DE445406C - Verfahren und Vorrichtung zum Betaeuben durch gleichzeitiges Einatmenlassen von Naehrgas und Betaeubungsgas aus zwei getrennten Gasquellen - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Betaeuben durch gleichzeitiges Einatmenlassen von Naehrgas und Betaeubungsgas aus zwei getrennten GasquellenInfo
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Description
- Verfahren und Vorrichtung zum Betäuben durch gleichzeitiges Einatmenlassen von Nährgas und Betäubungsgas aus zwei getrennten Gasquellen. Bei den bekannt gewordenen Verfahren und Vorrichtungen zum Betäuben von Patienten durch gleichzeitiges Einatmenlassen von Nährgas und Betäubungsgas aus zwei getrennten Gasquellen mußte der behandelnde Arzt beständig die Tiefe der Atmung und die Atemfrequenz des Kranken beobachten und danach die Gaszufuhr regeln. Der Gasbedarf kann jedoch immer nur ungefähr richtig beurteilt werden, und da es auch nicht möglich ist, im Augenblick des geringeren oder größeren Bedarfs den Zustrom von Hand sofort zu regeln, so war damit zu rechnen, daß der Kranke leicht zuwenig Gas erhielt, oder daß Gas verschwendet wurde.
- Diese Nachteile werden durch den Erfindungsgegenstand beseitigt. Mit seiner Hilfe geschieht das Betäuben in der Weise, daß man nach dem bekannten lungenautomatischen Prinzip zur Regelung von Nährgaszuführung gleichzeitig getrennte, je für sich regelbare Zuführungen von Nährgas und Betäubungsgas zu einem gemein samen Mischraum derart steuert, daß das in seinem Mischungsverhältnis durch Einzelregelung seiner Bestandteile bestimmbare Mischgas dem Patienten in einer seiner Atmungstiefe entsprechenden Menge zugeführt wird.
- Eine zur Anwendung dieses Verfahrens geeignete Vorrichtung besitzt zwei sich gleichzeitig nur während der Einätmungsperiode durch die Saugwirkung der Lunge entsprechend der Atmungstiefe mehr oder weniger weit öffnende Ventile in den in den Mischraum mündenden Zuführungsleitungen der Einzelgase, deren jeweils in den Mischraum eintretende Mengen außer von dem Maße der Ventilöffnung in an sich bekannter Weise auch noch von der Einstellung des Gasdruckes zwischen den Gasvorratsbehältern, den Einströmventilen und dem Verhältnis derDurchgänge dieser Ventile zu der jeweiligen Gasdichte abhängt. Ein Ausführungsbeispiel einer derartigen Vorrichtung ist auf der Zeichnung, teils in Ansicht, teils im Schnitt, dargestellt.
- Der Stahlzylinder a enthält das erforderliche Nährgas (Sauerstoff oder Luft), der Stahlzylinder b das Betäubungsgas (Lachgas, Kohlensäure, Acetylen usw.). Am Druckminderventil c wird der Sauerstoffniederdruck in der üblichen Weise durch die Regelschraube d nach dem von o bis xoo geteilten Manometer e eingestellt. Dasselbe geschieht am Druckminderventil f mit Regelschraube g und Manometer k für das Betäubungsgas. f e nach dem gewünschten prozentualenAnteil derbeiden GasewirdderDrucknach den empirisch eingeteilten Manometern eingestellt, z. B. 50 Teile oder Prozent Sauerstoff und 50 Teile oder Prozent Betäubungsgas. Durch die Leitung i strömt das Nährgas zum Ventilsitz k, durch die Leitung m das Betäubungsgas zum Ventilsitz n. Bei geöffneten Ventilen w, x strömen beide Gase durch die Bohrungen o und o1 in den gasdichten Beutel p und werden aus diesem durch den Schlauch q und Maske y eingeatmet. Sobald der Beutel P etwa bis zur Hälfte seines für eine tiefe Atmung ausreichenden Inhaltes leergeatmet ist, tritt bei weiterer Einatmung die selbsttätige Gaszufuhr in Tätigkeit. Die Saugkraft der Lunge vermag nämlich in Anbetracht der großen Oberfläche des Beutels eine daran befestigte Platte s mit Leichtigkeit zu bewegen, einen gewissen Druck derselben auf den Hebel t und Schubstange u mit Brücke v auszuüben und dadurch ein Abheben der federbelasteten Ventilkegel w, x zu bewirken. Eine der Platte s gegenüber angeordnete Platte y nimmt den Druck der anderen Beutelwand auf und verhindert dadurch das völlige Leersaugen des Beutels.
- Da beide Ventilkegel w, x zugleich abgehoben werden, strömen beide Gase zugleich in den Beutel P, und zwar im gleichen Maße, wie infolge der mit dem Gasbedarf zusammenhängenden Saugkraft die Ventile w, x sich öffnen. Ist der Gasbedarf gedeckt, so hört der Unterdruck auf, die Platte s wird frei vom Hebel t, und die Ventile w, x schließen sich wieder.
- Kommen zwei Gase von gleicher Dichtigkeit zur Anwendung, so können die Teilstriche o bis zoo der Manometer e und k bei gleichem Druck liegen und die einem Höchstgasbedarf angepaßten Ventilbohrungen k, x beider Ventile w, x gleich großen Querschnitt haben. Bei verschiedener Gasdichte müssen für -das dünnere Gas entweder ein geringerer Gasdruck oder ein kleinerer Querschnitt der Ventilbohrung gewählt werden. -Sollen die beiden Gase nicht in einen gemeinsamen Sammelbeutel, sondern in zwei voneinander getrennte Beutel geleitet werden, so erhält entweder jeder Beutel die unter gleichem Unterdruck arbeitende selbsttätige Vorrichtung bei getrennt angeordneten Ventilen, oder die Vorrichtung bleibt wie oben beschrieben, nur mit der Änderung, daß einer der Kanäle o und ol in einen zweiten Beutel ohne Hebel führt. Dieser zweite Beutel muß jedoch dem Unterdruck den gleichen Widerstand gegen das Leersaugen bieten wie der Beutel mit dem Hebel t.
- Die gleiche Aufgabe wie der gasdichte, bewegliche Beutel mit zwei Platten erfüllt auch ein Balg oderähnlicher Sammelraum.
- Der Hebel t kann auch außerhalb des Sammelbehälters angeordnet und durch Zug statt durch Druck bei der Bewegung der starren Platte s betätigt werden.
- Die beschriebene, selbsttätig wirkende Vorrichtung mit im Sinne der Atmung intermittierender Gaszuführung kann auch als Zusatz zu Vorrichtungen mit kontinuierlichem Gasstrom dienen sowie mit Vorrichtungen verbunden werden, bei denen die physiologisch nicht verbrauchten Gase in den Sammelbehälter zurückgeatmet werden.
Claims (2)
- PATENTANSPRÜCHE: z. Verfahren zum Betäuben durch gleichzeitiges Einatmenlassen von Nährgas und Betäubungsgas aus zwei getrennten Gasquellen, dadurch gekennzeichnet, daß man nach dem bekannten lungenautomatischen Prinzip zur Regelung von Nährgaszuführung gleichzeitig getrennte, je für sich regelbare Zuführungen von Nährgas und Betäubungsgas zu einem gemeinsamen Mischraum derart steuert, daß das in seinem Mischungsverhältn is * durch Einzelregelung seiner Bestandteile bestimmbare Mischgas dem Patienten in einer seiner Atmungstiefe entsprechenden Menge zugeführt wird.
- 2. Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch z, gekennzeichnet durch zwei sich gleichzeitig nur während der Einatmungsperiode durch die Saugwirkung der Lunge entsprechend der Atmungstiefe mehr oderwenigerweit öffnendeVentile (w, x) in den in den Mischraum mündenden Zuführungsleitungen (m, i) der Einzelgase, deren jeweils in den Mischraum eintretende Menge außer von dem Maße der Ventilöffnung in an sich bekannter Weise auch noch von der Einstellung des Gasdrucks zwischen den Gasvorratsbehältern (a, b), den Einströmventilen (w, x) und dem Verhältnis der Weite der Durchgänge dieser Ventile (w, x) zu der jeweiligen Gasdichte abhängt.
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