DE47568C - Verfahren und Einrichtung zum Sortiren von Holzstücken zur Zellstofffabrikation - Google Patents

Verfahren und Einrichtung zum Sortiren von Holzstücken zur Zellstofffabrikation

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DE47568C
DE47568C DENDAT47568D DE47568DA DE47568C DE 47568 C DE47568 C DE 47568C DE NDAT47568 D DENDAT47568 D DE NDAT47568D DE 47568D A DE47568D A DE 47568DA DE 47568 C DE47568 C DE 47568C
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DE
Germany
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wood
pieces
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT47568D
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English (en)
Original Assignee
L. PlETTE in Pilsen, Papierfabrikstr. 173
Publication of DE47568C publication Critical patent/DE47568C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D21PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
    • D21BFIBROUS RAW MATERIALS OR THEIR MECHANICAL TREATMENT
    • D21B1/00Fibrous raw materials or their mechanical treatment
    • D21B1/02Pretreatment of the raw materials by chemical or physical means
    • D21B1/023Cleaning wood chips or other raw materials

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Combined Means For Separation Of Solids (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE SB: Papierfabrikation.
Bisher wurden die Aeste des zur Zellstofferzeugung zu verwendenden Holzes aus den Holzscheiten, Holzklötzen u. s. w. ausgebohrt, ausgefräst, ausgestanzt oder einfach mittelst Handarbeit aus dem mehr oder weniger zerkleinerten Holze ausgeschieden.
Dieses rohe Verfahren ist jedoch nicht nur mit erheblichem Zeitaufwand, mit Kosten und Holzverlust, sondern auch für die Arbeiter bei den hierzu verwendeten Maschinen mit Gefahren verbunden.
Vorliegende Erfindung hat nun den Zweck, das vortheilhafter zu anderen Zwecken verwendbare Holz von den für die Zellstofferzeugung bestimmten Aesten selbstthätig mechanisch abzusondern. In beiliegender'Zeichnung sind mehrere Anordnungen einer nach demselben Grundgedanken gebauten Maschine zum Sortiren von Holzstücken dargestellt.
In Fig. ι ist A ein über (in einem entsprechend geformten Gestellrahmen gelagerte) Walzen ede laufendes Sieb, auf welches das bereits von der Rinde befreite zerkleinerte Holz in der Richtung des Pfeiles 1 zugeführt wird. Dieses wie auch ein zweites über Walzen f g h i k laufendes Sieb B wird von einer entsprechenden Antriebsvorrichtung (Transmission u. s. w.) mit gleicher Geschwindigkeit in der gezeichneten Pfeilrichtung über die Walzen bewegt. Ueber bezw. innerhalb des Siebes B befindet sich ein Kasten L, dessen untere, dem Siebe B zugekehrte Seite (Bodenfläche) offen ist und aus welchem Kasten (bei a) durch ein Gebläse oder einen Exhaustor beständig Luft abgesaugt wird. Es wird also ein. beständiger Luftstrom durch die Oeffnungen (des in Fig. 1 wagerecht, verlaufenden Theiles) des Siebes B hindurch nach oben hin erzeugt. Dadurch werden die zwischen den beiden Sieben A und B befindlichen guten Holzstücke, weil sie leichter sind als die Aeste, an die untere Fläche des Siebes B emporgehoben und bleiben auch (festgehalten von dem saugenden Luftstrom) an demselben haften, wenn das Sieb A keine Stütze mehr für sie bietet, während die schwereren Aeste auf dem Sieb A liegen bleiben, mit demselben fortbewegt werden und an der Stelle, wo Sieb A sich von B entfernt, in den Sammelraum M herabfallen.
Das Sieb B geht weiter durch eine Abtheilung N des Kastens L, welche durch einen Gitterschieber 0 (s. Querschnitt Fig. 2) von dem Innern des Kastens getrennt ist. Durch Verschieben dieses Gitterschiebers kann der Luftstrom in der Abtheilung N nach Belieben vermindert werden, so dafs die in diese Stelle eintretenden und am Sieb B haftenden Holzstücke nicht mehr mit demselben Winddruck gegen das Sieb gedrückt werden. Infolge dessen fallen die noch immer schwereren Holzstücke, welche um die Aeste herumgelagert waren oder kleine Asttheilchen enthalten, in den Raum P herab, während die auch weiterhin noch am Siebe haftenden Holzstücke, von Aesten gänzlich befreit, in den Raum Q in jenem Augenblick herabfallen, wo der Luft-
strom sie nicht mehr beeinflufst. In den Abtheilungen MPQ sind Förderschnecken, welche das angesammelte sortirte Material seitlich hinausbefördern, gelagert. In Fig. 3 ist eine sehr vortheilhaft arbeitende Abänderung der Maschine dargestellt. Hier ist das Sieb A etwas tiefer gelegt und die specifisch leichteren Holzstücke werden durch Luftströme, welche durch irgend ein Gebläse erzeugt werden und durch Düsen b1 c1 d[ e1/1 g1 gegen das auf das Sieb A zugeführte, zu sortirende 'Holz aufwärts steigen und gegen das obere Sieb b geschleudert. Die schwereren Aeste bleiben auf dem Siebe A liegen und fallen bei H in einen Sammelraum M ab, während die guten Holzstücke wie bei der Anordnung in Fig. 1 am Siebe B haften bleiben und erst an jener Stelle, wo der aus den Düsen kommende Wind nicht mehr wirkt, in einen Sammelraum P herabfallen.
Eine dritte Abänderung der Sortireinrichtung deuten Fig. 4 und 5 in einem Quer- und einem Längsschnitt an. Hier ist das Sieb A nicht um Walzen, sondern über eine Trommel T\ gespannt und dreht sich mit der Trommel. Durch die sehr stark erweiterte hohle Achse der Trommel geht ein Rohr R, das durch eine Zwischenwand Z in zwei Kammern K1 und K2 getheilt ist. Durch K1 wird Luft abgesaugt, und diese Kammer steht in Verbindung mit dem inneren, durch Wände möglichst dicht abgegrenzten Räume G, so dafs die Luft von aufsen durch das Sieb in das Innere der Trommel eindringt. Durch den zweiten kleineren Theil K2 des Rohres wird geprefste Luft dem abgegrenzten Raum G1 zugeführt, welche bei k ausströmt. Das zerkleinerte, zu sortirende Holz wird bei A auf die sich gleichmäfsig drehende Trommel aufgestreut, vertheilt sich in der ganzen Breite über dieselbe, und es werden wieder durch den Luftdruck die guten, specifisch leichteren Holzstückchen an der Trommel haften bleiben, sich mit derselben drehen, um bei k durch den aus G1 kommenden blasenden Luftstrom abgeschleudert zu werden, während die specifisch schwereren Aeste, längs der Oberfläche der Trommel gleitend, nicht nur durch ihr Eigengewicht herabfallen, sondern auch wegen der sich entwickelnden Centrifugalkraft abgeschleudert werden. NN sind Rollen, welche die Trommel T tragen.

Claims (5)

  1. Patent-AnSprüche:
    i. Ein Verfahren zum Sortiren von Holzstücken, darin bestehend, dafs man die zu sortirenden Holzstücke einem sich constant vorbewegenden Siebe zuführt, auf welches ein saugender Luftstrom derart wirkt, dafs er die specifisch leichteren Holzstücke festhält (anzieht), während die specifisch schwereren Holzstücke vom Luftstrom unbeeinflufst bleiben.
  2. 2. Ein Apparat zum Sortiren von Holzstücken, wesentlich bestehend aus einem über Walzen ede constant sich bewegenden Siebe A und einem über demselben sich in der gleichen Richtung und mit derselben Geschwindigkeit über Walzen gf hi k bewegenden Siebe B, innerhalb welches Siebes ein Kasten L sich befindet, dessen Bodenwand fehlt, und aus welchem Kasten bei a die Luft constant so abgesaugt wird, dafs die in der Pfeilrichtung 1 zugeführten, zu sortirenden Holzstücke je nach ihrem specifischen Gewichte entweder direct in einen Sammelkasten M fallen, während die leichteren Stückchen, am Siebe B hängen bleibend, erst dann niederfallen, wenn der Luftstrom sie nicht mehr beeinflufst, und wobei in einem Theile des Kastens L (bei JV) durch.. einen Gitterschieber ο der Luftstrom regulirt werden kann, damit sich die am Siebe haftenden Holzstückchen in zwei Sorten theilen, welche je nach ihrem specifischen Gewichte in die Sammelkästen P bezw. Q niederfallen (Fig. 1 und 2).
  3. 3. Eine Modification des erwähnten Verfahrens zum Sortiren von Holzstücken, darin bestehend, dafs man einen Luftstrom durch Düsen gegen die auf ein Sieb fallenden Holzstücke einwirken läfst, so zwar, dafs die leichteren Holzstücke, von dem Luftstrom gehoben, schwebend über demselben verbleiben, während die schwereren, auf dem Siebe liegen gebliebenen Aeste weitergeführt und so von den leichteren abgesondert werden.
  4. 4. Die hierzu dienende, in Fig. 3 dargestellte Maschine, wesentlich der in Fig. 1 dargestellten Maschine gleichend, mit dem Unterschiede, dafs die Siebe A und B etwas weiter von einander abstehen und unterhalb des Siebes A eine Anzahl von mit einem Windgebläse communicirenden Düsen b1 c1 d1 elfl gl angeordnet ist.
  5. 5. Eine weitere Modification oben erwähnten Verfahrens zum Sortiren von Holzstücken, darin bestehend, dafs man die Holzstücke auf eine rotirende, mit einem Siebe überspannte Trommel aufstreut, innerhalb welcher ein saugender Luftstrom derart wirkt, dafs er alle leichteren Holzstückchen anzieht und festhält, so dafs dieselben, mit der Trommel rotirend, erst an einer bestimmten weiteren Stelle durch einen blasenden Luftstrom abgeschleudert werden, während die schwereren Holztheilchen nicht nur durch ihr Eigengewicht von der Trom-
    mel abgleiten, sondern auch durch die sich entwickelnde Centrifugalkraft abgeschleudert werden.
    Die hierzu dienende, in Fig. 4 und 5 dargestellte Maschine, wesentlich bestehend aus einer mit einem Siebe A bespannten rotirenden Trommel T, durch deren hohle Achse ein durch Scheidewand Z in zwei Kammern getheiltes Rohr R geht, welche Scheidewand auch die Trommel in zwei Kammern G G1 theilt und wobei in einer der Kammern ein saugender Luftstrom, in der anderen Kammer ein blasender Luftstrom wirkt.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT47568D Verfahren und Einrichtung zum Sortiren von Holzstücken zur Zellstofffabrikation Expired - Lifetime DE47568C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE747614C (de) * 1939-09-17 1944-10-06 Luise Katharina Huber Geb Plat Verfahren und Einrichtung zum Entfernen von Verunreinigungen aus zerfasertem Altpapier

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE747614C (de) * 1939-09-17 1944-10-06 Luise Katharina Huber Geb Plat Verfahren und Einrichtung zum Entfernen von Verunreinigungen aus zerfasertem Altpapier

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