DE471720C - Verfahren zur traegheitsfreien Steuerung der Helligkeit eines Lichtstrahlenbuendels mit Hilfe des Kerreffektes, insbesondere fuer Fernbilduebertragung - Google Patents

Verfahren zur traegheitsfreien Steuerung der Helligkeit eines Lichtstrahlenbuendels mit Hilfe des Kerreffektes, insbesondere fuer Fernbilduebertragung

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DE471720C DEK89987D DEK0089987D DE471720C DE 471720 C DE471720 C DE 471720C DE K89987 D DEK89987 D DE K89987D DE K0089987 D DEK0089987 D DE K0089987D DE 471720 C DE471720 C DE 471720C
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    • G02OPTICS
    • G02FOPTICAL DEVICES OR ARRANGEMENTS FOR THE CONTROL OF LIGHT BY MODIFICATION OF THE OPTICAL PROPERTIES OF THE MEDIA OF THE ELEMENTS INVOLVED THEREIN; NON-LINEAR OPTICS; FREQUENCY-CHANGING OF LIGHT; OPTICAL LOGIC ELEMENTS; OPTICAL ANALOGUE/DIGITAL CONVERTERS
    • G02F1/00Devices or arrangements for the control of the intensity, colour, phase, polarisation or direction of light arriving from an independent light source, e.g. switching, gating or modulating; Non-linear optics
    • G02F1/01Devices or arrangements for the control of the intensity, colour, phase, polarisation or direction of light arriving from an independent light source, e.g. switching, gating or modulating; Non-linear optics for the control of the intensity, phase, polarisation or colour 
    • G02F1/07Devices or arrangements for the control of the intensity, colour, phase, polarisation or direction of light arriving from an independent light source, e.g. switching, gating or modulating; Non-linear optics for the control of the intensity, phase, polarisation or colour  based on electro-optical liquids exhibiting Kerr effect

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Description

  • Verfahren zur trägheitsfreien Steuerung der Helligkeit eines Lichtstrahlenbündels mit Hilfe des Keaeffektes, insbesondere für Fernbildübertragung Den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet ein Verfahren und eine Einrichtung zur trägheitsfreien Steuerung der Helligkeit eines Lichtstrahlenbündels mit Hilfe des Kerreffektes, insbesondere für die Zwecke der elektrischen Fernbildübertragung und des Fernsehens; d. h. es soll bei dem Verfahren das bekannte Phänomen der elektrischen Doppelbrechung, wie man die Zerlegung polarisierten Lichtes in zwei Komponenten verschiedener Fortpflanzungsgeschwindigkeit in starken elektrischen Feldern zu nennen pflegt, ausgenutzt werden. Es ist zwar im Handbuch der Phototelegraphie von K o r n - G 1 a t z e 1, S. 444 ff., die Verwendung der Kerrzelle zur Steuerung von Helligkeitswerten für bildtelegraphische Zwecke bereits erwähnt, es wird aber dort die praktische Anwendbarkeit der Kerrzelle bestritten mit dem Hinweis darauf, daß die für diese Zelle benötigten hohen Spannungen sich nicht über Fernleitungen übertragen lassen bzw. daß, wenn man erst am Empfänger jene hohen Spannungen erzeugen wollte, die Transformation der schwachen Empfangsströme auf so beträchtliche Spannungswerte unmöglich sein würde. Der Vorschlag, den die erwähnte Literatur bespricht, wurde von S u t t o n im Jahre 18 9o gemacht, ohne daß es bis jetzt gelungen wäre, darauf eine praktisch brauchbare Bildtelegraphie zu begründen. .
  • Die vorliegende Erfindung hat sich zur Aufgabe gestellt, die Kerrzelle dadurch zu einem hervorragenden Lichtsteuerorgan für Bildtelegraphie und verwandte Zwecke zu machen, indem man sie in Verbindung mit einem wattlos steuerbaren und trägheitslosen Verstärker (Elektronenröhre) benutzt und durch Verwendung geeigneter Medien im Kerrkondensator dafür sorgt, daß die dielektrischen Verluste, d. h. die Wattleistung, die der Verstärker in der Kerrzelle aufzubringen hat, praktisch verschwindend klein werden.
  • Demgemäß besteht das Wesen der vorliegenden Erfindung darin, daß die Empfangsströme oder Steuerströme durch möglichst wattlos und trägheitslos zu steuernde Verstärker auf genügend hohe Spannungswerte gebracht und diese den Elektroden einer elektrostatisch und trägheitslos auf ,die Helligkeit des hindurchtretenden polarisierten Lichtes einwirkenden Kondensatoranordnung zur Hervorrufung des Kerreffektes zugeführt werden, deren lichtdurchlässiges Dielektrikum hochisolierend und möglichst frei von dielektrischen.Verlusten ist.
  • Um die Isolationsfestigkeit des Dielektrikums zu erhöhen, wird dasselbe zuvor chemisch gereinigt, insbesondere von Feuchtigkeit und nitrosen Bestandteilen befreit. Die Vorbehandlung des Mediums kann aber auch im Kondensator auf elektrochemischem Wege durch längeres oder kürzeres, gegebenenfalls im Betrieb dauernd aufrechterhaltenes Anlegen einer Gleichstromvorspannung an die Kerrzelle erfolgen, welcher Gleichstromvorspannung .die Steuerwechselspannung ' überlagert wird. Die überlagerte Wechselspannungsamplitude und die Gleichstromvorspannung können ferner so geregelt werden, daß zwecks Steigerung der Empfindlichkeit der Steuerung nur ein kurzwelliger Teilbereich des durch die Zelle hindurchtretenden spektralen Lichtgemisches ausgelöscht wird, und zwar bei Benutzung von auf Licht selektiv reagierenden Einrichtungen. Die Kerrzelle kann außerdem gleichzeitig von mehreren Frequenzen gesteuert werden, die sämtlich zugleich auf die Lichtintensität einwirken, oder sie kann durch niederfrequent modulierte Hochfrequenz gesteuert werden. Diese verschiedenen Frequenzen treten z. B. dann auf, wenn man die Bildzeichen als Modulation einer genügend hohen Trägerfrequenz auf die Zelle wirken läßt oder wenn man bei lichttelephonischer Übertragung mit mehreren Trägerfrequenzen arbeitet, welche in besonderen abgestimmten Kreisen wieder voneinander getrennt werden.
  • Der Hochfrequenzverstärker kann außerdem auch bei dem Empfänger zur Anwendung kommen.
  • Der Vorgang der Lichtsteuerung ergibt sich aus Nachstehendem: Vor dein Eintritt in die Kerrzelle wird das Licht durch eine geeignete Vorrichtung, z. B. ein Nicolsches Prisma, polarisiert, nach dein Durchgang passiert es den Analysator. Das an die Platten der Zelle gelegte elektrische Feld bestimmt dann durch seine Stärke und Ausdehnung den Phasenunterschied der beiden Komponenten der Doppelbrechung und steuert dadurch die nach der Interferenz derselben resultierende Lichtstärke quantitativ zwischen Null und Höchstwert. Es gelingt auf diese Weise mit äußerst kleinen elektrischen Leistungen außerordentlich hohe Lichtmengen auszusteuern, und Versuche haben ergeben, daß dies bis zu Frequenzen oberhalb io Millionen Hertz ohne merkliche Trägheit erfolgt.
  • Die Kerrzelle .ist daher in der beschriebenen Form und unter den hier angegebenen Arbeitsbedingungen ganz allgemein für die Aufzeichnung periodischer Stromvorgänge bzw. -spannengen bis zu den höchsten Wechselzahlen hinauf vorteilhaft brauchbar.
  • Da gemäß der Erfindung mit solchen durchsichtigen flüssigen, kolloidalen oder emulgierten Mitteln gearbeitet wird, welche infolge ihrer geringen dielektrischen Verluste die Spannungsquelle praktisch nicht belasten, so kann die Spannung für die Elektroden der Zelle unschwer durch Transformation der von dem Mikrophon oder sonstigen Aufnahmeorgan oder Empfangsorgan hervorgebrachten, gegebenenfalls genügend vorverstärktenSpannungsschwankungen erhalten werden. Bei ge= wissen Flüssigkeiten, z. B. Nitrobenzol oder Abkömmlingen, kommt man unter den nachstehend bezeichneten Bedingungen in Zellen mit kleinem Plattenabstande mit etwa oooVolt oder weniger Spannungsunterschied aus. Solche Größenordnungen werden durch die heute vorhandenen Verstärkermittel in Verbindung mit Transformation bzw. in reiner Spannungsverstärkungsschaltung leicht beherrscht, selbst bei sehr geringen Anfangsamplituden, und die dafür verwendeten Mittel können genügend verlustfrei gehalten werden; auch wirken die in Frage kommenden Übersetzungsverhältnisse der gegebenenfalls verwendeten Transformatorenwindungen in elektrischer Hinsicht noch nicht nachteilig. Hierin liegt ein wesentlicher, durch die Erfindung bedingter Fortschritt, da man vor dieser zur Hervorrufung des Kerreffektes Spannungen von einer Größenordnung für erforderlich hielt, mit denen man in der Technik nicht arbeiten kann.
  • Weiter gehört folgendes zum Wesen der Erfindung: Es hat sich gezeigt, daß man bei den benutzten Medien, z. B. bei Nitrobenzol, durch Anlegen einer Gleichspannung an die Zelle für kürzere oder längere Dauer die Isolierfestigkeit erhöhen und so die Zelle verbessern kann. Wahrscheinlich ist dies einer elektrochemischen Wirkung zuzuschreiben, die leitende Bestandteile, etwa Feuchtigkeit oder Säurespuren, an den Elektroden ausscheidet. Selbstverständlich wird man besonders reine Substanzen anwenden und zu diesem Zweck das Ausgangsmaterial entsprechend chemisch vorbehandeln (Destillation, Trocknung usw.). Vorteilhaft arbeitet man mit einer dauernd an die Zelle gelegten Gleichstromvorspannung, wodurch, abgesehen von den im folgenden behandelten. elektrischen und optischen Wirkungen, eine ausreichende Konstanz der Zelle in bezug auf die elektrische Beschaffenheit des Mediums gewährleistet ist. Ist auf die vorbeschriebene Weise die Isolierfestigkeit der Zelle erhöht und dadurch ebenfalls die Durchschlagspannung heraufgesetzt, so ist es leicht, mit dem Elektrodenabstand der Zelle auf so kleine Werte herunterzugehen, daß die notwendigen hohen Feldstärken, welche zur Hervorbringung des Kerreffektes in dem Medium erforderlich sind, bereits mit mäßigen Spapnungen erzielt werden.
  • Durch Anwendung geeigneter Gefäßmaterialien und Zellenfüllungen ist es gemäß der Erfindung auch möglich, nicht sichtbares, z. B. ultraviolettes Licht quantitativ zu steuern. Bei jeder Art von Licht muß natürlich die Gesamtabsorption auf dem Wege durch die Zelle gering, d. h. die Füllung gut Kerrzelle werden groß, und zwar um so größer, je höher ihr Isoliervermögen und die Spannung von 6 ist.
  • Die bisher beschriebenen Verstärkungsschaltungen arbeiten rein niederfrequent, d. h. die Lichtänderungen erfolgen mittels der Kerrzelle nur in der Frequenz des Mikrophonstromkreises. Für gewisse Zwecke, z. B. für die nach der Erfindung leicht auch auf größere Entfernungen durchführbare Lichttelephonie, für Bildtelegraphieempfang u. a. ist es jedoch im Interesse der Geheimhaltung und zwecks Erreichung einer höhen Selektivität der Empfangsschaltung vorteilhaft, die Kerrzelle mittels niederfrequent modulierter Hochfrequenz zu steuern. Dadurch wird auf der Empfängerseite die mit den bekannten Vorzügen verbundene Hochfrequenzverstärkung möglich gemacht, indem beispielsweise im Falle der Lichttelephonie die ankommenden Lichtimpulse, in welche senderseitig die Kerrzelle den Mikrophonstrom umgeformt hat, auf eine Photozelle wirken, die an einen Hochfrequenzverstärker angeschlossen ist, von dem aus es dann zwecks Hörbarmachung der Niederfrequenz zum Detektor oder Audion geht. Für eine derartige Lichttelephonie mittels hochfrequenter Trägerwelle oder andere Zwecke erzeugt man mit Hilfe eines Hochfrequenzgenerators, vorteilhaft mittels eines :eigen- oder fremderregten Röhrensenders, die Trägerschwingungen, wobei der Kondensatorkreis der Kerrzelle mit dem Arbeitskreis des Generators gekoppelt ist oder wobei die Kerrzelle einen Teil bzw. die gesamte Kapazität des Schwingungskreises bildet, und moduliert mit der Niederfrequenz in einer .der zahlreichen bekannten Schaltungen. In Abb. q. ist als Ausführungsbeispiel ein Röhrensender in Rückkopplungsschaltung dargestellt. 15 bedeutet den abstimmbaren Schwingungskreis, mit dem die Kerrzelle durch die Spule 14. genügend lose gekoppelt ist. Die Besprechung des Gitters g der Schwingröhre 5 erfolgt über den Transformator io, dessen Sekundärwicklung für den Durchlaß der Hochfrequenz durch den Kondensator 16 überbrückt ist. 17 ist der übliche Blockkondensator, 18 und 181 sind die Hochfrequenzsperrdrosseln im Kreise der Anodenstrornquelle. Bei dieser Anordnung ist, wie ohne weiteres ersichtlich, die Kerrzelle durch eine niederfrequent modulierte Hochfrequenz gesteuert.
  • PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur trägheitsfreien Steuerung der Helligkeit eines Lichtstrahlenbündels mit Hilfe des Kerreffektes, insbesondere für die Zwecke der elektrischen Fernbildübertragung und des Fernsehens, dadurch gekennzeichnet, daß die Empfangsströme oder Steuerströme durch möglichst wattlos und trägheitslos zu steuernde Verstärker (Elektronenröhren) auf genügend hohe Spannungswerte gebracht und diese den Elektroden einer elektrostatisch und trägheitslos auf die Helligkeit des hindurchtretenden polarisierten Lichtes einwirkenden Kondensatoranordnung zur Hervorrufung desKerreffektes zugeführt werden, deren lichtdurchlässiges Dielektrikum hochisolierend und möglichst frei von dielektrischenVerlusten ist, wie z. B. reines Nitrobenzol.
  • 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Kerrzelle mit einer Gleichstromvorspannung arbeitet, der die Steuerwechselspannung überlagert wird.
  • 3. Verfahren nach Ansprüchen i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das in der Kerrzelle verwendete Medium zuvor chemisch gereinigt, insbesondere vori Feuchtigkeit und nitrosen Bestandteilen befreit wird, um seine Isolationsfestigkeit zu erhöhen.
  • _q.. Verfahren nach Ansprüchen 2 und 3, dadurch.gekennzeichnet, daß die Vorbehandlung des Mediums im Kondensator auf elektrochemischem Wege durch längeres oder kürzeres, zweckmäßig im Betrieb dauernd aufrechterhaltenes Anlegen von Gleichstromvorspannung an die Kerrzelle erfolgt.
  • 5. Verfahren nach Ansprüchen i bis q., dadurch gekennzeichnet, daß die Kerrzelle gleichzeitig von mehreren Frequenzen gesteuert wird, die sämtlich zugleich auf die Lichtintensität einwirken.
  • 6. Verfahren nach Ansprüchen i bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Kerrzelle durch niederfrequent modulierte Hochfrequenz gesteuert wird.
  • 7. Verfahren nach Ansprüchen i bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß .der Kondensator der Kerrzelle zusammen- mit einer Spule einen Schwingungskreis bildet, der mit dem Arbeitskreis eines Hochfrequenzgenerators gekoppelt ist.
  • B. Verfahren nach Ansprüchen i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die überlagerte Wechselspannungsamplitude und die Gleichstromvorspannung so geregelt werden, daß zwecks Steigerung der Empfindlichkeit der Steuerung nur ein kurzwelliger Teilbereich des durch die Zelle hindurchtretenden spektralen Lichtgemisches ausgelöscht wird bei Benutzung von auf Licht selektiv reagierenden Einrichtungen.
  • g. Verfahren nach Ansprüchen i und 6; lichtdurchlässig sein, da ebenso wie durch die dielektrischen Verluste des Kondensators auch durch die Absorption eine Temperaturerhöhung eintritt, welche die Größe des Kerreffektes ändert und den geregelten Strahlengang infolge Schlierenbildung stören kann.
  • Die weiteren Vorteile der vorstehend .erwähnten Gleichstromvorspannung bestehen in der Vermeidung der Frequenzverdoppelung und in der Erhöhung der Steuerschärfe. Arbeitet man um den Nullwert der Spannung am Kerrkondensator herum, so .erhält man offenbar ein Maximum und ein Minimum der Helligkeit zweimal während einer Periode des Steuerwechselstromes. Legt man dagegen eine genügende Gleichstromspannung an die Platten und überlagert ihr die Steuerwechselspannung, so behält das Feld seine Richtung bei, und es stimmen Steuerfrequenz und Frequenz der Lichtschwankungen überein. Man erreicht auf diese Weise außerdem, daß sehr kleine Steuerwechselspannungen wirksam werden, wobei zu bedenken ist, daß der Effekt dem Quadrat der Feldstärke proportional ist. Dabei läßt sich die Steuerwirkung folgendermaßen noch beträchtlich steigern. Man arbeitet unter passend gewählten Verhältnissen mit einer Vorspannung an der Zelle, die nahe an dem Grenzwert für die Auslöschung der kurzwelligen Strahlenbestandteile des hindurchgesandten Lichtes liegt. Die Auslöschung beginnt naturgemäß am kurzwelligen Ende des Spektrums. Die überlagerte Steueramplitude wird dann nur so groß gemacht, daß dabei die Auslöschung der aktinisch stärksten Wellenlängen (etwa violett und blau) eben eintritt. Wirken die Strahlen nach dem Austritt aus der Zelle und dem Analysator auf eine Photozelle oder irgendeine andere, auf Lichtwellen selektiv reagierende Vorrichtung, z. B. die photographische Platte oder den Film, so ergibt sich :eine außerordentlich starke Änderung . im Ansprechen dieser lichtempfindlichen Organe infolge der bewirkten Verarmung des i Spektrums an aktinischen Bestandteilen. Man kann diese chromatische Steuerung auch anderen technischen Zwecken nutzbar machen.
  • Die Verstärkung der Steuerwechselströme für die Ausführung der Erfindung erfolgt in irgendeiner der zahlreichen bekannten Schaltungen. Die Abb. i bis q. geben einige Beispiele. Darin bedeuten übereinstimmend: i Kerrzelle mit den Kondensatorplatten 2 und 3, zwischen denen das zu steuerndeLicht= bündel zweckmäßig parallel und homogen hin durchgeht. Die Optik ist der Einfachheit halber fortgelassen. An Stelle zweier Platten kann auch ein System von mehreren Platten verwendet werden, das nach Art der mehrplattigen Kondensatoren angeordnet .ist. Das angewendete elektrische Feld kann homogen oder inhomogen sein; letzteres wird durch Abweichung von der planparallelen Stellung der Elektroden 2 und 3 erreicht, -indem man z. B. die im Lichtein- und -austritt liegenden Enden ,der Elektroden auseinänderbiegt oder abschrägt, d. h. die sogenannte Apertur der Zelle vergrößert, um auch bei konvergenten Lichtbündeln das Licht möglichst voll ausnutzen zu können. Derartige Anordnungen kommen z. B. zur Durchführung der beschriebenen chromatischen Steuerung in Frage, deren Verlauf ja bei gegebener Spannung ,am Kondensator von der örtlichen Feldstärke, mithin von den geometrischen Verhältnissen (Elektrodenabstand) bestimmt wird. 5 stellt eine Elektronenröhre mit der Anodenstromquelle 6, der Anode 7, Glühkathode 8 und Gitterelektrode 9 dar. Die Heizstromquelle für die Glühkathode ist nicht mitgezeichnet. Es wird angenommen, daß die Schwankungen eines Mikrophonstromkreises verstärkt die Kerrzelle steuern sollen. Dies geschieht durch Beeinflussung des Gitters 9 von einem Transformator io aus, in dessen Primärkreis die Stromquelle i i und das Mikrophon 12 liegen. Abb. i gibt nun die normale, grundsätzlich für Nieder- und Hochfrequenz brauchbare Verstärkerschaltung an, in welcher die verstärkten Schwankungen des Anodenstromes durch einen Transformator q. in ausreichende Spannungsschwankungen an den Elektroden der Kerrzelle i übersetzt werden. Abb.2 zeigt eine Spannungsverstärkungsschaltung unter Benutzung der Röhre 5 als variabler Widerstand. Sie unterscheidet sich von der Anordnung nach Abb. i dadurch, daß die Kerrzelle an den Enden eines in den Anodenkreis der Röhre 5 eingeschalteten Widerstandes 13 liegt, der zugleich die Gleichstromvorspannung für die Zelle liefert. Die den Mikrophonströmen entsprechenden verstärkten Schwankungen des Anodenstromes steuern durch die Änderungen des Spannungsabfalles in 13 die Kerrzelle. Natürlich kann in die Abzweigungen von 13 zur Kerrzelle noch eine besondere Gleichspannungsquelle geschaltet sein. Eine besonders wirksame Spannungsschaltung gibt Abb. 3 ,an. Die Zelle liegt im Nebenschluß zu einer' der beiden in Reihe geschalteten Röhren 5 und 51: Der Mikrophonstromkreis wirkt durch die beiden Transformatoren io und iol auf die beiden Gitter im entgegengesetzten Sinne, d. h. wenn der Widerstand der einen Röhre zunimmt, sinkt er in der anderen. So wandert aus bekannten Gründen bei kleinen Stromschwankungen des Mikrophonkreises fast der volle Spannungsbetrag der Gleichstromquelle 6 zwischen den Röhren hin und her,. d. h. die Spannungsamplituden an der
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DE1139371B (de) * 1958-09-24 1962-11-08 Atomic Energy Authority Uk Kurzzeitverschluss fuer photographische Kameras

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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