DE470749C - Behaelter fuer Fluessigkeiten, die unter Luftabschluss aufbewahrt werden sollen - Google Patents

Behaelter fuer Fluessigkeiten, die unter Luftabschluss aufbewahrt werden sollen

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DE470749C
DE470749C DEM103885D DEM0103885D DE470749C DE 470749 C DE470749 C DE 470749C DE M103885 D DEM103885 D DE M103885D DE M0103885 D DEM0103885 D DE M0103885D DE 470749 C DE470749 C DE 470749C
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DE
Germany
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liquid
liquids
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air
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DEM103885D
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Inventor
Eduard Hofweber
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MAN AG
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MAN Maschinenfabrik Augsburg Nuernberg AG
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Description

  • Behälter für Flüssigkeiten, die unter Luftabschluß aufbewahrt werden sollen Es wird häufig in der Technik die Forderung erhoben, große Mengen von Flüssigkeiten unter Luftabschluß aufzubewahren. So z. B. muß beim neuzeitlichen Kesselbetrieb dafür Sorge getragen werden, daß der Vorrat an gebrauchsbereitem Speisewasser vor der Absorption von Sauerstoff aus der atmosphärischenLuft bewahrt wird, da gashaltiges Speisewasser eine Gefahr für den Kesselbetrieb ist. Das Speisewasser wird deshalb in besonderen Gefäßen, die ein Herantreten der atmosphärischen Luft an das vorher auf künstlichem Wege entgaste Wasser verhüten, aufgespeichert.
  • Weiterhin werden leicht verdampfende Flüssigkeiten, z. B. Leichtbenzin, unter vollkommenem Luftabschluß gelagert, da die schon bei gewöhnlicher Temperatur sich entwickelnden Dämpfe wegen ihrer Explosionsfähigkeit bei der Mischung mit Luft eine schwere Gefahr für die Umgegend bilden.
  • Es ist bekannt, für den eben erläuterten Zweck Behälter zu wählen, die aus einem zylindrischen Mantel und einem darin auf und ab beweglichen auf der Flüssigkeit schwimmenden Deckel bestehen. Eine weitere Verbreitung haben derartige Flüssigkeitsbehälter aber nicht finden können, da die Art der Abdichtung zwischen dem Deckelrand und dem Mantel Schwierigkeiten machte. Wollte man hierfür z. B. die aus dem Bau der Scheibengasbehälter bekannt gewordenen Abdichtungsvorrichtungen benutzen, so entständen wegen der Reibung und des damit verbundenen Widerstandes des sich bewegenden kolbenartigen Deckels Schwierigkeiten; eine Verringerung dieser Reibung und die Einführung der an anderer Stelle gebräuchlichen sogenannten Flüssigkeitsdichtung machte Schwierigkeiten, da hierfür weder eine geeignete Abdichtungsflüssigkeit noch eine brauchbare Bauart bekannt waren.
  • Die hierbei vorliegenden Schwierigkeiten sollen an Hand der schon obenerwähnten Beispiele näher erläutert werden. Beim Aufspeichern von entgastem Speisewasser würde sich, sofern man Wasser als abdichtende Flüssigkeit zwischen dem Rand des Deckels und der Scheibe wählen wollte (eine andere Flüssigkeit würde naturgemäß überhaupt nicht in Frage kommen), an der Oberfläche dieses Abdichtungswassers eine neue Gelegenheit zur Absorption von Luft und Gasen bieten, und es bestünde Gefahr, daß dieses jetzt wieder mit Gas angereicherte Wasser sich mit dem im Behälter vorhandenen Wasser mischen würde. Die ganze Wirkung des Luftabschlusses durch den Behälterdeckel würde also hinfällig sein. Bei der Aufspeicherung von Benzin andererseits würde an der Oberfläche der Abdichtung nach wie vor Benzin verdampfen und den Raum über der Abdichtungsscheibe mit explosionsfähigem Gemisch füllen, so daß auch hier die Wirkung des Abschlußdeckels nicht erreicht wäre.
  • Die Erfindung gibt ein Mittel an, wie diese Schwierigkeiten beseitigt werden können. Sie besteht darin, daß die zwischen der Behälterwand und dem Deckel befindliche ringsumlaufende Rinne, die mit einer der aufzuspeichernden Flüssigkeit gleichen Flüssigkeit gefüllt wird, mit einer Einrichtung versehen wird, durch welche eine Veränderung der Temperatur des Rinneninhaltes herbeigeführt wird. Hierdurch lassen sich die Eigenschaften der Abdichtungsflüssigkeit in der Rinne so verändern, daß diese Flüssigkeit als Abdichtungsflüssigkeit geeignet wird und daß die sonst vorhandenen Gefahren beseitigt werden. Bei der Veränderung der Temperatur kann es sich sowohl um eine Beheizung wie auch um eine Abkühlung, j e nach der Art des aufzuspeichernden Stoffes, handeln.
  • Soll z. B., wie schon oben erwähnt, Speisewasser aufgespeichert werden, so wird dem Wasser in der Rinne eine hohe Temperatur dadurch gegeben, daß in dieser Rinne eine Heizschlange angeordnet wird. Wasser von hoher Temperatur nimmt kaum noch Gase in sich auf, und die Gefahr der Absorption ist damit genügend beseitigt. Da gleichzeitig eine Verringerung des spezifischen Gewichtes des Wassers in der Rinne eintritt, ist auch die Gefahr, daß sich das Wasser in der Rinne mit dem Behälterinhalt mischt, wesentlich verringert, zumal wenn die Rinne unten in einen schmalen Spalt ausläuft, der an sich schon eine Mischung der beiden Flüssigkeiten erschwert. Natürlich könnte dieser Spalt auch noch durch einfache Abdichtungsmittel, z. B. ein Filzpolster, welches am Deckelrand befestigt ist, geschlossen werden. Dabei wäre aber großer Wert darauf zu legen, daß die von diesem Polster verursachte Reibung verschwindend gering ist.
  • Bei einer Aufspeicherung von Benzin oder ähnlichen leicht verdampfenden Stoffen würde in der Rinne eine Kühlschlange vorgesehen sein, die den aus Benzin bestehenden Binneninhalt so stark abkühlen müßte, daß eine wesentliche Verdampfung nicht mehr auftritt. Bekanntlich ist die Verdampfung von der Temperatur abhängig und sinkt mit sinkender Temperatur. Eine Mischung des Binneninhalts mit dem Behälterinhalt wäre auch hier nunmehr, ähnlich wie bei dem vorher anbezogenen Beispiel, praktisch bedeutungslos, sie könnte aber auch, wenn erwünscht, durch die oben schon angegebenen künstlichen Mittel noch weiter verringert werden.
  • Die Zeichnung stellt einige Ausführungsbeispiele der Erfindung dar.
  • In Abb. i ist mit a ein Behälter bezeichnet, der zum Aufspeichern von entgastem Speisewasser für Dampfanlagen dienen soll. Auf dem Behälterinhalt schwimmt der Deckel b, der am Rande eine ringsumlaufende Rinne c aufweist, die sich mit dem Behälterinhalt, also entgastem Wasser, füllt. In der Rinne ist die Heizschlange d untergebracht, der ihittels eines biegsamen Schlauches e Heizdampf zugeführt wird. Das Wasser in der Rinne wird auf einer Temperatur von 7o bis 9o° gehalten, wobei die Absorptionsfähigkeit für Gase so gut wie verschwunden ist. Das etwa verdampfende Wasser wird durch die Einführung des Kondensats aus dem Heizrohr d mittels der Kondensatleitung f ergänzt. Da dieses Kondensat ebenfalls die Eigenschaften eines vorschriftsmäßigen Speisewassers besitzt, ist dieser Wasserersatz sehr günstig.
  • Zum Abführen von bei irgendwelchen Vorkommnissen in den Behälter eindringenden Gasen oder Dämpfen ist das Rohr g vorgesehen, in das nötigenfalls auch ein Ventil eingeschaltet sein kann.
  • Abb. 2 zeigt in größerem Maßstabe einen Ouerschnitt durch die Abdichtungsrinne. Das Heizrohr d ist hier nach der Seite des Behälterinhalts zu von einer Isolierung h umgeben, so daß die Heizwirkung nur nach der Seite des Rinneninhaltes voll zur Wirkung kommen kann.
  • Eine Dichtung, welche besonders für die Aufspeicherung von Benzin o. dgl. geeignet ist, zeigt Abb. 3. An die Behälterwand, die auch hier wieder mit a bezeichnet ist, schließt sich der Deckel b, und zwischen beiden Teilen befindet sich die mit Flüssigkeit gefüllte Rinne c. Am Rand des Deckels ist die rundumlaufende Kühlkammer i eingebaut, die gegen den Deckel zu isoliert ist, aber nach außen hin ihre volle Wirkung entfalten kann, so daß der Inhalt der Rinne c stark abgekühlt wird. Eine Verdampfung des hier befindlichen Benzins o. dgl. wird also verhindert.
  • Nach unten ist die Rinne c durch eine Filzdichtung h abgeschlossen, die durch Federn L leicht gegen die Behälterwand gedrückt wird.
  • Damit die Verdampfung des Rinneninhaltes noch weiter vermindert wird, ist auch über der Rinne eine leichte Dichtung na vorgesehen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Behälter für Flüssigkeiten, die unter Luftabschluß aufbewahrt werden sollen, mit zylindrischem Mantel und einem auf und ab beweglichen, auf der Flüssigkeit schwimmenden Deckel, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen Behälterwand (a) und Deckel (b) eine ringförmige Rinne (c) gebildet wird, die mit einer der aufzuspeichernden Flüssigkeit gleichen Flüssigkeit gefüllt wird, deren Temperatur der Art der aufzuspeichernden Flüssigkeit angepaßt werden kann. z. Behälter nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß in der Rinne (c) ein Hohlkörper (d) oder (i) gelagert ist, der bei Aufbewahrung von leicht verdampfbaren Flüssigkeiten von einem Kühlmittel, bei Aufbewahrung von Flüssigkeiten, die Luft und Gase absorbieren, @-on einem Heizmittel durchflossen wird. 3. Behälter nach Anspruch z, dadurch gekennzeichnet, daß als Heizmittel der Heizschlange (d) Dampf von der Art der Speicherflüssigkeit zugeführt und das in rler Schlange sich bildende Kondensat in die Rinne (c) abgeleitet wird.
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