DE454772C - Reinigung von Gasen von Schwefelwasserstoff durch Zerlegen desselben in Wasserstoff und Schwefel - Google Patents

Reinigung von Gasen von Schwefelwasserstoff durch Zerlegen desselben in Wasserstoff und Schwefel

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DE454772C
DE454772C DEF63636D DEF0063636D DE454772C DE 454772 C DE454772 C DE 454772C DE F63636 D DEF63636 D DE F63636D DE F0063636 D DEF0063636 D DE F0063636D DE 454772 C DE454772 C DE 454772C
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    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10KPURIFYING OR MODIFYING THE CHEMICAL COMPOSITION OF COMBUSTIBLE GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE
    • C10K1/00Purifying combustible gases containing carbon monoxide
    • C10K1/08Purifying combustible gases containing carbon monoxide by washing with liquids; Reviving the used wash liquors
    • C10K1/10Purifying combustible gases containing carbon monoxide by washing with liquids; Reviving the used wash liquors with aqueous liquids
    • C10K1/12Purifying combustible gases containing carbon monoxide by washing with liquids; Reviving the used wash liquors with aqueous liquids alkaline-reacting including the revival of the used wash liquors
    • C10K1/124Purifying combustible gases containing carbon monoxide by washing with liquids; Reviving the used wash liquors with aqueous liquids alkaline-reacting including the revival of the used wash liquors containing metal compounds other than alkali- or earth-alkali carbonates, hydroxides- or oxides- or salts of inorganic acids derived from sulfur
    • C10K1/125Purifying combustible gases containing carbon monoxide by washing with liquids; Reviving the used wash liquors with aqueous liquids alkaline-reacting including the revival of the used wash liquors containing metal compounds other than alkali- or earth-alkali carbonates, hydroxides- or oxides- or salts of inorganic acids derived from sulfur containing Fe compounds

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Description

  • Reinigung von Gasen von Schwefelwasserstoff durch Zerlegen desselben in Wasserstoff und Schwefel. Es sind schon viele Verfahren und Kombinationen von Verfahren versucht worden, um den Schwefelwasserstoffgehalt von Gasen unter Bildung von elementarem Schwefel zu entfernen. Es gibt nur wenige Oxydationsmittel, die sich dazu eignen, die meisten oxydieren den Schwefel direkt zu Schwefelsäure, die meist weniger wertvoll ist als der eleinentare Schwefel.
  • Es ist bekannt, daB Ferricyankalium, insbesondere wenn man für alkalische Reaktion sorgt, den Schwefelwasserstoff unter Bildung von Schwefel oxydiert und dabei selbst in Ferrocyankalium übergeht.
  • Man hat auch schon auf verschiedenste Weise versucht, das Ferricyankalium auf einfache Weise zu regenerieren, beispielsweise mit Luft unter Druck (vgl. Berichte der Gesellschaft für Kohlentechnik, 1927, Band z, Seite 1o5), aber bei der dazu notwendigen hohen Temperatur wurde stets ein beträchtlicher Teil des Ferricyankaliums zerstört.
  • Bei diesem und allen anderen bisherigen Verfahren geht der Wasserstoff des Schwefelwasserstoffes verloren, nur der Schwefel wird, wenn überhaupt, gewonnen.
  • Das neue Verfahren des Erfinders besteht nun in einer Kombination der Oxydation des Schwefelwasserstoffes mit Ferricyankalium mit der an sich bekannten elektrolytischen Regeneration des Ferricyankaliums, wobei an der Kathode die dem gewonnenen Schwefel äquivalente Menge Wasserstoff gewonnen wird. Die Gewinnung beider Komponenten des in dem zu reinigenden Gase befindlichen Schwefelwasserstoffes in Form von Schwefel und des Wasserstoffes, beider in elementarer Form, wird von keiner anderen der bisherigen Verfahrenskombination erreicht.
  • Die Auswaschung des Schwefelwasserstoffes kann bei gewöhnlichem Druck und unter erhöhtem Druck durchgeführt werden, im allgemeinen ist aber Atmosphärendruck ausreichend; ebenfalls kann man gewöhnliche und erhöhte Temperatur anwenden; die Anwendung gewöhnlicher Temperatur ist im allgemeinen genügend. Arbeitsbeispiel. Mit Hilfe eines Turmes oder eines rotierenden Wäschers wird der Schwefelwasserstoff aus dem Gas durch eine Lösung von Ferricyankalium in Gegenwart von Alkali oder alkalisch reagierenden Salzen unter Oxydation zu elementarem, hellgelbem Schwefel entfernt. Der Schwefel wird nun auf irgendeine Weise von der ganz oder teilweise in Ferrocyankalium übergegangenen Lösung abgetrennt, die Lösung dann durch den Anodenraum einer elektrolytischen Zelle geleitet, wobei das Ferrocyankalium wieder in Ferricyankalium übergeht und dann erneut zum Auswaschen benutzt wird. Das an der Kathode der Elektrisierzelle entstehende Alkali wird dem elektrolytisch regenerierten Ferricyankalium beigemischt, während der elektrolytisch entwickelte Wasserstoff dem gereinigten Gas zugemischt wird, in welchem er dann denselben Raum einnimmt wie der ursprünglich darin enthaltene Schwefelwasserstoff.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Reinigung von Gasen von Schwefelwasserstoff durch Zerlegung desselben- in Wasserstoff und Schwefel, dadurch gekennzeichnet, daß der Schwefelwasserstoff mit Ferricyankalium zu Schwefel oxydiert wird und daB das entstandene Ferrocyankalium durch Elektrolyse unter kathodischer Bildung von Wasserstoff an der Anode zu Ferricyankalium regeneriert wird.
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