DE442780C - Eisenbahnfahrzeug mit mindestens zwei Drehgestellen - Google Patents
Eisenbahnfahrzeug mit mindestens zwei DrehgestellenInfo
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- DE442780C DE442780C DEZ15383D DEZ0015383D DE442780C DE 442780 C DE442780 C DE 442780C DE Z15383 D DEZ15383 D DE Z15383D DE Z0015383 D DEZ0015383 D DE Z0015383D DE 442780 C DE442780 C DE 442780C
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- Germany
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- bogies
- axles
- springs
- bogie
- frame
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- Expired
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B61—RAILWAYS
- B61F—RAIL VEHICLE SUSPENSIONS, e.g. UNDERFRAMES, BOGIES OR ARRANGEMENTS OF WHEEL AXLES; RAIL VEHICLES FOR USE ON TRACKS OF DIFFERENT WIDTH; PREVENTING DERAILING OF RAIL VEHICLES; WHEEL GUARDS, OBSTRUCTION REMOVERS OR THE LIKE FOR RAIL VEHICLES
- B61F3/00—Types of bogies
- B61F3/02—Types of bogies with more than one axle
- B61F3/08—Types of bogies with more than one axle without driven axles or wheels
- B61F3/10—Types of bogies with more than one axle without driven axles or wheels with three or more axles
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Vehicle Body Suspensions (AREA)
- Springs (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft ein Eisenbahnfahrzeug, bei dem ein den Wagenkasten tragender
Rahmen auf mindestens zwei Drehgestellen mit mehr als zwei Achsen ruht. Der Zweck
der Erfindung besteht darin, den eigentlichen Wagenkasten, der mittels besonderer Federn
auf den Drehgestellen gelagert ist, möglichst ruhig in dieser Lage zu halten und so ein
möglichst ruhiges und stoßsicheres Fahren zu erreichen. Das ist dann der Fall, wenn das
Kippen der Drehgestelle beim Überfahren von Vertiefungen und Erhöhungen vermieden
wird.
Gemäß der Erfindung wird dies durch die Vereinigung von drei an sich bekannten Merkmalen
erreicht, und zwar 1. durch die Verwendung von Drehgestellen mit mehr als zwei
Achsen, 2. durch die Abfederung des oberen Rahmens gegenüber den Drehgestellen und
3. durch die Anordnung der Achsen an den Drehgestellen derart, daß sie nach oben hin
federnd ausweichen können, nach unten hin aber durch einen mit dem Drehgestellrahmen
zusammenarbeitenden Anschlag oder einen an diesem Drehgestell befestigten Bügel daran
verhindert werden, so daß sie sich mit Bezug auf Vertiefungen in der Fahrbahn wie festgelagerte Achsen verhalten. Die Zahl der einzelnen
Achsen und die Stärke ihrer Federung an den Drehgestellen ist dabei so bemessen,
daß durch eine zeitweise Verminderung der Belastung einer Achse keine nennenswerte Erhöhung
der Belastung und demzufolge keine nennenswerte Zusammenpressung der Federn der übrigen Achsen hervorgerufen wird, die
ein bemerkungswertes Schwanken des Wagenkastens zur Folge haben würde.
Auf der Zeichnung ist eine Ausführung der
Erfindung beispielsweise veranschaulicht. Die Abbildung zeigt einen Personenwagen mit
zwei Drehgestellen, von denen jedes drei Achsen aufweist..
ι bezeichnet einen Rahmen, der zum Tragen des Wagenkastens 2 dient. Der Rahmen ι
ruht auf zwei Drehgestellen 3, von denen jedes drei Achsen 4 aufweist. Der obere Rahmen 1
ist gegen die Drehgestelle 3 mittels Federn 5 abgefedert. Die Radachsen 4 werden von Lagern
gestützt, von denen jedes aus zwei Teilen 6, 7 sich zusammensetzt. Die unteren
Teile 7 dieser Lager werden von Trägern 8 aufgenommen, die an den Rahmen der Drehgestelle
3 starr befestigt sind. Auf den Teil 6 jedes Lagers wirkt eine Feder 9 ein, die sich
am oberen Ende am Drehgestell 3 abstützt. Die Drehgestelle 3 sind im Verhältnis zum
Wagenkasten und dessen Rahmen 1 leicht.
Beim Überfahren einer Fahrbahnvertiefung kann das über dieser sich befindende Rad 10
nicht in dieselbe hineinfallen, da einmal das betreffende Drehgestell 3 noch an fünf Punkten
gestützt wird, und sodann, weil der Träger_8,
welcher starr am Rahmen des Drehgestells 3 befestigt ist, zusammen mit dem unteren Lagerteil 7 als fester Anschlag für die
betreffende Radachse 4 wirkt. Die übrigen elf Räder 10 erfahren dabei eine Befastungsvermehrung
von einem Zwölftel, die im wesentlichen von den Federn 9 aufgenommen' wird, so daß die Federn S praktisch keine Beanspruchungsänderung
erfahren. Fahrbahnvertiefungen haben somit nur eine ' etwas vermehrte Belastung gewisser Federn 9, nicht
aber der Federn 5 zur Folge, so daß beim Überfahren solcher Vertiefungen der obere
Rahmen 1 relativ zu den Drehgestellen 3 in Ruhe bleibt. Dabei werden die Stöße vermieden,
die unfehlbar auftreten würden, wenn ein in eine Vertiefung gefallenes Rad 10 auf
den ansteigenden Teil dieser Vertiefung aufprallt.
Beim Überfahren von Fahrbahnerhöhungen j
wird das auf diese auf treffende Rad 10 bzw. i
dessen Achse 4 etwas gehoben. Es wird dabei | in erster Linie die Feder 9 des betreffenden
Achslagers etwas zusammengedrückt, so daß also jene Achse 4 federnd nach oben ausweichen
kann. Die übrigen Federn 9 des in Betracht kommenden Drehgestells 3 werden etwas von oben nach unten zusammengedrückt,
so daß der abgefederte Rahmen dieses Drehgestells sich etwas schief einstellt. Der obere Rahmen 1 wird sich jedoch nicht
einfach parallel zum betreffenden Drehgestell bewegen, sondern möglichst in seiner bisherigen
wagerechten Lage zu verharren trachten, da er wegen der größeren in Betracht kommenden Masse verhältnismäßig größere
Trägheitskräfte zu überwinden hat. Die weiter obenerwähnte Massenverteilung auf den
Rahmen 1 und die Drehgestelle 3 wirkt also besonders günstig im Sinne der Erhaltung der
ruhigen Lage des oberen Rahmens r. Nur wenn die Einwirkung auf die Federn 9 eine
starke ist, wird ein Teil dieser Einwirkung von den Federn 5 aufzunehmen sein. Ein
Fahrzeug der (beschriebenen Art wird somit viel ruhiger und stoßfreier als die bisher bekannten
laufen.
Die Erfindung kann auch bei Fahrzeugen zur Anwendung kommen, die mehr als zwei
Drehgestelle aufweisen oder bei denen jedes Drehgestell mehr als drei Achsen besitzt.
Für das Wesen der Erfindung spielt ferner die besondere Ausbildung der Achslager 6, 7
und der Träger 8 keine Rolle; wesentlich ist nur, daß diese Teile so ausgebildet sind, daß
sich die Achsen 4 mit Bezug auf Fahrbahnvertiefungen wie festgelagerte Achsen verhalten,
beim Überfahren von Fahrbahnerhöhüngen aber federnd nach oben ausweichen können.
Claims (1)
- Patentanspruch:Eisenbahnfahrzeug mit mindestens zwei Drehgestellen, bei denen sowohl der Wagenkasten gegenüber den Drehgestellen abgefedert ist, als auch die Achsen in den Drehgestellen so gelagert sind, daß sie sich mit Bezug auf Fahrbahnvertiefungen wie festgelagerte Achsen verhalten, und daß sie beim Überfahren von Fahrbahnerhöhungen federnd nach oben ausweichen, dadurch gekennzeichnet, -daß mindestens drei Achsen zu einem Drehgestell vereinigt sind zu dem Zweck, keine nennenswerte Erhöhung der Belastung und dem- ■ zufolge keine nennenswerte Zusammenpressung der Federn der übrigen Achsen hervorzurufen, wenn eine zeitweise Verminderung der Belastung einer Achse eintritt.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH253869X | 1925-06-17 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE442780C true DE442780C (de) | 1927-05-02 |
Family
ID=4470245
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEZ15383D Expired DE442780C (de) | 1925-06-17 | 1925-06-23 | Eisenbahnfahrzeug mit mindestens zwei Drehgestellen |
Country Status (3)
| Country | Link |
|---|---|
| US (1) | US1623516A (de) |
| DE (1) | DE442780C (de) |
| GB (1) | GB253869A (de) |
Families Citing this family (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| CH543996A (de) * | 1971-10-28 | 1973-11-15 | Schweizerische Lokomotiv | Schienentriebfahrzeug |
-
1925
- 1925-06-23 DE DEZ15383D patent/DE442780C/de not_active Expired
-
1926
- 1926-05-03 GB GB11681/26A patent/GB253869A/en not_active Expired
- 1926-06-08 US US114465A patent/US1623516A/en not_active Expired - Lifetime
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| GB253869A (en) | 1926-10-21 |
| US1623516A (en) | 1927-04-05 |
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