DE478902C - Verfahren zum Schuetzen von Metallueberzuegen metallener Koerper mit einem OElueberzug und Vorrichtung zur Ausfuehrung des Verfahrens - Google Patents

Verfahren zum Schuetzen von Metallueberzuegen metallener Koerper mit einem OElueberzug und Vorrichtung zur Ausfuehrung des Verfahrens

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DE478902C
DE478902C DEV22538D DEV0022538D DE478902C DE 478902 C DE478902 C DE 478902C DE V22538 D DEV22538 D DE V22538D DE V0022538 D DEV0022538 D DE V0022538D DE 478902 C DE478902 C DE 478902C
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DE
Germany
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oil
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protecting metal
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Expired
Application number
DEV22538D
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English (en)
Inventor
Arthur Boedecker
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Vereinigte Stahlwerke AG
Original Assignee
Vereinigte Stahlwerke AG
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Publication date
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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C23COATING METALLIC MATERIAL; COATING MATERIAL WITH METALLIC MATERIAL; CHEMICAL SURFACE TREATMENT; DIFFUSION TREATMENT OF METALLIC MATERIAL; COATING BY VACUUM EVAPORATION, BY SPUTTERING, BY ION IMPLANTATION OR BY CHEMICAL VAPOUR DEPOSITION, IN GENERAL; INHIBITING CORROSION OF METALLIC MATERIAL OR INCRUSTATION IN GENERAL
    • C23FNON-MECHANICAL REMOVAL OF METALLIC MATERIAL FROM SURFACE; INHIBITING CORROSION OF METALLIC MATERIAL OR INCRUSTATION IN GENERAL; MULTI-STEP PROCESSES FOR SURFACE TREATMENT OF METALLIC MATERIAL INVOLVING AT LEAST ONE PROCESS PROVIDED FOR IN CLASS C23 AND AT LEAST ONE PROCESS COVERED BY SUBCLASS C21D OR C22F OR CLASS C25
    • C23F15/00Other methods of preventing corrosion or incrustation

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Application Of Or Painting With Fluid Materials (AREA)

Description

  • Verfahren zum Schützen von Metallüberzügen metallener Körper mit einem Ölüberzug und Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens Gegenstände aus Eisen o. dgl. werden bekanntlich in solchen Fällen, in denen ein Anstrich nicht zulässig ist, gegen Einflüsse der Atmos-)häre und des Gebrauches -durch Metallüberzüge geschützt. Im allgemeinen genügen diese Überzüge den Anforderungen insofern, alle dadurch ein Rosten der Gegenstände vermieden wird.
  • Ein wesentlicher Übelstand, der insbesondere bei z. B. verzinkten Blechen, die später noch weiterverarbeitet werden sollen, auftritt, besteht darin, däß der Überzug unter dem LA influß der Luft, schädlicher - z. B. säurehaltiger - Gase verändert wird. Durch diese chemische Veränderung erhält der Gegenstand ein mattes, blindes, z. B. bei verzinkten Blechen blauweißes Aussehen. Diese unangenehme Veränderung des Überzuges tritt häufig schon nach verhältnismäßig kurzer Zeit auf und entwertet die Ware. -Trockene Lagerräume und bei Blechtafeln z. B. Lagerung in Stapeln können die Oberflächenoxydation des Überzuges besonders bei längeren Lagerzeiten auch nicht verhüten.
  • In dem Bestreben, die mit Metallüberzug versehenen Gegenstände auf längere Zeit gegen die Einflüsse der Luft oder säurehaltiger Gase zu schützen, ging man dazu über, die Oxydation durch Bestreichen oder Bepinseln der Gegenstände mit Öl zu verhüten.
  • Allen derartigen bisherigen Verfahren haftet aber der Nachteil an; daß sie teuer und vor allen Dingen zeitraubend sind und außerdem noch die Gefahr in sich bergen, daß die Ölschicht unnötig dick wird. Eine solche dicke Ölschicht führt häufig bei längerem Stapeln der Bleche zum Zusammenkleben des Stapels und erschwert außerdem das Löten.
  • Jede ölersparnis hierbei ist um so wichtiger, als z"vecks Verhütens eines Angriffes des zu schützenden Überzuges durch einen etwaigen Säuregehalt des Öls nur verhältnismäßig kostspieliges säurefreies öl zur Angelangen darf.
  • wendung Gegenstand der Erfindung ist nun ein Verfahren zum Schützen des -im Feuerbade, galvanisch oder durch Spritzverfahren hergestellten Metallüberzuges metallener Kbrper, z. B. Bleche, Rohre o. dgl., gegen Luft-, Gas-oder Feuchtigkeitsangriffe, bei dem die vorher erwähnten Übelstände vermieden werden und trotzdem ein sicherer Schutz des Metallüberzuges erzielt wird.
  • Die Erfindung beruht darauf, daß der 'Metallüberzug der metallenen Körper, zweckmäßig möglichst unmittelbar nach seiner Fertigstellung, der Wirkung von Öldunst ausgesetzt wird. Durch diesen Öldunst, der beispielsweise durch Zerstäuben oder Verdampfen von öl hervorgerufen werden kann, erhält der Metallüberzug einen äußerst feinen Ölhauch, der erfahrungsgemäß infolge seiner feinen Verteilung trotz seiner geringen Stärke vollkommen genügt, uin den Metallüberzug genügend lang-- gegen die Einflüsse von Luft und Feuchtigkeit und gegen die Angriffe schädlicher - z. B. säurehaltiger - Gase vollkommen zu schützen und unempfindlich zu machen.
  • Man hat schon früher Öldämpfe in einem abgeschlossenen Raum auf verschiedenartige Gegenstände und u. a. auf Eisen in der Absicht einwirken lassen, tiefgreifende Veränderungen in den den Dämpfen ausgesetzten Stoffen hervorzurufen. Beim Eisen sollte beispielsweise die Schniiedbarkeit und die Schweißbarkeit erhöht werden. Nach den älteren Verfahren müssen dementsprechend die Gegenstände stundenlang der Wirkung der Öldämpfe ausgesetzt werden.
  • Demgegenüber ist es ein wichtiges Merkmal der Erfindung, daß die finit dem Metalliiberzug versehenen Körper durch einen mit kondensierbaren Öldämpfen oder Gasen erfüllten Raum hindurchgeführt werden. Die Geschwindigkeit der Bewegung -wird dabei su zu regeln sein, daß sich auf der Metalloberflache eine dünne Ölhaut ausbreitet. Zur Erzeugung eines Überzuges von einer jeweils für den Einzelfall gewünschten Stärke-kommt es darauf an, daß die Eigentemperaturen der zu überziehenden Körper in geeigneter Weise geregelt werden.
  • Ein weiteres, besonders einfaches Verfahren zur Erzeugung des Ölhauches auf den Metallüberzügen besteht, darin, daß der Öldunst durch z. B. elektrische Beheizung des Ölinhaltes eines Troges erzeugt -wird, an dem die den Metallüberzug tragenden Körper vorbeibewegt werden. Durch jeweils entsprechende Temperaturregelung der Beheizung kann auch bei diesem Verfahren die Stärke des Ölhauches auf den z. B. über den Trog hinweggeführten Metallüberzügen geregelt werden.
  • Handelt es sich darum, die Metalliiberzüge von flachen, aufeinanderstapelbaren Körpern, n-ic z. B. Blechtafeln. Platten usw., mit *Ölhauch zu überziehen, so kann erfindungsgemäß der beiderseitige Ölhauchüberzug durch :lufeinanderstapelii von nur einseitig ölbehauchten Blechtafeln o. 4-l. erfolgen. Es braucht also jeweils nur eine Blechseite unmittelbar durch Niederschlag von Öldunst behaucht zu werden, während der Ülhatichüberzug der anderen Blechseite mittelbar durch Abgabe eines Teiles des unnüttelbar erzeugteii Ölhauchüberzuges eines darübergestapelten Bleches erfolgt.
  • Weiterhin erstreckt sich die Erfindung noch auf Vorrichtungen zur Ausführung der Verfahren zur Erzeugung von Ülhauchüberzügen.
  • Eine solche Vorrichtung kann z. B. aus einem regelbar elektrisch beheizten Öltrog bestehen, der derart angeordnet ist, daß die mittels- einer Fördervorrichtung am Troge vorbeibewegten, mit ölhauchüberzug zu versehenden Körper in den Bereich des Öldunstes gelangen. Eine einfache und günstige Ausbildung einer derartigen Vorrichtung besteht z. B. für verzinkte oder verzinnte Bleche in einem Förderband aus Maschendraht oder ähnlichem, mit großen Aussparungen versehenem Material, daß die daraufliegenden Bleche über den Öltrog hinwegführt. Auch sindAusführungsarten möglich, bei denen der Öldunst seitlich gegen die z: B. an einer Fördervorrichtung senkrecht hängenden Blechtafeln geleitet wird.
  • Erfindungsgemäß kann der Öltrog auch in eine ohnehin vorhandene Bearbeitungsvorrichtung für die zu behandelnden Körper eingebaut sein, beispielsweise in eine Blechrichtmaschine, oder in irgendeiner anderen Art und Weise in den Arbeitsprozeß des Metallüberziehens eingeschaltet werden.
  • Zusammenfassend kann gesagt -werden, daß das Verfahren den Vorteil bietet, ohne Beeinträchtigung der Bearbeitungsfähigkeit der Werlcstücke einen wirksamen Schutz der Metallüberzüge gegen die schädlichen Einflüsse der Luft, säurehaltiger Gase und der Feuchtigkeit bei geringstem, sparsamem Ölverbrauch zu gewährleisten.
  • Auch gegen die bei Zink-Eisen-Verbindungen (Kern aus Eisen, .Überzug aus Zink) leicht auftretenden Wirbelströme bietet dieser Öllauch in hinreichendem Maße Schutz.
  • Als Ausführungsbeispiele der Erfindung sind iii den Abb. r und 2 Vorrichtungen zur Erzeugung eines Ölhauches auf den Metallüberzügen von Blechtafeln dargestellt, und zwar zeigt Kbb. i einen in eine Blechtransportvorrichtung eingebauten Öltrog und Abb.2 einen hinter einer Blechtransportvorrichtung angeordneten Öltrog zur Erzeugung des Ölhauches.
  • Es bezeichnet a ein maschenförmiges Transportband, das die Blechtafeln c in der Pfeilrichtung über den Öltrog b hinwegbewegt. Der Öltrog b ist elektrisch beheizt, so daß sich der entwickelte Öldunst auf den Metallüberzügen der Blechtafeln . niederschlagen kann; d bezeichnet eine Blechrichtmaschine und e einen Ablegetisch für die fertigen Blechtafeln.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Schützen von -Metallüberzügen metallener Körper mit einem ülüberzug, dadurch gekennzeichnet, daß das Werkstück durch einen mit kondensierbaren Öldämpfen oder -gasen erfüll-: ten Raum hindurchgeführt -wird,
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i zum Schutze von Metallüberzügen von dachen aufeinanderstapelbaren Körpern, wie hlechtafeln usw., dadurch gekennzeichnet, daß ein beiderseitiger Ölhauchüberzüg der Bleche durch Aufeinanderstapeln einseitig ölbehauchter Bleche erfolgt.
  3. 3. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet. daß ein regelbar elektrisch beheizter Öltrog derart angeordnet ist, daß die mittels einer Fördervorrichtung am Troge vorbeibewegten, finit Ülhau-,liüberzug zu versehenden Köiper in den Dereich des sich entwickelnden üldunstes gelangen.
DEV22538D 1927-05-08 1927-05-08 Verfahren zum Schuetzen von Metallueberzuegen metallener Koerper mit einem OElueberzug und Vorrichtung zur Ausfuehrung des Verfahrens Expired DE478902C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2869919A1 (fr) * 2004-05-07 2005-11-11 Claude Alix Georges Pomero Protection contre la corrosion d'objets galvanises ou zingues par un revetement exterieur compose de paraffine

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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FR2869919A1 (fr) * 2004-05-07 2005-11-11 Claude Alix Georges Pomero Protection contre la corrosion d'objets galvanises ou zingues par un revetement exterieur compose de paraffine

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