DE4444591C2 - Füllvorrichtung für Gassäcke - Google Patents

Füllvorrichtung für Gassäcke

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Description

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Füllvorrichtung für Gassäcke gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Aus der EP 0416835 A2 und aus der US 4711466 ist bekannt, ein Fahrzeug mit einer Füllvorrichtung zu versehen, die die Füllung eines Gassacks auslöst, um einen Fahrgast oder einen Fahrer eines Fahrzeugs beim Aufprall des Fahrzeugs auf ein Hindernis zu schützen. Dieser Aufprall kann durch ein in einem Fühlergehäuse befindlichen Gewicht erfaßt werden, wenn der Fühler eine Beschleunigung der Fahrgastzelle erfaßt. Zusätzlich zum Fühlergehäuse hat die Füllvorrichtung weiterhin ein Füllvorrichtungsgehäuse, in dem sich befindet: eine Zündereinrichtung oder ein Zündhütchen, eine Zündladung, ein gaserzeugendes Material und ein Filter, um Gas aus dem gaserzeugenden Material zu erzeugen. Weiterhin ist die Füllvorrichtung, die aus der EP 04 16 835 A2 bekannt ist, mit einer Kappe versehen, die mit der Oberseite des Fühlergehäuses in Kontakt gebracht wird und das Füllvorrichtungsgehäuse abschließt.
Bei dieser Art von Füllvorrichtung ist es wichtig, daß die im Füllvorrichtungsgehäuse befindliche Zündeinrichtung an einem Ort der Bewegung eines Ausgabebauteils angeordnet wird, das mit dem Gewicht zusammenwirkt und das gegen die Zündeinrichtung stößt, um die Zündladung zu zünden, wenn die Füllvorrichtung montiert wird.
Daher ist es eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Füllvorrichtung für einen Gassack zur Verfügung zu stellen, bei der eine in einem Füllvorrichtungsgehäuse befindliche Zündeinrichtung automatisch an einem Ort der Bewegung eines in einem Fühlergehäuse befindlichen Ausgabebauteils angeordnet wird, wenn die Füllvorrichtung montiert wird.
Gelöst wird die Aufgabe mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1. Die vorliegende Erfindung hat eine derartige technische Konzeption, daß eine Vielzahl von konvexen oder erhöhten Abschnitten derart an einer Außenfläche eines Fühlergehäuses ausgebildet sind, um die konvexen Abschnitte ungleich beabstandet zu halten und, daß eine Vielzahl von konkaven oder ausgesparten Abschnitten auf einer Innenfläche von in einem Füllvorrichtungsgehäuse befindlichen oberen Öffnungslöchern ausgebildet sind, um die konvexen Abschnitte des Fühlergehäuses aufzunehmen, wenn das Fühlergehäuse in das in dem Füllvorrichtungsgehäuse befindlichen Loch eingesetzt wird. Weiterhin wird im vorliegenden Fall eine Einrichtung zum Drücken des Sensorgehäuses gegen das Füllvorrichtungsgehäuse verwendet, um ein Spiel des Sensorgehäuses in bezug auf das Füllvorrichtungsgehäuse zu verhindern.
Weitere Aufgaben, Merkmale und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden durch das in Betracht ziehen der folgenden detaillierten Beschreibung und der beiliegenden Zeichnungen ersichtlich.
Kurzbeschreibung der Zeichnungen
Fig. 1 ist eine teilweise gebrochene oder Teil-Seitenansicht einer Füllvorrichtung für Gassäcke gemäß der vorliegenden Erfindung;
Fig. 2 ist eine Ansicht, die jede Komponente der Füllvorrichtung zeigt;
Fig. 3 ist eine Ansicht der Unterseite eines Fühlergehäuses, wie es in der Füllvorrichtung verwendet wird;
Fig. 4 ist eine Draufsicht des Füllvorrichtungsgehäuses, wie es in der Füllvorrichtung verwendet wird; und
Fig. 5 ist eine Ansicht der Oberseite einer Kappe, wie sie in der Füllvorrichtung verwendet wird.
Ein erfindungsgemäßes Ausführungsbeispiel wird nun detailliert unter Bezugnahme auf die beiliegenden Zeichnungen näher beschrieben.
Wie in den Fig. 1 und 2 dargestellt ist, hat eine Füllvorrichtung 1 für einen Gassack (nicht dargestellt) ein Füllvorrichtungsgehäuse 2 mit einer Zündladung 3, einem gaserzeugenden Material 4, einem Kühlmittel 5, um aus dem gaserzeugenden Material 4 Gas zu erzeugen, einem Filter bzw. Abscheider 6, einem oberen Öffnungsloch 8 und Seitenlöchern 7, um das gekühlte, brennende Gas dem Gassack (nicht dargestellt) zuzuführen, welche in einem Gehäuse untergebracht sind. Die Füllvorrichtung 1 hat weiterhin ein Gehäuse 11 mit einer Zündeinrichtung 9 und kleinen Löchern 10, und ein Fühlergehäuse 12 mit einem Gehäuse und einer Vielzahl von konvexen oder erhöhten Abschnitten 13, die an seiner Außenfläche ausgebildet sind. Innerhalb des Gehäuses des Fühlergehäuses 12 ist ein Gewicht 14 frei drehbar gelagert, und ein Zündhebel 15 ist drehbar gelagert, um mit einem Nockenbauteil 16 des Gewichts 14 durch eine Feder (nicht dargestellt) in Eingriff zu stehen. Das Fühlergehäuse 12 hat von seiner Unterseite sich erstreckende Vorsprünge 17, die in die kleinen Löcher 10 des Gehäuses 11 passen, und es hat einen Sicherheitshebel 18, der an einer Oberseite 19 des Fühlergehäuses 12 befestigt ist.
Die das obere Öffnungsloch 8 festlegende innere Wand ist mit einer Vielzahl von konkaven oder ausgesparten Abschnitten 20 versehen. Jeder Umfangsabstand unter den Aussparungen 20 ist in der Abmessung ungleich und groß genug, um die erhöhten Abschnitte 13 des Fühlergehäuses 12 ohne ein Spiel aufzunehmen. Die Außenfläche der Wand zum Festlegen des oberen Öffnungsloch 8 ist mit einem Außengewindeabschnitt 21 versehen.
Die Füllvorrichtung 1 hat weiterhin eine Kappe 22 mit einem Innengewindeabschnitt 23 und einer Vielzahl von mit einem Werkzeug (nicht dargestellt) in Eingriff bringbaren Nuten 24, um die Kappe 22 in bezug auf das Füllvorrichtungsgehäuse 2 zu drehen. Die Kappe 22 hat weiterhin eine mittige Öffnung 25 und eine ebene Fläche 26, die der Oberseite 19 des Fühlergehäuses 12 gegenübersteht.
Mit 27 ist eine Abdeckung zum Verhindern eines unerwarteten Betriebs des Sicherheitshebels 18 und mit 28 ist ein O-Ring bezeichnet, der zwischen dem Gehäuse 11 und dem Fühlergehäuse 12 angeordnet ist, um das Eindringen von Feuchtigkeit zur Zündeinrichtung 9 zu verhindern.
Nachfolgend wird beschrieben, wie jede Komponente des in Fig. 1 dargestellten Ausführungsbeispiels montiert wird.
Die Zündladung 3 und das Gehäuse 11 mit der Zündeinrichtung 9 sind in der dargestellten Weise im oberen Öffnungsloch 8 des Füllvorrichtungsgehäuses 2 untergebracht. Das Fühlergehäuse 12 ist derart in das obere Öffnungsloch 8 eingesetzt, daß die erhöhten Abschnitte 13 des Fühlergehäuses 12 in die ausgesparten Abschnitte 20 des Füllvorrichtungsgehäuses 2 eingepaßt sind, und daß die Vorsprünge 17 des Fühlergehäuses 12, nachdem der O-Ring 28 angeordnet wurde, in die kleinen Löcher 10 des Gehäuses 11 eingesetzt sind. Der Eingriff der erhöhten Abschnitte 13 und der ausgesparten Abschnitte 20 verursacht die Ausrichtung des Ortes der Bewegung des Zündstifts des Zündhebels 15 zu der Position der Zündeinrichtung 9, da, beruhend auf den ungleich beabstandeten erhöhten Abschnitten 13 und den ausgesparten Abschnitten 20, das Fühlergehäuse 12 immer an der vorbestimmten Position des Füllvorrichtungsgehäuses 2 eingepaßt ist. Die Kappe 22 ist in bezug auf das Füllvorrichtungsgehäuse 2 mittels einem speziell gestalteten Werkzeug eingedreht, welches nur mit den Nuten 24 der Kappe 22 in Eingriff bringbar ist. Die Verwendung des speziell gestalteten Werkzeugs (nicht dargestellt) ist nützlich, um die Demontage der Füllvorrichtung 1 durch nicht berechtigte Personen zu verhindern. Die ebene Fläche 26 der Kappe 22 wird mit der Oberseite 19 des Fühlergehäuses 12 derart in Kontakt gebracht, daß das Fühlergehäuse 12 gegen das Füllvorrichtungsgehäuse 2 ohne nachteiliges Spiel gedrückt wird. Weiterhin ist der starke Eingriff zwischen der Kappe 22 und dem Füllvorrichtungsgehäuse 2 wirkungsvoll, um das Fühlergehäuse 12 davon abzuhalten, aus dem Füllvorrichtungsgehäuse 2 herausgetrieben zu werden, beruhend auf der hohen Größe des Drucks im Füllvorrichtungsgehäuse 2, wenn der Zündstift des Zündhebels 15 gegen die Zündeinrichtung 9 stößt, und das gaserzeugende Material 4 gezündet wird. Auch wenn ein kleines Spiel oder ein Abstand zwischen jedem erhöhten Abschnitt 13 und jedem ausgesparten Abschnitt 20 existiert, werden das Fühlergehäuse 12 und das Gehäuse 11 derart miteinander gedreht, daß der Zündstift des Zündhebels 15 immer gegen die Zündeinrichtung 9 stößt.
Um den Sicherheitshebel 18 vor seiner Fehlbetätigung zu schützen, ist die Sicherheitsabdeckung 27 an der Kappe 22 durch an der Abdeckung 27 angeordnete Eingriffsklauen 29 mit der Unterkante der Kappe 22 mittels einem ineinandergreifenden Schnappverschluß befestigt.
Da viele offensichtliche sehr unterschiedliche Ausführungen der vorliegenden Erfindung machbar sind, ohne den Geist und den Bereich der Erfindung zu verlassen, ist es klar, daß die Erfindung nicht auf ihre spezifischen Ausführungsbeispiele beschränkt ist, mit der Ausnahme, wie sie in den beiliegenden Ansprüchen festgelegt ist.

Claims (3)

1. Füllvorrichtung für einen Gassack mit:
einem Füllvorrichtungsgehäuse (2), das ein oberes Öffnungsloch (8) und ein gaserzeugendes Material (4) hat, um sein Gas dem Gassack zuzuführen,
einem Fühlergehäuse (12), in dem sich ein Ausgabebauteil (15) befindet, das, wenn es einer Beschleunigung jenseits einer vorbestimmten Größe ausgesetzt wird, bewegt wird, und das im oberen Öffnungsloch (8) des Füllvorrichtungsgehäuses (2) untergebracht ist,
einer Zündeinrichtung (9), die zwischen dem Fühlergehäuse (12) und dem gaserzeugenden Material (4) angeordnet ist, um es einem Zündstift des Ausgabebauteils (15) zu ermöglichen, gegen sie zu stoßen,
einer Kappe (22), die befestigt ist, um das obere Öffnungsloch (8) des Füllvorrichtungsgehäuses (2) abzuschließen, wobei die Kappe (22) in Kontakt mit der Oberseite (19) des Fühlergehäuses (12) gebracht wird, um dieses nach unten zu drücken,
dadurch gekennzeichnet, daß
eine Vielzahl von an der Außenfläche des Fühlergehäuses (12) ausgebildeten erhöhten Abschnitten (13) in Aussparungen (20) untergebracht sind, die an entsprechenden Positionen der Innenwand des oberen Öffnungsloches (8) ausgebildet sind.
2. Füllvorrichtung für einen Gassack gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Umfangsabstand zwischen zwei erhöhten Abschnitten (13) ungleich ausgewählt ist und, daß aus der Unterseite des Fühlergehäuses sich erstreckende Vorsprünge (17) in entsprechende Löcher (10) eingesetzt sind, die an einem Gehäuse (11) für die Zündeinrichtung (9) ausgebildet sind.
3. Füllvorrichtung für einen Gassack gemäß Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß ein mit einem Innengewinde versehener Abschnitt (23) der Kappe (22) in einen mit einem Außengewinde versehenen Abschnitt (21) eingedreht ist, der an einer Wand ausgebildet ist, die das obere Öffnungsloch (8) des Füllvorrichtungsgehäuses (2) festlegt.
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