DE455482C - Veraenderlicher Kondensator mit durch Glimmer getrennten Belegungen - Google Patents

Veraenderlicher Kondensator mit durch Glimmer getrennten Belegungen

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DE455482C DED45110D DED0045110D DE455482C DE 455482 C DE455482 C DE 455482C DE D45110 D DED45110 D DE D45110D DE D0045110 D DED0045110 D DE D0045110D DE 455482 C DE455482 C DE 455482C
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Description

  • Veränderlicher Kondensator mit durch Glimmer getrennten Belegungen. Um bei veränderlichen Kondensatoren eine möglichst große Kapazität bei kleinem Volumen zu erhalten, hat man versucht, Dielektrika mit größerer Dielektrizitätskonstante als Luft oder öl, z. B. Glimmer, zwischen den Metallbelegungen zu verwenden. Dieses Material hat den weiteren Vorzug, daß infolge seiner größeren dielektrischen Festigkeit die Abstände zwischen den Delegungen und somit auch die Bemessung des Kondensators recht klein gehalten werden können. Wenn jedoch der Kondensator so gebildet war, daß die durch Glimmer isolierten festen und beweglichen Platten aufeinanderlagen, so bildete sich beim Drehen durch Reibung der sich berührenden Teile im Laufe der Zeit durch den Verschleiß des Glimmers Glimmerstaub, welcher das gute Arbeiten des Kondensators beeinträchtigte.
  • Die vorliegende Erfindung geht von der Erkenntnis aus, daß dieser Staub an sich nicht schädlich ist, und nur in den Fällen nachteilig ist, in welchen, wie bei den bisher verwendeten Konstruktionen, die Platten. des unbeweglichen Systems mehr oder weniger steif angeordnet sind. Der veränderliche Glimmerkondensator nach der Erfindung ist im Gegensatz zu den bekannten Anordnungen so gebaut, daß seine Platten nicht steif befestigt sind; vielmehr sind das aus einer oder mehreren Scheiben bestehende bewegliche und das entsprechende feststehende Element durch Federn so gegeneinandergepreßt, daß sich ihre Oberflächen gut aneinanderschmiegen, ohne daß dabei ihre gegenseitige Verstellbarkeit verhindert ist. Der sich im Laufe der Zeit etwa entwickelnde Glimmerstaub verursacht dabei keinerlei Verstopfungen, die, wie bei den bekannten Kondensatoren, den Druck zwischen den sich reibendeii Platten vergrößern und so die Drehung der beweglichen Platten verhindern könnten. Der Druck bleibt vielmehr bei der erfindungsgemäßen Anordnung nur von 'der Elastizität der Federn abhängig und daher im wesentlichen konstant. Der Glimmerstaub kann sich sogar als nützlich erweisen, indem er sozusagen als Schmiermittel dient und die Reibung verkleinert und außerdem die etwa vorhandenen Unebenheiten der sich berührenden Oberflächen ausfüllt, so daß das Dielektrikum homogener ist und keine- Lufträume zwischen die Beleggungen kommen.
  • Im übrigen ist die Entwicklung von Glimmerstaub bei entsprechend eingestelltem Federdruck nicht sehr groß; sie wird zudem etwas verkleinert, wenn man, wie bei einigen Ausführungen des Kondensators nach der Erfindung, die Anordnung so trifft, daß eines von den Kondensatorelementen, vorzugsweise das bewegliche, keine Glimmerplatten hat, so daß die Reibung nicht zwischen Glimmer und Glimmer, sondern zwischen Metall und Gliminei stattfindet.
  • Einige Ausführungsbeispiele des Erfindungsgedankens sind in den Abbildungen der beiliegenden Zeichnung dargestellt.
  • Abb. i zeigt im größeren Maßstab einen Mittelschnitt durch einen gemäß der Erfindung hergestellten Kondensator mit einer drehbaren und zwei festen Belegungen.
  • Abb. 2 zeigt eine Draufsicht auf die obere feste Platte in Abb. i, wobei ein Teil der Glimmerauflage entfernt ist. Die Darstellung in. Abb. 2 ist in halber Größe der Ausführung in Abb. i gehalten. 4' Abb. 3 zeigt eine Draufsicht auf die drehbare Metallbelegung Abb. 4 zeigt eine Draufsicht auf die untere feststehende Platte, wobei ebenfalls die Glirnmerscheibe teilweise entfernt ist.
  • Abb. 5 zeigt die Kondensatorbelegungen im Gehäuse von unten.
  • Abb. 6 zeigt eine ähnliche Draufsicht wie Abb. 5, jedoch sind neben den Kondensatorbelegungen noch andere Teile vorhanden.
  • Abb. 7 zeigt eine etwas abgeänderte Ausführung im Schnitt, bei welcher mehrere drehbare Belegungen vorhanden sind.
  • Abb. 8 zeigt eine weitere Ausführungsform, bei welcher mehrere einzelne Kondensatoren zu einer Einheit zusam-rnengebaut sind.
  • Abb. 9 zeigt eine Draufsicht auf die Ausführung nach Abb. 8.
  • Der Kondensator nach Abb. i besteht aus einem Gehäuse i aus Hartgummi oder aus einem anderen geeigneten Isoliermaterial, einem Deckel 2 für das Gehäuse aus gleichem Material, zwei festen Platten 3 und 4, einer dünnen biegsamen und drehbaren Metallplatte 5, einer Welle 6, an welcher die drehbare Platte 5 befestigt ist, einem Knopf 7 zur Drehung der Welle 6 und einem Spannring 8, durch welchen die festen Platten in ihrer Lage gehalten werden und der Druck zwischen den festen und drehbaxen Platten erzeugt wird.
  • jede der festen Platten3 und 4 besteht aus zwei dünnen biegsam-en und kreisförmigen Glimmerscheiben (z.B. von etwa o,o-->5 bis o#o5 mm Dicke), welche miteinander durch einen geeigneten Klebestoff verbunden sind und eine dünne Metallplatte 3a bzw. 4a zwischen sich enthalten. Diese letzteren sind vorzugsweise halbkreisförmig ausgebildet, wie dies aus Abb. 2 und 4 ersichtlich ist. Die Scheiben sind in bekannter Weise mit Zungen 31' und 4 b versehen, welche an eine nietallische, Anschlußklemme 9 angelötet werden. Die gesamte Dicke jeder der festen Platten schwankt zwischen 0,075 und 0,15 mm und überschreitet vorzugsweise die letztere Größenordnung nicht. Die Anschlußklemmeng und i o liegen in Schätzen des Gehäuses i und sind mit Anschlußschrauben ii versehen.
  • Die drehbare Platt,-,5 kann aus Messing bestehen und hat ungefähr eine Dicke von 0,07 5 bis o, i S mm. Sie ist auf der Welle 6 an einer Schulter6' befestigt, während das Ende der Welle6 über die Platte5 umgebördelt ist. Der federnde Draht8 wird in die Nut i' des Gehäuses i eingedrückt und liegt hierbei gegen die Unterseite der festen Platte 4 an, wodurch diese festgehalten wird. Die feste Platte 3 besitzt vorzugsweise einen kleineren Durchmesser als die Platte 4; ferner ist eine Aussparung von einer Tiefe, die ein wenig geringer ist als die Dicke der Platten 3 und 5 zusammen, in dem Gehäuse i vorgesehen, in welche diese Platten eingelegt werden. Die Platte 4 ruht mit ihrem Umfang auf einer Schulter i- des Gehäuses. Hierdurch werden die festen Platten im Abstand voneinander gehalten. Der federnd an der festen Platte 4 anliegende Draht 8 ist an die Anschlußklemme io angelötet und hat zwei nach innen vorspringende Teile oder Finger 8a, welche die drehbare Platte 5 berühren und so eine elektrische Verbindung zwischen der Platte 5 und der Klemme io herstellen. Gegebenenfalls können auch die nach innen abgebogenen Enden des Spannrings 8 direkt einen elektrischen Schleifkontakt mit der Welle 6 bilden und dadurch auch als Stromzuführung für die drehbare Platte dienen. Da die Schulter ja UM ein geringes niedriger als die gesamte Dicke der festen Platte 3 und der beweglichen Platte 5 ist, so wird die feste Platte 4 gegen die bewegliche Platte 5 und letztere gegen die feste Platte 3 gedrückt. Durch diesen Druck zwischen den festen und beweglichen Platt-en wird verhindert, daß Luft zwischen sie treten kann. Die Abschlußplatte 2 wird an dem Gehäuse i mit Hilfe von versenkten Schrauben i-. befestigt.
  • Bei dem in Abb. 7 dargestellten Kondensator sind vier feste Platten und drei drehbare Platten vorhanden. Die letzteren sind an der Welle 15 mit Hilfe einer Schraube 16 befestigt, welche durch einen Stift ig an einer Verdrehung gegenüber der Welle ; 5 verhindert ist. Die drehbaren Platten 14 sind durch geeignete Unterlegscheiben 17 im Abstand voneinander gehalten, während die festen Platten 13 durch Ringe 18 aus Isoliermaterial voneinander getrennt sind. Die Dicke der Unterlegscheiben17 und der Ringei8 ist so bemessen, daß sich die festen und beweglichen Platten unter dem Druck des Spannrings8 berühren. Im übrigen ist der Aufbau nach Abb.7- identisch mit dem nach Abb. i.
  • Abb, 8 zeigt einen Kondensatoraufbau mit zwei übereinander angeordneten Kondensatoreinheiten. jede der Einheiten hat eine drehbare Platte und zwei feste Platten der beschriebenen Ausführung, während beide Einheiten miteinander durch Bolzen 22 und Muttern 23 verbunden sind. Die Wellen 24, an welchen die drehbaren, Platten befestigt sind, sind je mit einem prismatischen Ansatz 24' und einer geeigneten Bohrung 2V versehen, in welche der Ansatz 24' der anschließenden Welle eingeschoben ist. Infolgedessen sind die einzelnen Wellen gegen Drehung gegeneinander gesichert und die drehbaren Platten elektrisch miteinander über die Wellen verbunden. Eine noch bessere elektrische Verbindung kann jedoch erhalten werden, wenn die Anschlußblöcke 25 miteinander mittels eines Drahtes verbunden werden. Die festen Platten können durch Verbindung der Anschlußklemmen 26 aneinander angeschlossen werden. Wie ohne weiteres ersichtlich, kann jede gewünschte Zahl von Kondensatoreinheiten in der beschriebenen Weise miteinander verbunden werden, um einen Kondensator gewünschter Kapazität herzustellen. Es ist auch nicht notwendig, daß die einzelnen Kondensatoreinheiten einander gleich sind; vielmehr können einige der Einheiten größere und einige kleinere Kapazitäten aufweisen.
  • Die Oberfläche jeder Einheit wie auch die der Gehäuse nach Abb. i und 7 ist vorzugsweise mit einer Skala 27 versehen, während ein an dem Drehknopf befestigter Zeiger 28 über der Skala der obersten Einheit läuft.
  • DurchdieNachgiebigkeit der festenundbeweglichen Platten werden alle Unregelmäßigkeiten der Flächen, die miteinander arbeiten, ausgeglichen und infolgedessen der Raum, zwischen den Metallfolieny und 4a und den, drehbaren Platten auf ein Minimum herabgesetzt und gleichzeitig jede Störung in der Bewegung der drehbaren Platten verhindert.
  • Man kann auch eüi feines Glimmerpulver auf die sich reibenden Flächen streuen, bevor der Kondensator zusammengesetzt wird, um eine anfängliche Schmierung zu erzielen. Das Pulver kann jedoch auch fortgelassen werden, da sich nach kurzer Zeit ein feiner Staub durch die Abarbeitung der Glimmerscheiben bildet. Der Glimmerstaub erfüllt dabei nicht nur die Aufgabe eines Schmiermittels, sondern er füllt auch jeden leeren Raum zwischen den Platten aus. Da die Dielektrizitätskonstante des Glimmerpulvers auch größer ist als die der Luft, so ergibt sich auch hierdurch noch eine größere Kapazität pro Flächeneinheit.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: l.' Veränderlicher Kondensator mit durch Glimmer getrennten Belegungeii, dadurch gekennzeichnet, daß das aus einer oder mehreren Scheiben bestehende bewegliche und das entsprechende feststehende Element durch Federn so gegeneinandergepreßt sind, daß sich ihre Oberflächen gut aneinanderschmiegen, ohne daß dabei ihre gegenseitige Verstellbarkeit verhindert ist.
  2. 2. Kondensator nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß eines der Elemente, vorzugsweise das bewegliche, nur aus Metall besteht. 3. Kondensator nach Anspruch i oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die feststehenden Belegungen beiderseits von Glimmerplatten. umhüllt und mit Metallzungen versehen sind, die aus der Glimmerumhüllung herausragen und zur Herstellung von Anschlüssen dienen. 4. Kondensator nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den beweglichen Belegungen und den Glimmerplatten Glimmerpulver eingebracht ist. 5. Kondensator nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet ' daß die zur Aufnahme der festen Belegungen dienende Vertiefung im Gehäuse Stufen von so geringer Höhe besitzt, daß der von einem Spannring auf die unterste feste Belegung ausgeübte Druck über die beweglichen und festen Belegungen bis zur obersten festen Belegung durchgreift. 6. Kondensator nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß zur Erzielung eines unveränderlichen gegenseitigen Ab- standes der festen Belegungen ringförmige Zwischenlagen aus Isolierstoff dienen. 7. Kondensator nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der die Zusammenpressung der festen und beweglichen Belegungen bewirkende, in seiner Mitte an einer Anschlußklemme befestigte Spannring in einer Nut des Gehäuses eingelegt ist und seine nach innen abgebogenen Enden einen elektrischen Schleifkontakt mit dem beweglichen Plattensystem, z.B. mit der Welle desselben, bilden. 8. Kondensator nach Anspruch7, dadurch gekennzeichnet ' daß die Achse der beweglichen Belegungen an einem Ende mit einem rechteckigen Ansatz und am :anderen Ende mit einer entsprechenden Bohrung versehen ist, derart, daß mehrere solche Kondensatoren zu einer Einheit zusammengesteckt werden können.
DED45110D 1922-07-20 1923-06-15 Veraenderlicher Kondensator mit durch Glimmer getrennten Belegungen Expired DE455482C (de)

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