DE49834C - Einrichtung zum Signalisiren auf See bei Nebel - Google Patents
Einrichtung zum Signalisiren auf See bei NebelInfo
- Publication number
- DE49834C DE49834C DENDAT49834D DE49834DA DE49834C DE 49834 C DE49834 C DE 49834C DE NDAT49834 D DENDAT49834 D DE NDAT49834D DE 49834D A DE49834D A DE 49834DA DE 49834 C DE49834 C DE 49834C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- diaphragm
- sound
- fog
- sea
- signaling
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired - Lifetime
Links
Classifications
-
- G—PHYSICS
- G01—MEASURING; TESTING
- G01S—RADIO DIRECTION-FINDING; RADIO NAVIGATION; DETERMINING DISTANCE OR VELOCITY BY USE OF RADIO WAVES; LOCATING OR PRESENCE-DETECTING BY USE OF THE REFLECTION OR RERADIATION OF RADIO WAVES; ANALOGOUS ARRANGEMENTS USING OTHER WAVES
- G01S1/00—Beacons or beacon systems transmitting signals having a characteristic or characteristics capable of being detected by non-directional receivers and defining directions, positions, or position lines fixed relatively to the beacon transmitters; Receivers co-operating therewith
- G01S1/72—Beacons or beacon systems transmitting signals having a characteristic or characteristics capable of being detected by non-directional receivers and defining directions, positions, or position lines fixed relatively to the beacon transmitters; Receivers co-operating therewith using ultrasonic, sonic or infrasonic waves
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Computer Networks & Wireless Communication (AREA)
- Physics & Mathematics (AREA)
- General Physics & Mathematics (AREA)
- Radar, Positioning & Navigation (AREA)
- Remote Sensing (AREA)
- Audible And Visible Signals (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 74: Signalwesen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 7. October 1888 ab.
Durch vorliegende Erfindung wird bezweckt, den durch das Wasser fortgepflanzten Schall
auf eine telephonartige oder ähnliche Einrichtung, welche an Bord eines gewöhnlichen
Schiffes, an einem Fort, einem Leuchtschiff oder dergleichen vorgesehen ist, wirken zu
lassen und dadurch Signale, deren Bedeutung vorher festgestellt worden ist, von einem
anderen Schiffe, Fort oder Leuchtschiff aus geben zu können. Die Signale können durch
.die Einrichtung hörbar gemacht werden oder sichtbar durch Registrirung oder auf andere
Weise, so dafs bei Nebel auf See der Schlag auf ein Gong, das Blasen eines Hornes, das
Abblasen von Dampf, der durch eine entfernte Schraube oder ein Ruder erzeugte Schall
(alles unter Wasser ausgeführt), die Wirkung von Wellenbrechern an der Küste oder irgend
ein anderer Ton, der von eine'm Schiff oder von der Küste aus erzeugt wird, auf einem
in der Nähe befindlichen, mit der erwähnten Einrichtung versehenen Schiffe sicher bemerkt
werden.
Die Einrichtung selbst kann verschiedentlich ausgeführt werden, aber im Princip besteht sie,
wie Fig. ι der Zeichnungen darstellt, aus einem trichterartigen Rohr A, das durch eine dünne
Platte oder Diaphragma· B geschlossen ist. Dieses Diaphragma, welches wir als Schiffsohr
bezeichnen, liegt in oder unter der Wasserlinie und in oder nahezu in der Aufsenfläche der
Schiffswand, so dafs die äufsere Fläche von B immer mit dem Wasser in Berührung steht.
Das Rohr A ist von eigentümlicher Form, sein Inneres bildet parabolische Flächen, um
den Ton oder die Vibrationen, welche von dem Diaphragma B aufgenommen werden,
besser zu sammeln bezw. besser hörbar zu machen. An das innere Ende des Rohres A
ist ein Hörrohr C angeschlossen, um die Vibrationen des Tones oder Signales hören
zu können.
Die Anordnung kann auch so getroffen werden, dafs innerhalb des Rohres A eine
Mikrometerschraube angeordnet wird, welche, im Centrum des Diaphragmas -B stehend, dasselbe
beinahe berührt. Das Rohr A kann in diesem Falle auch ganz fortbleiben, und ist
dann die Anordnung der Schraube D wie in Fig. 2 dargestellt. Diaphragma B und Schraube D
sind durch Leitungsdrähte elektrisch' mit einem Zeigerapparat E, welcher auf dem Deck F angebracht
ist, verbunden. Eine Batterie schliefst den Strom und bewirkt eine Ablenkung des
Zeigers, wenn durch Vibration des Diaphragmas B, veranlafst durch den aufgefangenen Ton, das
Diaphragma mit der Schraube D in Berührung kommt.
In Fig. 3 der Zeichnung ist eine andere Modification dargestellt. Hier ist in die Schiffswand ein schmaler Behälter G eingesetzt, der
mit einer Flüssigkeit, Wasser, Quecksilber etc., angefüllt ist und dessen äufsere Seite durch
das Diaphragma B gebildet wird. Am oberen Ende hat der Behälter G eine Oeffhung, in
welche ein Glasrohr H eingesetzt ist, dessen
oberes Ende einen Draht / enthält, welcher beinahe, aber nicht ganz, die Flüssigkeit des
Behälters G berührt. Der durch das Wasser fortgepflanzte Schall erzeugt eine Vibration des
Diaphragmas B. infolge dessen die Flüssigkeit im Rohr H steigt und mit dem Draht /
Contact bildet. Hierdurch wird ein elektrischer Strom geschlossen, der die Ablenkung des
Zeigers des Zeigerapparates · bewirkt, wie bei der vorigen Construction.
Der Zeigerapparat E besteht aus einer Nadel /,
Fig. 4, welche mit einem Anker K verbunden ist, welcher zwischen zwei Elektromagneten L L
aufgehängt ist. Der eine dieser Elektromagnete steht mit den Leitungsdrähten des Diaphragmas B
auf der einen Seite des Schiffes, der andere mit den Drähten des Diaphragmas B auf der
anderen Seite des Schiffes in Verbindung. Es sind also zwei besondere Stromkreise vorhanden,
welche, je nachdem der Schall oder das Signal von der Steuerbordseite oder von
der Backbordseite kommt, eine Ablenkung der Nadel J nach der einen oder der anderen Seite
hin bewirken.
Wir ziehen aber vor, einen Zeigerapparat mit zwei Nadeln J anzuwenden, wie solcher
in Fig. 5 dargestellt ist. Hier entspricht die eine Nadel dem auf Backbordseite befindlichen
Diaphragma und die andere dem auf Steuerbordseite belegenen Diaphragma. Immer aber,
gleichviel ob der Apparat Fig. 4 oder Fig. 5 angewendet wird, können Vorrichtungen angewendet
werden, durch welche der Ausschlag der Nadel vergröfsert bezw. merkbarer gemacht
wird.
Mit dem Zeigerapparat kann auch eine elektrische Alarmglocke verbunden werden mit Hülfe
eines Localstromes und eines Relais, so dafs auf einem Schiffe, welches innerhalb Hörweite
eines Tones (unter Wasser) kommt, die Glocke ein Signal giebt. Diese Hörweite kann beliebig
geändert werden, sei es mit Hülfe einer Schraubenvorrichtung, sei es durch Heben oder ■
Senken des Drahtes I im Glasrohr H, Fig. 3.
Man kann auch den durch Vibration des Diaphragmas B geschlossenen elektrischen
Strom auf eine dünne Nadel wirken lassen, welche im betreffenden Moment auf einen
unter ihr durch Uhrwerk fortgeführten Papierstreifen ein Loch einsticht und auf diese Weise
das Signal registrirt.
Auch kann die in Fig. 6 und 7 dargestellte Einrichtung Verwendung finden, bei welcher
ein haardünner, steifer Hebel M, welcher mit seinem einen Ende in einem Halter drehbar
gelagert ist, in Berührung mit dem Diaphragma B steht. Die Vibrationen von B veranlassen dann
den Hebel M, Drehungen auszuführen, deren Gröfse auf einem über dem freien Ende von
M angeordneten Theilkreis JV abgelesen werden kann. Je stärker die Vibrationen von B bezw.
je stärker der ,auf B einwirkende Ton ist, desto gröfser ist der Ausschlag des Hebels M.
Letzterer ist in einer Kammer eingeschlossen, in welcher unter dem aus Glas bestehenden
Theilkreise JV eine Glühlampe P angebracht ist, um die· Stellung des Hebels M sicher erkennen
zu können.
Wenn für die Signale eine bestimmte Regel oder ein Gesetz vereinbart ist, so empfiehlt
sich für das Geben der Signale die aus Fig. 1 und 8 ersichtliche Einrichtung. Dieselbe besteht
aus einem Paar Führungsschienen Q Q, welche an der Aufsenseite des Schiffes befestigt
sind, und einer in diesen Führungen auf- und abschiebbaren Glocke R, die mit
Hülfe eines Seiles gehoben oder gesenkt werden kann. Innerhalb der Glocke ist ein Hammer
angebracht, welcher durch eine Schnur S in ' Thätigkeit versetzt werden kann. Ist die Glocke
ins Wasser herabgelassen, so kann man durch Ziehen an der Schnur S Signale geben, welche
von einem anderen, ebenfalls mit Diaphragmen B versehenen Schiffe gehört bezw. wahrgenommen
werden können.
Anstatt der Glocke R kann auch ein Dampfrohr T, Fig. 8, angewendet werden, durch
welches ein Dampfstrahl direct ins Wasser geleitet wird; das erzeugte Geräusch ist stark
genug, um auf ziemlich grofse Entfernung hin gehört werden zu können. In das Rohr T
kann auch eine Dampfpfeife oder1 ein Horn eingesetzt werden,- um den Ton zu verstärken,
oder der Dampfstrahl wird gegen eine Glocke geleitet, wie dies in Fig. 8 durch das Dampfrohr
U angedeutet ist, welches unter die herabgelassene Glocke R ausmündet.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Eine, Einrichtung zum Signalisiren auf See bei Nebel unter Benutzung der Fortpflanzung des Schalles durch das Wasser, bei welcher die durch die Schallwellen hervorgebrachten Bewegungen einer mit dem Wasser in Berührung stehenden Membran auf eine Flüssigkeitssäule (Fig. 3) übertragen werden, welche infolge dessen einen elektrischen Stromkreis abwechselnd schliefst und öffnet.Hierzu 3 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE49834C true DE49834C (de) |
Family
ID=324731
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT49834D Expired - Lifetime DE49834C (de) | Einrichtung zum Signalisiren auf See bei Nebel |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE49834C (de) |
-
0
- DE DENDAT49834D patent/DE49834C/de not_active Expired - Lifetime
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE49834C (de) | Einrichtung zum Signalisiren auf See bei Nebel | |
| DE296515C (de) | ||
| DE19860666A1 (de) | Überwachungseinrichtung für flüssigkeitsgefüllte Behälter | |
| US2694868A (en) | Echo repeater | |
| DE816324C (de) | Verfahren zum Ausrichten von Fischereinetzen | |
| DE82509C (de) | ||
| CN205727732U (zh) | 一种无线可视探鱼器装置 | |
| DE53640C (de) | Alarmvorrichtung für Dampfkessel | |
| AT15607B (de) | Schallweiser für Schiffe. | |
| DE427769C (de) | Empfangseinrichtung fuer Unterwasserschall | |
| DE170852C (de) | ||
| AT51515B (de) | Apparat für unter Wasser hörbare Signale. | |
| DE214118C (de) | ||
| DE304716C (de) | ||
| DE376090C (de) | Vorrichtung zum Signalisieren unter Wasser | |
| DE162600C (de) | ||
| DE304919C (de) | ||
| US4357892A (en) | Apparatus for warning of the increase in draught of a floating article, especially a small boat, in a surrounding liquid | |
| DE45287C (de) | Elektrischer Wasserstandszeiger mit Controlapparat | |
| DE300059C (de) | ||
| DE440860C (de) | Sprechmaschine | |
| DE253780C (de) | ||
| DE191919C (de) | ||
| DE27381C (de) | Elektrischer Apparat zur Kenntlichmachung der Ruderlage eines Schiffes durch Seitenlichter oder mittels Glocken | |
| DE56223C (de) | Vorrichtung zur Bestimmung der Richtung akustischer Signale |