DE4420050C1 - Abisoliervorrichtung - Google Patents
AbisoliervorrichtungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Abisolieren von Leiterenden
gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
Eine derartige Vorrichtung ist bereits aus der DE 28 27 587 C3 bekannt.
Diese bekannte Vorrichtung ist als Abisolierzange ausgebildet und weist
ein sich im Bereich der einander gegenüberliegenden Enden der Zangen
schenkel angeordnetes Paar von Schneid- und Abstreiferklauen auf. Diese
Schneid- und Abstreiferklauen bestehen jeweils aus zu einem Paket
zusammengefaßten und aus Stahlblech gefertigten Lamellen, von denen
jede durch ihre Formgebung in Bewegungsrichtung der Zangenschenkel
federnd elastisch ausgebildet ist und einen sich im wesentlichen parallel
zum Zangenschenkel erstreckenden Hauptkörper aufweist, der an seinem
dem Zangendrehpunkt zugewandten Ende am jeweiligen Zangenschenkel
anliegend gelagert ist und gegen diesen um kleine Winkel federnd
schwenkbar ist. Der Hauptkörper weist ferner an dem im Bereich des
Endes des jeweiligen Zangenschenkels einen sich im wesentlichen senk
recht zum Hauptkörper erstreckenden und mit diesem einstückig ausge
bildeten Schneidvorsprung mit einer Schneidkante und auf der dem
Schneidvorsprung unmittelbar gegenüberliegenden und dem Zangen
schenkel zugewandten Seite ein ebenfalls mit dem Hauptkörper einstückig
ausgebildetes und als Anschlag dienendes Auflager auf, wobei aus den
Schneidkanten der Lamellen der beiden Pakete gebildete Schneiden in der
Ruhestellung bei geschlossenen Zangenschenkeln auf einer Geraden an
einanderliegen.
Wird das abzuisolierende Ende eines Leiters im Zangenmaul eingeklemmt,
so werden die Lamellen durch den Leiter mehr oder weniger weit verbogen,
wobei sie mit ihren Schneidkanten in die Leiterisolation eindringen. Da
alle Lamellen jedoch dieselbe Elastizität aufweisen und entlang der durch
die Schneidkanten gebildeten Schneidgeraden die Druckkraft ausgehend
vom Zentrum des Leiters radial nach außen abnimmt, besteht die Gefahr,
daß die Schneidkanten der außen liegenden Lamellen nicht weit genug in
die Leiterisolation eindringen und somit ein schlechtes Abisolierergebnis
erhalten wird.
Aus der EP 253 528 A2 ist ferner eine Abisoliervorrichtung bekannt,
bei der schwenkbare Abisolierorgane mit ihrer Rückseite an
einer Führungseinrichtung liegen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Vorrichtung der eingangs
genannten Art so weiter zu bilden, daß Leiter sicherer und sauberer abiso
liert werden können.
Die Lösung der gestellten Aufgabe ist im kennzeichnenden Teil des Patent
anspruchs 1 angegeben. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind
den Unteransprüchen zu entnehmen.
Eine Vorrichtung nach der Erfindung zeichnet sich dadurch aus, daß an
der Rückseite des Lamellenpakets eine an das Profil des Leiters angepaßte
und die Lamellenquerbewegung entsprechend bestimmende Lamellenfüh
rungseinrichtung liegt.
Durch diese Lamellenführungseinrichtung werden die Lamellen, die starr
oder mehr oder weniger elastisch sein können, so geführt, daß sie bei
Druckbeaufschlagung durch den Leiter im Randbereich des Leiters nicht
mehr so stark nachgeben können wie im Zentralbereich des Leiters. Durch
die Lamellenführungseinrichtung wird somit praktisch ein zu starkes
Wegschwenken bzw. Ausweichen der Lamellen im Randbereich des Leiters
verhindert, so daß diese im Randbereich des Leiters liegenden Lamellen
stärker in die Leiterisolation eindringen können, was zu einem besseren
Abisolierergebnis führt. Weisen die Lamellen eine gewisse Eigenelastizität
auf, so können auch Leiter mit einem Profil abisoliert werden, an das die
Lamellenführungseinrichtung nicht ganz exakt angepaßt ist. In jedem Fall
dringen aber auch hier die jeweils außen liegenden Lamellen mit ihren
Schneidkanten besser in die Leiterisolation ein, so daß auch in diesem Fall
befriedigendere Ergebnisse möglich sind.
Es liegt im Rahmen der Erfindung, daß beide Abisolierorgane mit derarti
gen Lamellenpaketen ausgestattet sein können, daß aber auch nur eines
der Abisolierorgane ein derartiges Lamellenpaket aufweisen kann, wäh
rend das andere der Abisolierorgane, z. B. mit einem konventionellen La
mellenpaket ausgestattet ist.
Die genannte Lamellenquerbewegung ist dabei eine in der Ebene der Ab
isolierorgane bzw. in der Maulebene liegende Bewegung, die auf das Maul
zu und von diesem weg erfolgt.
Nach einer sehr vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist die Lamel
lenführungseinrichtung verschwenkbar gelagert. Sie kann somit während
des Maulschließvorgangs verschwenkt werden, um erst jetzt die Lamellen
zu beaufschlagen und deren Lamellenquerbewegung zu begrenzen, so daß
die Lamellen nicht permanent einer nicht vom Leiter herrührenden Lamel
leneinstellkraft ausgesetzt zu sein brauchen. Dies führt zu einem energie
ärmeren Ruhezustand der Vorrichtung und damit zu weniger Verschleiß.
Die Lamellenführungseinrichtung kann Teil eines Klemmbackens sein,
mit dem z. B. die Lamellenführungseinrichtung einstückig verbunden ist.
Die Verschwenkung der Lamellenführungseinrichtung erfolgt dann durch
Verschwenkung des Klemmbackens. Ist beispielsweise der Klemmbacken
L-förmig ausgebildet und weist er einen langen horizontalen sowie einen
kurzen vertikalen Schenkel auf, so kann die Lamellenführungseinrich
tung an der freien Stirnseite des langen Schenkels vorhanden sein, bei
spielsweise in Form eines stirnseitig in den langen Schenkel eingebrach
ten V′s. Kommt das Lamellenpaket auf dem langen Schenkel des Klemm
backens zu liegen, so liegen die einzelnen Lamellen des Lamellenpaketes
auf dem durch das V definierten Rand des langen Schenkels auf und wer
den durch diesen Rand in ihrer Schwenklage voreingestellt. Statt des V′s
können auch andere Geometrien zum Einsatz kommen, um ein Auswei
chen der Lamellen gemäß einer anderen Funktion bzw. anderen Geometrie
zu verhindern. Der Klemmbacken ist dabei im Bereich der Lamellenfüh
rungseinrichtung, also im Bereich des V′s schwenkbar gelagert.
Um bei Verschwenkung des Klemmbackens eine Vertikalstellung seines
kurzen Schenkels bzw. Klemmschenkels sicherzustellen, kann der
Klemmbacken selbst gelenkig ausgebildet sein, beispielsweise im Verbin
dungsbereich zwischen kurzem und langem Schenkel.
Möglich ist auch, den Klemmbacken in Maullängsrichtung an verschiede
nen und nicht weit voneinander abweichenden Positionen zu positionie
ren, um auf diese Weise Klemm- und Schneidkräfte noch genauer an vor
handene Gegebenheiten anpassen zu können, beispielsweise an Leiteriso
lationshärten, und dergleichen. Durch Verschiebung des Klemmbackens
in Maullängsrichtung verschiebt sich auch die Lage der Lamellenfüh
rungseinrichtung, was dann zu einem unterschiedlichen Ausweichverhal
ten der einzelnen Lamellen führt und damit zu unterschiedlichen Schneid- bzw.
Klemmkräften.
Nach einer weiteren sehr vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist
das Lamellenpaket in Maullängsrichtung gleitend auf der Lamellenfüh
rungseinrichtung verschiebbar, wobei der horizontal liegende Lamellen
boden im vorderen Lamellenbereich zur Schneidkante hin angehoben ist.
Bewegt sich somit bei verschwenkter Lamellenführungseinrichtung das
Lamellenpaket in Maullängsrichtung über die Lamellenführungseinrich
tung hinweg, so kann aufgrund des angehobenen Lamellenbodens jede der
Lamellen etwas weiter ausweichen und sich somit ein wenig vom Leiter
entfernen, wenn von diesem die Isolation abgezogen wird. Hierdurch wird
verhindert, daß die Schneidkanten der Lamellen das verbleibende Lei
terende beim Abziehen der Isolation zerkratzen.
Vorzugsweise ist das Lamellenpaket in einer Lamellenkassette schwenk
bar gelagert, die mit einer in Maullängsrichtung verschiebbaren Zugstan
ge verbunden ist. Diese Zugstange kann durch geeignete Betätigungsmit
tel angetrieben werden, um die Lamellenkassette in Maullängsrichtung
vor und zurück zu bewegen. Dabei kann das andere der beiden Abisolier
organe ebenfalls mit der Zugstange gekoppelt sein, so daß sich auch dieses
in Übereinstimmung mit der Bewegung der Lamellenkassette bewegen
läßt.
Zwischen diesem anderen Abisolierorgan und der Lamellenkassette ist
vorteilhaft eine Druckfeder vorhanden, die die Lamellenkassette gegen
Führungsflächen drückt, auf denen sie verschiebbar gelagert ist. Diese
Führungsflächen können z. B. am Gehäuse der Vorrichtung vorhanden
sein.
Um geeignete Klemm- und Schneidkräfte aufzubringen, ist vorteilhaft an
der Rückseite des Klemmbackens, der mit der Lamellenführungseinrich
tung versehen ist, eine den Klemmbacken in Richtung zum Maul drücken
de Feder angeordnet, die z. B. eine in Maullängsrichtung verlaufende und
am hinteren Maulende gelagerte Blattfeder sein kann. Der die Lamellen
führungseinrichtung aufweisende Klemmbacken ist dabei zwischen fest
stehenden Gehäuseteilen angeordnet, gegen die der andere Klemmbacken
beim Schließen des Mauls gefahren wird.
Befindet sich im Maul ein abzuisolierendes Leiterende, so wird beim
Schließen des Mauls der Leiter zwischen den Klemmbacken eingeklemmt,
wobei der zwischen den feststehenden Gehäuseteilen angeordnete Klemm
backen nachgibt, und zwar entsprechend der Kraft der unter ihm vorhan
denen Feder. Durch diese Verschwenkung des Klemmbackens wird auch
die Lamellenführungseinrichtung verschwenkt, wodurch die maximale
Auslenkung der Lamellen des Lamellenpaketes bestimmt wird. Nach voll
ständigem Schließen des Mauls und erfolgter Durchtrennung der Lei
terisolation wird dann die Lamellenkassette mit dem Lamellenpaket rela
tiv zum Klemmbacken verschoben, wobei die Lamellen über die Lamellen
führungseinrichtung hinweggleiten und sich wieder vom Leiterkern all
mählich entfernen. Dabei greifen jedoch nach wie vor die Schneidkanten
der Lamellen hinter das abgetrennte Isolationsstück, um dieses vom Leiter
abzuziehen. Nach Erreichen der Endstellung sowie nach Abzug der Isola
tion vom Leiter gelangen die Klemmbacken wieder in ihre Ausgangslage,
und das Lamellenpaket wird in seine vorn im Maul liegende Stellung zu
rückgeführt, ohne von der Lamellenführungseinrichtung beaufschlagt zu
werden, so daß jetzt die Lamellen des Lamellenpakets nicht mehr relativ
zueinander verstellt bzw. verdreht sind.
Nach einer Ausgestaltung der Erfindung kann die Vorrichtung als eine
zwei Handgriffe aufweisende Zange ausgebildet sein, durch die beim Zu
sammenführen der Handgriffe das Maul geschlossen und die Zugstange
zum hinteren Zangenende geführt wird, und umgekehrt. Die Vorrichtung
kann aber auch als Standvorrichtung ausgebildet sein, die sich z. B. fest
auf einem Tisch montieren läßt. Statt eines mechanischen Antriebs für die
Klemmbacken und die Abisolierorgane sowie für den Antrieb der Zugstan
ge kann auch ein elektrischer Antrieb zum Einsatz kommen, beispielswei
se ein Elektromotor, oder dergleichen. Er kann netz- oder batteriebetrie
ben sein.
Die Erfindung wird nachfolgend unter Bezugnahme auf die Zeichnung
näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine zangenartig ausgebildete Vorrichtung nach der Erfin
dung mit teilweise abgenommenem Gehäuse;
Fig. 2 die Zange nach Fig. 1 ohne oberen Klemmbacken und obe
res Abisolierorgan;
Fig. 3 eine perspektivische Ansicht einer Lamellenkassette;
Fig. 4 eine perspektivische Ansicht eines Lamellenpakets;
Fig. 5 eine perspektivische Ansicht eines Klemmbackens mit
Lamellenführungseinrichtung;
Fig. 6 eine perspektivische Ansicht einer Abisolierzange nach
einem weiteren Ausführungsbeispiel der Erfindung;
Fig. 7 eine der Fig. 3 entsprechende Lamellenkassette;
Fig. 8 ein Lamellenpaket für die Lamellenkassette nach Fig. 7;
Fig. 9 ein gelenkig ausgebildeter Klemmbacken mit Lamellen
führungseinrichtung;
Fig. 9a ein weiterer Klemmbacken mit eingelegter Lamellenfüh
rungseinrichtung;
Fig. 10 eine Seitenansicht der Zange nach dem weiteren Ausfüh
rungsbeispiel bei geöffnetem Zangenmaul;
Fig. 11 eine Seitenansicht der Zange nach Fig. 10 bei geschlosse
nem Zangenmaul; und
Fig. 12 eine Seitenansicht der Zange nach Fig. 10 bei geschlosse
nem Zangenmaul und eingefahrenen bzw. zurückgezoge
nen Abisolierorganen.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand von beispielsweisen Ausfüh
rungsformen im einzelnen beschrieben. Dabei ist die Vorrichtung selbst in
Form einer Handzange ausgebildet. Wie bereits erwähnt, kann sie aber
auch ein Stand- oder Tischgerät sein.
Ein erstes Ausführungsbeispiel einer Handzange ist in den Fig. 1 bis 5
gezeigt.
Entsprechend den Fig. 1 und 2 weist die Handzange 1 ein Zangengehäuse 2
auf, mit dem ein gehäusefester Handgriff 3 z. B. einstückig verbunden ist.
Gezeigt ist in diesen Figuren nur die hintere Wand des Zangengehäuses 2,
wobei natürlich auch noch eine vordere Wand vorhanden ist. Entspre
chendes gilt für den gehäusefesten Handgriff 3. Am Zangengehäuse 2 ist
ein beweglicher Klemmbacken 4 schwenkbar gelagert, und zwar mittels ei
nes nicht dargestellten Lagerzapfens, der durch Bohrungen 5 im Klemm
backen 4 hindurchragt und in Aufnahmen ruht, die sich an den gegenü
berliegenden Innenseiten der Gehäusewände des Zangengehäuses
2 befinden. Die Bohrungen 5 liegen in zwei im Abstand zueinander befind
lichen Seitenwänden 6 des Klemmbackens 4, wobei diese Seitenwände 6
an den Innenseiten der Gehäusewände des Zangengehäuses 2 anliegen
und von diesem geführt werden. Am vorderen Ende ist der bewegliche
Klemmbacken 4 krallenartig ausgebildet und besitzt dort eine Furchen
aufweisende Klemmfläche 7, wobei die Furchen parallel zur Zentralachse
der Bohrungen 5 verlaufen. Dagegen sind an dem der Klemmfläche 7
gegenüberliegenden Ende des beweglichen Klemmbackens 4 zwei Seiten
wandstücke 8 und 9 vorhanden, die im Abstand voneinander angeordnet
sind und zur Aufnahme eines Schwenkzapfens 10 dienen, der sich eben
falls parallel zu den Bohrungen 5 erstreckt. Dabei können die Seitenwand
stücke 8 und 9 an ihrer unteren Seite entsprechende Ausnehmungen für
den Schwenkzapfen 10 aufweisen, in die dieser klemmend hineingelegt
werden kann, so daß die Seitenwandstücke 8 und 9 den Schwenkzapfen 10
klauenartig umgreifen.
Am unteren Zangengehäuse 2 und im Abstand unterhalb der Bohrungen 5
befindet sich ein weiterer Schwenkzapfen 11, der ebenfalls mit beiden
Enden in den einander gegenüberliegenden Seitenwänden des Zangen
gehäuses gelagert ist. Um diesen weiteren Schwenkzapfen 11 ist ein
beweglicher Handgriff 12 drehbar. Dabei weist der bewegliche Handgriff
12 an seinem einen Ende eine Bohrung 13 auf, durch die der weitere
Schwenkzapfen 11 hindurchragt. Im geringen Abstand vom weiteren
Schwenkzapfen 11, und zwar gesehen in Richtung zum hinteren freien En
de des Handgriffs 12, befindet sich im Handgriff 12 ein weiterer Schwenk
zapfen 14, auf dem zwei im Abstand voneinander liegende Schiebehebel 15
und 16 schwenkbar gelagert sind. Diese Schiebehebel 15 und 16 sind in
Längsrichtung des weiteren Schwenkzapfens 14 versetzt zueinander an
geordnet und weisen an ihrem freien Ende krallenartige Ausbildungen auf,
in denen ein Schwenkzapfen 17 gelagert ist. Dieser Schwenkzapfen 17
trägt in seinem zentralen Bereich ein Schiebeglied 18, das zwischen den
Schiebehebeln 15 und 16 liegt, und auch zwischen den Seitenwand
stücken 8 und 9 zu liegen kommt. Dabei durchragt der Schwenkzapfen 10
auch das Schiebeglied 18 in einem vom Schwenkzapfen 17 vorbestimmten
Abstand. Mit anderen Worten bilden der weitere Schwenkzapfen 14, die
Schiebehebel 15 und 16, der Schwenkzapfen 17, das Schiebeglied 18, der
Schwenkzapfen 10 und die Seitenwandstücke 8 und 9 ein Kniehebelge
lenk. Das Schiebeglied 18 ist dabei in Richtung zum hinteren Zangenende
hin konvex ausgebildet. Es weist hier eine konvex verlaufende Stellfläche
19 auf.
Die Fig. 1 zeigt die Zange im geöffneten Zustand, also in einer Situation, in
der die Handgriffe 3 und 12 den größten Abstand voneinander aufweisen.
Werden die Handgriffe 3 und 12 aufeinander zu bewegt, so bewegt sich der
Handgriff 12 im Gegenuhrzeigersinn um den Schwenkzapfen 11 und
drückt die Schiebehebel 15 und 16 nach oben in Richtung zum gehäuse
festen Handgriff 3. Dabei weicht das Kniehebelgelenk nach hinten in Rich
tung zum freien Ende des Handgriffs 3 aus, während gleichzeitig das
Schiebeglied 18 den beweglichen Klemmbacken 4 um seine die Bohrungen
5 durchsetzende Schwenkachse dreht, und zwar ebenfalls entgegen dem
Uhrzeigersinn. Werden die Handgriffe 3 und 12 entlastet, läuft ein umge
kehrter Bewegungsvorgang ab. Um den Handgriff 12 in seine Ausgangs
stellung zurückzubringen, ist eine Feder 20 vorgesehen, die in Fig. 2 zu
erkennen ist. Diese Feder 20 ist um den weiteren Schwenkzapfen herum
gewickelt und umgreift einerseits mit ihrem einen Ende einen gehäuse
festen Zapfen 21, während sie mit ihrem anderen Ende einen Zapfen 22
umgreift, der am beweglichen Handgriff 12 vorhanden ist, und zwar im Be
reich zwischen dem weiteren Schwenkzapfen 11 und dem Schwenkzapfen
14. Werden die Handgriffe 3 und 12 aufeinander zugeführt, wird die Feder
20 gespannt. Bei entlasteten Handgriffen 3 und 12 drückt sie dagegen den
Handgriff 12 über den Zapfen 22 im Uhrzeigersinn um den Schwenkzapfen
11 herum. Diese Bewegung des Handgriffs 12 wird dann durch einen
geeigneten Anschlag oder durch die Endstellung des Kniehebelgelenks
begrenzt.
Wie die Fig. 1 und 2 weiter erkennen lassen, ist auf dem gehäusefesten
Zapfen 21 noch ein feststehendes Messerglied 23 angeordnet. Dagegen ist
das andere und den Schwenkzapfen 11 überragende Ende des Handgriffes
12 als weiteres Messerglied 24 ausgebildet, wobei beide Messerglieder 23
und 24 aufeinander zuweisende Schneiden 25 und 26 besitzen, so daß auf
diese Weise ein Schneidorgan erhalten wird, das sich schließt, wenn der
Handgriff 12 auf den Handgriff 3 zubewegt wird und umgekehrt. Mit dem
Bezugszeichen 27 ist ein gehäusefestes Auflager bezeichnet, das zur Posi
tionierung von strangförmigem Gut dient, das mit dem genannten
Schneidorgan zerschnitten werden soll.
Die Zange weist einen zweiten bzw. unteren Klemmbacken 28 auf, der spä
ter noch im einzelnen beschrieben wird. Zwischen dem oberen bzw. beweg
lichen Klemmbacken 4 und dem unteren Klemmbacken 28 ist somit ein
Zangenmaul 29 vorhanden. An dieser Stelle sei bereits darauf hingewie
sen, daß der untere Klemmbacken 28 zwei feststehende Backenwände 30,
31 aufweist, von denen in den Fig. 1 und 2 nur die hintere Backenwand 30
zu erkennen ist. In Fig. 6 sind beide Backenwände 30 und 31 gezeigt. Sie
liegen im Abstand parallel zueinander und weisen obere Anschlagflächen
32, 33 auf, gegen die die Klemmfläche 7 des oberen Klemmbackens 4
schlägt, wenn das Zangenmaul 29 geschlossen wird. Zwischen den beiden
Backenwänden 30 und 31 liegt ein nach unten nachgiebig gelagertes
Klemmelement 34, auf dessen nach oben weisender Klemmfläche 35 ein
abzuisolierender Leiter 36 zu liegen kommt, der dann beim Schließen des
Zangenmauls 29 zwischen den Klemmflächen 7 und 35 eingeklemmt wird.
Hierauf wird weiter unten näher eingegangen.
In der Zange 1 ist ein im wesentlichen horizontal liegendes Zugelement 37
vorhanden, das in Zangenlängsrichtung verschiebbar gelagert ist. Dieses
Zugelement 37 ist stangenförmig ausgebildet und besitzt an seinem zum
Zangenmaul 29 weisenden Ende eine horizontale Durchgangsbohrung 38
zur Aufnahme des in den Fig. 1 und 2 nicht dargestellten Schwenkzap
fens 39. Dieser Schwenkzapfen 39 ist z. B. in Fig. 6 zu erkennen. Dabei ist
auch der Schwenkzapfen 39 in Zangenlängsrichtung vor- und zurück
bewegbar, also nicht im Zangengehäuse 2 fest gelagert.
In Richtung zum hinteren Zangenende ist das Zugelement gabelförmig
ausgebildet und weist dort zwei vertikale und im Abstand voneinander lie
gende Seitenbügel 40 und 41 auf. Das Zugelement 37 kann z. B. mit den
Seitenbügeln 40 und 41 einstückig und aus Metall hergestellt sein. Die
Seitenbügel 40, 41 sind in Längsschlitzen geführt, von denen in den Fig. 1
und 2 nur der hintere Längsschlitz 42 für den Seitenbügel 40 zu erkennen
ist. Diese Längsschlitze befinden sich in den seitlichen Gehäusewänden
des Zangengehäuses 2 und erstrecken sich in horizontaler bzw. Zangen
längsrichtung. Sie lassen eine Vor- und Zurückbewegung des
Zugelements 37 zu.
Angetrieben wird das Zugelement 37 über das bereits erwähnte Schiebe
glied 18, das zwischen den beiden Seitenbügeln 40 und 41 zu liegen
kommt. Genauer gesagt erfolgt der Antrieb des Zugelements 37 über die
konvexe Stellfläche 19 des Schiebegliedes 18. Zu diesem Zweck befindet
sich im Bereich der freien Enden der Schiebebügel 40 und 41 ein horizon
taler Lagerzapfen 43, der fest mit den Seitenbügeln 40 und 41 verbunden
ist. Sämtliche bisher erwähnten Lager- und Schwenkzapfen liegen parallel
zueinander. Auf diesem Lagerzapfen 43 befinden sich zwischen den Sei
tenbügeln 40 und 41 zwei Abstandsscheiben 44 und 45 gleicher Dicke, zwi
schen denen auf dem Lagerzapfen 43 ein Stellkopf 46 liegt. Dieser Stell
kopf 46 ist also schwenkbar auf dem Lagerzapfen 43 angeordnet und weist
eine konvexe Stellfläche 47 auf, die in Richtung zum Zangenmaul 29 weist.
Diese konvexe Stellfläche 47 steht mit der konvexen Stellfläche 19 des
Schiebegliedes 18 in Kontakt. Einstückig mit dem Stellkopf 46 ist eine
Stellstange 48 verbunden. Diese Stellstange 48 ist im wesentlichen als
gerade Stange ausgebildet und liegt im oberen bzw. gehäusefesten Hand
griff 3. Das dem Stellkopf 46 abgewandte Ende der Stellstange 48 ist zwi
schen zwei Zapfen 49a und 49b geführt, die sich am hinteren Ende des
Handgriffes 3 fest positioniert befinden. Ferner liegt auf der Stellstange 48
eine Druckfeder 50, die sich einerseits an den Zapfen 49a und 49b abstützt
und andererseits z. B. an einer hinteren Fläche des Stellkopfes 46. Werden
die Handgriffe 3 und 12 aufeinander zubewegt und wird dabei über die
konvexe Stellfläche 19 und die konvexe Stellfläche 47 die Stellstange 48
nach hinten in Richtung zum freien Ende des Handgriffes 3 gedrückt, so
wird die Feder 50 komprimiert bzw. gespannt. Bei Entlastung der Hand
griffe 3 und 12 drückt dann die Druckfeder 50 das Zugelement 37 wieder in
Richtung zum Zangenmaul 29. Während der gesamten Bewegung bleibt
die Stellstange 48 durch die Zapfen 49a und 49b geführt.
Im Zangenmaul 29 befindet sich an der unteren Seite des beweglichen
Klemmbackens 4 und hinter der Klemmfläche 7 eine Abisolierklaue 51.
Diese Abisolierklaue 51 ist an ihrem hinteren Ende mit einer Lasche 52
versehen, in der sich eine Durchgangsbohrung 53 befindet. Durch diese
Durchgangsbohrung 53 ragt der Schwenkzapfen 39 hindurch, der auch
durch die Durchgangsbohrung 38 des Zugelements 37 hindurchläuft.
Wird also das Zugelement 37 in Zangenlängsrichtung verschoben, so wird
gleichzeitig damit auch die Abisolierklaue 51 in Zangenlängsrichtung ver
schoben. Dabei erfolgt eine Relativverschiebung zwischen Abisolierklaue
51 und beweglichem Klemmbacken 4. Am vorderen Ende weist die Abiso
lierklaue 51 eine geeignet ausgebildete Schneidkante 54 auf, die beim
Schließen des Zangenmauls 29 in die Isolation eines im Zangenmaul ein
geklemmten Leiters 36 eindringt. Wird das Zangenmaul 29 durch Ver
schwenkung des Klemmbackens 4 geschlossen, so wird durch Führung
des Klemmbackens 4 auch die Abisolierklaue 51 in Richtung des Leiters 36
bewegt. Erst danach erfolgt die Längsverschiebung der Isolierklaue 51,
was später noch genauer beschrieben wird.
Die Schneidkante 54 kann beispielsweise durch Schneidspitzen 55 einer
Mehrzahl von Lamellen 56 gebildet sein, die alle in gleicher Weise ausgebil
det und um eine Schwenkachse 57 schwenkbar gelagert sind, die an den
Seitenwänden der Abisolierklaue 51 befestigt ist. Dies ist am besten in Fig. 10
zu erkennen. Unterhalb der freien Lamellenenden kann sich eine elasti
sche Einrichtung 58 befinden, beispielsweise ein elastisches Kissen, um
eine Nachgiebigkeit der Lamellen 56 zu ermöglichen. Die elastische Ein
richtung 58 bzw. das Kissen stützt sich dabei an einem Anschlag 59 ab.
Wird infolge des Eindringens der Schneidspitzen 55 in die Isolation des ab
zuisolierenden Leiters eine Kraft auf die Lamellen 56 ausgeübt, so können
diese mehr oder weniger weit im Uhrzeigersinn um die Schwenkachse 57
verstellt werden, wobei die elastische Einrichtung 58 an der den Schneid
spitzen 55 abgewandten Rückseite der Lamellen 56 komprimiert wird.
Nachfolgend wird der Aufbau des unteren Klemmbackens 28 im einzelnen
beschrieben.
Wie bereits erwähnt, gehören zu dem unteren Klemmbacken 28 die festste
henden Backenwände 30, 31 mit ihren oberen Anschlagflächen 32 und 33.
Zwischen diesen beiden Backenwänden 30 und 31 sind weitere folgende
Einrichtungen vorhanden: eine Lamellenkassette 59, ein Klemmarm 60,
eine Blattfeder 61 und Führungsbahnen 62 für die Lamellenkassette 59.
Wie am besten in Fig. 2 zu erkennen ist, wird die Lamellenkassette 59 auf
den Führungsbahnen 62 geführt, von denen in Fig. 2 nur eine zu erkennen
ist. Tatsächlich sind zwei Führungsbahnen 62 an beiden Gehäuseseiten
wänden des Zangengehäuses 2 vorhanden und horizontal ausgerichtet.
Auf diesen Führungsbahnen 62 kann dann die Lamellenkassette 59 auflie
gen und entsprechend in Zangenlängsrichtung vor- und zurückbewegt
werden. Eine seitliche Führung der Lamellenkassette 59 kann ebenfalls
über die Gehäuseseitenwände des Zangengehäuses 2 erfolgen.
Der Antrieb für die Vor- und Zurückbewegung der Lamellenkassette 59 er
folgt über eine Kopplung der Lamellenkassette 59 mit dem Zugelement 37.
Hierzu weist die Lamellenkassette 59 einen einstückig mit ihr verbunde
nen Flansch 63 mit einer Durchgangsbohrung 64 auf, durch den ebenfalls
der bereits schon erwähnte Schwenkzapfen 39 hindurchgreift. Um diesen
Schwenkzapfen 39 sind somit das Zugelement 37, die Lamellenkassette 59
über den Flansch 63 und die Abisolierklaue 51 über die Lasche 52
schwenkbar gelagert.
Die Lamellenkassette 59 wird bei ihrer Vor- und Zurückbewegung auf den
Führungsbahnen 62 gegen diese Führungsbahnen 62 gedrückt, und zwar
mit Hilfe einer Druckfeder 65, die im Zangenmaul 29 angeordnet ist. Das
obere Ende der Druckfeder 65 stützt sich in einer Aufnahme an der unte
ren Seite der Abisolierklaue ab, während sich das untere Ende der Druck
feder 65 auf einem Einstellelement 66 abstützt, das auf die obere Seite der
Lamellenkassette 59 aufgesteckt ist. Dieses Einstellelement 66 ist in
Längsrichtung der Lamellenkassette 59 verschiebbar, um zu bestimmen,
wie weit das Ende eines Leiters in das Zangenmaul 29 eingeführt werden
kann. Durch Positionierung des Einstellelements 66 in Zangenlängsrich
tung läßt sich somit die Länge der abzuziehenden Leiterisolation vorgeben.
Dieses Einstellelement 66 dient als Anschlag für das Leiterende.
Der Aufbau der Lamellenkassette 59 ist am besten in Fig. 3 zu erkennen.
Gemäß Fig. 3 ist die Lamellenkassette 59 im wesentlichen hohlquaderför
mig ausgebildet und weist zwei Seitenwände 67 und 68 auf. Diese Seiten
wände 67 und 68 sind oben mit Führungsflächen 69, 70 versehen, auf
denen das Einstellelement 66 ruht und in Kassettenlängsrichtung ver
schoben werden kann. Die den Führungsflächen 69, 70 gegenüberliegen
den unteren Flächen der Seitenwände 67 und 68 liegen auf den Führungs
bahnen 62 auf, wie bereits erwähnt. Am vorderen Ende rechts in Fig. 3
weist die Lamellenkassette 59 einen unten liegenden Quersteg 71 auf,
über den die Seitenwände 67 und 68 verbunden bzw. stabilisiert sind. Sie
weisen im Bereich des Querstegs 71 nach unten gerichtete Ansätze 72 auf,
durch die die Verschiebung der Lamellenkassette 59 in Richtung zum hin
teren Zangenende hin begrenzt wird. Hierbei schlagen die nach hinten wei
senden Kanten der Ansätze 72 gegen vordere Anschlagflächen im Bereich
der Führungsbahnen 62. Am hinteren Ende links in Fig. 3 ist die Lamellen
kassette 59 mit dem bereits erwähnten Flansch 63 einstückig verbunden,
der die Durchgangsbohrung 64 für den Schwenkzapfen 39 aufweist. Die
Seitenwände 67 und 68 liegen parallel zueinander, während die Zen
tralachse der Durchgangsbohrung 64 senkrecht dazu läuft.
Parallel zur Durchgangsbohrung 64 sind im hinteren und in Fig. 3 liegen
den Bereich der Lamellenkassette 59 weitere Durchgangsbohrungen 73 in
den Seitenwänden 67 und 68 vorhanden. Diese Durchgangsbohrungen 73
nehmen eine Achse 74 auf, auf der mehrere bzw. viele Lamellen 75
schwenkbar gelagert sind. Diese Lamellen 75 sind relativ dünn und liegen
in Vertikalausrichtung dicht nebeneinander. Auf diese Weise wird ein
Lamellenpaket 76 erhalten, das in Fig. 4 zu erkennen ist. Die in Fig. 4 links
bzw. hinten liegenden Enden der Lamellen 75 sind jeweils mit einer Durch
gangsbohrung 77 versehen, durch die die Achse 74 hindurchläuft. Sämtli
che Lamellen 75 sind somit um die Achse 74 frei schwenkbar. Da die Achse 74
zwischen den Seitenwänden 67 und 68 gehalten ist, kommt das Lamel
lenpaket 76 im montierten Zustand innerhalb der Lamellenkassette 59 so
wie in deren unterem Bereich zu liegen.
Die Lamellen 75 selbst sind flachstangenförmig ausgebildet, wobei sie
ausgehend von den Durchgangsbohrungen 77 in Richtung zum vorderen
Ende zunächst eine konstante Höhe aufweisen. Eine untere Lamellenflä
che 78 verläuft somit in diesem ersten Bereich parallel zu einer oberen La
mellenfläche 79. Im weiteren Verlauf nach vorn bzw. rechts in Fig. 4 knickt
die untere Lamellenfläche 78 etwa im mittleren Lamellenbereich nach
oben ab und verläuft jetzt unter einem kleinen Winkel α relativ zur oberen
Lamellenfläche 79. Mit anderen Wort verringert sich jetzt die Höhe der La
melle in Richtung zu ihrem vorderen Ende. Im vorderen Bereich ist dann
jede Lamelle 75 schräg nach oben abgewinkelt, also in Richtung zu den
Flächen 69 und 70, wobei an den dann erhaltenen freien Lamellenspitzen
Schneidkanten 80 vorhanden sind. Diese Schneidkanten 80 liegen also
ebenfalls zwischen den Seiten 67 und 68 sowie im vorderen Bereich der La
mellenkassette 59, wobei unterhalb der Schneidkanten 80 der Quersteg
71 zu liegen kommt. Dieser Quersteg 71 wird beim Betrieb der Zange 1 je
doch niemals von den Lamellen 75 bzw. den nach oben abgeknickten La
mellenabschnitten 81 berührt.
Die Lamellen 75 selbst, können aus unelastischem oder elastischem Mate
rial bestehen, beispielsweise aus Stahl oder dergleichen. Sie sind nach
Einbau in die Lamellenkassette 59 von unten frei zugänglich und lediglich
im oberen Bereich aus Sicherheitsgründen noch durch eine Querwand 82
abgedeckt, die jedoch nicht bis zum vorderen Ende der Lamellenkassette
59 reicht, so daß die Schneidkanten 80 von oben frei zugänglich sind. Die
Querwand 82 liegt darüber hinaus in einer solchen Tiefe, daß sich der Lei
ter 36 von oben noch hinreichend weit in die Lamellenkassette 59 hinein
bewegen läßt und durch die Schneidkanten 80 beaufschlagt werden kann.
Unterhalb der Lamellenkassette 59 kommt der bereits erwähnte Klemm
arm 60 zu liegen. Dieser Klemmarm 60 ist L-förmig ausgebildet und weist
einen langen und horizontal liegenden Schenkel 83 sowie einen kurzen
und vertikal stehenden Schenkel 84 auf. Der kurze und vertikal stehende
Schenkel 84 ist an seinem freien und oberen Ende mit dem Klemmelement
34 versehen, das oben die Klemmfläche 35 aufweist. Dabei sind beide
Schenkel 83 und 84 in diesem Ausführungsbeispiel starr miteinander ver
bunden. Das freie Ende des langen Schenkels 83 weist andererseits im
hinteren Bereich zwei einander gegenüberliegende und halbkreisförmig
ausgebildete Lageransätze 85 und 86 auf. Mit diesen Lageransätzen 85
und 86 liegt der Klemmarm 60 in Lagerschalen, die sich innen an den Sei
tenwänden des Zangengehäuses 2 befinden. In Fig. 2 ist der Lageransatz
86 zu erkennen. Die Ausrichtung des Klemmarms 60 in der Zange ist daher
so, daß dieser unterhalb der Lamellenkassette 59 liegt und diese praktisch
aufnimmt. Dabei liegt das vordere Ende der Lamellenkassette 59 bzw. der
Quersteg 71 an der inneren Fläche des kurzen Schenkels 84 des Klemm
arms 60 an, während das Lamellenpaket 76 auf der Innenfläche 87 des lan
gen Schenkels 83 des Klemmarms 60 liegt.
Der Klemmarm 60, dessen Aufbau in Fig. 5 detailliert gezeigt ist, weist im
Bereich des langen Schenkels 83 eine V-förmige Ausnehmung 88 auf.
Diese V-förmige Ausnehmung 88 ragt von der freien Stirnseite des langen
Schenkels 83 in diesen Schenkel hinein und verjüngt sich in Richtung zum
kurzen Schenkel 84 gesehen, ohne diesen jedoch zu erreichen. In
senkrechter Richtung zur Innenfläche 87 gesehen läuft die Ausnehmung
88 aber durch den gesamten Schenkel 83 hindurch. Die genauere Form
des V-förmigen Verlaufs wird durch die Form der Leiter bestimmt, die ab
isoliert werden sollen. Hierbei sind gewisse Spielräume je nach Leiterquer
schnittsform möglich. Je nachdem, ob die Leiter dünner oder dicker sind,
ist die V-förmige Ausnehmung 88 schlanker oder breiter. Auch Spezial
ausführungen, angepaßt an besondere Leiterquerschnittsformen, sind
denkbar.
Im Ruhezustand der Zange, also bei vollständig geöffnetem Zangenmaul
29, wird der Klemmarm 60 in einer solchen Position gehalten, daß die
Innenfläche 87 parallel zu den unteren Lamellenflächen 78 liegt, wobei
diese unteren Lamellenflächen 78 auf der Innenfläche 87 ruhen. Dieser
Zustand ist in den Fig. 1 und 2 gezeigt. Die V-förmige Ausnehmung 88 hat
jetzt noch keinen Einfluß auf die Relativstellung der Lamellen 75 unterein
ander. Erst wenn beim Schließen des Zangenmauls 29 der Klemmarm 60
um die Lageransätze 85 und 86 im Uhrzeigersinn in Fig. 5 verschwenkt
wird, da er jetzt infolge des im Zangenmaul vorhandenen Leiters 30 nach
unten weggedrückt wird, wirkt sich das Vorhandensein der V-förmigen
Ausnehmung 88 auf die Relativstellung der Lamellen 75 zueinander aus,
die sich immer frei nach unten um die Achse 74 bewegen können. Dabei
wird infolge des Randes der V-förmigen Ausnehmung 88 im Bereich der In
nenfläche 87 verhindert, daß sich die außen liegenden Lamellen 75 weit
nach unten verschwenken können, während dies in nicht so starkem Maße
für die mittleren Lamellen gilt. Sie lassen sich weiter nach unten ver
schwenken. Insgesamt werden somit die Lamellen 75 durch die Wirkung
des oberen Randes der V-förmigen Ausnehmung 88 mit einem gewünsch
ten Kräfteprofil entsprechend der Form der V-förmigen Ausnehmung 88 in
die Leiterisolation hineingedrückt, was zu einem besseren bzw. saubere
rem Abisolierergebnis führt.
Dabei kann die Position des Klemmarms 60 in Längsrichtung des langen
Schenkels 83 auch noch voreingestellt werden, und zwar durch mehrere
und hintereinanderliegende Aufnahmen für die Lageransätze 85 und 86,
um dadurch Andruckkräfte generell vorgeben zu können.
Sobald das Zangenmaul 29 geschlossen und die Isolation des im Zangen
maul 29 eingeklemmten Leiters durchtrennt ist, wird die Lamellenkasset
te 59 in Richtung zum hinteren Zangenende bewegt und mit ihr das Lamel
lenpaket 76. Der verschwenkte Klemmarm 60 behält dabei seine Schwenk
position und bewegt sich auch nicht in Längsrichtung der Zange, so daß
das Lamellenpaket 76 über den Rand der V-förmigen Ausnehmung 88 ge
zogen wird, der sich in der Innenfläche 87 befindet. Solange sich die Höhe
der Lamellen 75 nicht ändert, also der Abstand zwischen der unteren La
mellenfläche und der oberen Lamellenfläche 78, 79 konstant bleibt, erfolgt
keine weitere Relativverschwenkung der Lamellen 75 untereinander. Ge
langt jedoch der unter dem Winkel α abgeschrägte Bereich der unteren La
mellenfläche 78 auf den genannten Rand der V-förmigen Ausnehmung 88,
können die einzelnen Lamellen 75 weiter nachgeben bzw. sich nach unten
absenken, so daß jetzt die Schneidkanten 80 ein wenig vom metallischen
Leiterkern freikommen und diesen nicht mehr zerkratzen können. Die
Schneidkanten 80 greifen aber nach wie vor hinter die durchtrennte Leite
risolation, um diese vom Leiterkern abzuziehen. Der Vorgang wird später
noch im einzelnen erläutert.
Unterhalb des in Fig. 5 gezeigten Klemmarms 60 ist die Blattfeder 61 ange
ordnet, wie am besten in Fig. 2 zu erkennen ist. Diese Blattfeder 61 weist
ein hinteres breites Ende 89 auf und verjüngt sich in Richtung zum vorde
ren Zangenende. Mit ihrem hinteren breiten Ende 89 ist sie an den Seiten
wänden des Zangengehäuses 2 befestigt. Hierzu können die einander ge
genüberliegenden Seitenbereiche des breiten Endes 89 in Seitenwand
schlitze des Zangengehäuses 2 fest eingreifen. Der elastische Spitzenbe
reich 90 der Blattfeder 61 drückt gegen den Boden bzw. langen Schenkel
83 des Klemmarms 60 und hält diesen in Ruhestellung der Zange bei geöff
netem Zangenmaul 29 in Horizontalposition, wie ebenfalls in Fig. 2 zu er
kennen ist. Kommt der Leiter 36 auf dem kurzen Schenkel 84 des Klemm
arms 60 zu liegen, und wird dieser durch den Leiter 36 um die Lageransät
ze 86 verschwenkt, so erfolgt diese Verschwenkung gegen die Kraft der
Blattfeder 61, die dadurch die nötige Schneidkraft zur Verfügung stellt.
Dabei ist die Blattfeder 61 nicht nur für die Erzeugung der Schneidkraft
sondern auch für die Bereitstellung der Klemmkraft zum Einklemmen des
Leiters 36 zuständig. Es handelt sich hier daher um eine sehr stabile und
entsprechend ausgebildete Blattfeder. Sie kann auch durch Federn ande
rer Art ersetzt werden, die sich innerhalb des unteren Klemmbackens so
wie unterhalb des Klemmarms 60 anordnen lassen.
Die Fig. 6 bis 9 zeigen ein zweites Ausführungsbeispiel einer Abisolierzan
ge nach der Erfindung. Gleiche Elemente wie in den Fig. 1 bis 5 sind mit
den gleichen Bezugszeichen versehen und werden nicht nochmals be
schrieben.
Abweichend vom ersten Ausführungsbeispiel ist der Aufbau des Klemm
arms 60 gemäß Fig. 9. Wesentlicher Unterschied ist, daß hier der lange
Schenkel 83 und der kurze Schenkel 84 gelenkig miteinander verbunden
sind. Beide Schenkel 83, 84 können dazu z. B. mit elastischen Winkeln 91
verbunden sein, die in die jeweiligen Schenkel 83, 84 fest eingefügt sind.
Ansonsten weist der lange Schenkel 83 an seiner Innenseite eine durchge
hende bzw. ebene Führungsfläche 87 auf. Um zu verhindern, daß sich der
Klemmarm 60 beim Abziehen der durchtrennten Leiterisolation vom Leiter
in Richtung zum hinteren Zangenende verschiebt, kann am freien stirnsei
tigen Ende des langen Schenkels 83 ein entsprechender Anschlag vorgese
hen sein, der an den Seitenwänden des Zangengehäuses 2 vorhanden ist.
Dieser Anschlag käme in Fig. 6 etwa oberhalb des hinteren und breiten
Endes 89 der Blattfeder 61 zu liegen. Das hintere und freie Ende des lan
gen Schenkels 83 des Klemmarms 60 nach dem zweiten Ausführungsbei
spiel weist auch keine separaten Lageransätze mehr auf, wie dies noch
beim ersten Ausführungsbeispiel der Fall ist. Vielmehr kann dieses Ende
auf Lageransätzen 92 gelagert sein (siehe Fig. 10), die sich an den Seiten
wänden des Lagergehäuses 2 befinden. Die Lageransätze 92 können auch
durch eine durchgehende Lagerstange ersetzt werden, wobei in diesem
Fall die Lagerstange oberhalb der Blattfeder 61 liegt. In Fig. 10 müßte dann
die Blattfeder 61 um die entsprechende Lagerstange herumgeführt sein.
Ansonsten ist in Fig. 6 noch zu erkennen, daß der vordere und untere
Bereich des unteren Klemmbackens 20 durch weitere Wandelemente 93
abgedeckt sein kann.
Ein drittes Ausführungsbeispiel einer Abisolierzange nach der Erfindung
ist in Fig. 9a dargestellt. Abweichend vom ersten und zweiten Ausfüh
rungsbeispiel ist wiederum der Aufbau des Klemmarms 60. Gleiche Ele
mente wie in den vorhergehenden Ausführungsbeispielen sind mit den
gleichen Bezugszeichen versehen und werden nicht nochmals beschrie
ben.
Beim dritten Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 9a befinden sich an beiden
Seiten des kurzen Schenkels 84 Führungsansätze 94 und 95, die sich in
Vertikalrichtung erstrecken und in Führungsnuten greifen, die sich an ge
genüberliegenden Innenseitenflächen des Zangengehäuses befinden.
Auch hier ist der kurze Schenkel 84 schwenkbar zum langen Schenkel 83
des Klemmarms 60 gelagert. Das freie Ende des langen Schenkels 83 des
Klemmarms 60 ist mit seitlichen Lageransätzen 85, 86 versehen, die in
entsprechenden Ausnehmungen in den Seitenflächen des Zangengehäu
ses liegen. Diese Lageransätze 85, 86 sind hier kreisringförmig ausgebil
det und weisen nur einen geringen Verschleiß auf. Sie können einstückig
mit dem Klemmarm 60 verbunden sein. Es kann sich hier aber auch um
kreisförmige Aufsätze aus verschleißarmem Material handeln, beispiels
weise aus hochfestem Metall, die z. B. auf entsprechende zylindrische An
sätze (nicht dargestellt) aufgesteckt werden können, die ihrerseits mit dem
Klemmarm 60 einstückig verbunden sind.
Bei diesem Ausführungsbeispiel ist die Lamellenführungseinrichtung als
plattenförmiges Teil 96 ausgebildet, das in eine flächige Ausnehmung 97
passend eingelegt werden kann. Diese flächige Ausnehmung 97 befindet
sich in der oberen Fläche 87 des Klemmarms 60. Im plattenförmigen Teil
96 ist wiederum die V-förmige Ausnehmung 88 vorhanden, die mit zuneh
mendem Abstand vom kurzen Schenkel 84 breiter wird. Das plattenförmi
ge Teil 96 ist, wie bereits erwähnt, passend bzw. spielfrei in die flächige
Ausnehmung 97 eingesetzt und kann z. B. ebenfalls aus verschleißarmem
Material, z. B. aus hochfestem Metall, bestehen.
Nachfolgend wird die Wirkungsweise der Zange unter Bezugnahme auf die
Fig. 10 bis 12 näher beschrieben.
In Fig. 10 ist die Zange in Ruhestellung gezeigt, also bei am weitesten geöff
netem Zangenmaul 29. In diesem Zustand werden durch die Feder 65 die
Abisolierklaue 51 und die Lamellenkassette 59 auseinandergedrückt, wo
bei die Lamellenkassette 59 auf die Führungen 62 gepreßt wird. Infolge der
Wirkung der elastischen Einrichtung 58 stehen die Schneidspitzen 55 der
Lamellen 56 am weitesten vor und ragen in eine stirnseitige Leiteraufnah
me 94 des oberen Klemmbackens hinein.
Der lange Schenkel 83 des Klemmarms 60 wird durch die Feder 61 bzw.
durch deren elastischen Spitzenbereich 90 in seiner obersten Stellung ge
halten, in der er horizontal bzw. parallel zu den Führungsbahnen 62 liegt.
Die Lamellen 75 liegen mit ihrer unteren Lamellenfläche 78 auf der planen
bzw. horizontalen Innenfläche 87 des langen Schenkels 83 auf und befin
den sich ebenfalls in ihrer Ausgangsstellung, in der die Schneidkanten 80
am weitesten nach oben weisen. Die V-förmige Ausnehmung 88 im langen
Schenkel 83 des Klemmarms 16 bewirkt jetzt noch keine Relativver
schwenkung der einzelnen Lamellen 75 zueinander. In Fig. 10 sei ange
nommen, daß nur die mittlere Lamelle 75 des Lamellenpakets 76 zu erken
nen ist. Wie gezeigt, ist die untere Lamellenfläche 78 in Richtung zum vor
deren Ende der Zange etwa ab dem mittleren Lamellenbereich leicht nach
oben geführt, bevor die Lamelle in den Lamellenabschnitt 81 übergeht.
Zwischen diesem abgewinkelten Lamellenflächenbereich und der Innen
fläche 87 ist dann der Winkel α vorhanden, der bereits in Fig. 4 erläutert
wurde. Es sei noch darauf hingewiesen, daß das spitze Ende der V-förmi
gen Ausnehmung 88 in den Fig. 10 bis 12 mit einergestrichelten Linie ein
gezeichnet ist, die auch das Auflager für die mittlere Lamelle 75 markiert.
Werden jetzt die Handgriffe 3 und 12 zusammengedrückt, so wird über das
bereits zuvor erwähnte Kniehebelgelenk der obere Klemmbacken 4 in den
Fig. 10 bis 12 entgegen dem Uhrzeigersinn um den Schwenkzapfen 39 her
umgedreht. Dabei bewirkt das Schiebeglied 18 zunächst noch keine oder
eine nur sehr geringe Verschiebung des Stellkopfes 46 zum hinteren Zan
genende hin. Bei noch nicht vollständig zusammengeführten Handgriffen
3 und 12 ist jetzt das Zangenmaul 29 geschlossen und die Schneidspitzen
55 sowie die Schneidkanten 80 dringen in den (nicht dargestellten) und im
Zangenmaul eingeklemmten Leiter ein. In diesem Zustand schlägt die
Klemmfläche 7 in Fig. 1 gegen die oberen Anschlagflächen 32, während der
Leiter 36, der auf der Klemmfläche 35 des Klemmelements 34 liegt, durch
die Klemmfläche 7 nach unten gedrückt wird, und zwar entgegen der Kraft
der Feder 61. Der Klemmarm 60 weicht dabei entsprechend nach unten
aus.
Infolge der im Zangenmaul erzeugten Klemmkraft wird also der kurze
Schenkel 84 des Klemmarms 60 entgegen der Kraft der Feder 61 und um
den Lageransatz 92 herum verschwenkt, so daß jetzt die V-förmige Aus
nehmung 88 für eine Relativverschiebung der einzelnen Lamellen 75 zu
einander sorgen kann. Die mittlere Lamelle kann am stärksten nach un
ten ausweichen, da für sie das Auflager, gebildet durch den oberen Rand
der V-förmigen Ausnehmung 88, am weitesten vorn liegt. Die seitlichen La
mellen 75 des Lamellenpakets 76 können aber infolge der V-förmigen Aus
nehmung 88 nicht so stark nach unten ausweichen, so daß sie besser in
die seitlichen Leiterisolationsbereiche eindringen können. Infolge der V-
förmigen Ausnehmung 88 legen sich daher die Schneidkanten 80 der La
mellen 75 besser um die Kontur des Leiters 36 herum und dringen insbe
sondere im seitlichen Bereich stärker in die Leiterisolation ein, da die seit
lichen bzw. außen liegenden Lamellen 75 nicht mehr so stark nachgeben
können. Daher wird ein besseres bzw. saubereres Abisolierergebnis er
zielt.
In Fig. 11 ist deutlich zu erkennen, daß die untere Lamellenfläche 78 zum
hinteren Zangenende hin immer stärker in die V-förmige Ausnehmung 88
hineinragt. Dieser Zustand markiert etwa den Zustand der größten
Klemmkraft bzw. Schneidkraft im Zangenmaul.
Werden jetzt gemäß Fig. 12 die Handgriffe 3 und 12 vollständig zusammen
gedrückt, so schwenkt das hintere freie Ende des Schiebegliedes 18, das
den Schwenkzapfen 17 in Richtung zum Schwenkzapfen 14 überragt, am
weitesten in Richtung zum hinteren Zangenende aus und drückt somit den
Stellkopf 46 in seine hinterste Endstellung. Dies führt dazu, daß sich auch
die Lamellenkassette 59 in ihre hinterste Endstellung bewegt und mit ihr
die Abisolierklaue 51. Der Klemmarm 60 verbleibt in seiner verschwenk
ten Stellung jedoch gleiten jetzt die Lamellen 75 mit ihrer unteren Lamel
lenfläche 78 über den durch die V-förmige Ausnehmung 88 definierten
Rand in der Fläche 87. Dabei kommt im Verlauf dieser nach hinten führen
den Bewegung auch der um den Winkel α abgebogene Bereich der unteren
Lamellenfläche 78 auf dem genannten Rand (Auflager) zu liegen, so daß
jetzt die mittlere Lamelle 75 des Lamellenpaketes 76 und die zu ihr be
nachbart liegenden Lamellen 75 abgesenkt werden. Dies führt dazu, daß
sich die Schneidkanten 80 vom Kern des Leiters 36 ein wenig entfernen,
ohne jedoch außer Eingriff mit der Isolation zu gelangen. Die Absenkung
für die außen liegenden Lamellen 75 des Lamellenpaketes 75 ist nicht ganz
so stark, ist andererseits aber auch nicht erforderlich, da hier die Lamellen
75 seitlich am Leiterkern vorbeigehen.
Bei der nach hinten führenden Bewegung der Lamellenkassette 59 wird
auch das obere Abisolierorgan 51 nach hinten bewegt. Wobei es über einen
oberen und vorn liegenden Ansatz 51a an einer innen liegenden Führungs
fläche 4a des oberen Arbeitsbackens 4 abgestützt wird. Bei Entlastung der
Handgriffe 3 und 12 werden diese durch die Feder 20 wieder gespreizt,
während gleichzeitig die Druckfeder 50 das Zugelement 37 wieder nach
vorn schiebt und mit ihm die Abisolierklaue 51 und die Lamellenkassette
59. Das Zangenmaul 59 wird außerdem durch die Feder 65 wieder geöffnet
und die Feder 61 drückt den Klemmarm 60 in seine Ausgangsstellung zu
rück.
Claims (18)
1. Vorrichtung zum Abisolieren von Leiterenden, mit zwei in einem
durch Klemmbacken (4, 60) gebildeten Maul angeordneten Abisolierorga
nen (51, 76), die in Maullängsrichtung verschiebbar sind, und von denen
wenigstens eines ein Paket (76) aus nebeneinander liegenden und quer zur
Maullängsrichtung, parallel zur Bewegungsebene der Klemm
backen (4, 60), bewegbaren Lamellen (75) mit Schneidkanten (80) auf
weist, welche beim Schließen des Mauls (29) in eine Isolation eines durch
die Klemmbacken (4, 60) gehaltenen Leiters (36) eindringen, dadurch ge
kennzeichnet, daß an der Rückseite des Lamellenpakets (76) eine an das
Profil des Leiters (36) angepaßte und die Lamellenquerbewegung entspre
chend bestimmende Lamellenführungseinrichtung (83, 87, 88) liegt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Lamellenführungseinrichtung verschwenkbar gelagert ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die
Lamellenführungseinrichtung (83, 87, 88) Teil eines Klemmbackens (60)
ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die
Lamellenführungseinrichtung (83, 87, 88) einstückig mit dem Klemm
backen (60) verbunden ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß
der Klemmbacken (60) gelenkig ausgebildet ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 3, 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet,
daß der Klemmbacken (60) in Maullängsrichtung an verschiedenen Posi
tionen positionierbar ist.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 6, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Klemmbacken im Bereich der Lamellenführungsein
richtung schwenkbar gelagert ist.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekenn
zeichnet, daß das Lamellenpaket (76) in Maullängsrichtung gleitend auf
der Lamellenführungseinrichtung (83, 87, 88) verschiebbar und der La
mellenboden (78) des horizontalen Lamellenarms im vorderen Lamellen
bereich zur Schneidkante (80) hin leicht abgewinkelt ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß das
Lamellenpaket (76) in einer Lamellenkassette (59) schwenkbar gelagert
ist, die mit einer in Maullängsrichtung verschiebbaren Zugstange (37) ver
bunden ist.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 9, dadurch gekenn
zeichnet, daß an der Rückseite des Klemmbackens (60) eine diesen in
Richtung zum Maul (29) drückende Feder (61) angeordnet ist.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die
Feder (61) eine in Maullängsrichtung verlaufende und am hinteren
Maulende gelagerte Blattfeder ist.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 11, dadurch gekenn
zeichnet, daß der die Lamellenführungseinrichtung (83, 87, 88) aufwei
sende Klemmbacken (60) zwischen feststehenden Gehäuseteilen (30, 31)
angeordnet ist, gegen die der andere Klemmbacken (4) beim Schließen des
Mauls (29) gefahren wird.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis 12, dadurch gekenn
zeichnet, daß das andere (51) der beiden Abisolierorgane (51, 76) eben
falls mit der Zugstange (37) gekoppelt ist.
14. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß
zwischen diesem anderen Abisolierorgan (51) und der Lamellenkassette
(59) eine Druckfeder (65) vorhanden ist, die die Lamellenkassette (59) ge
gen Führungsflächen (62) drückt, auf denen sie verschiebbar ist.
15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekenn
zeichnet, daß sie als eine zwei Handgriffe (3, 12) aufweisende Zange (1)
ausgebildet ist, durch die beim Zusammenführen der Handgriffe (3, 12)
das Maul (29) geschlossen und die Zugstange (37) zum hinteren Zan
genende geführt wird, und umgekehrt.
16. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 15, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Lamellenführungseinrichtung als Einlegeteil (96) aus
gebildet ist.
17. Vorrichtung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß das
Einlegeteil (96) als Platte mit randseitiger, V-förmiger Ausnehmung (88)
ausgebildet ist.
18. Vorrichtung nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, daß die
Platte in eine Ausnehmung (97) eines schwenkbaren Klemmbackenarms
(83) einlegbar ist.
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