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Gebäckfüllmaschine mit Füllmassevorratsbehälter und einer mit Zuführöffnungen
versehenen, in einem Zylinder bewegten hohlen Füllnadel Gegenstand der Erfindung,
ist eine Gebäckfüllmaschine. Es sind bereits derartige Maschinen bekannt geworden,
bei denen ein Füllmassevorratsbehälter mit einer durch einen Zylinder gebildeten
Meßkammer in Verbindung steht, in der ein Kolben verschiebbar ist, der bei seiner
Bewegung in der einen Richtung die Meßkammer gegen den Füllmassevorratsbehälter
abschließt und den Inhalt der Meßkammer durch eine mit ihm verbundene, in das zu
füllende Gebäck eindringende hohle Füllnadel austreibt, in der anderen Bewegungsrichtung
aber die Füllnadel aus dem gefüllten Gebäck zurückzieht und die Verbindung zwischen
der Meßkammer und dem Füllmassevorratsbehälter wieder herstellt. Gemäß der Erfindung
ist die Anordnung so getroffen, daß die hohle Füllnadel während des Füllens der
Meßkammer gegen das Eindringen der Füllmasse abgesperrt wird; so daß jeder Vergeudung
von Füllmasse vorgebeugt wird, indem der die Meßkammer bildende Zylinder, der den
mit der hohlen Füllnadel zusammenwirkenden Kolben enthält, in einem zweiten, einseitig
geschlossenen, unter der Wirkung einer Zugfeder stehenden und von einem Nockenhebel
bewegten Zylinder gelagert ist, der in der Füllstellung der Meßkammer die Verbindung
zwischen dieser und dem Füllmassevorratsbehälter herstellt. Am Boden. dieses zweiten.,
außen. belegenen Zylinders ist eine die hohle Füllnadel tragende Nadelstange angebracht,
die eine Feder führt, die gegen den Innenboden des Außenzylinders und den Deckel
des die Meßkammer bildenden Zylinders abgestützt ist, so daß bei der unter Anspannung
einer Feder durch einen Nockenhebel veranlaßten Bewegung des äußeren Zylinders der
die Meßkammer bildende innere Zylinder an dieser Bewegung teilnimmt, bis er durch
einen einstellbaren Anschlag gegen weitere Bewegung festgelegt wird. Nach dem Festlegen
des die Meßkammer bildenden Zylinders führt die weitere Bewegung des äußeren Zylinders
unter Anspannung der von der Nadelstange geführten Feder eine begrenzte Verschiebung
der Nadelstange und der damit verbundenen hohlen Füllnadel herbei, so daß diese
gegen die Meßkammer geöffnet wird und dem Inhalt der Meßkammer Gelegenheit zum Austritt
durch die hohle Füllnadel schafft.
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Auf der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand in einem Ausführungsbeispiel
dargestellt: Es zeigt Abb. i die Gebäckfüllmaschine zum Teil in Seitenansicht, zum
Teil im senkrechten Schnitt.
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Abb. 2 ist ein Grundriß der Abb. i.
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Der einen Absperrhahn b aufweisende Füllmassevorratsbehälter a steht
mit einem im Maschinengestell vorhandenen Kanal c in Verbindung, der in die Meßkammer
d führt.
Die Meßkammer wird durch einen Zylinder h gebildet, der
zur Verbindung mit dem Kanal c einen seitlichen Schlitz hl hat. Der Zylinder h ist
in einem Außenzylinder g gelagert, der einen seitlichen Schlitz ga hat, durch den
die Meßkammer d mit dem Kanal c verbunden wird. Der äußere Zylinder g, der in dem
Maschinengestell seitlich von dem Kanal c verschiebbar gelagert ist, wird durch
eine Feder y gegen den Deckel a1 gedrängt, .der den Führungskanal des Zylinders
g abschließt. Der z. B. durch einen Bajonettverschluß leicht abnehmbar angebrachte
Deckel a1 hat einen tragenden Arm, an dem das eine Ende der Feder r angebracht ist.
Das andere Ende der Feder r greift mit einem Hakenglied an einem seitlichen, durch
einen Schlitz des .Zaschinengestelles geführten Arm c2 des Zylinders g- an, so daß
sich die aus Abb. r ersichtliche 'Stellung des Zylinders g in bezug auf den Kanal
c ergibt.
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Am Boden des Außenzylinders g ist eine Nadelstange i lösbar befestigt,'
die durch ein Loch im Boden des Innenzylinders h dringt und mit der hohlen Füllnadel
k verbunden ist. Die Niadelstange i trägt in dem Zylinder g eine Hülse n, an der
eine gegen den Boden des Außenzylinders g und gegen den Boden des Innenzylinders
h sich abstützende Feder o geführt ist, durch welche der Innenzylinder in die aus
Abb. r ersichtliche Stellung gedrängt wird, in der die Meßkammer d durch die Öffnungen
hl, g1 mit dem Kanal c verbunden wird.
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Ein Bund il- an der hohlen Füllnadel k begrenzt die durch die Feder
o bewirkte Verschiebung des Innenzylinders da im Außenzylinder g. Oberhalb
des Bundes il der hohlen Füllnadel liegt der Kolben m des die Meßkammer
d bildenden Zylinders h, der in der aus Abb. i ersichtlichen Stellung
gefüllt wird. Während der Füllperiode soll die hohle Füllnadel lz gegen die Meßkammer
d abgeschlossen sein. Zu diesem Zweck ist die hohle Füllnadel k oberhalb des Bundes
il mit Eintrittsöffnungen cl versehen, die der Kolben izz abschließt.
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Im Deckel p des die Meßkammer d bildenden Innenzylinders
h ist eine Durchtrittsöffnung für die hohle Füllnadel k vorgesehen, die an ihrer
Spitze seitliche Austrittsöffnungen hat.
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Mit dem seitlichen Arm c2 des Außenzylinders g ist ein am Maschinengestell
gelagerter Nockenhebel f des Kurbeltriebs e durch eine Feder r kraftschlüssig verbunden.
Wird durch den Kurbeltrieb der Außenzylinder g bewegt, so nimmt der Innenzylinder
h an dieser Verschiebung des Außenzylinders g nur so lange teil, bis er ,gegen einen.
festen, aber eihstellbar en Anschlag q2 trifft, der die durch den Nockenhebel f
bewirkte Verschiebung des Außenzylinders g nicht behindert. Der Anschlag q2 sitzt
an dem gekröpften Arm q, der mittels der Schraube q1 nach einer Gradeinteilung verstellt
werden kann, so daß die Füllung der Meßkammer d regelbar ist.
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Die Arbeitsweise der beschriebenen Gebäckfüllmaschine ist wie folgt.
Wird der Hahn b des Füllmassevorratsbehälters a geöffnet, so läuft die Füllmasse
durch den Kanal c und die Schlitze g1 und hl in die Meßkammer d. Durch Drehen
der Kurbel e
wird mittels des Nockenhebels f der Außenzylinder g und mit diesem
der die Meßkammer d bildende Innenzylinder h verschoben. Dabei schließt
der Außenzylinder g den Kanal c ab und unterbricht den weiteren Zufluß von Füllmasse.
Sobald bei der fortgesetzten Verschiebung des Außenzylinders g der Innenzylinder
h mit seinem Deckel gegen den Anschlag q2 stößt, ist die Verschiebung des Zylinders
h beendet, während die Verschiebung des Zylinders g bis zum Abgleiten des Nockenhebels
f von dem Anschlag c2 andauert. Bei der Verschiebung des Zylinders h ist die Nadel
k in das darunter gelagerte Gebäckstück bis etwa zur Mitte desselben eingedrungen.
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Bei der weiteren Bewegung des Außenzylinders g drückt dessen Boden
gegen die Nadelstange i und verschiebt sie um ein solches Stück, daß die seitlichen
Schlitze cl der hohlen Füllnadel k unterhalb des Kolbens m in der Meßkammer d freigelegt
werden. Darauf kommt die Hülse ia auf der Nadelstange i gegen den Kolben
in zur Wirkung und verschiebt diesen Kolben, der den Inhalt der Meßkammer
d durch die seitlichen Schlitze g1 in die mit dem Kolben verschobene hohle Füllnadel
k und aus dieser heraus in das Gebäck drückt.
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Nach der Freigabe des seitlichen Armes c2 des Außenzylinders g führen
die Federn y und o die beiden Zylinder g und h und die darin befindlichen Teile
in die in Abb. i veranschaulichte Ausgangsstellung zurück, in der die Meßkammer
d von dem Füllmassevorratsbehälter ca aus erneut gefüllt wird, so daß das beschriebene
Spiel wiederholt werden kann.
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Die zu füllenden Gebäckstücke finden in Bechern einer Fördervorrichtung
Aufnahme, welche diese Becher einzeln nacheinander unter die hohle Füllnadel k bringt.
Die Fördervorrichtung besteht in dem Ausführungsbeispiel der Zeichnung aus einer
die Becher vi, v2, v3, v4 in entsprechendem Abstande tragenden endlosen Kette,
welche über zwei Rollen läuft, deren unterbrochener Antrieb irgendwie von der Drehung
des Nockenhebels f abgeleitet wird.
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Nach beendetem Gebrauch der Maschine
kann diese leicht
in ihre Einzelteile zerlegt werden. Zu diesem Zweck ist der Füllmassevorratsbehälter
a nach dem Verschließen seines Ausflusses mittels des Absperrhahnes b abnehmbar.
Außerdem ist die Feder r und der Deckel a' abnehmbar. Nach der Abnahme des Deckels
a1 kann der Zylinder g mit allen in diesen eingebauten Teilen nach oben aus dem
Maschinengestell herausgezogen werden. Durch Abschrauben der hohlen Füllnadel k
von der Nadelstange i und durch Lösen der Befestigung zwischen der Nadelstange i
und dem Boden des Zylinders g fallen alle Teile auseinander.