seine Energie an die Hauptmaschine oder eine andere Maschine, die ein
Drehmoment braucht, durch mechanische Kupplung mit einer dieser Maschinen weitergegeben
werden kann.
Claims (3)
- Patentansprüche :,i. Einrichtung zur Kompensation der induktiven Spannungen in niederfrequen-ten Stromkreisen von Regelsatzschaltungen, gekennzeichnet durch in niederfrequente Stromkreise eingeschaltete eigenerregte Phasenschieber, deren Antriebsdrehzahl dem Schlupf der Hauptmaschine möglichst genau proportional ist.
- 2. Einrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß zum Antrieb des Phasenschiebers ein gewöhnlicher Asynchronmotor dient, dessen Primärteil aus einem der niederfrequenten Kreise des Maschinensatzes gespeist wird.
- 3. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Phasenschieber mit einem Differentialgetriebe verbunden ist, das ihn mit einer Drehzahl entsprechend der Differenz der Drehzahlen einer netzgespeisten Synchronmaschine und des zu regelnden Maschinensatzes antreibt.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES76642D DE509280C (de) | 1926-10-22 | 1926-10-22 | Einrichtung zur Kompensation der induktiven Spannungen in niederfrequenten Stromkreisen von Regelsatzschaltungen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES76642D DE509280C (de) | 1926-10-22 | 1926-10-22 | Einrichtung zur Kompensation der induktiven Spannungen in niederfrequenten Stromkreisen von Regelsatzschaltungen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE509280C true DE509280C (de) | 1930-10-08 |
Family
ID=7506272
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DES76642D Expired DE509280C (de) | 1926-10-22 | 1926-10-22 | Einrichtung zur Kompensation der induktiven Spannungen in niederfrequenten Stromkreisen von Regelsatzschaltungen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE509280C (de) |
-
1926
- 1926-10-22 DE DES76642D patent/DE509280C/de not_active Expired
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| EP0043973A1 (de) | Drehfeldmaschinenantrieb mit einer umrichtergespeisten Drehfeldmaschine und einer mit zwei Wechselspannungsintegratoren und einer Rechenmodellschaltung verbundenen Umrichtersteuerung | |
| DE112014007197T5 (de) | Antriebs-steuerungsvorrichtung für einen mehrwicklungsmotor | |
| DE509280C (de) | Einrichtung zur Kompensation der induktiven Spannungen in niederfrequenten Stromkreisen von Regelsatzschaltungen | |
| DE720061C (de) | Anordnung zur Spannungsregelung von Synchronmaschinen mit Hilfe eines Gleichrichters | |
| DE618219C (de) | Regeleinrichtung fuer Gleichstrommotoren, insbesondere fuer Mehrmotorenantriebe | |
| DE590986C (de) | Anordnung zur Regelung von Antrieben fuer Aufzuege | |
| DE964886C (de) | Daempfungsschaltung fuer ueber Verstaerker mit Gleichspannungseingang gesteuerte Induktionsmotore fuer Regelgeraete | |
| DE2914613C2 (de) | Schaltungsanordnung zur Regelung von Drehfeldmaschinen | |
| DE589782C (de) | Schaltanordnung zur Einfuehrung von Spannungen in Stromkreise mit veraenderlicher Frequenz, die dem Strom und der Frequenz in dem Stromkreise proportional sind | |
| DE510119C (de) | Kaskadenschaltung von Asynchronmaschine und Kommutatormaschine | |
| DE524360C (de) | Umlaufender, vorzugsweise im UEbersetzungsverhaeltnis der Spannungen regelbarer Maschinensatz zur Frequenzumformung von Wechselstroemen | |
| DE537217C (de) | Kaskadenschaltung von asynchroner Vordermaschine mit zwei in Reihe liegenden Kommutatorhintermaschinen | |
| AT103150B (de) | Einrichtung zur willkürlichen Leistungsübertragung zwischen zwei nicht starr miteinander verbundenen Wechselstromnetzen mittels zweier gekuppelter Synchronmaschinen. | |
| DE646755C (de) | Anordnung zur Speisung von Schlupffrequenz fuehrenden Erregerwicklungen von in Drehstromkaskaden eingeschalteten Kommutatormaschinen | |
| DE566464C (de) | Verfahren zur Vermeidung der Selbsterregung von mindestens zeitweise kapazitiv belasteten Asynchronmaschinen mit Kommutatorhintermaschine | |
| AT113876B (de) | Einrichtung zur Erzielung synchronen Ganges mehrerer von einer Gleichstromquelle gespeister Motoren in Parallel- oder Reihenschaltung durch Asynchronmaschinen. | |
| DE494231C (de) | Schaltungsanordnung bei Kaskaden, bestehend aus Asynchronmaschine und in deren Sekundaerstromkreis eingeschalteter Kommutatorhintermaschine | |
| DE518116C (de) | Kaskade, bestehend aus einer Asynchron-Hauptmaschine und einer Dreh-stromkollektormaschine als Hintermaschine zum Zwecke der Drehzahlregelung | |
| AT100940B (de) | Selbsttätige, durch einen elektrischen Regelmotor angetriebene Regeleinrichtung. | |
| DE767959C (de) | Anordnung zur Erzeugung einer als Steuerspannung verwendbaren Wechselspannung | |
| DE706748C (de) | Einrichtung zur Fernsteuerung eines elektrischen Antriebes | |
| DE531736C (de) | Einrichtung zur Kupplung zweier Wechselstromnetze verschiedener Frequenz mittels eines Umformers, dessen eine Haelfte aus einer Asynchronmaschine mit Kommutatorhintermaschine besteht | |
| DE592511C (de) | Einrichtung zur selbsttaetigen Beeinflussung des Energiestromes zwischen zwei miteinander gekuppelten, im Energieaustausch stehenden Wechselstromnetzen durch einen rotierenden Umformer | |
| DE643408C (de) | Kaskade, bestehend aus Asynchronmaschine und einer an deren Schleifringe angeschlossenen Kommutatormaschine | |
| AT106161B (de) | Verfahren zur Speisung von Wechselstromnetzen durch Asynchrongeneratoren. |