DE47308C - Thermometer mit Schutzhülse zum Verhüten des plötzlichen Abkühlens - Google Patents

Thermometer mit Schutzhülse zum Verhüten des plötzlichen Abkühlens

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DE47308C
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DENDAT47308D
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L. RISSLAND in Halle a. d. Saale
Publication of DE47308C publication Critical patent/DE47308C/de
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01KMEASURING TEMPERATURE; MEASURING QUANTITY OF HEAT; THERMALLY-SENSITIVE ELEMENTS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • G01K1/00Details of thermometers not specially adapted for particular types of thermometer
    • G01K1/08Protective devices, e.g. casings

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  • Cookers (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
Die Erfindung bezieht sich auf eine Verbesserung an Thermometern, wie sie für technische Zwecke, z. B. bei Sudpfannen, Kochgefäfsen etc. Anwendung finden, und soll ein Zerbrechen des Thermometers an der Kugel bei plötzlicher Abkühlung oder Erhitzung des Thermometers verhüten.
Bisher wurden Thermometer für' solche Zwecke derart hergestellt, dafs das Gefäfs der Kugel äufserlich galvanisch verkupfert und von einem eisernen oder kupfernen, mit Schlitzen versehenen Mantel umgeben wurde, derart, dafs die Flüssigkeit, deren Temperatur gemessen werden soll, stets Zutritt zu der galvanisch überzogenen Kugel hatte. Wenn dann die Gefä'fse, in welche das Thermometer eingesetzt wurde, nach dem Kochen mit kaltem Wasser ausgespült werden, so entstehen Spannungen in dem Kupferniederschlag und dem Glasgefäfs, so dafs der Kupferniederschlag abspringt und das Quecksilbergefäfs des Thermometers leicht zerdrückt und abgesprengt wird. Das in die Sudpfanne fallende Quecksilber verunreinigt entweder die Sud- bezw. Nachspülflüssigkeit oder bedingt ein zeitraubendes Reinigen der Sudpfanne.
Vorliegende Erfindung vermeidet das Auftreten von plötzlichen Spannungen im Glasgefäfs durch folgende Einrichtung:
Das nach dem Quecksilbergefäfs α zu verjüngte Ende des Thermometers b ist von einer aus Blech hergestellten Kupferhülse c umgeben, welche auf dieses Ende aufgeschoben wird. Die Kupferhülse c ist mit Boden d versehen und sowohl am Boden d bei d', als auch an ihrem oberen Ende bei e mit ihrer Cylinderwandung verlöthet, wie Fig. 1, 2 und 4 zeigen. In der Mitte jedoch sind die Cylinderwandungen e e' über einander liegend und nicht zusammenhängend (s. Fig. 1 und 3). Die Kupferhülse ist aus feinstem Kuppferblech hergestellt, derart, dafs dieselbe den auf sie einwirkenden Spannungen bei Temperaturschwankungen vollkommen nachgeben kann, besonders auch, dafs der zwischen den Wandungen e und e' gebildete Zwischenraum sich leicht öffnen und schliefsen kann.
Der zwischen dem Quecksilbergefäfs α und der Kupferhülse c bleibende Zwischenraum ist mit Quecksilber angefüllt. Um die Hülse c wird mit weiterem Spielraum das eiserne Gefäfs f, welches mit der Stopfbüchsendichtung g oder - ähnlichen Vorrichtungen verschraubt ist, umgelegt, und der Raum zwischen f und c, ungefähr so weit die Kupferhülse c reicht, mit Quecksilber angefüllt. Die über einander liegenden Wandungen e' und e2 der Kupferhülse c federn in der Weise, dafs sie beim Ausdehnen des Quecksilbers in dem Raum h sich öffnen und so eine Communication zwischen den Quecksilberräumen h und i herstellen, dagegen beim Abkühlen des Quecksilbers sich schliefsen. Das Thermometer wird in bekannter Weise in den Kochkessel, die Sudpfanne u. s. w. eingesetzt.
Die Wirkungsweise der Kupferhülse c mit den beiden Quecksilberräumen h und i ist folgende:
Steigt die Temperatur in der Sudpfanne, so wirkt die Wärme von aufsen durch die Eisenhülse/, Raum i, Kupferhülse" c und Quecksilberbad h auf die Thermometerkugel a: Das
Quecksilber in dem Raum h dehnt sich aus, bewirkt ein Oeffnen der Wandungen e' und e2 und stellt so eine Communication des Quecksilbers im Raum h mit demjenigen im Raum i her, so dafs äufsere Spannungen, die durch den Druck des Quecksilbers in h hervorgerufen werden können, nicht auf das Quecksilbergefäfs einwirken können.
Wird dann die Sudpfanne zum Zwecke des Reinigens mit kaltem Wasser ausgespült, so dafs auch die Hülse/ plötzlich abgekühlt wird, so hat sich inzwischen infolge des eintretenden gleichmäfsigen Druckes auf die über einander liegenden Wandungen e' und e2 der Schlitz zwischen diesen Wandungen geschlossen, und das Quecksilber in dem Raum h ist von einer Communication mit demjenigen i abgeschlossen. Die Einwirkung der Temperatur kann dann nur durch Vermittelung der Hülse c auf das Quecksilber im Quecksilbergefäfs α stattfinden, und da die Wärmeleitungsfähigkeit der Hülse c geringer ist als diejenige des Quecksilbers in i, so findet eine allmälige Abkühlung des Quecksilbers im Raum h und so auch eine allmälige Abkühlung des Quecksilbers in der Kugel a statt. Es werden somit plötzlich eintretende Spannungen in der Glaskugel α vermieden. Ein Springen des Quecksilbergefäfses α ist unmöglich und deshalb eine Verunreinigung des Quecksilbers mit dem Inhalt der Kochpfanne um so mehr ausgeschlossen, als das Quecksilber in h und i gegen aufsen vollkommen abgeschlossen ist.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Ein Thermometer, bei welchem die Quecksilberkugel α mit einer aus einander federnden Kupferhülse c mit Quecksilberfüllung und die Kupferhülse c von dem mit Quecksilber theilweise angefüllten Eisenrohre / umgeben ist, zum Verhüten des plötzlichen Abkühlens der Quecksilberkugel.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen."
DENDAT47308D Thermometer mit Schutzhülse zum Verhüten des plötzlichen Abkühlens Expired - Lifetime DE47308C (de)

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