DE490656C - Einrichtung zur Ionisationsmessung von Roentgenstrahlen beliebiger Richtung gegen die Horizontalebene mittels einer drehbaren, eine Symmetrie- oder Rotationssymmetrieachse aufweisenden Ionisationskammer - Google Patents
Einrichtung zur Ionisationsmessung von Roentgenstrahlen beliebiger Richtung gegen die Horizontalebene mittels einer drehbaren, eine Symmetrie- oder Rotationssymmetrieachse aufweisenden IonisationskammerInfo
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- H01J47/02—Ionisation chambers
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Description
- Einrichtung zur lonisationsmessung von Röntgenstrahlen beliebiger Richtung gegen die Horizontalebene mittels einer drehbaren, eine Symmetrie- oder Botationssymmetrieachse aufweisenden Ionisationskammer Es ist bekannt, daß man zu Messungen von Intensität und Qualität von Röntgenstrahlen deren Ionisationswirkung in Ionisationskammern benutzen kann.
- Eine Jonisationskammer großen Typs, vielfach große Kammer oder auch Faßkammer genannt, ist in Abb. i schematisch dargestellt. Diese Kammern sind dadurch gekennzeichnet, daß sie von einer für Röntgenstrahlen praktisch undurchlässigen Hülle umgeben sind, die nur ein für Röntgenstrahlen durchlässiges Eintrittsfenster 2 und gegebenenfalls auch ein solches Austrittsfenster 3 haben, so zwar, daß nur ein entweder durch das erstere oder auch durch. eine besondere Blende eingelassenes, von denn Röntgenröhrenbrennfleck ¢ ausgehendes Röntgenstrahlenbündel 5 die Kammer durchsetzt. Dieses Röntgenstrahlenbündel löst dabei an dem ganzen von ihm durchstrahlten Gasraum der Kammer den Ionisationsvorgang aus, der sich zum großen Teil auch in den nicht von Röntgenstrahlen selbst getroffenen Räumen der Kammer abspielt. In jedem Fall aber wird die Ionisation sowohl der Fläche der Blendenöffnung als auch der Weglänge des Röntgenstrahlenbündels in der Kammer proportional sein. Aus diesem Grunde ist es für ein richtiges Meßergebnis von grundlegender Bedeutung, daß einerseits die Ebene der vollbestrahlten Blende stets -unter einem bestimmten Winkel von den Röntgenstrahlen durchsetzt wird, denn bei Änderung desselben tritt aus geometrischen Gründen eine Änderung der wirksamen Blendenfläche auf, und daß anderseits der Strahlenverlauf innerhalb der Kammer in bezug auf diese derselbe bleibe, da Schrägdurchstrahlung die wirksame Weglänge ändert. Die hier gekennzeichneten Kammern müssen deshalb auf die Strahlenquelle, den Brennfleck 4., justiertwerden. Für Röntgenstrahlen, die sich schräg zur Horizontalebene ausbreiten, bedingt das eine Drehfähigkeit der Kammer um eine horizontale Achse 6. Im allgemeinen pflegt man Zylinderkammern zu benutzen, die vom Röntgenstrahlenbündel axial oder achsenparallel durchsetzt werden. Die horizontale Drehachse 6 muß dann in eine Normalebene der Kammerachse oder des Strahlenbündels fallen. Dies setzt ein mit horizontaler Achsenlagerung versehenes Drehgestell 7 voraus, das deshalb im allgemeinen erhebliche Ausmaße fordert, weil sich die Zylinderkammer fast oder ganz senkrecht stellen lassen muß.
- Eine bauliche Vereinfachung und daher ein Fortschritt läßt sich dadurch erzielen, daß Tran die horizontale Drehachse entweder in die Symmetrie- bzw. Rotationssymmetrieachse der Kammer verlegt oder sie parallel zu dieser verlaufen läßt; das ionisierende Röntgenstrahlenbündels wird dann so durch die Kammer geleitet, daß deren Symmetrie- bzw. Rotationssymmetrieachse 8 in eine Normalebene dieses Bündels fällt, statt wie bei der bekannten Kammerausbildung diesem parallel zu laufen (Abb. 2). Wesentlich ist für richtige Messung der Ionisation, daß die Blendenfläche unter einem bestimmten Winkel von den Röntgenstrahlen durchsetzt wird und sich deren Strahlenverlauf in der Kammer nicht ändert. Diese Bedingungen sind aber keineswegs allein dann erfüllt, wenn das Bündel durch die Symmetrieachse der Kammer geht; es kann letztere vielmehr auch exzentrisch durchsetzen, ohne obige Forderungen zu verletzen (Abb.3). Durch eine Visiereinrichtung, z. B. durch die Mitten durchsichtiger Ein- und Austrittsfenster, ist die Justierung leicht durchführbar.
- Durch die erfindungsgemäße Anordnung läßt sich eine bedeutende Verkleinerung und Vereinfachung der Drehachsenlagerung erzielen; bei einer Zylinderkammer, also einer solchen von Rotationssymmetrie z.- B. dadurch, daß man diese auf ein Lager 9 bettet, das sich deren Wandungen anschmiegt, wie es schematisch in Abb. q. angedeutet ist. Weiterhin ist es, wie schon erwähnt, durchaus zulässig, daß die Drehung um eine horizontale " Achse 6 erfolgt, die nicht mit der Symmetrieachse bzw. Rotationssymmetrieachse 8 der Kammer zusammenfällt, sondern zu dieser parallel verläuft. Dies kann z. B. dann angezeigt sein., wenn der Schwerpunkt stark verlagert ist oder wenn es durch aus der Kammer herausragende Konstruktionsteilebedingt ist usf. Die Lagerung kann dann z. B. auf zwei Trägern io erfolgen, wie es Abb. 5 darstellt. Abb. 6 und 7 zeigen Lagerung einer Kammer, die keine Rotationssymmetrie, wohl aber Achsensymmetrie aufweist, bei axialer und achsenparalleler Drehachse 6. Auch hier kann das Röntgenstrahlenbündel durch die Kammerachse gehen, muß es aber nicht.
- Bei verschiedenen Ausführungsformen kann es von Vorteil sein, die außer der Kammer noch zur Innisationsmessung dienenden Vorrichtungen oder Instrumente, wie z. B. ein Elektrometer, eine Elektrisiermaschine, eine Kontaktvorrichtung, die Elektrode, Isolatoren, Leitungen usf., in ihrer Gesamtheit oder nur zu einem Teile in irgendeiner Kombination an der Drehung teilnehmen zu lassen.
- Die Ausblendung des in die Kammer trett -nden Röntgenstrahlenbündels kann entweder das Fenster selbst in geeigneter Form oder eine besondere Blende bewirken, die beliebig gestaltete und beliebig zahlreiche öffnungen besitzen kann, so daß das Strahlenbündel in verschiedene Einzelbündel aufgelöst wird.
- In gewissen Fällen kann es Vorteile bieten, wenn man die Kammer i i selbst strahlendurchlässig ausbildet and nur ihre mit Durchlaßöffnungen 2, 3 versehene Umhüllung i um die Kammer drehbar anordnet (Abb. 8a und 8b). Derartige Anordnungen werden beispielsweise dort von Vorteil sein, wo es darauf ankommt, die Kammer starr mit anderen Teilen der Meßanordnung, z. B. zeit dem Anzeigegerät, zu verbinden, ohne diese an der Drehung teilnehmen zu lassen.
Claims (2)
- PATPNTANSPRÜCHR: i. Einrichtung zur Ionisationsmessung von Röntgenstrahlen beliebiger Richtung gegen die Horizontälebene..niittels einer drehbaren, eine Symmetrie=" oder Rotationssymmetrieachse aufweisenden Ionisationskammer mit einer für Röntgenstrahlen praktisch undurchlässigen Umhüllung, welche mit einer oder mehreren Eintrittsöffnungen oder einer oder mehreren Eintritts- und Austrittsöffnungen für die Röntgenstrahlen versehen ist; dadurch gekennzeichnet, daß die Drehachse der Kammer in der horizontal angeordneten Symmetrieachse oder parallel zu ihr liegt, und die Eintritts- und Austrittsöffnungen für das Röntgenstrahlenbündel so angeordnet sind, daß die Symmetrieachse und. die Drehachse der Kammer in Normalebenen des durchtretenden Strahlenbündels fallen.
- 2. Abänderung der Einrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die ,eigentliche Ionisationskammer strahlendurchlässig ausgebildet ist und eine strahlenundurchlässige, mit Durchlaßöffnungen versehene Umhüllung hat, die um die horizontal angeordnete Symmetrieachse der Kammer drehbar ist, und deren Öffnungen so angeordnet sind, daß die Symmetrieachse der Kammer und die Drehachse der Umhüllung in Normalebenen des durchtretenden Strahlenbündels fallen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEK103892D DE490656C (de) | 1927-04-20 | 1927-04-20 | Einrichtung zur Ionisationsmessung von Roentgenstrahlen beliebiger Richtung gegen die Horizontalebene mittels einer drehbaren, eine Symmetrie- oder Rotationssymmetrieachse aufweisenden Ionisationskammer |
Applications Claiming Priority (1)
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| DEK103892D DE490656C (de) | 1927-04-20 | 1927-04-20 | Einrichtung zur Ionisationsmessung von Roentgenstrahlen beliebiger Richtung gegen die Horizontalebene mittels einer drehbaren, eine Symmetrie- oder Rotationssymmetrieachse aufweisenden Ionisationskammer |
Publications (1)
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| DE490656C true DE490656C (de) | 1930-01-31 |
Family
ID=7240291
Family Applications (1)
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| DEK103892D Expired DE490656C (de) | 1927-04-20 | 1927-04-20 | Einrichtung zur Ionisationsmessung von Roentgenstrahlen beliebiger Richtung gegen die Horizontalebene mittels einer drehbaren, eine Symmetrie- oder Rotationssymmetrieachse aufweisenden Ionisationskammer |
Country Status (1)
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|---|---|
| DE (1) | DE490656C (de) |
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1927
- 1927-04-20 DE DEK103892D patent/DE490656C/de not_active Expired
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