DE47441C - Vorrichtung zur Rückführung von Dampfwasser in den Dampfkessel - Google Patents

Vorrichtung zur Rückführung von Dampfwasser in den Dampfkessel

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DE47441C
DE47441C DENDAT47441D DE47441DA DE47441C DE 47441 C DE47441 C DE 47441C DE NDAT47441 D DENDAT47441 D DE NDAT47441D DE 47441D A DE47441D A DE 47441DA DE 47441 C DE47441 C DE 47441C
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W. BURN-HAM in Nr. 5106 Cornell Avenue, Uyäe Park, Cook County, Illinois, V. St. A
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F22STEAM GENERATION
    • F22DPREHEATING, OR ACCUMULATING PREHEATED, FEED-WATER FOR STEAM GENERATION; FEED-WATER SUPPLY FOR STEAM GENERATION; CONTROLLING WATER LEVEL FOR STEAM GENERATION; AUXILIARY DEVICES FOR PROMOTING WATER CIRCULATION WITHIN STEAM BOILERS
    • F22D11/00Feed-water supply not provided for in other main groups
    • F22D11/02Arrangements of feed-water pumps
    • F22D11/06Arrangements of feed-water pumps for returning condensate to boiler

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Der Zweck des vorliegenden Apparates ist, das Condensationswasser aus einem unter einem gewissen Druck stehenden Räume in einen anderen unter höherem Druck stehenden Raum zu schaffen, auch in dem Falle, dafs der letztere oberhalb des ersten gelegen ist.
Die Anwendung der Erfindung in der Praxis ist eine äufserst mannigfache; einzelne Beispiele sind in beiliegenden Zeichnungen dargestellt und sollen später noch näher beschrieben werden. Zuerst soll der Grundgedanke der Erfindung an einem sehr einfachen Apparat erklärt werden.
Dieser Apparat, Fig. 1, besteht aus einem Stativ A B mit den Haltern C und F für die Glasretorte D und die Lampe E. Die obere Oeffnung der Retorte D ist durch einen Stöpsel D1 geschlossen, der zweimal durchbohrt ist, und zwar einmal für das Dampfaustrittsrohr G und dann für das Fallrohr /, welches bis nahe an den Boden der Retorte reicht, während jenes schon etwas unterhalb des Stöpsels endet. G1 ist ein Sicherheitsventil. Um den Vorgang möglichst genau beobachten zu können, sind die Rohre aus Glas und nur der Beschlag und die Ventile aus Metall; die Verbindungen der Glastheile mit den Metalltheilen sind wie üblich durch kurze dichte Gummischläuche g i bewerkstelligt.
Von dem unteren Ende des Dampfrohres G zweigt ein Rohr / ab, dessen innerer Durchmesser äufserst gering ist,1 so dafs es als ein Haarröhrchen wirkt; es steigt über das Niveau des im Dampferzeuger D befindlichen Wassers und geht dann, wie bereits erwähnt, durch den Stöpsel D1 bis nahe an den Boden der Retorte. An das T-Stück H, welches die Verbindung zwischen dem Dampfrohr G und dem Haarrohre I bildet, ist die Dampfleitung H1 mit einem Absperrventil H2 angeschlossen. In der Leitung sind ferner noch einige Ventile, deren Zweck später klar gemacht werden wird. Es ist selbstverständlich, dafs in dem in Fig. 1 dargestellten Versuchsapparat ein nur geringer Dampfdruck erzeugt werden kann; doch genügt derselbe immerhin, um das Wesen der Erfindung zu erläutern.
Um den Apparat in Betrieb zu setzen, schliefst man die Ventile/1/2 und H2, öffnet das Ventil /4 und beginnt die Retorte zu erwärmen. Der zuerst erzeugte Dampf wird durch die Rohre G und / strömen und durch das Ventil /4 in die freie Atmosphäre entweichen. Die Geschwindigkeit dieses Dampfstromes ist in dem engen Rohr / naturgemäfs eine sehr beträchtliche, und der Dampf wird daher viele Wassertheilchen mit sich reifsen, die durch i1 in dem Rohr / bezeichnet sind. Sobald der Apparat bezw. die Rohre ganz voll Dampf sind, schliefst man das Ventil /4. Das Condensationswasser und sonstige Wassertheilchen, die von dem Dampfstrom mitgerissen werden, setzen aber ihre Bewegung in dem Rohr / fort und sammeln sich oberhalb des geschlossenen Ventils P in dem nach der Retorte D führenden Theile des Rohres /, der das Fallrohr genannt werden mag, und können von hier entweder durch das Ventil /4 abge-
leitet werden oder gelangen durch Oeffnen des Ventils /2 wieder in den Dampferzeuger D zurück. Der letztere Fall ist der für die Praxis verlangte. Natürlich wird aber auch das Wasser infolge des in der Retorte vorhandenen Druckes durch das untere Ende des Fallrohres aufsteigen, so dafs ein der Höhe der Wassersäule entsprechend langes Fallrohr vorgesehen sein mufs.
Die Bewegung des Wassers durch das Fallrohr in die Retorte erklärt sich daher, dafs in dem Räume des Fallrohres /, der sich oberhalb des Wasserspiegels in einer unbestimmbaren Ausdehnung befindet, der Druck niedriger ist, als an irgend einer anderen Stelle des ganzen Rohrsystems. An der Höhe der Wassersäule, die sich in dem unteren Ende des Fallrohres / über dem Wasserspiegel zeigt, läfst sich der verminderte Druck erkennen. Die Verminderung des in dem Fallrohr oberhalb des Wasserspiegels vorhandenen Dampfdruckes, erzeugt durch Abkühlung und Condensation des Dampfes, wird fast immer genügend sein, doch kann man noch dadurch nachhelfen, dafs man Dampf in mehr oder weniger beschränktem Mafse aus dem Ventil /4 austreten läfst.
Der gröfsere Dampfdruck im Dampferzeuger wirkt auf den Raum mit geringerer Dampfspannung einerseits durch das untere Ende des Fallrohres und andererseits durch die Rohrleitung GHI. Die Wassersäule in dem Fallrohr /, deren Höhe über dem Wasserspiegel sich entsprechend der Druckdifferenz an beiden Enden des Rohres ändert, behält stets ihren Platz, während der Dampf aus dem Rohr G nach dem Räume mit niedrigster Dampfspannung strömt, und zwar mit einer Geschwindigkeit, die von der Druckdifferenz an beiden Stellen abhängig ist. Da seine Geschwindigkeit eine ziemlich beträchtliche ist, so reifst der Dampfstrom einige Wassertheilchen mit sich; dieselben gelangen in das Fallrohr und vereinigen sich mit dem daselbst befindlichen Wasser, das einen Theil des Kesselwassers bildet.
Der durchströmende Dampf condensirt aber selbst theilweise, wenn man nicht das Ventil /4 öffnet, so dafs fortwährend frischer Dampf nachströmen mufs, der natürlich wieder Wassertheilchen mit sich führt. Es findet also eine ununterbrochene Circulation von Dampf, der mit Wassertheilchen geschwängert ist, von dem Dampferzeuger durch die Rohrleitung GHI nach dem Fallrohr, d. h. also wieder nach dem Dampferzeuger, statt, trotz des Umstandes, dafs sich das Steigrohr des Capillarrohres / bis auf den Punkt erhebt, der bedeutend oberhalb des Wasserstandes im Dampfkessel liegt.
Dieser Rücklauf des Wassers durch das Capillarrohr wird* so lange ununterbrochen bleiben, als das Gewicht sämmtlicher in dem Steigrohr / befindlichen Wassertheilchen geringer ist als das Gewicht des Wassers, das sich in dem Fallrohr oberhalb des Wasserspiegels befindet. Um nun sicher zu sein, dafs der Rücklauf des Wassers auch immer vor sich geht, braucht man nur dafür zu sorgen, dafs das verticale Fallrohr oberhalb des Wasserspiegels einer Wassersäule genügend Raum bietet, die jedenfalls höher ist als eine dem Druck entsprechende Wassersäule, welche noch durch die im Steigrohr angesammelten Wassertheilchen vergröfsert ist. Das Wasser, das sich durch das Abkühlen des ganzen Apparates in den unteren Theilen angesammelt hat, wird durch Ablassen oder sonstwie entfernt, sobald der Apparat benutzt werden soll.
Das in Fig. ι abgebrochene Rohr H1 deutet die Rohrleitung an, welche nach dem Orte hinführt, wo der Dampf in einer Maschine oder für Heizzwecke oder dergleichen nutzbar gemacht werden soll. Das Oeffnen des Ventils H2 übt aber gar keinen Einflufs auf den beschriebenen Vorgang aus, nur wird die Höhe der Wassersäule in dem Fallrohr von / beträchtlicher.
Die Bedingungen für den richtigen und guten Verlauf des oben beschriebenen Vorganges sind folgende:
1. Es mufs eine Druckdifferenz zwischen dem Räume mit der niedrigen Spannung im Rohr I und dem Dampfrohr G erzeugt werden, welche im Stande ist, so viel Wasser zu heben, wie das Dampfrohr G liefern soll, nebst dem Wasser, das in dem unteren horizontalen und dem verticalen Theile des Rücklaufrohres durch Condensation niederschlägt.
2. Die Höhe der Wassersäule in dem Fallrohr mufs derartig sein, dafs durch ihren Druck ein Austreten des Wassers aus dem Dampferzeuger auf diesem Wege nicht möglich ist; dagegen ist der Zuflufs des Wassers von dem Fallrohr in den Dampferzeuger nicht ausgeschlossen, im Gegentheil, er findet fortwährend statt.
3. Das Fallrohr des Rücklaufrohres mufs einer Wassersäule genügend Raum bieten, die grofs genug, ist, um die Druckungleichheit am oberen und unteren Ende des Fallrohres auszugleichen.
In den Fig. 2 bis 11 sind nun verschiedene Anwendungen dieser Erfindung dargestellt.
In Fig. 2, 3 und 4 ist je ein Dampfkessel D mit einem Dampfrohr G dargestellt, das Rücklaufrohr / verbindet wieder beide.
In Fig. 2 stellt J ein Röhrensystem von beliebiger Anordnung, etwa für Heizzwecke, dar; dasselbe oder ein Theil desselben mag unterhalb des Wasserstandes im Kessel liegen. An dieses Rohrsystem schliefst sich dann noch die Dampfleitung H1 an, welche den Dampf einer Dampfmaschine zuführt.
In Fig. 3 ist K eine mit dem Dampfrohr G verbundene Dampfmaschine, L ein Condensationswasser-Abscheider. Das Rücklaufrohr ist nicht von oben in den Kessel geführt, sondern ist mit dem Kesselspeiserohr M verbunden und tritt seitlich nahezu am Boden des Kessels ein. Es hat sich in der Praxis herausgestellt, dafs die Verbindung des Rücklaufrohres / mit dem Speiserohr M die Wirkung desselben in keiner Weise beeinträchtigt, selbst nicht, wenn die Speisepumpe arbeitet, nur die Höhe der Wassersäule in dem Fallrohr wird sich in diesem Falle ändern.
Um den Rücklauf des Wassers in dem oberen horizontalen Theile des Rücklaufrohres / zu erleichtern, giebt man demselben, namentlich wenn dieser Theil recht- lang ist, etwas Gefälle nach dem Kessel zu. Man schliefst die Dampfmaschine K gewöhnlich dort an die Dampfleitung G an, wo auch das Rücklaufrohr I abzweigt (Fig. 3 und 4).
In Fig. 4 ist die Anordnung derartig, dafs die Dampfmaschine oberhalb des Wasserspiegels im Kessel liegt, trotzdem aber ist die Rücklaufleitung mit einem Steigrohr von gewisser Länge versehen, und zwar, weil das Fallrohr Raum für eine genügend hohe Wassersäule bieten mufs.
Das genaue Gröfsenverhältnifs zwischen dem Dampfrohr und dem Rücklaufrohr läfst sich ganz allgemein nicht bestimmen; es richtet sich immer nach dem speciell vorliegenden Falle. Ist das Rücklaufrohr zu weit, so wird die gewünschte Reduction des Dampfdruckes an der bestimmten Stelle nicht zu erreichen sein, und ist das Rohr zu eng, so wird eine derartige Druckverminderung eintreten, dafs das Fallrohr für die aufsteigende Wassersäule zu kurz ist.
Das in dem Steigrohr gehobene Wasser bildet aber keine zusammenhängende Masse, sondern besteht aus vielen, häufig ganz winzigen Theilen von verschiedensten Formen, so dafs es kommen kann, dafs das Gewicht aller dieser Wassertheilchen in einem Steigrohr von 15 m Länge nur 0,5 bis 1,5 kg beträgt. Die Druckdifferenz hat also nur dieses verhältnifsmäfsig geringe Gewicht und die etwa auftretende Reibung des Wassers in der Leitung zu überwinden.
Der Wasserscheider L, Fig. 2 und 3, besteht, wie aus Fig. 4 und 5 ersichtlich, aus einem rechteckigen., gufseisernen Kasten mit einer horizontalen Scheidewand I mit seitlichen Oeffnungen I1 und einigen Querwänden I2 la. Der bei G einströmende Dampf mufs infolge der Querwände Pl3 einen zickzackförmigen Weg zurücklegen, um bei H1 auszutreten; dabei schlägt sich das mitgerissene Wasser auf dem inneren Boden / nieder und fliefst durch die Löcher Z1 in den unteren Raum, an dessen tiefster Stelle auch das Rücklaufrohr I anschliefst.
Eine andere Anwendung zeigt Fig. 7; in diesem Falle soll durch die Geschwindigkeit des in beschriebener Weise entstehenden Dampfstromes in dem Rücklauf aus dem Dampfmantel des Cylinders einer Dampfmaschine das Condensationswasser wieder dem Dampferzeuger selbstthätig zugeführt werden, unabhängig von Niveauunterschieden. A ist der Dampfkessel, B die Dampfmaschine, C das Hauptdampfrohr, C1 das Hauptabsperrventil, C2 das Abdampfrohr, B1 ist der Dampfmantel, welcher durch das Rohr C2 mit dem Dampfrohr in Verbindung steht. Am Boden des Dampfmantels B1 mündet das Rücklaufrohr D, das in gleicher Weise wie vorhin nach dem Kessel führt. Das Fallrohr desselben ist mit D1 und die untere Oeffnung mit d bezeichnet; D2 ist ein Absperrventil, D3 ein Rückschlagventil; D4 ist Ablafsrohr mit einem Ablafsventil d1. Die Wirkung, der Ventile ist dieselbe wie bei der vorhin beschriebenen Anordnung. Sobald der Apparat regelrecht in Betrieb ist, wird durch C3 beständig frischer Dampf in den Dampfmantel jB1 einströmen, das sich am Boden ansammelnde Condensationswasser wird von dem Dampfstrome mitgenommen, steigt durch das Rücklaufrohr D nach oben und vereinigt sich in dem Fallrohr D1 wieder mit dem Kesselwasser.
Auch das Hauptdampfrohr C, Fig. 7, ist mit einem Dampfmantel C5 umgeben; der frische Dampf tritt durch das Rohr C6 ein und der Rücklauf findet durch D5 statt, welche Leitung an das untere Ende des Dampfmantels C5 anschliefst und unter dem Wasserspiegel im Kessel endigt. Auch hier führt der starke Dampfstrom Wassertheilchen aus dem Dampfmantel C5 wieder dem Dampfkessel A zu.
Um das Condensationswasser möglichst vollständig aus dem Dampfmantel C5 zu entfernen, bringt" man .vor die Mündung des Rücklaufrohres D5 eine Kappe c, Fig. 8 und 9, die an beiden Seiten und oben sich an den Dampfmantel anschliefst. Die untere Kante der Kappe c dagegen reicht bis nahe an den Boden des Dampfmantels C5, so dafs der Dampfstrom gezwungen ist, bis auf den Boden des Mantels hinabzusteigen, bevor er wieder durch das Rohr D5 ausströmt. Dabei wird er fast sämmtliche Wassertheilchen mit sich nehmen.
In Fig. 7 ist aufserdem ein Reservoir E dargestellt. Dasselbe kann von beliebiger Form sein und ist von einem Mantel E1 umgeben. Oeffnet man das Ventil EB, so strömt durch das Rohr E1 frischer Dampf in den Zwischenraum e ein und füllt denselben. Das Rücklaufrohr kann ebenso einfach ausgeführt sein wie D5 oder wie D; in diesem Falle ist aber eine andere Anordnung getroffen, welche natürlich auch bei anderen Dampfmänteln Verwendung finden kann. In diesem Falle bilden
nämlich £>6 D7 und D das Rücklaufrohr, und Da ist ein Rohr, das vom Dampfraum des Dampfmantels e nach dem Rücklaufrohr führt, und zwar nach der Verbindungsstelle von D6 und D7. Sobald die Maschine stillsteht, schliefst man die Ventile C4 und D9, und will man den Dampfmantel des Reservoirs E nicht benutzen, so schliefst man die Ventile E3 und d3. Die Ventile cP und D10 sind sehr vorteilhaft bei einer Anordnung, wie sie in Fig. 7 dargestellt ist; sie gestatten ein äufserst ökonomisches Arbeiten der Auspuffrohre. Das Condensationswasser fliefst durch Z)6 ab, und zwar in dasselbe Rohr D7, in welches auch das Condensationswasser des Abdampfrohres Da abfliefst. Will man vermeiden, dafs überschüssiger Dampf mit austritt, so öffnet man das Ventil cP nur so weit, dafs nur das Wasser durchfliefsen kann, und schliefst das Ventil so weit, dafs nur so viel Dampf durchtritt, wie zur Fortbewegung des durch das Rohr D6 kommenden Wassers erforderlich ist. Wenn bei einer solchen Anlage, wo mehrere Dampfmäntel für verschiedene Organe vorhanden sind, ein einziges Rücklaufrohr vorhanden ist, so genügt auch der Dampf aus einem der Dampfmäntel, um alles Condensationswasser nach dem Dampfkessel zurückzuschaffen.
Im vorliegenden Falle (Fig. 7), wo nur das eine Rücklaufrohr D vorhanden ist, könnte man das Dampfrohr Da weglassen; der aus dem Dampfmantel B1 des Cylinders kommende Dampf wird vollkommen ausreichen, um das Condensationswasser aus dem Dampfmantel e mitzunehmen und in den Dampfkessel A zu schaffen. Für diesen speciellen Fall ist nun das Ventil d3 vorgesehen; dasselbe wird eben so weit geöffnet, dafs nur Wasser und möglichst wenig Dampf durchfliefst.
In Fig. 10 ist eine Anordnung gezeigt, bei der mehrere Rücklaufrohre C C vorhanden sind, was dann zweckmäfsig ist, wenn . sehr viel Condensationswasser niederschlägt. Für beide Rücklaufrohre C C ist aber nur ein Dampfrohr B vorhanden. Jedes Rücklaufrohr ist mit einem Ventil versehen, welches möglichst in der Nähe der Verbindungsstelle von B und D sitzt, und dann ist aufserdem jedes Rücklaufrohr B mit einem Zweigrohr versehen, das unterhalb des Absperrventils C1 abzweigt. Die ganze Anordnung kann als ein einziges System oder als die Verbindung einzelner Systeme, die jedes für sich selbstständig wirken können, angesehen werden.
Von dem Dampfkessel A führt das Dampfrohr B nach dem Wasserscheider L, von welchem aus die Rücklaufrohre C C wieder nach dem Dampferzeuger A führen. An den Wasserscheider L schliefst sich auch die RohrleitungB] an, welche nach einer Dampfmaschine oder einer anderen dampfverbrauchenden Anlage führt.
Wenn, wie in vorliegendem Falle (Fig. 10), ein Rücklaufrohr unterhalb des Wasserspiegels im Dampfkessel mit einem Dampfrohr vereinigt ist, und wenn das Wasser sich dann im unteren Theile des Rücklaufrohres schneller ansammelt, als es durch den Dampf gehoben wird, so wird das Wasser den Dampfeintritt in das Rücklaufrohr verhindern und das Wasser aus dem Dampfkessel durch das Fallrohr in das Rücklaufrohr eindringen und in dieser Weise die Wirkung des Apparates illusorisch machen. Um diese Gefahr zu vermeiden, mufs man dafür sorgen, dafs ein constanter Dampfstrom von dem Dampfrohr nach dem Räume, wo der geringe Dampfdruck herrscht, unterhalten wird.
Die Reduction des Dampfdruckes in dem Räume oberhalb des Wasserspiegels in dem Fallrohr, gegenüber dem Dampfdruck im Dampfrohr, ist aber beschränkt oder vielmehr abhängig von der Länge des Fallrohres, denn die Höhe der Wassersäule in demselben ist abhängig von der Spannungsverschiedenheit des Dampfes im Dampfrohr und in dem Räume, wo die Dampfreduction auftritt. Es folgt daraus, dafs in manchen Fällen, wo das Fallrohr aus besonderen Gründen nicht genügend lang sein kann, ein einziges Rücklaufrohr nicht ausreichend ist, um die ganze Wassermenge, bestehend aus vielen unzusammenhängenden Theilen, zu heben. Man ordnet dann mehrere Rücklaufrohre mit kurzen Fallrohren an, welche im Stande sind, die vorhandene Wassermenge wieder in den Dampfkessel zu fördern.
Um nun den Dampf und das Wasser für die einzelnen Rücklaufrohre C C gleichmäfsig zu vertheilen, müssen sie entsprechend ihrer Leistungsfähigkeit mit dem Dampfrohr G oder dem Wasserscheider L verbunden werden. Man versieht nun jedes einzelne Rücklaufrohr, und zwar da, wo es sich an den Wasserscheider anschliefst, mit einem Absperrventil C1, wodurch man den Austritt von Wasser und Dampf aus dem Wasserscheider L leicht reguliren kann. Will man aber nur Wasser auf diesem Wege in das Rücklaufrohr eintreten lassen, so ordnet man ein besonderes Dampfrohr D an, dessen oberes Ende in den Dampfraum des Wasserscheiders L mündet und das unten mit einem Absperrventil D1 versehen ist. Mit Hülfe der beiden Ventile C1 und D1 kann man den Zuflufs von Wasser und von Dampf unabhängig von einander reguliren.
Für die Wirkungsweise des Apparates ist es aber, keine Nothwendigkeit, dafs die Verbindungsstelle des Rücklaufrohres mit dem Dampfrohr unterhalb des Dampferzeugers liegt. Ein solcher Apparat wird auch functioniren, wenn der Dampferzeuger sehr tief liegt.
Die in Fig. 11 dargestellte Anordnung bezweckt, die Erfindung auch in solchen Fällen nutzbar zu machen, wo wegen Raummangels oder aus anderen Gründen die Ausführung eines Wasserrohres in einer Länge, die für den entsprechenden Fall erforderlich wäre, nicht ausführbar ist. Das ist z. B. der Fall, wenn grofse Druckdifferenzen auftreten. Um nun auch in solchen Fällen einen wirksamen Apparat zu erhalten, wendet man mehrere einzelne Behälter an, in welchen verschiedene Dampfspannungen auftreten, und welche durch Rücklaufrohre unter einander in Verbindung stehen.
In dem Dampfkessel A, Fig. 11, sei ein Dampfdruck von 2 kg pro 1 qcm vorhanden, dagegen in den Behältern BCD nur ein Druck von bezw. 1,3 kg, 0,66 kg und 0,066 kg pro ι qcm. Von einem höher gelegenen Reservoir E1 führt ein Rohr E nach dem Behälter D, in welchem der niedrigste Druck herrscht. Von dem Dampfkessel A aus führt die Dampfleitung F nach den einzelnen Behältern BCD, zwischen welchen die Reducirventile F1 F2 und Fs eingeschaltet sind, mittelst welcher man in jedem Behälter die gewünschte Dampfspannung erreichen kann. Um nun Wasser von einem Behälter nach demjenigen mit dem nächst höheren Drucke überzuführen, sind die Rohre G G1 angeordnet, durch welche ein constanter Dampfstrom geht, in der Weise, wie es vorhin im Princip erklärt wurde. In dem Fallrohr G1 wird eine Wassersäule aufsteigen, deren Höhe- der Druckdifferenz in den zwei benachbarten Behältern entspricht. In dieser Weise kann man also durch Einschaltung von· Zwischenbehältern immer mit einem dem vorhandenen Räume entsprechenden kurzen Fallrohr auskommen.
In Fig. 11 ist der Behälter D durch das. Rücklaufrohr GG1 mit dem Behälter C verbunden; die Länge des Fallrohres G1 wird nun so bestimmt, dafs es genügend Raum hat für eine Wassersäule (oberhalb des Wasserspiegels in C), die der Druckdifferenz zwischen beiden Behältern oder einer etwas gröfseren entspricht, in diesem Falle also einem Drucke von etwa 0,60 kg. Nach der Annahme beträgt die Druckdifferenz zwischen den beiden Behältern C und B 0,66 kg und diejenige zwischen dem Behälter B und dem Dampfkessel A ebenfalls 0,66 kg, so dafs auch die dazu gehörigen Rücklauf- bezw. Fallrohre eine dementsprechende Länge erhalten müssen. Während also jedes einzelne Röhrenpaar G G1 nur im Stande ist, einer Wassersäule Raum zu bieten, die höchstens ein wenig gröfser ist, als sie der Druckdifferenz des benachbarten Behälters entspricht, so ist die Combination der einzelnen Röhrenpaare im Stande, einer Reihe von Wassersäulen das Gleichgewicht zu halten, deren Wirkung gleich ist einer einzigen, welche der Summe der Höhen der sämmtlichen Wassersäulen entspricht. In diesem Falle würde es die Wirkung einer Wassersäule sein, die dem Druck von 1,9333 kg entspräche, d. h. durch die Anwendung mehrerer Behälter mit geringen Spannungsdifferenzen ist man im Stande, Wasser in einen Behälter von verhältnifsmäfsig hohem Druck zu fördern, hier also gegen 2 kg Druck.
Es ist augenscheinlich, dafs die Anzahl der zu einem System vereinigten Behälter unbeschränkt ist, die Spannungsdifferenz zwischen je zwei benachbarten kann sehr klein sein, und doch ist es dann möglich, Wasser von irgend einem Behälter unter beliebigem Druck in einen anderen unter verhältnifsmäfsig viel höherem Druck automatisch mittelst eines constanten Dampfstromes zu fördern.
Das Reservoir E1, von welchem aus das Wasser durch das Rohr E nach dem Behälter D gelangt, wird selbst gespeist, indem man den Hahn e einer Wasserleitung E2 oder das Ventil E3 öffnet, das am Ende des Ausblaserohres einer Dampfmaschine sitzt. Das Reservoir E1 mufs aber so hoch stehen, dafs das Wasser in den Behälter D gegen den daselbst vorhandenen Ueberdruck (in dem angeführten Beispiel 0,066 kg) eintreten kann. Das Zuleitungsrohr E kann aber auch an die etwa vorhandene Wasserleitung direct angeschlossen werden, wenn der Druck in derselben grofs genug ist; eine solche Anordnung ist in Fig. 11 durch die punktirten Linien angedeutet. Das Rohr E kann auch als ein Theil des Rücklaufrohres eines Systems angesehen werden, wie es vorhin beschrieben wurde, und zwar als der Theil, welcher von dem Räume mit der reducirten Spannung ausgeht. In diesem Falle sind dann die Behälter B C etc. als Fortsetzung des Rücklaufrohres anzusehen. Die Leistungsfähigkeit des Apparates kann in dieser Weise bedeutend erhöht werden, ohne dafs ein grofser Raum in verticaler Richtung beansprucht wird.
Der Apparat functionirt auch in Verbindung mit dem Ausblaserohr einer Dampfheizungsanlage oder, wenn nur der Dampf anstatt einer Mischung von Wasser und Dampf in den Behälter D eintritt. Er wird auch functioniren, wenn das Ventil e1 geschlossen ist und die Reducirventile F1 F2 F3 entweder fehlen oder ganz geöffnet sind, so dafs der Dampf mit nahezu derselben Spannung wie im Kessel durchströmt. Wenn die Reducirventile F1 F2 u. s. w. so gestellt sind, dafs sie in den einzelnen Behältern BCD die passend reducirten Dampfspannungen erzeugen, und wenn dann Dampf oder Dampf und Wasser oder nur Wasser dem Behälter D mit dem vollen oder nahezu vollen Kesseldruck zugeführt wird, so wird der Apparat doch richtig arbeiten und
sich selbst richtig einstellen infolge der passend
gewählten Längen der Fallrohre.
Es mag hier noch erwähnt sein, dafs hier
allgemein von Wasser und Dampf die Rede
war; es kann aber jede andere Flüssigkeit angewendet werden, wenn dieselbe benutzt werden soll.

Claims (1)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Bei Dampfkesselanlagen die Anordnung
    eines Rücklaufrohres / (Fig. i), welches
    einerseits mit dem Entwässerungsrohr der
    Dampfleitung G und andererseits mit dem
    Wasserraum des Dampferzeugers D in der
    Weise verbunden und so hoch geführt ist,
    dafs in diesem Rücklaufrohr / ein Raum
    mit geringerer Dampfspannung als in dem
    übrigen Theil der Dampfleitung entsteht
    und in dem nach dem Wasserraum des
    Dampferzeugers abwärts gerichteten Theil
    des Rücklaufrohres das Aufsteigen einer
    Wassersäule erfolgt, deren Höhe dem Druckunterschiede in der Dampfleitung entspricht. Die Verbindung des in Anspruch ι. gekennzeichneten Rücklaufrohres D bezw. D5 (mit Bezug auf Fig. 7 bis 9) mit den durch directen Dampf gespeisten Dampfmänteln der Dampfrohrleitung bezw. Dampfverbrauchsstellen und dem Dampferzeuger. Die Verbindung eines Dampferzeugers (Fig. 11) und einer unter geringerem Druck stehenden Rohrleitung oder eines Behälters, welcher zur Wasserförderung nach dem höher gelegenen Dampferzeuger dient, mit einem oder mehreren unter mittlerem Dampfdruck stehenden Behältern und entsprechenden Steig- und Fallrohren G G1, welche die erwähnten Wasserbehälter BCD bezw. die entsprechenden Dampfrohre F F1 F2 F3 unter einander und mit dem Dampferzeuger A im Sinne des im Anspruch i. gekennzeichneten Rücklaufrohres verbinden.
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
    BERLIN GEDRUCKT IN DER REICHSDRUCKEREI.
DENDAT47441D Vorrichtung zur Rückführung von Dampfwasser in den Dampfkessel Expired - Lifetime DE47441C (de)

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