DE459101C - Elektrisches Relais - Google Patents
Elektrisches RelaisInfo
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- DE459101C DE459101C DEE34977D DEE0034977D DE459101C DE 459101 C DE459101 C DE 459101C DE E34977 D DEE34977 D DE E34977D DE E0034977 D DEE0034977 D DE E0034977D DE 459101 C DE459101 C DE 459101C
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Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01J—ELECTRIC DISCHARGE TUBES OR DISCHARGE LAMPS
- H01J40/00—Photoelectric discharge tubes not involving the ionisation of a gas
Landscapes
- Photometry And Measurement Of Optical Pulse Characteristics (AREA)
Description
Jede Funkenstrecke schlägt bei einer gewissen Spannung über. Der Strom findet
dann einen Ausgleichsweg über den Lichtbogen. Diesem Lichtbogenüberschlag geht eine Glimmerscheinung voraus, die sich durch
ein rötlich violettes Leuchten an einer oder beiden Elektroden der Funkenstrecke bemerkbar
macht. Bei gewöhnlichem Luftdruck setzt das Glimmen erst bei einigen Tausend Volt
ein. Man kann jedoch bekanntlich diese Grenze bis auf etwa 60 Volt bis 100 Volt
herabsetzen, indem man die Elektroden als Spitzen oder Drähte ausbildet und diese dann
unter geringen Gasdruck setzt. Derartige Glimmlichtröhren sind zur Verstärkung der
Wirkung häufig mit einem besonderen Gas, /. B. Neon, gefüllt. Bei dem Glimmlicht ist
der Stromübergang nur verhältnismäßig gering, da zu dem äußeren Widerstand des Kreises noch der innere Widerstand der
Glimmröhre kommt; die Lichtintensität ist klein, so daß man zu besonderen Mitteln greifen
muß, um alles Licht der Glimmerscheiriung auszunutzen.
Da die Glimmerscheinung in Röhren unter geringem Gasdruck bei Spannungen auftritt,
die im unteren Bereich der Niederspannungen unserer Kraftwerke liegen, kann man sie insbesondere
auch zum Anzeigen von geringen Spannungserhöhungen in den Schaltanlagen benutzen. Setzt z. B. das Glimmen der Elektroden
bei 80 Volt ein, so kann man die Spannung dauernd auf einer Höhe von 78 Volt
halten, so daß die geringe Steigerung von 2 Volt genügt, um das Glimmen einzuleiten
und gegebenenfalls ein Schaltrelais auszulösen.
Die Erfindung betrifft ein elektrisches Relais, bei welchem das bei bestimmter Spannung
auftretende Glimmlicht zur Herbeiführung der gewünschten Auslösewirkung in der Weise verwendet wird, daß erfindungsgemäß
eine durch die angelegte Spannung in einem Raum verringerten Gasdruckes erzeugte
Glimmlichtentladung· derart mit einer lichtempfindlichen Zelle, ζ. B. einer Selenzelle, zusammenwirkt,
daß ein mit der Zelle in Reihe geschaltetes hochempfindliches Relais von dem Strom einer ebenfalls in Reihe 'eingeschalteten
Spannungsquelle (Batterie) ausgelöst wird. In besonders vorteilhafter Weise wird die Zelle dicht neben der Glimmerscheinung
angeordnet. Die Zelle wird in an sich bekannter Weise mit einem Gleichstromrelais
und einer Batterie in Reihe geschaltet. Tritt die Glimmerscheinung ein, so sinkt infolge
der Glimmlichteinwirkung der Widerstand des Selens, und der Auslösestrom des Relaiskreises
wird so stark, daß das Relais sicher anspricht. Die getrennte Anordnung der bei-
*) Von dem Patentsucher ist als der Erfinder angegeben worden:
Dipl.-Ing. Walter Bansa in Frankfurt a. M.
den Stromkreise hat den Vorteil, daß höher empfindlichere Gleichstromrelais an Stelle der
Wechselstromrelais verwendet werden können. Eine Ausfiihrungsform der Erfindung zeigt
Abb. i. Hierin ist die eine Elektrode, an der die Glimmerscheinung" auftritt, durch einen
um die Selenzelle S gelegten Faden .F1 dargestellt.
Für die andere Elektrode F2 wird, um ein sicheres Auftreten der Glimmers cheinung
an der Fadenelektrode zu gewährleisten, zweckmäßigerweise eine Form gewählt, die
ein möglichst niedriges, gleichmäßiges Potential gewährleistet (z. B. eine starke Platte
mit abgerundeten Kanten). Die ganze Anordnung· ist in einer Glasrohre unter niedrigem
Gasdruck, von z. B. Neongas, untergebracht. Das Glasrohr selbst wird auf irgendeine
Weise lichtundurchlässig gemacht, z. B. gekapselt, um ein Ansprechen der Anordnung
durch fremde Lichtquellen zu verhindern.
Eine andere Ausführungsform zeigt Abb. 2. Es werden hier beide als Fäden ausgebildete,
dicht nebeneinanderliegende Glämmeleiktro- UeIiF1 und F2 von der als Zylinder ausgebildeten
Selenzelle 5 umschlossen, um alles auftretende Glimmlicht möglichst zu verwerten.
Eine Schaltungsmöglichkeit für das Relais gemäß der Erfindung ist in Abb. 3 dargestellt.
Der Transformator, Spannungs- oder Stromwandler T liefert bei geringer Spannungserhöhung
die Ansprechspannung für das Glimmlicht. Durch diese Liehtwirkung wird
der Widerstand des Selens derart verkleinert, daß das Gleichstromrelais R genügend Spannung
erhält und anspricht. Bis zu einer gewissen Sättigung ist die Widerstandsänderung
des Selens auch abhängig von der Glimmlichtintensität, so daß im steilen Teil der Charakteristik evtl. eine Verstärkerwirkung
auftreten kann. Will man über diese Sättigung hinaus eine Abhängigkeit von der Glimmleistung erzielen, so kann man eine
Staffelschaltung der Röhren anwenden, wie sie z. B. in Abb. 4 dargestellt ist. Es werden
dabei im Transformatorkreis zwei Glimmröhren G1 und G2 verschiedener Ansprechspannung
parallel· geschaltet, deren Selenzellen in Serie im Relaiskreis liegen.
Bei langsamer Steigerung der Spannung am Transformatorkreis wird zunächst nur
eine Röhre ansprechen. Da sich somit lediglich der eine Selenwiderstand verringert hat,
wird nur das höher empfindliche Relais ansprechen. Durch weitere Erhöhung der Transformatorenspannung kommt auch die
zweite Röhre zum Glimmen. Da nunmehr der Selenwiderstand beider Röhren gesunken ist, spricht auch das minder empfindliche Relais
an. Auf diese Weise könnte z. B. zu- S0 nächst ein Warnungssignal abgegeben werden
und später die Auslösung erfolgen. Natürlich ist es auch möglich, jedes Relais mit
einer Röhre getrennt zu schalten.
An Stelle des Selens kann für die angegebenen Röhren jedes andere durch Lichteinwirlcung
seinen Widerstand ändernde Material verwendet werden.
Claims (3)
1. Elektrisches Relais, dadurch gekennzeichnet, daß eine durch Anlegen der erforderlichen
Spannung __ in einem Raum verringerten Gasdruckes erzeugte Glimmlichtentladung
derart mit einer lichtempfindlichen Zelle, z. B. einer Selenzelle, zusammenwirkt,
daß ein mit der Zelle in Reihe geschaltetes hochempfindliches Relais
von dem Strom einer ebenfalls in Reihe eingeschalteten Spannungsquelle (Batterie) ausgelöst wird.
2. Elektrisches Relais nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine Glimmelektrode
als Faden ausgebildet und derart um die lichtempfindliche Zelle herumgelegt ist, daß praktisch alle Lichtstrahlen
des Glimmlichtes die lichtelektrische Zelle treffen.
3. Elektrisches Relais nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß beide als
Fäden ausgebildete Glimmelektroden von einer lichtelektrischen Zelle vollständig
umhüllt sind.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEE34977D DE459101C (de) | 1926-12-05 | 1926-12-05 | Elektrisches Relais |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEE34977D DE459101C (de) | 1926-12-05 | 1926-12-05 | Elektrisches Relais |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE459101C true DE459101C (de) | 1928-04-28 |
Family
ID=7077115
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEE34977D Expired DE459101C (de) | 1926-12-05 | 1926-12-05 | Elektrisches Relais |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE459101C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE945168C (de) * | 1950-07-26 | 1956-07-05 | Siemens Ag | Einrichtung zur Gittersteuerung von Stromrichtern |
-
1926
- 1926-12-05 DE DEE34977D patent/DE459101C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE945168C (de) * | 1950-07-26 | 1956-07-05 | Siemens Ag | Einrichtung zur Gittersteuerung von Stromrichtern |
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