DE44653C - Neuerung an einem Apparat zur Herstellung von Ammoniak aus Luft, Dampf, Kohle und einem Alkali - Google Patents

Neuerung an einem Apparat zur Herstellung von Ammoniak aus Luft, Dampf, Kohle und einem Alkali

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DE44653C
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DENDAT44653D
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TH. B. FOGARTY in Mainstr., Brooklyn, N.-Y, V. St. A
Publication of DE44653C publication Critical patent/DE44653C/de
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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01CAMMONIA; CYANOGEN; COMPOUNDS THEREOF
    • C01C1/00Ammonia; Compounds thereof
    • C01C1/02Preparation, purification or separation of ammonia
    • C01C1/04Preparation of ammonia by synthesis

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Analytical Chemistry (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Solid Fuels And Fuel-Associated Substances (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
Alkali.
Der Apparat, an welchem die patentirte Neuerung angebracht ist, dient zur Ausführung des folgenden Verfahrens:
Atmosphärische Luft, allein oder mit Wasserdampf gemischt, wird durch glühende Kohlen, Koks oder dergleichen geleitet und so stickstoffhaltiges Generatorgas gewonnen. Der in demselben enthaltene Stickstoff wird ganz oder zum Theil in Ammoniak umgesetzt, indem er durch eine glühende pulverförmige Mischung von Kohle und Alkali geleitet wird und mit überhitztem Dampf zusammenkommt, wobei Alkali, Kohlenstoff und Stickstoff Cyanverbindungen bilden, die wiederum durch den Dampf unter Bildung von Ammoniak, Kohlenoxyden und Wasserstoff zersetzt werden, während das gebundene Alkali in seinen ersten Zustand zurückgeht oder in neue Verbindungen eintritt.
Der mit der patentirten Neuerung versehene Apparat ist in Fig. 1 im Aufrifs dargestellt. Fig. 2 zeigt in gröfserem Mafsstabe einen Verticalschnitt des Ofens C und des Waschers D der Fig. 1. Fig. 3 und 4 sind Durchschnitte des Ofens C.
Zuerst wird atmosphärische Luft allein oder ein Gemisch von Luft mit Dampf aus' dem Dampfkessel A durch die glühende Kohle oder den Koks des Ofens B geleitet und dadurch ein stickstoffhaltiges Generatorgas gebildet. Dieses Generatorgas gelangt durch das Rohr L in den Ueberhitzer M, der im Innern des Ofens C liegt und in welchem seine Temperatur auf hohe Glühhitze gebracht wird. Aus dem Ueberhitzer M geht das Gas bei N in die verticale, ebenfalls im Ofen C stehende Retorte -F, die in hoher Glühhitze erhalten wird. Die Beheizung des Ofens C geschieht durch die Feuerung 5. In der Retorte F kommt das Gas mit passend abgemessenen Mengen Wasserdampf, im Ueberhitzer P erhitzt, zusammen. Der Dampf tritt durch O in den Ueberhitzer P und von da durch R in die Retorte F. In das Gas- und Dampfgemenge in der Retorte F fliefst nun von oben her eine passend regulirte Menge von pulverisirter Kohle und Alkali, die durch die Schraube H regelmäfsig aus dem Trichter G in die Retorte F geschafft wird, welche sie, von einem Teller der darin eingebauten Tellerbatterie auf den anderen fallend, von oben nach unten durchlaufen, wobei sie natürlich ebenfalls der in der Retorte herrschenden hohen Glühhitze ausgesetzt sind. Die Folge hiervon ist, dafs der Stickstoff des Generatorgases sich mit der Kohle und dem Alkali zu Cyanverbindungen vereinigt, die wiederum durch den Wasserdampf zerlegt werden, so dafs Ammoniak, Kohlenoxyde und Wasserstoff entstehen, während das Alkali wieder frei wird und in neue Verbindungen eintritt. Es mufs darauf gesehen werden , dafs der Wasserdampf im Ueberschufs vorhanden ist, weil es dadurch möglich wird, durch Zerlegung des Dampfes durch die gepulverte Kohle sowohl die Menge als die Qualität der gebildeten Gase beliebig zu vergröfsern und entweder in der Form von Generatorgas oder von unzerlegtem Dampf eine gasförmige Hülle zu schaffen, die zum
Schutz des gebildeten Ammoniaks in jedem wünschenswerthen Grade ausreicht. Anderen- ! falls würde das Ammoniak durch Berührung | mit den erhitzten Innenflächen der Retorte F zersetzt werden.
Die gasförmigen Producte und die festen Rückstände verlassen die Retorte F durch das Auslafsrohr / und kommen in das weite, zum Theil mit Wasser gefüllte Rohr J, in welchem sich die schwereren Theile absetzen, während das Gasgemisch weiter in den Waschapparat D gelangt, in welchem Staub und andere Beimengungen ausgewaschen werden und von dem es durch das Rohr K in den Kühlapparat oder Condensator E fliefst, in welchem das im Gemisch enthaltene Ammoniak von den anderen Gasen durch Gaswaschapparate oder auf andere bekannte Weise getrennt wird. Der im Rohr J und dem Waschapparat D verbleibende Schlamm wird durch die Schraube Q , herausgeschafft.
Es ist einleuchtend, dafs die Ueberhitzer M und P weggelassen werden können, da das Gas und das Pulvergemenge, welches die Retorte F durchläuft, unter gewöhnlichen Umständen hinreichend schnell durch die Hitze der Retorte F zu der hohen Temperatur kommt. Dies würde aber die Wirkung der Retorte verhältnifsmäfsig abschwächen und verlangsamen. Es ist daher von Wichtigkeit, Gas und Dampf vor dem Eintritt in die Retorte F so heifs als möglich zu machen, also die Ueberhitzer M und P anzuwenden. Dagegen könnten Gas und Dampf schon vermischt werden, ehe sie in die Ueberhitzer gehen, und wäre dann auch nur ein Ueberhitzer nöthig.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    An einem Apparat zur Herstellung von Ammoniak aus Luft, Dampf, Kohle und einem Alkali die im Ofen C stehende Retorte F mit Speiseschraube H und Trichter G und eingebauter Tellerbatterie in eventueller Verbindung mit einem Ueberhitzer MP.
    Hierzu ι Blatt Zeichnuneen.
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