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Einrichtung an hydraulischen Pressen, insbesondere für Kakao Bei den
bekannten hvdratilischeti Topfpressen mit übereinander angeordneten Töpfen und dazwischenliegenden
Druckköpfen wird die flüssige Kakaomasse zwecks Auspressung in Töpfe gefüllt, die
einen beweglichen Boden mit Filter haben, und nach erfolgter Füllung wird der Topf
durch die über ihm liegende Sieblocliplatte, die am Druckkopf oder am Querhaupt
befestigt ist, mit der dazwischenliegenden Filterplatte abgedichtet. Beim Hochgehen
des Preßkolbens wird jeder bewegliche Boden tiefer in den zug o ehörigen Topf hineingedrückt,
und die flüssige :Masse wird dadurch einem Druck ausgesetzt. der zur Absonderung
des im Kakao enthaltenen Fettes führt. Bei der bisher üblichen Anordnung und Bauart
der init dem Druckkopf verbundenen Sieblochplatte, des zugeordneten Preßtopfes und
der dazwischenliegenden, zumeist aus Kamelhaar hergestellten Filterplatte läßt die
Abdichtung zwischen Topf und Sieblochplatte insofern sehr zu wünschen übrig, als
sie von Pressung zu Pressung immer schlechter wird, nicht selten sogar schon nach
wenigen Pressungen mit einem neuen Kamelhaarfilter an irgendeiner Stelle des Topfrandes
vollständig ver= sagt. Dadurch wird die obere Filterplatte eines Preßtopfes häufig
genug vorzeitig unbrauchbar und muß zumeist lediglich wegen eines schadhaften Dichtungsrandes
erneuert «erden.
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Es hat sich gezeigt, daß der außerordentlich starke Verschleiß der
Filterplatten wesentlich eingeschränkt und dadurch deren Lebensdauer bedeutend erhöht
werden kann, wenn die bisherige Bauart der Topfabdichtung mit über dein Topfrand
vorstehender Filterplatte aufgegeben und das Kamelhaarfilter mindestens so weit
in den Preßtopf eingelassen wird, daß ein Überstehen des Filters vermieden ist.
Dadurch wird in erster Linie der Vorteil erreicht, daß die Filterplatte mit ihrer
gesamten, ihrer Stärke entsprechenden Umfangsfläche an der zugehörigen Fläche des
Preßtopfes anliegt und somit einer Zerstörung des Haargewebes am Filterrand durch
im Betrieb auftretende, radial auf den Filterumfang wirkende Drücke Einhalt geboten
ist. Hand in Hand mit der in den Topfrand versenkten Filterplatte geht in zweiter
Linie eine zweckmäßige Gestaltung der Sieblochplatte, die an ihrem Rande derart
abgesetzt ist, daß ein kurzer, der Größe der Filterplatte entsprechender Stempel
gebildet wird, mit dem die Sieblochplatte beim Pressen auf die Filterplatte drückt.
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In der Zeichnung sind drei Ausführungsformen veranschaulicht, die
sämtlich die linke Hälfte eines senkrechten Mittelschnitts durch eine Sieblochplatte,
ein Kamelhaarfilter und den oberen Teil eines Preßtopfes darstellen.
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Abb. i zeigt die Ausführung bisher bekannter Art, in Abb. z und 3
dagegen sind zwei der Erfindung entsprechende Ausführungsformen beispielsweise dargestellt,
und zwar in Abb. 2 mit einer und in Abb. 3 mit zwei Filterplatten.
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Unter Bezugnahme auf Abb. i der Zeichnung ist mit a die bekannte Sieblochplatte
bezeichnet, deren Unterfläche in ihrer ganzen
Ausdehnung eben ist.
Die Kamelhaarfilterplatte b sitzt nur mit dem unteren Teil c-d ihrer Stirnfläche
im Preßtopf f und ragt mit ihrem oberen Teil d-e über den Preßtopfrand hinaus. Der
Preßtopf f ist bis zum Filter b
mit flüssiger Kakaomasse g angefüllt.
Durch den hohen Preßdruck nimmt die Filterplatte b nach und nach eine Form an, die
durch die strichpunktierte Linie h gekennzeichnet ist. Der auf die flüssige Kakaornasse
g ausgeübte Druck, der naturgemäß immer rechtwinklig zu seiner Begrenzungsfläche
zur Wirkung kommt, drückt unter anderem auch in der durch den Pfeil i angedeuteten
Richtung auf die in der Filterplatte b nach Maßgabe der Linie 1a gebildete Hohlkehle,
findet an der gegenüberliegenden Umfangsfläche d-e der Filterplatte b keinen Widerstand
und kann deshalb ungehindert das einmal begonnene Zerstörungswerk fortsetzen. So
wird das feste faserige Gefüge der Filterplatte b in der Nähe ihres Dichtungsrandes
allmählich gelockert und schließlich zerrrissen, wodurch die Filterplatte b vorzeitiger
Unbrauchbarkeit anheimfällt.
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Zur Behebung des geschilderten Übelstandes ist erfindungsgemäß das
Filter b nach Abb.2, das nach Abb.3 auch aus zwei Filterplatten k und
l bestehen kann, die zusammen etwa der Stärke der Filterplatte b entsprechen,
mindestens so weit in den Preßtopf na bzw. n eingelassen, daß die Oberfläche der
Filterplatte b bzw. k in der Topfrandebene liegt. Dadurch ist erreicht, daß
die Filterplatte b nach Abb. 2 und die Filterplatten k und l nach Abb. 3
mit ihrer gesamten, ihrer Stärke entsprechenden Umfangsfläche an der zugehörigen
Fläche des Preßtopfes in bzw. ia anliegen. Bildet sich betriebsmäßig durch den Preßdruck
in der Filterplatte b nach Abb. 2 und k nach Abb. 3 eine der strichpunktierten
Linie lz nach Abb. t entsprechende Vertiefung und Hohlkehle, dann ist den auf die
Filterumfangsfläche zur Wirkung kommenden Preßdruckkomponenten entsprechend der
vollen Stärke o-p der Filterplatte b nach Abb. 2 und entsprechend der vollen Stärke
r-s der Filterplatte h nach Abb. 3 durch den Rand des Preßstopfes na
bzw.
ii ein so starker Widerstand entgegengesetzt, daß eine für das Filtergefüge schädliche
Auswirkung der Filterumfangsdrücke verhindert ist. Dieses Bestreben wird noch durch
eine Sieblocliplatte t nach Abb. 2 und :u nach Abb. 3 unterstützt, die an ihrem
Rande derart abgesetzt ist, daß ein kurzer, nach unten sich etwas verjüngender Stempel
v gebildet wird, der der Größe der Filterplatte b nach Abb. 2 bzw. k nach Abb. 3
entspricht und beim Pressen dem Empordrücken der Filterplatte b bzw. h über
die Topfrandebene hinaus entgegenwirkt.
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Ohne Beeinträchtigung des Erfindungsgedankens braucht die Oberfläche
der Filterplatte b oder k von vornherein nicht genau mit der Topfrandebene
übereinzustimmen, sondern könnte ebensogut z. B. auch etwas unter der Topfrandebene
liegen. Es ist auch nicht nötig, daß die Filterplatte l dieselbe Größe wie die Filterplatte
1z hat; es ist sogar zweckmäßig und im Sinne einer guten Abdichtung des Preßtopfes
vorteilhaft, die Filterplatte Z kleiner als die Filterplatte k zu wählen, nach Abb.
3 einfach entsprechend dem Innendurchmesser des Preßtopfes ii.. Ferner braucht die
Sieblochplatte t bzw. tt. nicht abgesetzt zu sein; wesentlich ist lediglich deren
stempelartige, der Größe der Filterplatte b bzw. k entsprechende Ausbildung.