DE44952C - Filtrir-Einrichtung für das Dichtungsund Schmiermaterial an Kälte - Erzeugungsmaschinen - Google Patents
Filtrir-Einrichtung für das Dichtungsund Schmiermaterial an Kälte - ErzeugungsmaschinenInfo
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F25—REFRIGERATION OR COOLING; COMBINED HEATING AND REFRIGERATION SYSTEMS; HEAT PUMP SYSTEMS; MANUFACTURE OR STORAGE OF ICE; LIQUEFACTION SOLIDIFICATION OF GASES
- F25B—REFRIGERATION MACHINES, PLANTS OR SYSTEMS; COMBINED HEATING AND REFRIGERATION SYSTEMS; HEAT PUMP SYSTEMS
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Bei Kälte-Erzeugungs-Maschinen besteht die Hauptschwierigkeit bekanntlich in der Abdichtung
der beweglichen Theile, wie Kolben, Ventile, Kolben- und Ventilstangen etc., da
durch Undichtheiten Verluste an dem kälteerregenden Medium vorkommen, die ebenso
lästig als kostspielig sind. Zur Abdichtung wurden bisher mit Vorliebe Glycerin, OeI und
andere nicht leicht flüchtige Flüssigkeiten gewählt. Dabei stellte sich jedoch in den meisten
Fällen der Mifsstand heraus, dafs das zufällig oder absichtlich in das Innere der Arbeitsoder Compressionscylinder eingeführte Dichtungs-
"oder Schmiermaterial theils in diejenigen Apparate mit fortgerissen wurde, welche am
besten gänzlich davon verschont bleiben sollten, theils durch die öftere Verwendung infolge der
Reibung der Maschinenteile, wie durch den chemischen Einflufs des kälteerregenden Mediums
wesentlich verunreinigt und verändert wurde.
Es wirken nämlich die mikroskopischen Metalltheilchen, welche durch Abnutzung dem
Dichtungs- oder Schmiermaterial sich zugesellen, wie feiner Schmirgel, der die allzu frühe
Abnutzung der empfindlichsten Theile bewirken kann, während dte übrigen, vom Ueberreifsen
von Flüssigkeitspartikelchen herrührenden Verunreinigungen mit den oben erwähnten die
Ventilsitze, Verpackungen, Kolben, Kolbenstangen etc. derart verlegen und verschmieren,
dafs Undichtheiten die nothwendige Folge sind.
Um diesen Mifsständen vorzubeugen, wie um durch ununterbrochene Benutzung des Schmier-
oder Dichtungsmaterials Verluste an diesem und von demselben absorbirten Gase zu vermeiden
, wende ich die fortgesetzte Filtration des Dichtungs- oder Schmiermaterials, verbunden
mit der sorgfältigsten Abscheidung desselben von dem kälteerregenden Medium, an.
Beiliegende Zeichnung versinnlicht die Anordnung.
a) Für stehende (verticale) Cylinder.
Fig. ι stellt die vordere Ansicht mit dem Längenschnitt des Compressionscylinders, Fig. 2
die Seitenansicht mit denjenigen Gefäfsen, welche in Fig. 1 nicht ersichtlich sind, und
Fig. 3 den Längenschnitt des Windkessels dar, welcher zur vollständigen Abscheidung von Gas
und Flüssigkeit zu dienen hat.
In Fig. ι ist A1 der Compressionscylinder,
E die Kolbenstange, welche unmittelbar unter dem Kolben durch die sie cylindrisch umgebende
Flüssigkeitsschicht e abgedichtet wird.
C und V sind die Saugventile, von denen
C durch das Druckrohr F mit der Flüssigkeitspumpe A in Verbindung steht, während V,
wie in Fig. 2 ersichtlich, durch die Röhre W in das cylindrische Gefäfs X mündet. Vom
Druckrohr F zweigt das Rohr H zu dem Ventil D, Fig. .2, ab.
Das Filtergefäfs N mit einer Asbest- oder sonstigen Einlage ist auf das Gefäfs M aufgeschraubt
und steht mittelst des Absperrventils^ mit dem Druckrohr K des Compressionscylinders,
und letzteres durch das Absperrventil g, mit dem Windkessel L in Verbindung,
welcher durch die Röhre T in das Filtergefäfs N
mündet. Z ist die Verbindungsröhre, welche von den Gefäfsen MXd, Fig. 2, zu dem Saugventil
der Pumpe A führt. Diese drei Gefäfse sind durch die Ventile abc verschliefsbar.
Der Vorgang ist nun folgender:
Das Gefäfs d wird mit OeI vollständig gefüllt
und, nachdem sämmtliche Theile und Gefäfse luftleer gemacht wurden, das Absperrventil
c geöffnet, während b und d vorläufig geschlossen bleiben. Die Oelpumpe A saugt
beim Anlassen der Maschine das in d enthaltene OeI an und drückt es durch die Röhren F
und H in die Saugventilkammer C und in das Ventil D, Fig. 2, von wo es beim Kolben-Ab-
und Aufgang des Compressors in das Innere desselben gelangt und den schädlichen Raum
zwischen Kolben- und Cylinderdeckel wie in dem Raum e vollständig ausfüllt, während es
bei der Compression des durch die Röhre Y vom Compressor angesaugten kälteerregenden
Gases gleichzeitig mit diesem durch die Druckventile in die Röhre K und von hier aus
durch das Ventil g in den Windkessel L, Fig. 3, geprefst wird. Das sich in dem Räume U
ansammelnde OeI steigt allmälig bis zur Oeffnung t, welche durch das Rohr T mit dem
Filtergefäfs JV, Fig. 1, in Verbindung steht, während das comprimirte Gas durch die im
Rohre Q angebrachten Oeffnungen in die Höhe steigt, bis es durch das oben offene
Rohr R in die unten offene Röhre S und von da in den Condensator gelangen kann,
gleichzeitig durch das Röhrchen m infolge der auf- und absteigenden Bewegung das mitgerissene
OeI in den untersten Rohrstutzen η absetzend, welcher bis zum Ueberlaufen sich mit
OeI füllt und dadurch eine Absperrung des sonst direct von U nach S strömenden Gases
bewirkt.
Das durch den im Windkessel L herrschenden Druck in das Filtergefäfs JV, Fig. 1, getriebene
OeI wird durch das Filter in das Gefäfs M geprefst, von wo es nach Schliefsung
des Absperrventils c und Oeffnung des Absperrventils b mittelst der Oelpumpe A nun fortwährend
nach C und D geschafft und in diesem Kreislaufe nur zeitweilig unterbrochen
wird, wenn frisches OeI aus d wie oben nachgepumpt wird, oder wenn das in der Ventilkammer
V sich ansammelnde OeI durch das Rohr W nach X gelangt und von da nach
Schliefsung des Ventils b und Oeffnung des Ventils α durch die Pumpe A weitergeschafft
wird.
Desgleichen wird das in K sich allmälig absetzende OeI durch das Absperrventil f, das
sonst geschlossen ist, zeitweise durch Öeffnen desselben in das Filtergefäfs JV abgelassen und
von da durch M und A weitergeschafft.
b) Für liegende (horizontale) Cylinder.
Fig. 4 stellt den Längenschnitt, Fig. 5 die Ansicht des Gefäfses JV und Kreuzstutzens ρ
von oben gesehen dar.
A^, Fig. 4, ist der Compressionscylinder,
e das Innere der Stopfbüchse mit dem Flantschenansatz
r, E die Kolbenstange, N der OeI-filtergasometer,
der durch die Filterschicht q in zwei Theile getrennt ist und mit dem Ventil g entweder direct auf den Stopfbüchsenansatz
r aufgeschraubt oder seitlich von demselben stehend mittelst einer Röhre mit ihm
verbunden sein kann. 0 ist der Oelstandszeiger, ρ der Kreuzstutzen, der durch Ventil/1
und Röhre P mit dem Windkessel L, Fig. 3, in Verbindung steht; γ ist die Verbindung mit
dem Saugrohr des Compressors A1, welche gleichfalls mittelst Absperrventils geschlossen
werden kann; / ist eine rotirende Pumpe (an deren Stelle auch jede andere Kolbenpumpe),
in OeI gebettet, mit dem Saugrohr i, das bis zum höchsten Punkte des Gasraumes in JV
mündet, und k das Druckrohr, welches mittelst Stopfbüchse nach aufsen zum Saugrohr Y des
Compressors A1 führt.
Der Vorgang ist folgender:
Der Oelfiltergasometer JV, Fig. 4, wird mit OeI gefüllt, während das Ventil g geöffnet ist.
Die bei Undichtheiten der in e liegenden Stopfbüchsenpackung entweichenden Gasblasen gelangen
durch die Oeffnung des Stopfbüchsenansatzes r und das Ventil g nach JV, wo sie
sich oberhalb des Filtereinsatzes q ansammeln, während das durch diese Gasblasen verdrängte
Oelquantum infolge der Saugwirkung der Kolbenstange E in den Cylinder A1 befördert
und bei der Compression des vom Compressor angesaugten kälteerregenden Mediums in den
Windkessel L, Fig. 3, geprefst wird, wo es sich genau in der schon erläuterten Weise vom
Gase abscheidet.
Das bei t, Fig. 3, ausfliefsende Oelquantum
wird durch den in L herrschenden Compressionsdruck entweder direct durch die
Röhre T und das Ventil/1 nach JV befördert oder durch ein Zwischengefäfs, das nicht näher
beschrieben zu werden braucht, vorgesammelt. Wrenn die Wahl des kälteerregenden Mediums
einen höheren Druck als den der äufseren Atmosphäre im Saugrohr Y des Compressors
ausschliefst, so genügt es,- das Rohr y mit dem Saugrohr Y in Verbindung zu setzen,
und alles aus der Stopfbüchse entweichende und über OeI aufgefangene Gas, wie das vom
OeI absorbirte, bei der Rückbeförderung in den Oelfiltergasometer sich entbindende Gas
wird neuerdings vom Compressor angesaugt.
Wird jedoch eine Flüssigkeit, wie z. B. Ammoniak, gewählt, die einen höheren Saugdruck
besitzt, so dient die Rotationspumpe / oder jede andere wie diese im unteren Theil des OeI-filtergasometers
in OeI gebettete Luftpumpe zur Rückbeförderung des aus der Stopfbüchse
oder aus dem OeIe entweichenden Gases durch das- Rohr k in die Saugleitung des Compressors.
Das in den Oelfiltergasometer zeitweise durch die Röhre T und das Ventil f1 zurückgeführte
Oelquantum geht neuerdings, vom Gas befreit, durch die Filtereinlage q in den unteren Theil
des Oelfiltergasometers N und wird auf diese Weise ununterbrochen und vollkommen rein
wieder verwendet, während die aus dem Innern der Stopfbüchse e in das Filtergefäfs aufsteigenden
Gasblasen die Filterschicht durchdringen müssen und dieselbe auf diese Weise vor Verstopfung bewahren.
Claims (4)
1. Zur Filtrirung und Abscheidung des Dichtungs- und Schmiermaterials die Einschaltung
des Filtergefäfses N und des Apparates L in den Kreislauf der Maschine.
2. Bei der unter i. angegebenen Anordnung die Einrichtung des zur Abscheidung dienenden
Apparates L, in welchem die zum Condensator führende, unten offene Röhre S
von einer zweiten, oben offenen Röhre R und diese wieder von einer dritten, seitlich
unten offenen Röhre Q. umschlossen ist, welche durch den Raum U und den Eingangsstutzen
G mit der Druckleitung des Compressors in Verbindung steht.
3. Bei der unter 1. angegebenen Anordnung nachstehende Einrichtung für stehende Maschinen:
Die Verbindung des Apparates L durch das Rohr T mit dem Filtergefäfs N,
die Verbindung des Filtergefäfses N mit dem Gefäfse M und mittelst f mit dem
Rohre K, die Anordnung und Verbindung der Gefäfse MXd durch die Röhre Z und
die Absperrventile abc mit der Pumpe A,
die Verbindung der Ventilkammer F mit dem Gefäfse X durch W.
4. Bei der unter 1. angegebenen Anordnung nachstehende Einrichtung für liegende Maschinen:
Die Verbindung des Apparates L mit dem an die Stopfbüchse e angeschlossenen
Filtergefäfse JV durch das Rohr T, das Ventil fl und den Kreuzstutzen p; die
Anordnung einer Luftpumpe I im unteren Theile des Filtergefäfses JV mit dem durch
die Filtereinlage in den oberen Theil mündenden Saugröhrchen i und deren Verbindung
mit der Saugleitung des Compressors durch das Röhrchen K.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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| DE44952C true DE44952C (de) |
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT44952D Expired - Lifetime DE44952C (de) | Filtrir-Einrichtung für das Dichtungsund Schmiermaterial an Kälte - Erzeugungsmaschinen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
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