DE503452C - Schwemmanlage (Sandfang) fuer die Papier- und Papierstoffabrikation - Google Patents

Schwemmanlage (Sandfang) fuer die Papier- und Papierstoffabrikation

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DE503452C
DE503452C DESCH81762D DESC081762D DE503452C DE 503452 C DE503452 C DE 503452C DE SCH81762 D DESCH81762 D DE SCH81762D DE SC081762 D DESC081762 D DE SC081762D DE 503452 C DE503452 C DE 503452C
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ZELLSTOFF und PAPIERFABRIKATIO
E H WILLI SCHACHT DR ING
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ZELLSTOFF und PAPIERFABRIKATIO
E H WILLI SCHACHT DR ING
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D21PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
    • D21FPAPER-MAKING MACHINES; METHODS OF PRODUCING PAPER THEREON
    • D21F1/00Wet end of machines for making continuous webs of paper
    • D21F1/62Sand traps

Landscapes

  • Paper (AREA)

Description

  • Schwemmanlage (Sandfang) für die Papier- und Papierstoffabrikation
    In Papierstoff- und Papierfabriken ist es
    allgemein üblich, den stark mit Wasser ver-
    dünnten Papierstoff behufs Reinigung von
    Verunreinigungen und FreiniIlchrpern in
    kastenartigen Laufrinnen oder Schwemmen,
    sogenannten Sandfängen, zu führen. -Diese
    Anlagen bestehen aus Planflächen, worin die
    wä ßrigen Stoffmassen in hohen Schichten
    sieh bewegen. Am Boden derselben sind
    Einsätze als Fangorgane eingebaut, die die
    spezifisch schweren nach unten sinkenden
    Verunreinigungen und Fremdkörper abfan-
    @en.
    Diese Einrichtungen erfüllen bisher ihren
    Zweck meistens nur mangelhaft, denn die
    Stoffinenen laufen in vielen übereinander-
    liegenden Faserstoffschicliten auf den Plan-
    flächen und erfahren beim Passieren der An-
    lagen größtenteils keine Gelegenheit, viele in
    den Faserstoffen enthaltenen Verunreinigun-
    gen und Fremdkörper abzusondern, zumal
    die am Boden eingebauten Fangorgane auch
    nur auf einen geringen Teil der wäßrigen
    Faserstoffschichten einzuwirken vermögen.
    Die oberen Stoffschichten, die meistens den
    allergrößten Teil der zur Reinigung gebrach-
    ten Faserstoffmengen ausmachen. bleiben da-
    bei völlig unberührt und unverändert. Die
    Ursache der mangelhaften Wirkung der bis-
    lieriäen Schweininanlagen ist in der Haupt-
    sache darin zu suchen, daß zwischen Faser-
    stoff und Verunreinigungen sowie Fremd-
    körpern eine starke Zusammenhangskraft be-
    steht, und daß die spezifischen Gewichte zwi-
    schen.dein wäßrigen Stoff und den abzutren-
    nenden Verunreinigungen und Fremdstoffen
    meist mir wenig unterschiedlich sind. Es
    herrscht zufolge dieser Umstände in den flie-
    ßenden Stoffmassen der Anlagen ein großer
    Gleichföriniglceitszustand, der die darin ent-
    haltenen Verunreinigungen und Fremdkörper
    nur zum kleinen Teil zur Sedimentierung
    kommen läßt, so daß die unten am Boden
    befindlichen Fangorgane immer nur für we-
    nige der im Stoff vorhandenen Verunreini-
    gungen zur Geltung gelangen.
    Um die Reinigungsarbeit nach unten mög-
    lichst zu begünstigen, wird den mit Wasser
    starkverdünntenFaserstoffinassen oft ein ,sehr
    langsamer Lauf gegeben, was in der Regel
    mit sehr großen Arbeitsbreiten der Schwemm-
    anlagen erzielt wird. Bei dieser Betriebsart
    findet man jedoch in den Rinnen und Schwem-
    men der Reinigungsanlagen vielfach partielle
    Stoffverdichtungen und tote Punkte, wodurch
    die gute Wirkung der Anlagen stark «-eiter
    vermindert wird. In derartigen Stoffabson-
    derungen tritt sogar häufig Faulen des Stof-
    fes ein, was Verschmutzungen des Faserbreies
    nach sich zieht.
    \eben diesen mangelhaften Betriebsarten
    sondern sich immer auch Faser stoffbündel
    und grobe Stoffasern in den unteren Fangorganen mit ab und gutes Stoffmaterial in beträchtlichen Mengen gerät damit in Verlust.
  • Man hat hier und dort versucht, den Gleichförmigkeitsgrad in den Stoffmassen und Stoffbewegungen durch vereinzelte obere Quereinsätze in den Schwemmanlagen zu verbessern, und hiermit auch angestrebt, Stoffablagerungen zu vermeiden; aber die damit erzielten Fortschritte blieben recht mangelhaft, weil die vereinzelten oberen Otereinsätze viel zu gering, nicht richtig abgemessen und in keinem systematischen Zusammenhang standen mit den unteren Otereinbauten für die Reinigungsarbeit.
  • Erfindungsgemäß sollen mit den Einrichtungen der neuen Schwemme die aufgezählten i\Zän gel vollständig beseitigt, eine völlig durchgreifende systematische Reinigungsarbeit unci gute Faserstoffaufbereitun.g erzielt werden.
  • Die neue Einrichtung besteht darin, daß man die Arbeitsaufgabe der Schwemme in eina großeAnzahl vonArbeitsfeldern, Arbeitsstufen zerlegt, die nacheinander, systematisch verteilt, die erforderlichen Wirkungen ausüben. Die verdünnten Faserstoffe werden dabei von Arbeitsstufe zu Arbeitsstufe mit stufenweise veränderten Laufgeschwindigkeiten geführt. wodurch der zu reinigende Stoff von Stufe zu Stufe ganz bestimmte Stoffverschiebungen erfährt, die systematisch sich nach und nach abschwächen, und wobei sich reinigende Wirkungen stufenweise einstellen. Die veränderten Laufgeschwindigkeiten stellen sich in der Schwemme beim Fließen des Faserbreies sowohl in waagerechter als auch in senkrechter Richtung in jeder Stufe von neuem ein. Der starke Wechsel der Laufgeschwindigkeiten bringt jedesmal starke Wirbelungen im verdünnten Faserstoffbrei mit sich, wodurch einerseits die Faserstoffe eine gute Auflockerung und Zerteilung erfahren und anderseits den Verunreinigungen besonders günstige Gelegenheit im Faserbrei gegeben wird, sich von diesen abzutrennen.
  • Es wird möglich, die Reinigungsarbeiten in der Schwemme bei dieser Einrichtung so zu gestalten, daß zunächst mit gröbster Reinigung der Faserstoffe begonnen wird und die grobe Reinigungsarbeit von Stufe zu Stufe in der Schwemmrinne allmählich abnimmt und in eine mittlere und feine sowie schließlich in die feinste Form von Absonderungen übergeht. Stoffverunreinigungen und Stoffverluste werden dabei völlig vermieden.
  • Diese vorteilhafte neue Betriebsweise -wird dadurch erzielt, daß in den Schwemmrinnen durch entsprechende Einbauten von unteren und oberen Querwänden viele stufenweise immer größer werdende Arbeitsstufen aufeinanderfolgen. Jede Arbeitsstufe wird in an sich bekannter Weise durch den Einbau einer oberen Oterwand mit unterem Freilauf in der kastenartigen Laufrinne bzw. Schwemme und durch eine untere auf dein Boden der Schwemmrinne sitzende Oterwand (Fangorgan) mit einem oberen Überlauf gebildet. Diese Quereinbauten in den Schwemmrinnen verengen von oben und unten den Querschnitt für den wäßrigen Stofflauf und veranlassen dadurch starke Veränderungen in der Laufgeschwindigkeit des Stoffes und große Verschiebung in den Stoffschichten. Weiterhin ist dabei wesentlich von Belang, daß die eingebauten oberen Querwände der Schwemme so nahe an die unteren Querwände herangerückt sind, daß der freie Querschnitt zwischen diesen Einsatzbauten für den dadurch nach oben fließenden Stoff unbedingt kleiner ist als der clavorliegende freie Querschnitt zwischen oberer Oterwan c.' und unterem Boden der Schwemme. Zufolge dieser 1Taßnahine wird in allen Arbeitsstufei; die Umschichtung und Laufgeschwindigkeit des verdünnten Stoffes beim Aufsteigen zwischen den eingebauten Querwänden -,weiter gesteigert. Es entstehen dabei Wirbelungen in den Stoffmassen, die sich für die Stoffreinigung @ betrieblich als besonders vorteilhaft und wirksam erwiesen haben. Die spezifisch schweren Verunreinigungen trennen sich von den Faserstoffen und sondern sich dabei leicht und sicher nach unten ab, während die spezifisch leichteren Verunreinigungen der Faserstoffe nach oben getrieben werden und vor den nachfolgenden eingebauten oberen Querwänden, oben schwimmend, zurückgehalten werden.
  • Durch diese Vorgänge wird auch eine -gute Aufarbeitung der im Stoff vorhandenen Zellstoffbündel und Zerlegung aller vorhandenen größeren Faserteile hervorgebracht.
  • Die Abmessungen der eingebauten Querwände und die Stellung derselben voneinander sind nun so gestaltet, daß die Querabschnitte für den Stofflauf in der ersten Arbeitsstufe der Schwemme möglichst klein sind und von Stufe zu Stufe beim Weiterlauf des verdünnten Faserbreies sich um ein bestimmtes Maß vergrößern.
  • Ebenso -wachsen aber auch die Räume in der Schwemmrinne hinter den O_uereinbatrten mit jeder weiteren Arbeitsstufe. Zufolge dieser besonderen Ausrüstung im innern Einbau der Schwemmrinne beginnen die geschilderten Arbeitsvorgänge in der ersten Stufe der Anlage finit höchsten Laufgeschwindigkeiten, größten Stoftschichtenverschiebungen und stärksten Wirbelungen, und von Stufe zu Stufe in der Schwemme vermindern sich diese verschiedenen Vorgänge immer um ein bestimmtes 'Maß, um schließlich am EndIe der Anlage nur noch im geringen 11a3 aufzutreten. Diese stufenweise unterschiedlichen Wirkungen stellen sich im dünnen Faserbrei stets sicher ein durch d-ie von Stufe zu Stufe im Stofflauf allmählich immer größer werdenden freien Querschnitte und die ständig wachsenden Räume der Schwemme hinter den Quereinbauten. Letztere veranlassen besonders jedesmal den Eintritt einer bestimmten und nach und nach immer größer werdenden Ruhe im Stofflauf, und mit der allmählich abnehmenden Bewegung im Stofft stellt sich nach und nach st.in-<lig feinere Reinigungsarbeit dabei ein.
  • Der besonders gute Erfolg in der Reinigungsweise und in der Aufbereitung der Faserstoffe zeigt sich betrieblich auch darin, (laß unter Benutzung dieser systematischen Aufbereitung und Reinigungsarbeit ini späteren Zellstoff- und Papierfabrikbetrieb erlieblich weniger Sortiermaschinen für die Fertigstellung des verarbeitenden Stoffes notwendig werden.
  • Als Ausführungsbeispiel dient die bei-. liegende Zeichnung, zu der zu sagen ist: Durch die Zuleitung a läuft der stark mit Wasser verdünnte Faserbrei in die Schwemmrinne und gelangt nach Überlauf der Querwand b, die ..17o mm hoch über dein Boden der Schwemme endigt, zunächst in die I. Arbeitsstufe der Anlage. Diese wird gebildet, indem von dem Einlauf des Stoffes für den Schwemmkasten in 5oo mm Entfernung eine obere Querwand c eingebaut ist, die finit der oberen Kastenhöhe bündig ist und unten am Boden des Kastens einen freien Stoff durchlauf voll 200 inin aufweist. Diese obere Querwand dient als Fangorgan für die spezifisch leichteren Verunreinigungen, die auf dem Faserbrei schwimmen. In weiterer Entfernung von dieser oberen Querwand c, und zwar i 6o min entfernt, ist null eine untere Querwand d voll .I5o min Höhe senkrecht eingebaut, die als Fangorgan für die aus dem Stoff abgetrennten spezifisch schweren Verunreinigungen und Fremdkörper dient, und die den bisher waagerechten Stofflauf in senkrechte Bewegung nach oben zwingt, wobei die geschilderten Stoffwirbel und Stoffverschiebungen eintreten.
  • Die untere Querwand d dient gleichzeitig als Stoffüberlauf in die 1I. Arbeitsstufe. Der Cberlauf d hat grundsätzlich 2o mm geringere Höhe als die untere Querwand b des Stoffeinlaufes der 1. Arbeitsstufe. In der 11. Arbeitsstufe der Schwemmanlage ist nun in der Längenentfernung von 55o min hinter der unteren Querwand b die obere Ouerwaird cl finit nur 480 mm Höhe eingebaut. Im weiteren Abstande von i 8o mm im Schwemmkasten folgt dann wieder eine untere Querwand dl mit .130 mm Höhe.
  • Die waagerechten und senkrechten Stoffzuführungen erweitern sich damit in der II. Arbeitsstufe gegenüber der I: Arbeitsstufe nach jeder Richtung um 20 mm. Die untere Querwand dl wirkt damit in etwas schwächerer Weise wie die OOuerwand d in der I. Arbeitsstufe, und sie dient gleichzeitig als lberlauf für den Faserstoff in Arbeitsstufe 11I.
  • In dieser befindet sich im Längsabstand des Schwemmkastens von (oo min eine obere Querwand c2 von d.6o min Bauhöhe und im weiteren Abstand von 200 min davon eine untere eingebaute Querwand d= von d to mm Höhe.
  • Die Höhen der Querwände in dieser Arbeitsstufe III haben sich damit ebenfalls tun 20 min verringert gegenüber den Abmesstnigen der Arbeitsstufe Il, und die Abstände der Querwände untereinander sind wiederum um 2o nim größer geworden als in Stufe 11. Durch diese Unterschiedlichkeiten werden die angestrebten veränderlichen Wirkungen in der Schwemmarbeit der Faserstoffe erzielt.
  • In den nachfolgenden Arbeitsstufen IV, V, VI usw. setzen sich nun die Veränderungen in den Abmessungen der Einbauten und in der Verlängerung der Arbeitsstufen in gleichen Verhältnissen fort, wie die Unterschiede in den Arbeitsstufen I, 1I, III sind und das aus der beiliegenden Zeichnung auch hervorgeht.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Schwemmanlage (Sandfang) für die Papier- und Papierstoffabrikation zur Ausscheidung der von den Faserstoffen mitgeführten spezifisch schweren Unreinheiten und Fremdstoffe sowie zur gleichmäßigen Verteilung, guten Auflockerung und weiteren Aufbereitung des Faserbreies mit mehreren aufeinanderfolgenden Arbeitsstufen, von denen jede durch eine obere Querwand mit unterem Freilauf und durch eine untere Querwand mit Überlauf gebildet ist, dadurch gekennzeichnet, daß voll Stufe zu Stufe die Abinessungen der Querwände in senkrechter Richtung abnehmen und die Zwischenräume zwischen ihnen wachsen.
DESCH81762D 1927-02-20 1927-02-20 Schwemmanlage (Sandfang) fuer die Papier- und Papierstoffabrikation Expired DE503452C (de)

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