DE447202C - Isolator zur Durchfuehrung von Leitungen durch die Wandungen von Druckgasbehaeltern - Google Patents
Isolator zur Durchfuehrung von Leitungen durch die Wandungen von DruckgasbehaelternInfo
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Classifications
-
- H—ELECTRICITY
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- H01B—CABLES; CONDUCTORS; INSULATORS; SELECTION OF MATERIALS FOR THEIR CONDUCTIVE, INSULATING OR DIELECTRIC PROPERTIES
- H01B17/00—Insulators or insulating bodies characterised by their form
- H01B17/26—Lead-in insulators; Lead-through insulators
- H01B17/30—Sealing
- H01B17/301—Sealing of insulators to support
Landscapes
- Thermal Insulation (AREA)
Description
Die Erfindung bezieht sich auf Isolatoren zur Durchführung von Leitungen durch die
Wandungen von Behältern, die unter Druck stehende Gase enthalten, wie sie bei der Her-Stellung
synthetischen Ammoniaks verwendet werden.
Nachstehend wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung mit Bezug auf die synthetische
Ammoniakherstellung beschrieben. Bei der katalytischen Umwandlung eines aus einer
Mischung von Stickstoff und Wasserstoff bestehenden Ausgangsstoffes in Ammoniak müssen die gasförmigen Bestandteile bei erhöhter
Temperatur über einen Katalysator geleitet werden. Der chemische Vorgang selbst verläuft exothermisch und setzt sich,
einmal begonnen, stets selbsttätig fort, vorausgesetzt, daß sich mindestens einige Prozent
Ammoniak bilden. Wenn das Verfahren jedoch vom kalten Zustande aus begonnen
werden soll, reicht diese Wärmequelle nicht aus, so daß andere Mittel vorgesehen werden
müssen. Diese Mittel bestehen im allgemeinen aus einem elektrisch beheizten Widerstand,
welcher derart in dem Konverter angeordnet ist, daß die eintretenden Gase über ihn
strömen müssen und dadurch erhitzt werden, bevor sie zu dem Katalysator gelangen. Der
Katalysator wird allmählich auf die erforderliehe Temperatur erwärmt, bis die Verhältnisse
derart sind, daß die normale Arbeit des Konverters autothermisch vor sich geht. Es
kann gelegentlich vorkommen, daß die Temperatur des Katalysators sinkt, und zwar entweder
infolge größerer Wärmeverluste oder infolge schlechterer Wirksamkeit des Wärmeaustausches
zwischen den heißen und den kalten Gasen oder des Katalysators selbst; die Herstellung von Ammoniak wird dann unterbrochen,
und' die Arbeit hört auf, autothermisch zu sein. In solchen Fällen ist es
notwendig, die eintretenden Gase derart vorzuwärmen, daß sie dem Katalysator wieder
Wärme zuführen; die autothermische Arbeitsweise wird wieder hergestellt, wenn die Herstellung
von Ammoniak erhöht wird. Während der Arbeit eines Ammoniakkonverters
entsteht infolgedessen wiederholt das Bedürfnis, einen Vorwärmer zu verwenden, der die
verhältnismäßig kalt eintretenden Gase nicht nur bei Beginn des Verfahrens mit kalten
Gasen erwärmt.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf die Isolierung der Leitungen eines derartigen
Vorwärmers, die durch die äußere Wandung des Konverters hindurchführen und mit einer
geeigneten Widerstandsspirale im Innern des Konverters verbunden sind. An den Stellen,
an denen die Leitungen die Wandung durchdringen, müssen dichte Verbindungen vorgesehen
sein, die den inneren Gasdruck von einigen hundert Atmosphären aushalten und gleichzeitig die Leitungen von der Wandung
selbst isolieren. Außerdem müssen diese Isolierverbindungen den Einflüssen von
Temperaturen zwischen ioo° und 200 ° C gewachsen sein, die in ihrer Nachbarschaft
herrschen.
Zu diesem Zweck wird die nachstehend im einzelnen beschriebene Vorrichtung verwendet.
Auf der Abbildung ist ein Ausführungsbeispiel gemäß der Erfindung dargestellt.
Mit A ist der Deckel eines Ammoniakkonverters und mit B eine Leitung bezeichnet,
die aus Weichstahl hergestellt sein kann. Die Leitung ist für Wasserkühlung eingerichtet,
und zwar tritt das Wasser im Punkte C ein, strömt durch den Ringraum D
nach unten, durch die Rückleitung £ nach
xo oben und tritt im Punkte F wieder aus. Die Isolierung der Leitung gegenüber dem
Deckel A wird mit Hilfe von zwei Dichtungsscheiben H und / und eines Luftraumes T bewerkstelligt.
Die Dichtungsscheiben sind aus einem geeigneten Isolierstoff hergestellt, der aus Kunstharz (z.B. ein Phenol-Formaldehyd-Kondensationsprodukt,
wie es beispielsweise unter dem handelsüblichen Namen »Bakelit« erhältlich ist) besteht und etwa 60 Prozent
kurzfaserigen Asbest enthält. Mit diesem Kunstharz-Asbeststoff ist es möglich, eine
auch bei Drücken von mehreren 100 Atmosphären gasdichte Verbindung herzustellen,
die gleichzeitig Temperaturen von etwa ioo° bis 200° C aushält. Die Beimengung
eines Füllstoffes vermindert die Brüchigkeit des Kunstharzes, und bei Verwendung von
Asbest für diesen Zweck macht es den Endstoff geeignet, den in Frage kommenden Temperaturen standzuhalten. Der Querschnitt
durch den Dichtungsring Ή ist ein symmetrisches Trapez, dessen Seiten zweckmäßig
unter 300 geneigt zueinander liegen. Damit die Belastung der Dichtungsscheibe
von dem größten Teil ihrer Tragfläche aufgenommen werden kann, müssen Flächen a
■und b und die bearbeiteten Flächen a! und V
der Leitung bzw. des Deckels dicht aufeinander passen. Erforderlichenfalls müssen auch
die Oberflächen der Dichtungsscheibe bearbeitet werden.
Auf der Zeichnung ist die Dichtungsscheibe so dargestellt, daß ihr Rand mit der Außenseite
des Rohres und dem oberhalb des Deckels liegenden Teil bündig liegt; wenngleich diese Anordnung auch besonders zweckmäßig
ist, so ist sie doch nicht unbedingt erforderlich; die Dichtungsscheibe kann über
die Ränder der Metallteile herausragen oder umgekehrt. Lediglich aus Zweckmäßigkeitsgründen wird der zweite zur Abdichtung der
Leitung verwendete und außen am Deckel A angeordnete Dichtungsring ebenso groß hergestellt
wie der innere Dichtungsring H. Der äußere Ring I hat keinen Gegendruck auszuhalten
und kann jede beliebige Form erhalten, da er nur als Isolator zu wirken hat. Eine
Hülse K ist auf den Schaft der Leitung aufgeschraubt und sorgfältig abgedichtet, bis die
Elektrode sicher in ihrer Lage angeordnet ist. Hilfsringe L dienen dazu, den Druck der
Hülse K auf den Dichtungsring I zu übertragen
und diesen zu schützen.
In einem der Hilfsringe L ist eine kleine radiale Bohrung M vorgesehen, durch die das
Gas, welches infolge von Undichtigkeiten in den Luftraum T dringt, entweichen kann.
Der Erfolg bei der Anwendung dieser Scheiben beruht auf der Tatsache, daß der
Kegel der Dichtungsringe so groß ausgebildet ist, daß bei den auftretenden Druckverhältnissen
die Ringzugkomponente in dem Baustoff des Dichtungsringes auf einen sehr niedrigen Wert herabgesetzt ist und zweckmäßig
nur ein kleiner Ringdruck zugelassen wird, wogegen die Hauptdruckkomponente radial verläuft, deren Druck niemals den
Innendruck übersteigen kann. Unter diesen Verhältnissen erfüllt der Dichtungsring seine
Aufgabe als Isolator und stellt gleichzeitig einen guten Abschluß gegenüber dem inneren
Gasdruck sicher, da der Isolator durch den Gasdruck fest gegen seinen Sitz gepreßt wird,
wobei dieser Druck der Komponente eines auf mechanischem Wege auf eine schräge Fläche ausgeübten Druckes entgegenwirkt.
Claims (4)
1. Isolator zur Durchführung von Leitungen von Druckgasbehältern, dadurch
gekennzeichnet, daß die Leitung (B) gegenüber der Gefäß wandung (A) durch
einen Ring (H) isoliert ist, der von seinem äußeren Rand nach der Mitte zu kegelförmig
ausgebildet ist und dicht zwischen gegenüberliegenden und entsprechend zueinander
geneigten Dichtungsflächen (a', V) der Leitung und der Wandung paßt, so daß eine gasdichte Verbindung hergestellt
wird.
2. Isolator nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Querschnitt des
Dichtungsringes (Jf) ein symmetrisches Trapez ist, dessen zueinander geneigte Seiten einen Winkel von etwa 300 mit- 10g
einander bilden.
3. Isolator nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Dichtungsring
(H) aus einem widerstandsfähigen Kunstharz bekannter Zusammenstellung unter
Einschluß von Asbest hergestellt ist.
4. Isolator nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Leitung (B)
wassergekühlt ist und durch einen Luft-. mantel (T) und zwei Ringe (H, I) isoliert
ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEB124932D DE447202C (de) | Isolator zur Durchfuehrung von Leitungen durch die Wandungen von Druckgasbehaeltern |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEB124932D DE447202C (de) | Isolator zur Durchfuehrung von Leitungen durch die Wandungen von Druckgasbehaeltern |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE447202C true DE447202C (de) | 1927-07-16 |
Family
ID=6996336
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEB124932D Expired DE447202C (de) | Isolator zur Durchfuehrung von Leitungen durch die Wandungen von Druckgasbehaeltern |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE447202C (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE921511C (de) * | 1949-01-20 | 1954-12-20 | Hayward Tyler & Co Ltd | Fluessigkeitsdichte Durchfuehrung fuer elektrische Leiter |
| DE1117683B (de) * | 1959-04-06 | 1961-11-23 | Emile Haefely & Cie S A | Gasdichte, durch ein umlaufendes Kuehlmittel gekuehlte Durchfuehrung mit rohrfoermigem Isolierkoerper fuer hohe Stromstaerken |
| DE1127422B (de) * | 1960-03-08 | 1962-04-12 | Siemens Ag | Gasdichte elektrische Mehrfachdurchfuehrung durch die Wand eines Hochdruckbehaelters |
-
0
- DE DEB124932D patent/DE447202C/de not_active Expired
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE921511C (de) * | 1949-01-20 | 1954-12-20 | Hayward Tyler & Co Ltd | Fluessigkeitsdichte Durchfuehrung fuer elektrische Leiter |
| DE1117683B (de) * | 1959-04-06 | 1961-11-23 | Emile Haefely & Cie S A | Gasdichte, durch ein umlaufendes Kuehlmittel gekuehlte Durchfuehrung mit rohrfoermigem Isolierkoerper fuer hohe Stromstaerken |
| DE1127422B (de) * | 1960-03-08 | 1962-04-12 | Siemens Ag | Gasdichte elektrische Mehrfachdurchfuehrung durch die Wand eines Hochdruckbehaelters |
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