DE488044C - Verfahren zur Nachbildung der sich auf Raubtierfellen vorfindenden Streifen- oder Fleckenmuster - Google Patents

Verfahren zur Nachbildung der sich auf Raubtierfellen vorfindenden Streifen- oder Fleckenmuster

Info

Publication number
DE488044C
DE488044C DEB133701D DEB0133701D DE488044C DE 488044 C DE488044 C DE 488044C DE B133701 D DEB133701 D DE B133701D DE B0133701 D DEB0133701 D DE B0133701D DE 488044 C DE488044 C DE 488044C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
spots
fur
skins
pattern
stripes
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEB133701D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
RAMON RALPH BALUT
Original Assignee
RAMON RALPH BALUT
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by RAMON RALPH BALUT filed Critical RAMON RALPH BALUT
Priority to DEB133701D priority Critical patent/DE488044C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE488044C publication Critical patent/DE488044C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A41WEARING APPAREL
    • A41HAPPLIANCES OR METHODS FOR MAKING CLOTHES, e.g. FOR DRESS-MAKING OR FOR TAILORING, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • A41H41/00Machines or appliances for making garments from natural or artificial fur

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Cosmetics (AREA)

Description

  • Verfahren zur Nachbildung der sich auf Raubtierfellen vorfindenden Streifen- oder Fleckenmuster Die Erfindung betrifft ein Verfahren, um Haare eines Felles zu färben und erstreckt sich insbesondere auf die Nachahmung von Fellen pelztragender Tiere, die ein scheckiges oder geflecktes Aussehen haben wie die eines Leoparden, eines Tigers, eines Pumas, eines Jaguars oder ähnlicher Tiere.
  • Erfindungsgemäß werden auf das zur Nachahmung benutzte Fell die Muster in einem Stufenverfahren aufgebracht, wobei die Zahl der Stufen der Zahl der verschiedenen Farbtönungen und ihre Reihenfolge dem Grade ihrer Helligkeit entspricht.
  • In den Abbildungen ist das Verfahren zum besseren Verständnis in verschiedenen Stufen gezeigt, und zwar ist Abb. i eine Draufsicht auf ein Fell vor seiner Bearbeitung, Abb. 2 eine ähnliche Ansicht nach der ersten Stufe der Bearbeitung, Abb. 3 eine ähnliche Ansicht, die die zweite und dritte Stufe des Verfahrens teilweise wiedergibt, Abb. q. eine vergrößerte Teilansicht, welche die Verwendung der Farben veranschaulicht, Abb. 5 eine Ansicht ähnlich Abb. q. und zeigt die Wirkung, die durch die Verwendung der Farben in der in der Erfindung vorgesehenen Weise erreicht wird.
  • Die Häute von Leoparden, Tigern, Pumas und Jaguaren sowie von ähnlichen Tieren weisen eine bräunliche oder gelbe Grundfarbe auf, die nach dem Rücken zu dunkler ist und nach den Flanken und nach der Unterseite zu in hellere Schattierungen übergeht. Das Fell ist so gut wie überall mit verhältnismäßig kleinen Zeichnungen von unregelmäßiger Gestalt bedeckt; mitunter können diese Zeichnungen die Gestalt von Streifen annehmen, die von dunkleren in hellere Schattierungen übergehen. Die Flecken oder Streifen haben gewöhnlich einen unregelmäßigen Umriß, so daß der Übergang vom Hellen ins Dunkle nicht genau festgelegt werden kann, und zwar ebensowenig bei den Flecken wie bei der Körperfarbe der Haut.
  • Bei der Erfindung gelangt ein entsprechend zubereitetes Fell 6 (s: Abb. i) zur Verwendung, das ein Kalbfell sein kann. Ein Kalbfell ist ziemlich hart, und seine Haare sind ungefähr genau so lang und von ähnlicher Beschaffenheit wie das Fell des nachzuahmenden Tieres, so daß für die gewünschte Nachahmung eine sehr gute Wirkung erreicht werden kann. Jedenfalls sollte das Fell weiße oder hellgelbe Haare tragen, ist die natürliche Grundfarbe der Haut nicht für eine gute Nachahmung von denjenigen Fellen geeignet, die man nachbilden will, so muß das Fell erst mit einem gelblichen oder bräunlichen -Farbstoff behandelt werden, so daß die Grundfarbe in der Mitte des Felles ein dunkles Braun oder Gelb zeigt, während sie nach den Seiten zu in leichtere Töne übergeht. Ein solches Verfahren ist den Pelzzurichtern wohl bekannt. Eine Analyse der Flecken und Figuren auf dem Fell eines Leoparden, Pumas oder Jaguars ergibt, daß sich gewöhnlich zwei Schattierühgen mischen. Viele Flecken haben das Aussehen eines dunklen Ringes oder fast eines Ringes mit einem hellen »Kern« oder Mittelteil, bei dem die dunkleren und helleren Farben gewöhnlich ineinander und manchmal auch mit der Grundfarbe ohne deutliche Grenze übergehen. Andererseits kommt es häufiger vor, daß Flecken von unregelmäßigem Ausseheh nur eine einzige Farbe aufweisen, d. h. solche Fleckeh enthalten manchmal ausschließlich dunklere und manchmal ausschließlich hellere Töne.
  • Nach dem Verfahren werden die Teile der Flecken und Figuren, die die helleren Stellen des fertigen Erzeugnisses darstellen oder zeigen sollen, zuerst auf die Haare des Felles aufgetragen. Abb. 2 der Zeichnung stellt das ällgemeine Aussehen der Haut dar, nachdem dieser Schritt ausgeführt worden ist, und das Bezugszeichen 7 weist auf einige Flecken hellerer Tönung hin. Der zur Herstellung dieser Flecken oder »Kerne« benutzte Farbstoff kann auf eine den Zurichtern bekannte Art und Weise hergestellt sein.
  • Diejenigen »Kerne« oder helleren Teile der Flecken, die mit dunklerer Tönung umrändert oder vermischt werden sollen, werden dazu mit einem schwarzen oder sehr dunklen Farbstoff umgeben, wie bei 8 der Abb. 3 der Zeichnung dargestellt ist. Diese dunkleren Flecken werden durch einen Farbstoff hergestellt, der in der Schattierung auf Tönung erheblich dunkler ist als die der Flecken 7. Derartige Stellen werden auf den Pelz unmittelbar bei den ersten Flecken aufgetragen, und zwar so, daß sie aussehen wie die Flecken eines echten Felles.
  • Da die Flecken oder Figuren, die sich z. B. auf einem Leopardenfell vorfinden, gewöhnlich unregelmäßig gestaltet sind, so ist es wichtig, die Farbenflecken so auf die Haare des Kalbfelles zu setzen, daß die Umrisse des Musters, das man erhält, nicht zu gewagt ausfallen sowohl hinsichtlich der helleren und dunkleren Schattierungen der Flecken als auch hinsichtlich der Grundfarbe des Pelzes. Um diesem etwaigen Mißstand zu begegnen und eine richtige Färbung der Haare zu gewährleisten, werden die Flecken hellerer und dunklerer Schattierung auf Haaren angebracht, die aus ihrer normalen Lage herausgebracht, d. h. umgelegt sind.
  • Abb. q. der Zeichnung stellt diese Stufe des Verfahrens dar, während in Abb. 5 das gleiche Muster veranschaulicht ist, wie es aussieht, wenn die Haare wieder losgelassen werden und in ihre natürliche Lage zurückfallen können.
  • Durch die Anwendung der Farbstoffe in der hier geschilderten Ai-t und Weise werden diejenigen Haare, die ein Muster oder einen Flecken darstellen, von Anfang bis zu Ende in passender Weise gefärbt. Sobald die Haare losgelassen werden und in ihre natürliche Lage zurückfallen können, legen sich einige Haare des Felles, die nahe an dem Muster liegen, über die, die den gefärbten Teil des Musters bilden öder mischen sich mit ihnen, wodurch sich die genaue Grenze dafür, wo der Farbstoff angewandt ist, verwischt und in den benachbarten Teil des Pelzes verlaufen kann.
  • Das hier beschriebene Verfahren kann von Hand oder durch Auftragen mittels einer Patrone, einer Matrize oder eines ähnlichen Werkzeugs vior sich gehen.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Nachbildung der sich auf Raubtierfellen vorfindenden Streifen-oder Fleckenmuster durch Auftragen ähnlicher Muster auf Fellen anderer Herkunft, dadurch gekennzeichnet, daß auf das zur Nachahmung benutzte Fell die Muster in einem Stufenverfahren aufgebracht werden, wobei die Zahl der Stufen der Zahl der verschiedenen Farbtönungen und ihre Reihenfolge dem Grade ihrer Helligkeit entspricht.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die das Muster ergebenden verschiedenen Farben nacheinander auf umgelegte Fellhaarbüschel aufgebracht werden, wodurch nach Loslassen der Fellhaarbüschel ein sanfter Farbabtönungsübergang des Musters erzielt wird.
DEB133701D 1927-10-05 1927-10-05 Verfahren zur Nachbildung der sich auf Raubtierfellen vorfindenden Streifen- oder Fleckenmuster Expired DE488044C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEB133701D DE488044C (de) 1927-10-05 1927-10-05 Verfahren zur Nachbildung der sich auf Raubtierfellen vorfindenden Streifen- oder Fleckenmuster

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEB133701D DE488044C (de) 1927-10-05 1927-10-05 Verfahren zur Nachbildung der sich auf Raubtierfellen vorfindenden Streifen- oder Fleckenmuster

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE488044C true DE488044C (de) 1929-12-18

Family

ID=6998366

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEB133701D Expired DE488044C (de) 1927-10-05 1927-10-05 Verfahren zur Nachbildung der sich auf Raubtierfellen vorfindenden Streifen- oder Fleckenmuster

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE488044C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE69712756T2 (de) Täuschungsverfahren
DE60126395T2 (de) Farbschattierungssammlung
DE488044C (de) Verfahren zur Nachbildung der sich auf Raubtierfellen vorfindenden Streifen- oder Fleckenmuster
EP0404868B1 (de) Verfahren zum färben von haaren mit pflanzenfarben
US1648889A (en) Process of dyeing fur
DE1063936B (de) Tarnfleckenfreie, farbige Gewebebahn und Verfahren zu ihrer Herstellung
DE3429942A1 (de) Mittel und verfahren zum wiederherstellen der urspruenglichen haarfarbe ergrauter haare
DE2053488A1 (de) Mittel zum Farben, zur Wachstums förderung und zur Pflege von lebenden Haar
DE366225C (de) Verfahren zur Erzielung eines getonten Grundes von Bildern
DE507743C (de) Verfahren zur Herstellung von Musterungen auf Textilien, Leder, Holz und sonstigen der Diffusion zugaenglichen Stoffen mittels Faerbens
DE443119C (de) Kuenstlicher Pelz und Verfahren zu seiner Herstellung
DE429374C (de) Verfahren zur Herstellung ein- oder mehrfarbiger Zeichnungen auf Leder jeglicher Art
DE868862C (de) Verfahren zum Faerben von Eiern
DE661790C (de) Graupersianerfellnachahmung
DE673938C (de) Verfahren zur Herstellung gleichmaessiger Faerbung auf samtartigem Leder
DE644894C (de) Herstellung von verkaufsfertigen Waren aus Leder oder Lederersatzstoffen
DE162806C (de)
DE952620C (de) Verfahren zum Faerben von Pelzen, Haaren und Federn
DE102024117633A1 (de) Verfahren zum Färben von keratinhaltigen Fasern, insbesondere Haaren
DE624617C (de) Verfahren zum Faerben von Pelzen, Haaren und Federn
AT341069B (de) Verfahren zum herstellen von pelzwaren und kleidungsstucken aus pelzen
DE78073C (de) Verfahren zum Coloriren von nicht ! transparent gemachten Photographien auf Papier
DE746621C (de) Verfahren zur Herstellung mehrfarbiger Zeichnungen auf festen Oberflaechen, insbesondere auf Leichtmetallblechen
DE502473C (de) Projektionsschirm mit Farbauftrag
DE351763C (de) Verfahren zur Herstellung von Mehrfarbenrastern