DE4635C - Neuerungen an oscillirenden Wassersäulenmaschinen - Google Patents

Neuerungen an oscillirenden Wassersäulenmaschinen

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DE4635C
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DE
Germany
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valve
water
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water column
cylinder
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DENDAT4635D
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English (en)
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c. Schaltenbrand und E. möller in Berlin, Hallesche Str. 23, bezw. Zimmerstr. 88
Publication of DE4635C publication Critical patent/DE4635C/de
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F04POSITIVE - DISPLACEMENT MACHINES FOR LIQUIDS; PUMPS FOR LIQUIDS OR ELASTIC FLUIDS
    • F04BPOSITIVE-DISPLACEMENT MACHINES FOR LIQUIDS; PUMPS
    • F04B1/00Multi-cylinder machines or pumps characterised by number or arrangement of cylinders
    • F04B1/04Multi-cylinder machines or pumps characterised by number or arrangement of cylinders having cylinders in star- or fan-arrangement
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F03MACHINES OR ENGINES FOR LIQUIDS; WIND, SPRING, OR WEIGHT MOTORS; PRODUCING MECHANICAL POWER OR A REACTIVE PROPULSIVE THRUST, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • F03CPOSITIVE-DISPLACEMENT ENGINES DRIVEN BY LIQUIDS
    • F03C1/00Reciprocating-piston liquid engines
    • HELECTRICITY
    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02PCONTROL OR REGULATION OF ELECTRIC MOTORS, ELECTRIC GENERATORS OR DYNAMO-ELECTRIC CONVERTERS; CONTROLLING TRANSFORMERS, REACTORS OR CHOKE COILS
    • H02P9/00Arrangements for controlling electric generators for the purpose of obtaining a desired output
    • H02P9/14Arrangements for controlling electric generators for the purpose of obtaining a desired output by variation of field
    • H02P9/16Arrangements for controlling electric generators for the purpose of obtaining a desired output by variation of field due to variation of ohmic resistance in field circuit, using resistances switched in or out of circuit step by step
    • H02P9/18Arrangements for controlling electric generators for the purpose of obtaining a desired output by variation of field due to variation of ohmic resistance in field circuit, using resistances switched in or out of circuit step by step the switching being caused by a servomotor, measuring instrument, or relay

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Description

1878.
Klasse 88.
CARL SCHALTENBRAND und EMANUEL MÖLLER in BERLIN. Neuerungen an oscillirenden Wassersäulenmaschinen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 24. Juli 1878 ab.
Die vorliegenden Neuerungen betreffen einen kleinen oscillirenden Wassermotor, wie ein solcher in Fig. ι bis 9 der beiliegenden Zeichnung in seiner Anwendung zum Betriebe einer Singerschen Nähmaschine gezeichnet ist. An dieser Zeichnung sollen in nachstehendem die einzelnen Neuerungen nach Nummern geordnet beschrieben werden.
Ein Theil derselben ist nur für Wassermotoren anwendbar, bei anderen erstreckt sich jedoch die Anwendung derselben auch auf Dampf- und Luftmotoren und bei einzelnen auf jeden Gebrauch, wie dies bei den einzelnen Nummern besonders angegeben werden, soll.
Der gezeichnete Motor ist eine oscillirende Wassersäulenmaschine, deren Cylinder α mit einem horizontal getheilten Hahnkern C einseitig in einem Gehäuse gelagert ist, welches das Einströmrohr c cs mit dem Absperrventil d und dem Windkessel e einerseits, und hiervon abgetheilt das Ausströmrohr / andererseits enthält. Das Hahngehäuse ist an ein Schlabberbecken g angegossen, welches an seiner anderen Seite den zweiten Stützzapfen m des Cylinders trägt. Die allgemeine Einrichtung einer solchen oscillirenden Wassersäulenmaschine sei nach vorstehendem in allen nicht neuen Theilen als bekannt vorausgesetzt und es folgen nun direct die Neuerungen.
1. Das Schlabberbecken ist mit zwei Zapfen ,S und S1 so auf die Tischplatte der Nähmaschine geschraubt, dafs es und mit ihm der ganze Motor um eine Axe, welche senkrecht zur Kurbelaxe steht, oscilliren kann. In Verbindung mit der senkrecht zur ersteren gerichteten horizontalen Axe des Steuerungshahnes und der Kolbenstange als verticaler Drehaxe ergiebt dies eine universalgelenkige Verbindung zwischen dem Kurbelzapfen und der Tischplatte, welche den Motor gegen kleine Fehler in der Aufstellung unempfindlich macht. Derselbe kann von jedem Tischler mit den beiden Schrauben S und S1, welche bei der Singer'sehen Maschine durch die Oeffnungen der Deckelhalter gehen, aufgestellt werden. Es wird dies erreicht durch die Form des Schlabberbeckens und seine gelenkige Befestigung am Tische.
2. Die Einströmkanäle der als bekannt betrachteten Hahnsteuerung sind, wie Fig. 1 erkennen läfst, so angeordnet, dafs sie für die untere und für die obere Kolbenseite symmetrisch zu der horizontalen Scheidewand des Hahnkernes stehen, welcher in der Zeichnung die mittlere, dem todten Punkte entsprechende Stellung einnimmt. Links deckt die Scheidewand den Einströmkanal ι des Gehäuses. Von den im Hahnkern dicht bei der Scheidewand angebrachten Kanälen 9 und 16 tritt je einer mit dem Kanal 1 in Verbindung, wenn die Kolbenstange bezw. nach links oder rechts oscillirt. Es dient demnach der Kanal 1 des Hahngehäuses für beide Kolbenseiten als Einströmkanal. Die dann nach rechts hin folgenden Kanäle des Hahnkernes, oben 10 und unten 15, sind von den Scheidewänden der Ein- und Ausströmräume des Hahngehäuses gedeckt und es treten, wenn die Kolbenstange nach links oscillirt, oben 10 mit dem Einströmkanal 2 und unten 15 mit dem Ausströmkanal 7 zusammen. Oscillirt dagegen die Kolbenstange nach rechts, so trifft oben 10 auf den Ausströmkanal 3 und unten 15 auf den Einströmkanal 8. Die Kanäle 10 und 15 des Hahnkernes dienen demnach je für ihre Kolbenseite einmal als Ein- und das andere mal als Ausströmkanal. Die Kanäle 11 des Hahnkernes mit 4 des Gehäuses oben und 14 des Kernes mit 6 des Gehäuses vermitteln je nur die Ausströmung für ihre Kolbenseite. Wenn die Kolbenstange nach links oscillirt, ergeben sich oben als Oeffnungen zum Eintritt die Kanäle 1 mit 9 und 2 mit 10 und unten Oeffnungen zum Austritt 14 mit 6 und 15 mit 7. Oscillirt dagegen die Kolbenstange nach rechts, so erfolgt der Austritt oben durch die Kanäle 10 mit 3 und 11 mit 4 und der Eintritt unten durch 1 mit 16 und 8 mit 15. Nur durch die mehrfache Doppelbenutzung von Kanälen war es möglich, bei verhältnifsmäfsig kleinem Durchmesser des Hahnkernes die doppelte Ein- und Ausströmung mit vollem Rohrquerschnitte zu erreichen und mit ihr noch nachfolgende Einrichtungen zu verbinden.
Ganz rechts liegen im Hahnkerne dicht über und unter der Scheidewand zwei schmale XJmströmkanäle, oben 12 und unten 13, welche durch die Muschel 5 des Hahngehäuses den Cylinderraum über dem Kolben in der gezeichneten Stellung mit demjenigen unter dem Kolben verbinden. Da der Kolben sich in der Nähe des todten Punktes nur sehr langsam bewegt, so
genügen nur kleine Kanalquerschnitte, um den Uebertritt des Wassers von einer Kolbenseite zur anderen bei fast vollständiger Druckausgleichung zu vermitteln. Dreht sich der Cylinder aus der mittleren Stellung, so öffnen sich die betreffenden Ausströmkanäle, welche nur geringe Deckung- haben, bevor einer der Umströmkanäle abschliefst. Die Einströmkanäle mit gröfserer Deckung bleiben noch geschlossen, so dafs selbst bei bereits wenig geöffneten Ausströmkanälen die Einströmseite sich das Wasser durch den Umströmkanal von der Ausströmseite ansäugt. Erst bei genügend geöffneter Ausströmung schliefst sich der Umströmkanal und es öffnet sich kurz nachher die Einströmung. Den richtigen Zeitpunkt für das Abschliefsen des Umströmkanals ermittelt man durch Versuch. Wenn der Motor bei ganz langsamem Gange vor dem todten Punkte eine Hemmung zeigt, so öffnet der Umströmkanal zu spät und es wird die Kante der Scheidewand nach dem betreffenden Umströmkanal hin ein wenig abgeschabt.
Durch Anwendung des Umströmkanals in Verbindung mit zweckmäfsiger Deckung der Ein- und Ausströmkanäle ist erreicht, dafs die Kurbel fast ohne Trieb oder hemmende Kraft über den todten Punkt geht und das Wasser während dieser Hubperiode in dem Cylinder zurückgehalten wird, also nicht mit ungünstiger Wirkung verloren geht.
Ein Wasserstofs am todten Punkt und Compression an der Ausströmseite können nie entstehen, höchstens ein ganz kleines Vacuum an der Einströmseite nach Abschlufs der Umstromung und vor dem Oeffnen der Einströmkanäle, und doch ist, wenn letzteres erfolgt, an der Ausströmseite genügende Deckung vorhanden.
Da der Motor, wie später beschrieben werden wird, mit wechselndem Kolbenhube arbeitet, so nimmt beim Verkleinern der Kurbellänge die constante Kanaldeckung und Periode der Umströmimg einen immer gröfseren Endtheil bezw. Anfangstheil des ganzen Hubes weg, so1 dafs bei ganz kleiner Kurbellänge das Wasser nur bei der günstigsten Kurbellage arbeitet und verbraucht wird.
3. Um die etwa nöthigen Nacharbeiten an den Hahnkanälen leichter ausfuhren zu können, ist in das gufseiserne Hahngehäuse eine besondere Kanalhülse aus Messing oder Phosphorbronce eingeschliffen und mit einer Mutter befestigt.
4. Der zweite Zapfen m, um den der Cylinder oscillirt, ist nicht an diesem, sondern so an dem Schlabberbecken befestigt, dafs er in ein Spurlager des Cylinders hineintritt und sich leicht in die Hahnaxe genau einstellen läfst. Er steht nicht halb so weit von der Cylinderaxe entfernt, als wie die Hahnmitte, und trägt demnach über zwei Dritttheile der Rückwirkung des Cylinders. Der Hahnkern wird so ziemlich entlastet. Der Zapfen m dient gleichzeitig zum elastischen Abdichten des Hahnkernes.
5. Zum schnellen Schliefsen und Oeffnen der Wassereinströmung dient ein Ventil d, welches mit seiner Ventilstange 0 aus einem Stück gefertigt ist. Auf dem Ventil zu beiden Seiten der Ventilstange sitzen Stütznocken r und r,, deren Länge dem Ventilhube entspricht. Die Stütznocken passen in der in Fig. 1 gezeichneten Stellung in zwei Lücken eines Einsatzstückes q derart, dafs sie beim Oeffnen des Ventils diese Lücken ausfüllen, wie dies in Fig. 4 gezeichnet ist. Das Einsatzstück q bildet mit seiner dem Ventil zugekehrten Seite die Umhüllungsfläche eines Cylinders mit verticaler Axe (s. Fig. 4).
Wird das Ventil im geschlossenen Zustande mit seiner Stange ο und den Stütznocken r und r, gedreht, so stützen sich die letzteren gegen die Cylinderfläche des Einsatzstückes q in einer immer gröfseren Sehne mit zunehmender Pfeilhöhe und ziehen so das Ventil schraubenartig auf seinen Sitz. Das Einsatzstück q wird durch eine Nase p, Fig. 4, welche in einer Nuth des Ventilgehäuses sitzt, gehindert, sich zu drehen, und es kann durch eine aus Bleilamellen gebildete Einlage U in seiner Stellung zu dem Ventilsitze leicht regulirt werden, so dafs eine ganz kleine Drehung genügt, das Ventil fest zu schliefsen. Die Schliefsmutter / hält das Einsatzstück q in bekannter Art mit tangentialen Stiften, welche in einer Ringnuth desselben geführt werden. An das Einsatzstück q ist ein Arm w angegossen, welcher in einer Gabel den Drehzapfen ν des Ventilhebels / hält. Dieser Drehzapfen (s. Fig. 6 und 7) trägt an seinem freien Ende einen Schlüsselbart. In der gezeichneten Stellung kann die Ventilstange 0 durch den Hebel / gedreht werden, wobei der Bart in die längliche Gabel des Armes w tritt, wodurch ein Herausziehen der Ventilstange unmöglich wird. Sobald jedoch, der Hebel / in die verticale, durch den Anschlag an die Gabel markirte. Stellung zurückgedreht ist, kann mit ihm die Ventilstange herausgezogen werden, wobei der Bart sich hinter die Zapfengabel hakt und eine Drehung der Ventilstange hindert.
Dies Ventil kann mit einem Zuge geöffnet oder geschlossen und in letztgenannter Stellung durch eine kleine Drehung fest angezogen werden.
6. Es liegt in der Absicht der Constructeure, den Hahnkern nie ganz trocken gehen zu lassen, sondern dessen Spannung so zu reguliren, dafs immer ein wenig Feuchtigkeit nach dem Schlabberbecken durchsickert.
Auch die Stopfbüchse ist, wenn die inneren Widerstände nicht übermäfsig steigen sollen, nicht allzu fest anzuziehen. Sie wird, besonders nach längerem Stehen und bei ungenügender Oelung, wenig Wasser durchlassen. Dies Wasser kann durch ein Schlabberventil in den Abgufsschlauch geführt werden, wenn derselbe von dem Motor aus stetig fällt. Eine Gummikugel ζ gestattet in dem gezeichneten Zustande dem
Schlabberwasser den Austritt in den Ventilraum β und von dort durch die engere Oeffnimg α in das Austrittsrohr f. Wenn jedoch der Motor Wasser stofsweise in den Ventilraum β spritzt, so kann dies nicht direct in das Schlabberbecken gelangen, und selbst bei andauernder Spannung im Ventilraum hindert die Gummikugel ζ den Rücktritt des Abflufswassers nach dem Schlabberbecken.
Dies entleert sich in letzterem Falle je in den Arbeitspausen selbstthätig. Wenn jedoch der Abgufsschlauch von dem Motor aus steigt, so ist die Abführung des Wassers durch das Schlabberventil unmöglich und dieses wird durch Anziehen der Schraube y vollständig verschlossen.
Ein Ablafsventil χ wird dann geöffnet und leitet das Schlabberwasser nach einem kleinen Blechbehälter N, Fig. 8 und 9, welcher nach Bedürfnifs entleert wird. Durch dieses Ventil χ werden unter allen Umständen die letzten, etwa Schmutz enthaltenden Wasserreste entfernt, welche nicht nach dem Schlabberventil gelangen können.
7. Die bereits früher erwähnte Hubverminderung des Motors wird durch supportartige Verstellung des Kurbelzapfens i bewirkt. Dieser letztere ist mit einem Gleitstücke und einer Mutter h aus einem Stahlstück gefertigt, welches durch eine Schraube k, in einem Gufsstück π geführt, aus der gezeichneten Stellung, bei welcher der Kurbelzapfen in der Kurbelaxe steht, bis in die äufserste Stellung geschraubt werden kann, bei welcher der gröfstmögliche Kolbenhub (im gezeichneten Falle gleich 40 mm) eintritt.
In der gezeichneten Stellung läfst sich die Nähmaschine unabhängig vom Motor mit der Hand frei drehen. Durch die Hubveränderung wird die Leistung der Maschine, je nach der vorhandenen Spannung des Wassers und dem Arbeitswiderstande, auf eine gewünschte Stichzahl, 50 bis 250 pro Minute, regulirt. Die Maschine ergiebt in der ersten Etage einer Berliner Wohnung bis 350 Stiche bei der gezeichneten Gröfse und vollem Hube. Das Absperrventil wird stets ganz geschlossen oder ganz geöffnet. Abgesehen von den Wasserersparnissen, welche die Hahnsteuerung auch bei vollem Hube ergiebt, ist bei halbem Hube und offenem Ventile gegenüber der gleichen Leistung bei vollem Hube und gedrosseltem Ventile eine Ersparnifs von mehr als 100 pCt. des öfteren durch Versuch nachgewiesen worden.
Die volle Form des Kurbelsupports η macht es unmöglich, die Finger in den Winkel zwischen Kolbenstange und Kurbel einzuklemmen.
Bei der Befestigung des Kurbelsupports an dem Schwungrade der Singer'sehen Nähmaschine ist darauf Bedacht genommen, alle Bohrarbeiten entbehrlich zu machen.
Eine stählerne Körnerspitze j, Fig. 2, welche von einem Bleidraht S in dem Kurbelsupport festgehalten wird, setzt sich in die Körnermarke der Kurbelaxe und centrirt den Support, welcher sich mit einem Gummiringe τ gegen die Nabe des vorhandenen Schwungrades stützt. Drei Gufsarme φ, (ρ, und cp.2 des Supports sind. mit drei Schrauben ip, Xp1 und xp± durch drei von den vorhandenen Oeffnungen in den sechs Radarmen geführt und in hinterliegenden länglichen Muttern festgeschraubt, und dies so, dafs der Kurbelzapfen stets auf dem tiefsten Punkte steht, wenn die Nähnadel ganz gehoben ist. Es trifft dann die gröfste Kraftwirkung des Motors beim Aufsteigen mit dem Nadelstiche und beim Niedergange mit dem Durchschiefsen des Schiffchens zusammen. Beim Anziehen der Schrauben xp giebt der Bleidraht hinter dem Körner und der Gummiring so viel nach, dafs die Arme φ auf dem Rande des abgedrehten Schwungrades zum Anliegen kommen. Sind Oeffnungen, wie bei der Singer-Maschine, in den Schwungradarmen anderer ähnlicher Systeme nicht vorhanden, so werden die Schrauben Xp hakenartig um die Arme des Schwungrades gelegt.
8. Der Kurbelzapfen i, als Kugelzapfen ausgebildet, ist durch eine seitlich erweiterte Oeffnung in den cylindrischen Kopf der Kolbenstange λ eingesetzt und von oben durch eine Schraube ΰ gehalten, welche mit ihrem Kopfe fest auf einen Ring und diesen gegen den Stangenkopf zieht. Der Ring kann behufs Nachziehens dünner genommen werden.
Die Schraube ΰ enthält oben ein Schmiergefäfs und bildet nach unten das obere Kugellager des Zapfens i. Wird dieselbe um einen Gewindegang gelöst, so läfst sich der ganze Motor (s. Fig. 1) so weit um seine Befestigungszapfen d drehen, dafs der Kurbelzapfen ζ frei wird und mit der Maschine behufs Reinigen derselben gehoben werden kann.
Bei gröfseren Ausführungen des Motors wird es sich empfehlen, auch die Kolbenstange λ von unten in den dann als sechs- oder achteckiges Prisma gestalteten Stangenkopf ganz so einzuschrauben und durch Gegenmutter zu befestigen, wie dies mit der Mutter ϋ geschehen ist. Die Stange bildet dann mit ihrer Kopffläche das untere Kugellager des Zapfens i.
Dieser Stangenkopf wird sich überall da, wo Kugelzapfen angewendet werden, auch zu Trieb- und Kuppelstangen verwenden lassen.
9. Wenn der Motor zu gewerblichen Zwecken in den oberen Etagen verwendet werden soll, so werden die kurzen Unterbrechungen der Ar-' beit, welche meist entstehen, wenn von derselben Zweigleitung in einer tieferen Etage Wasser genommen wird, durch Anwendung eines Drucksammlers zu vermeiden sein. Dieser Drucksammler ist ein drucksicheres Gefäfs von 10 1 oder mehr Inhalt, welches in die Druckleitung des Motors so eingeschaltet wird, dafs das Wasser aus der Hauptleitung durch ein sich nach innen leicht öffnendes Gummiventil von
unten in dasselbe eindringt, während der Motor sein Wasser mit einer stets offenen Leitung über dem Ventil weg aus dem Drucksammler entnimmt. Die Luft in dem letzteren wird von dem eindringenden Wasser auf die höchstmögliche Spannung comprimirt. Fällt der Druck in der Leitung, so schliefst sich das Gummiventil des Drucksammlers und die comprimirte Luft treibt das Wasser aus demselben mit abnehmender Spannung dem Motor zu. Bis der Druck in der Leitung wieder steigt und derjenige in dem Drucksammler sein höchstes Mais wieder erreicht, vergeht meist so geringe Zeit, dafs die Verminderung der Arbeitsgeschwindigkeit kaum empfunden werden wird, und dies um so weniger, je gröfser der Cubikinhalt des Drucksammlers ist und je höher er über der Arbeitsstelle aufgestellt ist. Bei längeren Pausen kann durch Hubvergröfserung des Motors die Druckverminderung ausgeglichen werden. Diese Drucksammler werden den gesetzlichen Bestimmungen entsprechend auf die doppelte mögliche Spannung versucht.
Bei anders gestalteten Nähmaschinen oder zum anderweitigen Gebrauch wird der Motor entweder auf der Gufsplatte einer besonders gelagerten Kurbelwelle, welche mit Schwungrad, Schnur und Riemscheibe ausgerüstet ist, in der früher beschriebenen Art befestigt, wie dies in den Fig. io und ii gezeichnet ist, oder es wird die Kurbelwelle in einer Büchse gelagert, welche direct in den Windkessel des Apparates eingegossen ist, wie dies die Zeichnungen Fig. 12 und 13 zeigen.
In dem letzteren Falle kann auch die Ausströmung von der Einströmung getrennt und auf die andere Cylinderseite verlegt werden, wie dies im Anschlufs an die letztgenannten Zeichnungen in den Fig. 14, 15 und 16 gezeichnet ist. Die Hahngehäuse sind in diesen Motoren an die Cylinder angegossen und können in der früher beschriebenen Art mit besonderen Kanalhülsen ausgerüstet werden. Das Wasser, welches in Fig. 14 von rückwärts kommend unten rechts durch das früher beschriebene Absperrventil d (s. Fig. 13) in den Windkessel e und den Hahnkern C eintritt, gelangt je nach der Lage des oscillirenden Cylinders aus diesem durch je vier Einströmkanäle über oder unter den Kolben in den Cylinder α und verläfst denselben nach links durch einen symmetrisch zu dem ersteren stehenden Hahnkern C.
Die Querschnitte der Hähne b und c sind in den Fig. 15 und 16, beide von dem Cylinder a aus gesehen, gezeichnet. Die Scheidewände in den Hahnkernen sind hier entbehrlich und es kann deshalb ein kleinerer Durchmesser genügen. Entsprechend dem kleineren Wege am Umfang des Hahnkernes bei gleichem Drehwinkel sind die Kanäle schmäler und mit vierfacher Ein- und Ausströmung angeordnet.
Dreht sich die Hahnhülse in Fig. 16, welche der Einströmung entspricht, in der Pfeilrichtung rechts herum, so erfolgt der Eintritt unter den Kolben durch die Kanäle 1 bis 15, 7 bis 14, 6 bis 13 und 5 bis 12, während oben alle Kanäle geschlossen bleiben. Gleichzeitig hat sich in Fig. 15 der Ausströmseite die Hahnhülse in der gezeichneten Stellung links herum gedreht, und der Austritt von über dem Kolben befindlichem Wasser erfolgt durch die Kanäle 8 bis 1, 9 bis 2, 10 bis 3 und 11 bis 4. Die Kanäle an der unteren Seite der Hahnhülse sind alle geschlossen. Bei den symmetrischen Oscillationen beider Hahnhülsen erfolgt in Fig. 16 der Eintritt über den Kolben durch die Kanäle 1 bis 8, 2 bis 9, 3 bis 10 und 4 bis 11, während in Fig. 15 der Austritt unter dem Kolben weg durch die Kanäle 15 bis 1, 14 bis 7, 13 bis 6 und 12 bis 5 erfolgt. Jeder Hahn hat eine Umströmmuschel, welche in den Fig. 15 und 16 durch je die Kanäle 11 und 12 die Umströmung vermitteln. Der Einströmhahn hat mehr, der Ausströmhahn sehr wenig Deckung für die Ein- und Ausströmkanäle, und nachdem die ersteren und ehe die letzteren geschlossen sind, öffnen sich in beiden Hähnen die Umströmmuscheln. Eine ähnliche Modification des Motors entsteht, wenn man bei dem Motor mit nur einem/ Steuerungshahn diesen umgekehrt, mit dem Hahngehäuse an den Cylinder angegossen, ausführt, oder wenn bei dem Motor mit zwei Steuerungshähnen nur der eine oder auch beide mit dem Hahnkerne an den Cylinder angegossen sind.

Claims (7)

Patent-Ansp suche:
1. Die durch das Schlabberbecken vermittelte universalgelenkige Aufstellung von Wasser-, Dampf- oder Luft-Motoren, in Form oscillirender Kolbenmaschinen, wie durch Zeichnung und Beschreibung nachgewiesen.
2. Die eigenthümliche Anordnung der Ein- und Ausströmkanäle behufs mehrfacher Doppelbenutzung derselben und die Anwendung einer Umströmmuschel an der Hahnsteuerung eines Wassersäulenmotors, wie durch Zeichnung und Beschreibung nachgewiesen.
3. Die Anwendung einer dicht im Hahngehäuse eingesetzten Kanalhülse an den Hahnsteuerungen solcher Motoren, wie durch Zeichnung und Beschreibung nachgewiesen.
4. Die Art, wie bei einseitiger Hahnsteuerung deren Anspannung durch den zweiten Drehzapfen des Cylinders bewirkt und dieser möglichst nahe an die Axe des Cylinders herangerückt wird, wie durch Zeichnung und Beschreibung nachgewiesen.
5. Die Anwendung eines verbesserten Absperrventils, welches mit einem Zuge geöffnet oder geschlossen und im geschlossenen Zustande durch eine nur in diesem mögliche Drehung^ der Ventilstange auf seinen Sitz gespannt werden kann, für Wasser-, Dampfund Luftabschlüsse für oscillirende Kolbenmaschinen der gezeichneten und beschriebenen Art.
6. Die Anwendung eines Schlabberventils an der Wassersäulenmaschine, welches den Austritt des Wassers aus dem Schlabberbecken nach dem Ausströmrohr gestattet, jedoch den Rücktritt des Wassers auf umgekehrtem Wege verhindert, wie durch Zeichnung und Beschreibung nachgewiesen.
7. Die Anwendung einer radialen, supportartigen Verstellung des Kurbelzapfens an einer Wassersäulenm aschine und die Form und Art der Befestigung dieses Kurbelsupports an den Schwungrädern von S ing er'sehen oder ähnlich gestalteten Nähmaschinen, wie durch Zeichnung und Beschreibung nachgewiesen.
Die Einschaltung des Drucksammlers in die Einströmleitung eines Wassermotors, welcher durch Comprimiren einer Luftmenge einen Arbeitsvorrath ansammelt und durch ein Ventil den Rücktritt des einmal aufgenommenen Wassers verhindert, an Wassersäulenmaschinen.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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