DE489641C - Schweissmittel fuer Aluminium - Google Patents
Schweissmittel fuer AluminiumInfo
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Classifications
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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Description
Die bekannten Verfahren zum Schweißen von Aluminium, wobei Halogensalzgemische
mit einem Gehalt an Kryolith oder einem anderen Fluorsalz zur Anwendung kommen,
ergeben im allgemeinen brauchbare Schweißungen.
Es kommt jedoch öfters vor, daß bei diesen Verfahren die Schweißstellen, namentlich an
Behältern für Flüssigkeiten, nicht völlig dicht werden und sich nach einiger Zeit Leckstellen
zeigen, ein Übelstand, welcher besonders bei Benzinbehältern zu schweren Folgen führen
kann.
Weiter ist die Schweißnaht meist nicht glatt, sondern zeigt starke Erhöhungen und
Vertiefungen, deren Entfernung eine zeitraubende Nachbearbeitung nötig macht. Außerdem
ist die Schweißstelle oft von Poren durchsetzt, wodurch deren Haltbarkeit stark
ao beeinträchtigt wird.
Diese Übelstände sind darauf zurückzuführen, daß das geschmolzene Aluminiumschweißgut sowie das an der Schweißstelle
eben bis zum Schmelzpunkt erhitzte Metall
»5 nicht genügend leicht zusammenfließen.
Oft müssen die geschmolzenen Metalle mit dem Schweißstab miteinander verrührt werden,
wobei leicht Poren und undichte Stellen entstehen können. Längeres oder stärkeres
Erhitzen der Schweißstelle, um dadurch ein Ineinanderfließen und damit eine innige glatte
Bindung zu erzielen, ist ausgeschlossen.
Die Schweißstelle würde infolge der Oberflächenspannung des Aluminiums sofort zusammenschmoren,
und es würden große Löeher entstehen.
Dieser Umstand tritt auch ein, wenn dünne Bleche nach dem bekannten Verfahren geschweißt
werden, weshalb deren Schweißen bisher kaum möglich war.
Diese ganzen Nachteile lassen sich durch Regelung des Schmelzpunktes der angewandten
Halogensalzmischungen nicht beseitigen.
Den bekannten Verfahren gegenüber hat die Erfindung den Vorteil, daß durch sie alle
genannten Übelstände beseitigt werden.
Die Erfindung beruht im allgemeinen darauf,
daß der Schmelzpunkt des flüssigen Metalls an der Sahweißstelle niedriger gehalten
wird als an deren Umgebung, um so ein rasches inniges Verbinden der geschmolzenen
Metalle herbeizuführen.
Da weiter dünne Bleche nur weniger starke Hitze vertragen als dicke Bleche oder Stücke,
muß auch, um bei deren Schweißen die infolge der Oberflächenspannung des Aluminiums
leicht eintretende Gefahr des Zusammenlaufens zu verhüten, der Schmelzpunkt der Schweißstelle niedriger liegen als bei starken
Blechen oder Stücken.
Um die Regelung dieses Schmelzpunktes zu erreichen, werden nach der Erfindung den bisher
verwandten Halogensalzgemischen o·. dgl. z.B. Zinn- und Aluminiumpulver, jedoch in
einem bestimmten Verhältnis zueinander, zugesetzt. An Stelle des Zinnes kann auch ein
anderes leicht schmelzendes Metall verwendet werden.
Dadurch ist es möglich, den Schmelzpunkt des flüssigen Stabgutes und der zu schweißenden
geschmolzenen Stelle so zu regeln, daß ein glattes und schnelles Zusammenfließen der
Metalle stattfindet. Der Vorgang wird dadurch erleichtert, daß durch Bildung einer Legierung
von Aluminium mit wenig Zinn an der Schweißstelle die Oberflächenspannung
fast aufgehoben wird.
Die erkaltete Schweißstelle zeigt eine glatte Naht, welche kaum einer Bearbeitung bedarf
und im Bruch ein dichtes Gefüge ohne Poren besitzt. Die Bruchfestigkeit ist durch den sehr
geringen Zinngehalt kaum beeinträchtigt.
Nach der Erfindung ist es auch möglich,
ao sehr dünne Aluminiumbleche ohne Schwierigkeit zu schweißen, was bisher kaum! möglich
Avar. Dementsprechend können auch dünnwandige Aluminiumgegenstände (z.B. Töpfe),
welche bisher bei entstandenen Beschädigun-
s5 gen meist weggeworfen werden mußten, wieder
gebrauchsfähig gemacht werden.
Folgende Zusammensetzung des Schweißmittels ergibt gute Ergebnisse:
Natriumchlorid 21,5 Teile
Kaliumchlorid 50,5
Lithiumchlorid 14
Kryolith 5
Zinn 7
Aluminium 2
Das im Beispiel angegebene Zahlenverhältnis von Zinn- und Aluminiumpulver stellt
nach praktischen Versuchen das Mittel dar.
Bei dünnen Aluminiumblechen oder Teilen, deren Stärke weniger als 1 cm beträgt, ist der
Aluminiumgehalt entsprechend herabzusetzen, umgekehrt zu erhöhen.
Claims (1)
- Patentanspruch:.Aus einem Gemisch von Alkalihalogenen mit Fluorsalzen bestehendes Schweißmittel .für Aluminium, dadurch gekennzeichnet, daß dem Salzgemisch ein gepulvertes, leichtschmelzendes Metall (z. B. Zinn) sowie gepulvertes Aluminium zweckmäßig im Verhältnis von 7 : 2 zugesetzt ist.Berlin aKDKLU'.icr IN BEh κειοιμιμύ.κεκε)
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DED53416D DE489641C (de) | 1927-07-07 | 1927-07-07 | Schweissmittel fuer Aluminium |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DED53416D DE489641C (de) | 1927-07-07 | 1927-07-07 | Schweissmittel fuer Aluminium |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE489641C true DE489641C (de) | 1930-01-18 |
Family
ID=7054952
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DED53416D Expired DE489641C (de) | 1927-07-07 | 1927-07-07 | Schweissmittel fuer Aluminium |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE489641C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2493372A (en) * | 1946-11-08 | 1950-01-03 | Harold R Williams | Brazing flux composition |
-
1927
- 1927-07-07 DE DED53416D patent/DE489641C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2493372A (en) * | 1946-11-08 | 1950-01-03 | Harold R Williams | Brazing flux composition |
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