DE486166C - Verfahren zur Auskleidung von Feuerraumwaenden mit Kohlenstoffutter - Google Patents
Verfahren zur Auskleidung von Feuerraumwaenden mit KohlenstoffutterInfo
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Classifications
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F27—FURNACES; KILNS; OVENS; RETORTS
- F27D—DETAILS OR ACCESSORIES OF FURNACES, KILNS, OVENS OR RETORTS, IN SO FAR AS THEY ARE OF KINDS OCCURRING IN MORE THAN ONE KIND OF FURNACE
- F27D1/00—Casings; Linings; Walls; Roofs
- F27D1/16—Making or repairing linings ; Increasing the durability of linings; Breaking away linings
- F27D1/1636—Repairing linings by projecting or spraying refractory materials on the lining
Landscapes
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Description
- Verfahren zur Auskleidung von Feuerraumwänden mit Kohlenstoffutter Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Auskleidung von Feuerräumen mit Kohlenstofffutter, insbesondere für Kohlenstaubfeuerungen, nach Patent 481693.
- Die Erfindung stellt eine weitereAusgestaltung dieses Verfahrens dar, indem zerkleinerte Kohle durch Erhitzung auf einige Zoo ° in einen plastischen Zustand versetzt -und in diesem Zustand (als Halbkoks) unmittelbar auf die Innenwandung des Feuerraumes aufgebracht wird. Dies kann in der Form- geschehen, daß die Masse, ähnlich wie bei dem Verputzen von Wänden, in Kuchenform aufgebracht und auf die Wandung aufgedrückt wird oder aber, indem die Masse gegen die Wandung geschleudert bzw. gespritzt wird. Die völlige Verkokung des Futters erfolgt sodann während des normalen Feuerungsbetriebes.
- Um ein gutes Haften des Halbkoksfutters auf der Wandung zu erzielen, erfolgt das Aufbringen desselben zweckmäßig nicht im kalten Zustande des Mauerwerkes, da hierbei an der Berührungsstelle sofort eine Erstarrung der Futteroberfläche eintreten würde, wodurch eine Verbindung mit dem Mauerwerk verhindert wird, sondern es wird das Mauerwerk zu diesem Zwecke auf eine oberhalb der Verkokungstemperatür liegende Temperatur erhitzt. Hierdurch wird an der Berührungsstelle das Kohlenfutter vom Mauerwerk her beschleunigt verkokt, wodurch offenbar eine gute Bindung des Kohlenfutters mit dem 'Mauerwerk gewährleistet wird. Das Aufbringen des Halbkoksfutters muß in diesem Falle von außen erfolgen; zu diesem Zwecke ist der Feuerraum am Umfange mit einer entsprechenden Anzahl von außen zusetzbaren Öffnungen versehen, durch welche die gegenüberliegenden Wandungen zunächst mit Futtermasse bespritzt werden und durch die gegebenenfalls im Anschluß hieran zwecks Verdichtung des Gefüges die -lasse mit Stempeln gegen die Wandung gepreßt wird.
- Um ein gleichmäßiges Gefüge des Futters zti erhalten, wird man zweckmäßig so vorgehen, daß man nicht von vornherein die ganze Futterstärke aufbringt, sondern erst auf die überhitzte Wandung eine dünne Schicht. Diese läßt man erst vollständig-verkoken und bringt dann eine zweite dünne Schicht, auf diese nach vollständiger Verkokung eine dritte usf., bis die gewünschtr-Gesamtfutterstärke erreicht ist. Dieses Verfahren kann während des normalen Feuerbetriebes ausgeführt «erden, indem man das Aufbringen der einzelnen Halbkoksschichten w;ilirend der üblichen Betriebspausen der einzelnen Feuerungen vornimmt. und -zwar unmittelbar nach Abstellung der Feuerung. In diesem Zeitpunkt haben die Wandungen im allgemeinen eine wesentlich über dem Verkokungspunkt liegende Temperatur: die aufgebrachte Schicht wird also von derWand nach dem Innenraum hin verkoken, wodurch offenbar die Festigkeit und Widerstandsfähigkeit des Futters günstig beeinflußt wird. Bis zur Wiederanstellung der Feuerung wird diese Verkokung der dünnen Schicht im allgemeinen bereits vollendet sein.
- \Tach diesem letzteren Verfahren können auch schadhafte Stellen des Futters, wie sie im Laufe des Betriebes z. B. durch Ausbrennen entstehen, leicht und ohne Unterbrechung bzw. Störung des Betriebes ausgebessert werden, indem während der Betriebspausen unmittelbar nach Abstellung der Feuerung in die schadhaften Stellen Kohlenmasse gespritzt oder eingedrückt wird. Für diese Zwecke kann auch der zur Verfügung stehende Kohlenstaub verwendet «erden. Denn da nach Abstellung der Feuerung keine frische Luft eingeblasen wird, der Feuerraum also einen stagnierenden Gasraum darstellt, so kann eine Verbrennung nur in sehr geringem Maße stattfinden. Andererseits findet auf dem Spritzwege infolge Wärmeaustausches durch Strahlung eine teilweise Entgasüng statt. Die völlige Verkokung des bereits als Futter an der Wandung haftenden Brennstaubes erfolgt sodann einmal durch die aus der Wand strömende Wärme und weiter durch die aus dem Feuerraum wirkende Strahlungswärme. Die Verkokung schreitet mithin, ähnlich wie in den Retorten, von dem äußeren Umfang nach dem Kern hin fort.
- Um eine für den Arbeitsvorgang im Sinne der Erfindung erstrebenswerte größere Beständigkeit in der plastischen Beschaffenheit der aufzutragenden Kohlenmasse zu erhalten, empfiehlt es sich, der zerkleinerten Kohle schwere flüssige Kohlenwasserstoffe, insbesondere Teer öder Pech, beizumischen, ähnlich wie es bei der Fabrikation de_r .Kohlenstifte für elektrische Bogenlampen oder der Kohlenstoffsteine für Hochöfen bekannt ist. Dieses Gemenge ergibt bei ent-;prechender Erhitzung eine beständige, pla-3tische bzw. breiigeMasse. In diesemFalle(Vernischung mit Teer als Bindemittel) könnte auch, ,vie es bei den Kohlenstiften bzw. den Kohlen-;teinen der Fall ist, natürlich an Stelle der zercleinerten Kohle zerkleinerter Koks oder Graphit verwendet werden, da in diesem Falle der plastische Zustand schon durch den beigemischten Teer erreicht wird. .
- Die Auftragung an sich kann beispielsweise nach dem Torkretv erfahren erfolgen, bei dem bekanntlich frischer Mörtel auf die zu bekleidenden Flächen gespritzt bzw. geschleudert wird. Wie bei dem Torkretverfahren zwecks Vermeidung vorzeitiger Bindungen und Erhärtungen des Mörtels in den Zuleitungen durch die Leitungen nur die trockene Mörtelsubstanz gefördert, während das Wasser diesem trockenen Mörtelstrahl erst unmittelbar in dem Düsenmundstück zugeführt wird, so kann auch hier in ähnlicher ßreise der flüssige Zustand der aufzuspritzenden Kohlenstoffmasse erst unmittelbar vor Austritt aus der Düse herbeigeführt werden, sei es, daß man die trockene und vorgewärmte Kohlenmasse erst in dem Düsenmundstück durch entsprechende Erwärmung auf die Erweichungstemperatur bringt oder indem man an dieser Stelle der Kohlenmasse heißen flüssigen Teer zumischt.
- Im übrigen kann dieAusfütterung mit Kohlenstoff auch durch Aufspritzen von trockenem Kohlenstaub mittels Ejektor oder einer ähnlichen Spritzvorrichtung erfolgen, wobei die Erweichung und teilweise Verkokung der Kohlenstaubteilchen im wesentlichen erst im Feuerraum selbst durch Strahlungsausgleicherfolgt.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Auskleidung von Feuerraumwänden mit Kohlenstoffutter, insbesondere für Kohlenstaub-, Öl- und Gasfeuerungen, nach Patent q.81693, gekennzeichnet durch Verwendung einer zerkleinerten, durch Erhitzung auf einige hundert Grad in einen teigigen, knetbaren Zustand versetzten Kohlenmasse, die in diesem Zustande (als Halbkoks) unmittelbar auf die hocherhitzte Innenwandung des Feuerraumes aufgespritzt oder -gedrückt wird, auf der während des normalen Feuerbetriebes die weitere völlige Verkokung des Futters erfolgt.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEW72616D DE486166C (de) | 1926-05-18 | 1926-05-18 | Verfahren zur Auskleidung von Feuerraumwaenden mit Kohlenstoffutter |
Applications Claiming Priority (1)
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| DE486166C true DE486166C (de) | 1929-11-12 |
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ID=7609190
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|---|---|---|---|
| DEW72616D Expired DE486166C (de) | 1926-05-18 | 1926-05-18 | Verfahren zur Auskleidung von Feuerraumwaenden mit Kohlenstoffutter |
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| DE (1) | DE486166C (de) |
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1926
- 1926-05-18 DE DEW72616D patent/DE486166C/de not_active Expired
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