DE489641C - Schweissmittel fuer Aluminium - Google Patents

Schweissmittel fuer Aluminium

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DE489641C
DE489641C DED53416D DED0053416D DE489641C DE 489641 C DE489641 C DE 489641C DE D53416 D DED53416 D DE D53416D DE D0053416 D DED0053416 D DE D0053416D DE 489641 C DE489641 C DE 489641C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B23MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B23KSOLDERING OR UNSOLDERING; WELDING; CLADDING OR PLATING BY SOLDERING OR WELDING; CUTTING BY APPLYING HEAT LOCALLY, e.g. FLAME CUTTING; WORKING BY LASER BEAM
    • B23K35/00Rods, electrodes, materials, or media, for use in soldering, welding, or cutting
    • B23K35/22Rods, electrodes, materials, or media, for use in soldering, welding, or cutting characterised by the composition or nature of the material
    • B23K35/24Selection of soldering or welding materials proper
    • B23K35/26Selection of soldering or welding materials proper with the principal constituent melting at less than 400 degrees C
    • B23K35/262Sn as the principal constituent

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Nonmetallic Welding Materials (AREA)

Description

Die bekannten Verfahren zum Schweißen von Aluminium, wobei Halogensalzgemische mit einem Gehalt an Kryolith oder einem anderen Fluorsalz zur Anwendung kommen, ergeben im allgemeinen brauchbare Schweißungen.
Es kommt jedoch öfters vor, daß bei diesen Verfahren die Schweißstellen, namentlich an Behältern für Flüssigkeiten, nicht völlig dicht werden und sich nach einiger Zeit Leckstellen zeigen, ein Übelstand, welcher besonders bei Benzinbehältern zu schweren Folgen führen kann.
Weiter ist die Schweißnaht meist nicht glatt, sondern zeigt starke Erhöhungen und Vertiefungen, deren Entfernung eine zeitraubende Nachbearbeitung nötig macht. Außerdem ist die Schweißstelle oft von Poren durchsetzt, wodurch deren Haltbarkeit stark
ao beeinträchtigt wird.
Diese Übelstände sind darauf zurückzuführen, daß das geschmolzene Aluminiumschweißgut sowie das an der Schweißstelle eben bis zum Schmelzpunkt erhitzte Metall
»5 nicht genügend leicht zusammenfließen.
Oft müssen die geschmolzenen Metalle mit dem Schweißstab miteinander verrührt werden, wobei leicht Poren und undichte Stellen entstehen können. Längeres oder stärkeres Erhitzen der Schweißstelle, um dadurch ein Ineinanderfließen und damit eine innige glatte Bindung zu erzielen, ist ausgeschlossen.
Die Schweißstelle würde infolge der Oberflächenspannung des Aluminiums sofort zusammenschmoren, und es würden große Löeher entstehen.
Dieser Umstand tritt auch ein, wenn dünne Bleche nach dem bekannten Verfahren geschweißt werden, weshalb deren Schweißen bisher kaum möglich war.
Diese ganzen Nachteile lassen sich durch Regelung des Schmelzpunktes der angewandten Halogensalzmischungen nicht beseitigen.
Den bekannten Verfahren gegenüber hat die Erfindung den Vorteil, daß durch sie alle genannten Übelstände beseitigt werden.
Die Erfindung beruht im allgemeinen darauf, daß der Schmelzpunkt des flüssigen Metalls an der Sahweißstelle niedriger gehalten wird als an deren Umgebung, um so ein rasches inniges Verbinden der geschmolzenen Metalle herbeizuführen.
Da weiter dünne Bleche nur weniger starke Hitze vertragen als dicke Bleche oder Stücke, muß auch, um bei deren Schweißen die infolge der Oberflächenspannung des Aluminiums leicht eintretende Gefahr des Zusammenlaufens zu verhüten, der Schmelzpunkt der Schweißstelle niedriger liegen als bei starken Blechen oder Stücken.
Um die Regelung dieses Schmelzpunktes zu erreichen, werden nach der Erfindung den bisher verwandten Halogensalzgemischen o·. dgl. z.B. Zinn- und Aluminiumpulver, jedoch in
einem bestimmten Verhältnis zueinander, zugesetzt. An Stelle des Zinnes kann auch ein anderes leicht schmelzendes Metall verwendet werden.
Dadurch ist es möglich, den Schmelzpunkt des flüssigen Stabgutes und der zu schweißenden geschmolzenen Stelle so zu regeln, daß ein glattes und schnelles Zusammenfließen der Metalle stattfindet. Der Vorgang wird dadurch erleichtert, daß durch Bildung einer Legierung von Aluminium mit wenig Zinn an der Schweißstelle die Oberflächenspannung fast aufgehoben wird.
Die erkaltete Schweißstelle zeigt eine glatte Naht, welche kaum einer Bearbeitung bedarf und im Bruch ein dichtes Gefüge ohne Poren besitzt. Die Bruchfestigkeit ist durch den sehr geringen Zinngehalt kaum beeinträchtigt.
Nach der Erfindung ist es auch möglich,
ao sehr dünne Aluminiumbleche ohne Schwierigkeit zu schweißen, was bisher kaum! möglich Avar. Dementsprechend können auch dünnwandige Aluminiumgegenstände (z.B. Töpfe), welche bisher bei entstandenen Beschädigun-
s5 gen meist weggeworfen werden mußten, wieder gebrauchsfähig gemacht werden.
Folgende Zusammensetzung des Schweißmittels ergibt gute Ergebnisse:
Natriumchlorid 21,5 Teile
Kaliumchlorid 50,5
Lithiumchlorid 14
Kryolith 5
Zinn 7
Aluminium 2
Das im Beispiel angegebene Zahlenverhältnis von Zinn- und Aluminiumpulver stellt nach praktischen Versuchen das Mittel dar.
Bei dünnen Aluminiumblechen oder Teilen, deren Stärke weniger als 1 cm beträgt, ist der Aluminiumgehalt entsprechend herabzusetzen, umgekehrt zu erhöhen.

Claims (1)

  1. Patentanspruch:.
    Aus einem Gemisch von Alkalihalogenen mit Fluorsalzen bestehendes Schweißmittel .für Aluminium, dadurch gekennzeichnet, daß dem Salzgemisch ein gepulvertes, leichtschmelzendes Metall (z. B. Zinn) sowie gepulvertes Aluminium zweckmäßig im Verhältnis von 7 : 2 zugesetzt ist.
    Berlin aKDKLU'.icr IN BEh κειοιμιμύ.κεκε)
DED53416D 1927-07-07 1927-07-07 Schweissmittel fuer Aluminium Expired DE489641C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2493372A (en) * 1946-11-08 1950-01-03 Harold R Williams Brazing flux composition

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