DE460440C - Einrichtung zum Pruefen von Radiowiderstaenden auf Rauschfreiheit - Google Patents
Einrichtung zum Pruefen von Radiowiderstaenden auf RauschfreiheitInfo
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Description
- Einrichtung zum Prüfen von Radiowiderständen auf Rauschfreiheit. Bei der Herstellung von Radiowiderständen, namentlich bei der Massenherstellung solcher Widerstände, ist es wichtig, leicht und rasch solche Widerstände ausscheiden zu können, die den in der Praxis gestellten Anforderungen hinsichtlich der Rauschfreiheit nicht genügen. Eine akustische Prüfung von Widerständen kann mit Hilfe eines Verstärkers und eines angeschlossenen Telephons oder Lautsprechers erfolgen. Durch Verwendung eines Verstärkers allein könnte .jedoch nicht dauernd mit Sicherheit festgestellt werden, ob die untersuchten Widerstände den akustischen Anforderungen in der Praxis genügen, da die Empfindlichkeit des Verstärkers während einer längeren Betriebsdauer von selbst zu- oder abnehmen kann. Um diese Schwierigkeit zu beseitigen, ist nach der Erfindung dem Verstärker eine als Vergleichsmittel dienende, auf dem Barkhausen-Effekt beruhende Vorrichtung zugeordnet, die z. B. aus einem in der Nähe eines Elektromagneten bewegbaren, permanenten Magneten besteht. Mittels dieser Vorrichtung können schwache Wechselströme in den Verstärker gesandt werden, die durch den Verstärker hörbar gemacht werden. Auf diese Weise kann von Zeit zu Zeit kontrolliert werden., ob die Empfindlichkeit des Verstärkers sich geändert hat, und gegebenenfalls eine neue Regelung des Verstärkers erfolgen. Auf der Zeichnung ist eine Einrichtung nach der Erfindung in einer Ausführungsform veranschaulicht.
- Abb. r ist eine schematische Gesamtdarstellung der Einrichtung.
- Abb. 2 veranschaulicht schaubildlich eine Einzelheit.
- Der Verstärker a ist mit einem Lautsprecher b oder Kopfhörer sowie mit einem drehbaren Einstellknopf o o. dgl. versehen, durch den die Empfindlichkeit dieses Verstärkers gereelt werden kann. An die Zuleitungen des' Verstärkers a ist ein Umschalter d angeschlossen, der abwechselnd mit Kontakten e oder f in Berührung gebracht werden kann. An die Kontakte ,e ist eine Leitungsschleife angeschlossen, in die eine Batterie ä und eine Klemmvorrichtung h zum Einspannen der zu untersuchenden Radiowiderstände i eingeschaltet ist. Mit den Kontakten/ ist eine Leitungsschleife verbunden, in die ein Elektromagnet k eingeschaltet ist. In der Nähe des Elektromagneten k ist ein permanenter Magnet m um eine ortsfeste Achse iz schwenkbar.
- Der Elektromagnet k und die Achsen sind senkrecht auf einer Grundplatte r (Abb. a) nebeneinander angebracht. Der permanente Magnet m ist mit .einer lose auf der Achsen angeordneten Hülse o versehen, an der ein Handgriffp vorgesehen ist. Die Hülseo ist auf einem auf der Achse tz befestigten, als Stützglied dienenden Stellring g drehbar. Mit Hilfe dieses Stellrings g, der an einer Gradeinteilung Y der Achse n einstellbar ist, kann der permanente Magnet m in der gewünschten Entfernung vom Elektromagneten k angeordnet werden. Wird der permanente Magnet m mittels des Handgriffs p über dem Elektromagneten h hin und her geschwenkt, so werden in dem Elektromagneten h schwache, auf dem soggenannten Barkhausen-Effekt beruhende Wechselströme hervorgerufen, die durch den Verstärker a hörbar gemacht werden können. Beim Barkhausen-Effekt handelt es sich bekanntlich nicht um eine normale Induktionswirkung, sondern um die Erzeugung unregelmäßiger, schwacher Wechselströme, die durch die Umlagerung der Molekularmagnete hervorgerufen werden.
- Bei der Benutzung der beschriebenen Einrichtung wird der Umschalter d auf die Kontakte e gebracht und dann zunächst ein Radiowiderstand i, dessen Rauschwirkung sich beim praktischen Gebrauch in einem Radiogerät als erträglich erwiesen hat, in die Klemmvorrichtung h eingespannt. Hierauf -wird der Verstärker a mittels des Knopfes c so eingestellt, daß ein Prüfbeämter, der normalen Gehörsinn besitzt, nur :ein schwaches, durch den vorgenannten Radiowiderstand h erbeigeführtes Rauschen im Lautsprecher b hört. Der Umschalter d wird dann mit den Kontakten f verbunden. Der Magnet m wird nun mittels des Handgriffs p hin und her geschwenkt, so daß aus den oben geschilderten Gründen ein Rauschen im Lautsprecher b zu hören ist. Während des Hinundherschwenkens wird der Magnet m gleichzeitig mittels des Stellrings g in solcher Entfernung vom Elektromagneten k eingestellt, daß das durch die Vergleichsvorrichtung k, m, t, hervorgerufene Rauschen geradeso stark ist wie das durch den obengenannten Radiowiderstand herbeigeführte Rauschen.
- Der permanente Magnet m wird dann noch um ein geringes Stück vom Elektromagneten k entfernt, so daß das Rauschen gerade verschwindet. Der Umschalter d wird jetzt wieder auf die Kontakte e gebracht. Die Einrichtung ist nunmehr zum Untersuchen neuer Radiowiderständei auf Rauschfreiheit fertig eingestellt. Der Prüfbeamte führt nacheinander die zu untersuchenden Radiowiderstände i in die Klemmvorrichtung h ein. Ist bei der Prüfung Jedes Widerstandes! kein Rauschen zu hören, so ist dieser Widerstand brauchbar.
- Von Zeit zu Zeit wird, um die Einstellung der Prüfeinrichtung zu kontrollieren, der Umschalter d auf die Kontakte f gebracht und der permanente Magnet m hin und her bewegt, während gleichzeitig der Verstärker a mittels des Knopfes c zunächst so geregelt wird, daß ein 'schwaches Rauschen zu hören ist. Dann wird der Verstärker a sofort wieder so geregelt, daß das schwache Rauschen gerade verschwindet. Der Verstärkera befindet sich dann wieder im richtigen Prüfzustand.
- Die Verwendung der Vergleichsvorrichtung h, m, n bietet den technischen Vorteil, daß diese Vorrichtung unbedingt konstant ist. Wird der permanente Magnet m der Vorrichtung k, m, n auf edlen bestimmten Strich der Gradeinteilung r eingestellt, so werden durch diesen Magneten stets Wechselströme von bestimmter Stärke hervorgerufen, die in oben beschriebener Weise im Lautsprecher b hörbar werden. Mit Hilfe der Vorrichtung k, m, n kann daher der Verstärker a stets im richtigen Prüfzustand gehalten werden.
- Werden Prüfbeamte mit vom normalen Gehörsinn abweichendem, stärkerem oder schwächerem Gehörsinn mit der Bedienung der Einrichtung beauftragt, so wird der permanente Magnet m so eingestellt, daß ein Beamter mit normalem Gehörsinn im Lautsprecher b ein schwaches Rauschen hört. Ein Prüfbeamter, der z. B. einen schlechteren Gehörsinn besitzt, würde jetzt zunächst überhaupt kein Rauschen hören: Der Verstärker a rriuß daher nunmehr so eingestellt werden, daß auch der Prüfbeamte mit schlechterem Gehörsinn ein schwaches Rauschen hört. Hierauf wird der Elektromagnet m wieder so eingestellt, daß das schwache Rauschen _gerade verschwindet, worauf der neue Prüfbeamte mit schlechterem Gehörsinn die Einrichtung in oben beschriebener Weise bedienen kann. Ein Prüfbeamter mit außergewöhnlich gutem Gehörsinn würde in dem vorgenannten Fall ein starkes Rauschen hören.. Der Verstärker muß daher in diesem Fall so eingestellt werden, daß nur ein schwaches Rauschen hörbar ist.
Claims (1)
- PATENTAL; SPRÜCHE: i. Einrichtung zum Prüfen von Radiowiderständen auf Rauschfreiheit, dadurch gekennzeichnet, daß die Radiowiderstände auf Rauschfreiheit mit Hilfe eines mit einem Lautsprecher oder Kopfhörer versehenen Verstärkers geprüft werden, dem eine auf dem Barkhausen-Effekt beruhende Vergleichsvorizchtung, z. B. ein in der Nähe eines Elektromagneten bewegbarer, permanenter Magnet, zugeordnet ist, durch welche Wechselströme hervorgerufen werden, die durch den Verstärker hörbar gemacht werden. z. Einrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß an den Verstärker (a) ein Umschalter (d) angeschlossen ist, der abwechselnd mit einer Leitungsschleife, in die eine Batterie (g) und eine Vorrichtung (h) zum Einspannen der zu prüfenden Radiowiderstände (i ) eingeschaltet ist, und mit einer Leitungsschleife, in welche der Elektromagnet (k der Vergleichsvorrichtung (k, m, n) eingeschaltet ist, verbunden werden kann. 3. Einrichtung nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß neben dem Elektromagneten (k i der Vergleichsvorrichtung (k, m, iz) eine ortsfeste Achse (it) angeordnet ist, auf der der permanente Magnet (in) schwenkbar ist. Einrichtung nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Elektromagnet (k) und die ortsfeste Achse (n) senkrecht nebeneinander angeordnet sind und der permanente Magnet (in) auf einem auf der Achse (n) einstellbar befestigten Stellring (g) o. dgl. schwenkbar ist. 5. Einrichtung nach Anspruch q., dadurch gekennzeichnet, daß die Achse (n) mit einer Gradeinteilung (Y) versehen ist, um den permanenten Magneten (m) genau in der gewünschten Höhenlage einstellen zu können.
Priority Applications (1)
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Applications Claiming Priority (1)
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| DE460440C true DE460440C (de) | 1928-05-29 |
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| DEST42689D Expired DE460440C (de) | 1927-05-19 | 1927-05-19 | Einrichtung zum Pruefen von Radiowiderstaenden auf Rauschfreiheit |
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1927
- 1927-05-19 DE DEST42689D patent/DE460440C/de not_active Expired
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