DE482178C - Verfahren zur Herstellung von isolierenden Trennwaenden fuer Akkumulatorenplatten - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von isolierenden Trennwaenden fuer AkkumulatorenplattenInfo
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Description
Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung von isolierenden Trennwänden
für Akkumulatorenplatten u. dgl. und eine Einrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens.
Es ist bereits vorgeschlagen worden, die positiven Akkumulatorenplatten mit Schutzhüllen
zu versehen, die das Herausfallen der aktiven Masse verhindern, aber dennoch eine
genügende Durchlässigkeit besitzen, um den Elektrolyten mit den Platten in Berührung
kommen zu lassen. Einige zu diesem Zweck verwendete Ausführungsformen enthalten durchlöcherte
Scheidewände, bei denen die Öffnungen durch Entfernen des Baustoffes hergestellt sind.
Bei diesen Vorrichtungen berühren die Trennwände die Platten selbst unmittelbar, so daß
der Elektrolyt nur durch die Öffnungen hindurch mit den Platten in'Berührung kommen
kann, was den inneren Widerstand in beträchtlichem Maße erhöht. Bei anderenTorrichtungen
finden Trennwände Verwendung, in die ohne Entfernung von Baustoff Spalte eingeschnitten
und darauf die Ränder dieser Spalte so aufgebogen sind, daß ein Hohlraum von dreieckigem
Querschnitt entsteht; die aufgebogenen Ränder des Spalts dienen als Stütze für die
Akkumulatorenplatte, während die dritte Seite des Hohlraumes offen bleibt (Abb. 1). Die bis
heute verwendeten Vorrichtungen dieser Art ließen nicht die befriedigenden, mit Recht erwarteten
Ergebnisse erzielen, und zwar aus folgenden Gründen: Da das Auseinanderklaffen
der Spaltränder durch einfaches Richten derselben erhalten wird, ändert sich die Form der
Spaltränder in dem Akkumulator infolge von durch Ladungen und darauffolgende Entladungen
verursachten Temperaturerhöhungen, wie in Abb. 2 der Zeichnung dargestellt ist. Die
Ränder der Spalte suchen sich wieder aneinander anzulegen und der bearbeiteten Trennwand
ihre ursprüngliche Form wiederzugeben. Da die für den Umlauf des Elektrolyten vorgesehenen
Spalte oder Öffnungen durch Schnitte erzeugt sind und glatte Kanten aufweisen, bilden die Spaltränder, wie aus Abb. 2 ersiehtlieh
ist, bei ihrem Wiederzusammentreten einen flüssigkeitsdichten Verschluß, der den Zutritt
des Elektrolyten zu den positiven Platten verhindert.
Diese Übelstände werden durch das Verfahren gemäß der Erfindung dadurch beseitigt,
daß die Trennwände bei ihrer Herstellung einem Walzvorgang unterworfen werden, der
in ihnen beispielsweise dreieckige Vertiefungen erzeugt, die durch Strecken des Baustoffes erhalten
werden. Am Grunde dieser Vertiefungen werden dabei Risse erzeugt, die als Öffnungen
für den Umlauf des Elektrolyten dienen. Diese Art der Herstellung soll einerseits eine beständige
Form für die Trennwände gewährleisten, welchen Temperaturen sie auch ausgesetzt sein
mögen, anderseits verhindern, daß sich die
Ränder der Öffnungen wieder flüssigkeitsdicht zusammenschließen.
Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel einer Vorrichtung zur Durchführung des
Verfahrens gemäß der Erfindung dargestellt. Die Abb. ι und 2 zeigen eine Ausführungsform einer bekannten Trennwand bei der Herstellung
und nach dem Gebrauch. Abb. 3 ist eine ähnliche Ansicht einer nach dem Verfahren
gemäß der Erfindung hergestellten Trennwand. Abb. 4 ist eine schematische Darstellung
des Grundrisses einer Trennwand in kleinerem Maßstabe, die angenähert die Form der nach
, der Erfindung in den Trennwänden angebrachten Öffnungen zeigt. Die Abb. 5 und 6 zeigen
die zur Herstellung der Trennwände nach der Erfindung dienenden Formwalzen in Aufriß und
Schnitt.
Zur Herstellung der Wände nach dem Verfahren gemäß der Erfindung wird eine Maschine
verwendet, die zwei in entgegengesetztem Sinn umlaufende, vorzugsweise aus gehärtetem Stahl
hergestellte Walzen 1, 2 (Abb. 5) trägt. Die Walze ι hat beispielsweise Zähne 3, die in die
Lücken der Zähne 4 der anderen Walze 2 ein-" greifen. Wie aus Abb. 2 ersichtlich ist, sind die
Zähne 3 der Walze 1 scharfkantig ausgebildet,
während die Zähne 4 der Walzen 2 abgerundete Kanten und Lücken aufweisen.' Hieraus ergibt
sich, daß jeder Zahn 4 in der von zwei Zähnen 3 gebildeten Lücke einen Raum 5 frei läßt, der
eine freie Ausdehnung des Baustoffes gestattet, während im Gegensatz hierzu zwischen der
Spitze 6 jedes Zahns 3 und der entsprechenden, durch zwei benachbarte Zähne 4 gebildeten
Lücke kein freier Raum vorhanden ist, in den der Baustoff eindringen könnte.
Der Abstand zwischen den Flanken benachbarter Zähne 3 und 4 ist zweckmäßig kleiner
als die Dicke der zur Verarbeitung gelangenden Platten, um auf diese Weise bei der Bearbeitung
ein Strecken der Platten während ihres Durchganges zwischen den Walzen zu gewährleisten.
Die eine der Walzen, z. B. die Walze 2, trägt auf ihrer Oberfläche Rillen 7 oder von
Zähnen freie Stellen, um zu ermöglichen, daß auf der Trennwand die üblichen Verstärkungsrippen zurückbehalten werden.
Die Arbeitsweise der Vorrichtung ist folgende :
Die aus plastischem Baustoff (Celluloid, Hartgummi o. dgl.) bestehende, zur Herstellung der
Trennwand dienende Platte wird zwischen die Walzen 1, 2 geführt, deren Zähne durch einen
Zwischenraum getrennt sind, der kleiner ist als die Dicke der Platte. Die Platte wird
zwischen den Zähnen 3 und 4 einer Streckung unterworfen, die an den bearbeiteten Punkten
eine Verlängerung und eine dauernde Deformation der Platten bewirkt. Während des
Durchganges desBaustoffes unter den Spitzen der Zähne 4 formt oder faltet er sich unter Aufrechterhaltung
seiner Stärke, während sich der Teil des Baustoffes, der unter die scharfen Spitzen
der Zähne 3 gelangt, unter Bildung eines Bruches umformtund unter der Einwirkung der Streckung,
die er erfährt/ zerreißt. Hierbei bildet sich ein Spalt mit unregelmäßig geformten Rändern
(Abb. 4), die nicht imstande sind, sich wieder flüssigkeitsdicht zu schließen. In Abb. 4 ist
die Form der Spalte und deren Ränder dargestellt. Die durch die Zahnspitzen erzeugten
öffnungen 8 gewährleisten, daß der Elektrolyt, wie oben angegeben ist, mit den Akkumulatorenplatten
in Berührung kommt.
Um eine passende Streckung zu ermöglichen, trägt jeder der Zahne 3 abgerundete Ränder 9
(Abb. 5), wodurch die Zwischenrippen der gewalzten Teile wesentlich verstärkt sind. Hierdurch
wird den nach dem Verfahren hergestellten Trennwänden eine große Haltbarkeit verliehen
und ihnen ermöglicht, wirksam die aktive Masse auf den positiven Platten festzuhalten.
Vermöge dieser Ausbildung der Trennplatten ist es möglich, die Berührung der Platten mit
den Akkumulatorenpatten auf einfachen Kanten sicherzustellen. Auf diese Weise ist in
allen Fällen ein befriedigendes Arbeiten bei einem auf ein Mindestmaß herabgesetzten inneren
Widerstand gewährleistet, welcher Temperatur der Akkumulator auch ausgesetzt sein
mag.
Die Platten, die die Trennwände bilden sollen, können jede Form und jede beliebige
Abmessung haben und aus einem durchsichtigen, durchscheinenden oder undurchsichtigen,
plastischen oder nichtplastischen, vorzugsweise nichtelastischen Stoffe hergestellt werden. Zur
Herstellung dieser Trennwände dient vorzugsweise Celluloid oder Hartgummi. Es können
aber natürlich auch Celluloseacetate oder jeder geeignete andere Baustoff verwendet werden.
Claims (3)
1. Verfahren zur Herstellung von isolierenden Trennwänden für Akkumulatorenplatten
0. dgl., dadurch gekennzeichnet, daß die Trennwände durch einen Walzvorgang mit Vertiefungen von dreieckigem Profil
versehen werden, die an ihrem Grunde Risse besitzen, die als Öffnungen zum Durchtritt des Elektrolyten dienen.
2. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß sie zwei Walzen mit ineinander eingreifenden Zähnen besitzt und daß die Zähne der einen Walze scharf und
durch spitze Lücken miteinander verbunden,
diejenigen der anderen Walze dagegen abgerundet und durch abgerundete Lücken
miteinander verbunden sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Walzen so
angeordnet sind, daß der Abstand zwischen
den Flanken der Zähne der beiden Walzen kleiner ist als die Dicke des Baustoffes,
um bei dem Walzvorgang die Streckung des Baustoffes und sein Aufplatzen an den
scharfen Kanten der Zähne der einen Walze zu erzielen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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