DE4416211C2 - Verfahren und Vorrichtung zur Flugbahnkorrektur von Geschossen - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur Flugbahnkorrektur von GeschossenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Flugbahnkorrektur
von Geschossen mit Hilfe eines Laserleitstrahles nach dem
Oberbegriff des Anspruchs 1. Die Erfindung bezieht sich
ferner auf eine Vorrichtung zur Durchführung der Erfindung.
Zur Erhöhung der Trefferwahrscheinlichkeit, insbesondere bei
der Bekämpfung sich bewegender Ziele, ist neben einer opti
malen Feuerleitung und einer geringen Flugzeit auch eine
Korrektur der Flugbahn der Geschosse, vor allem bei gestei
gerter Reichweite, unumgänglich. Es ist bekannt, zu einer
derartigen Zielbekämpfung Suchzündergeschosse, die in der
Geschoßspitze eine entsprechend aufwendige Sensorik aufwei
sen, oder leitstrahlgelenkte Geschosse zu verwenden. Bei den
leitstrahlgelenkten Geschossen kann der Leitstrahl entweder
das Ziel beleuchten -und das Geschoß muß wiederum eine ent
sprechend aufwendige Sensorik in der Geschoßspitze aufweisen
oder der Leitstrahl ist auf den Flugkörper gerichtet und
lenkt diesen entsprechend der mit dem Feuerleitsystem gewon
nenen Daten in das Ziel.
Bei dem letztgenannten Verfahren ist es mit vertretbarem
Aufwand nur möglich, mit dem jeweiligen Leitstrahl ein
einziges Geschoß in das Ziel zu lenken. Derartige Verfahren
werden daher in der Regel nur zur Lenkung großkalibriger
Flugkörper (Artillerie- oder Panzergeschosse) verwendet.
Aus der DE 25 43 606 C2 ist ein Verfahren zur Flugbahnkorrek
tur rotierender Geschosse bekannt. Dabei erfolgt mittels einer
dem Waffenträger zugeordneten optischen Einrichtung zunächst
eine Ablagemessung des jeweiligen Geschosses. Anschließend
werden dann die Daten zur Auslösung eines entsprechenden Kor
rekturimpulses mit Hilfe des Laserleitstrahles auf das Geschoß
übertragen, wobei der Rollagewinkel des Geschosses mittels
einer entsprechenden Auswertevorrichtung in dem Geschoß selbst
bestimmt wird.
Nachteilig ist auch bei diesem Verfahren, daß jeweils die
Flugbahn nur eines einzigen und nicht mehrerer zeitlich dicht
hintereinander fliegender Geschosse korrigiert werden kann.
Die quasi gleichzeitige Korrektur von Geschossen einer Ma
schinenkanonen-Salve (Schwarm) ist daher mit dieser bekannten
Vorrichtung nicht möglich.
Aus der DE 34 29 322 C1 ist ein kontinuierliches Lenkverfahren
eines Geschoß-Schwarms bekannt, bei welchem der Schwerpunkt
des Schwarms gelenkt wird. Ein derartiges Verfahren ist für
Maschinenkanonen nicht geeignet und für die Bekämpfung beweg
ter Ziele mit Drallgeschossen nicht verwendbar.
Die US 4,709,875 offenbart ein Verfahren, bei dem ein Laser
strahl ein Feld abscannt und damit in Form von Rückinforma
tionen die tatsächliche Position der Projektile erhält, die
mit der gewünschten Position verglichen wird.
Aus der DE 689 16 058 T2 ist ein Verfahren zur quasi konti
nuierlichen Lenkung von flügelstabilisierten Geschossen mit
Hilfe mehrerer Impulsladungen bekannt. Die Ablage wird immer
dann korrigiert, wenn das jeweilige Geschoß den ihm zugeord
neten definierten Leitstrahlquerschnitt verläßt. Der Dreh
winkel wird in dem Geschoß z. B. mit Kreisel bestimmt. Das
System ist zur Bekämpfung eines stehenden Zieles mit mehreren
Projektilen nicht geeignet und durch die Zuordnung jeweils
eines Leitstrahles zu einem Geschoß sehr aufwendig.
Die DE 31 17 685 C2 offenbart schließlich ein spezielles Ver
fahren zur Modulation eines Laser-Leitstrahles zur Lenkung
eines Flugkörpers, wobei der Flugkörper durch Analyse der
Modulationsfrequenzen seine Lage in bezug auf die Strahlachse
entnehmen kann. Als Modulatoren sind PLZT-Keramik-Ausschnitte
vorgesehen. Eine Lagekorrektur des Flugkörpers erfolgt in der
Regel durch mehrmalige Korrektur, so daß es sich um ein quasi
kontinuierliches Korrekturverfahren handelt. Über die Verwen
dung dieses bekannten Verfahrens zur Lenkung der Geschosse
eines Geschoß-Schwarms gibt diese Entgegenhaltung keinen Hin
weis.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur
Flugbahnkorrektur anzugeben, bei dem mehrere zeitlich dicht
aufeinanderfolgende Geschosse mit unterschiedlichen Ablagen
auf einfache Weise durch eine Impulskorrektur korrigiert
werden können. Der Erfindung liegt ferner die Aufgabe zu
grunde, eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens
anzugeben.
Diese Aufgabe wird hinsichtlich des Verfahrens durch die
Merkmale des kennzeichnenden Teils des Anspruchs 1 und
hinsichtlich der Vorrichtung durch die Merkmale des kenn
zeichnenden Teils des Anspruchs 4 gelöst. Weitere vorteil
hafte Ausgestaltungen der Erfindung offenbaren die Unter
ansprüche.
Im wesentlichen liegt der Erfindung der Gedanke zugrunde, den
Leitstrahl nicht auf das jeweilige Geschoß, sondern auf das
Ziel zu richten und diesem nachzuführen. Dabei entnehmen sich
die einzelnen Geschosse die für ihre Korrekturen erforderli
chen Daten zu einem von ihnen bestimmten Zeitpunkt autonom
dem Leitstrahl selbst.
Hierzu setzt sich der Leitstrahl aus einem zentralen Leit
strahlsegment, welches auf das Ziel gerichtet bleibt, und
mindestens vier äußeren um das zentrale Segment herum ange
ordneten Leitstrahlsegmenten zusammen. Das Licht der einzel
nen Leitstrahlsegmente ist unterschiedlich moduliert, so daß
die im Leitstrahl befindlichen Geschosse aufgrund der jeweils
empfangenen Modulation ihre Ablage bestimmen können und
wissen, in welcher Richtung sie korrigiert werden müssen.
Entspricht überdies der Abstand zwischen den Mittelpunkten
der einzelnen äußeren Leitstrahlsegmente und dem inneren
Leitstrahlsegment der maximalen Korrektur und ist der
Richtungswinkel der Korrektur in dem jeweiligen äußeren
Leitstrahlsegment konstant, so liegt die Geschoßachse nach
der Korrektur immer innerhalb des zentralen Leitstrahlseg
mentes. Mit Hilfe einer in dem jeweiligen Geschoß befindli
chen Auswerteelektronik wird mit diesen Informationen der
optimale Auslösezeitpunkt für die entsprechende Korrekturla
dung ermittelt.
Das erfindungsgemäße Verfahren weist ferner den Vorteil auf,
daß das gesamte System vom Ziel her optisch praktisch nicht
störbar ist, da keine Informationen vom Geschoß zur Boden
station gesendet werden. Außerdem entfällt das Scannen und
das Zuordnen einzelner Informationen zu bestimmten Geschos
sen.
Im Falle der Impulskorrektur rotierender Geschosse kann die
für den genauen Korrekturzeitpunkt erforderliche Rollage des
Geschosses vorzugsweise dadurch ermittelt werden, daß das
zentrale Leitstrahlsegment mit Hilfe eines holographisch
optischen Elementes phasenmoduliert wird, d. h., es wird eine
definierte Phasenstruktur im Leitstrahl erzeugt. Da die In
formation nun als Phasen-Information im Leitstrahl gespei
chert ist, ist es nicht erforderlich, den entsprechenden
Empfangsdetektor in dem jeweiligen Geschoß koaxial zum
Leitstrahl auszurichten. Der Empfangsdetektor kann sich
vielmehr an irgendeiner Stelle innerhalb des Leitstrahles
befinden, wobei allerdings vorausgesetzt werden muß, daß er
in bestimmten Grenzen achsparallel zum Leitstrahl orientiert
ist.
Die Laservorrichtung zur Durchführung des erfindungsgemäßen
Verfahrens besteht im wesentlichen aus dem Laser selbst und
einer Strahlteileranordnung mit Modulatoren zur Erzeugung
einer vorgegebenen Anzahl unterschiedlich modulierter Leit
strahlsegmente.
Das Geschoß besitzt in seinem heckseitigen Teil eine
Empfangsvorrichtung, die im wesentlichen aus einer
Empfangsoptik mit einem als Polarisator ausgebildeten holo
graphischen Element, zwei Empfangsdetektoren und einer Aus
werteeinheit besteht. Der eine Empfangsdetektor dient dabei
in Verbindung mit dem holographischen Element zur Messung der
Rollage des Geschosses. Der zweite Empfangsdetektor dient zur
Bestimmung der Ablagemessung durch Bestimmung der Modulation
sowie gegebenenfalls auch zur Messung des von der Laservor
richtung übertragenen Zielabstandes.
Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich
aus den folgenden anhand von Figuren erläuterten Ausführungs
beispielen. Es zeigen:
Fig. 1 eine Darstellung zur Erläuterung des Funktionsprinzips
der vorliegenden Erfindung;
Fig. 2a-2e Impulsdiagramme zur Erläuterung der Modulation der
Leitstrahlsegmente;
Fig. 3 schematisch eine Laservorrichtung zur Erzeugung modu
lierter Leitstrahlsegmente und
Fig. 4 schematisch den Aufbau der im heckseitigen Teil eines
Geschosses angeordneten Empfangsvorrichtung.
In Fig. 1 ist mit 1 schematisch eine Maschinenwaffe mit einem
integrierten Feuerleitsystem zur Zieldatenerfassung und einer
Laservorrichtung zur Erzeugung eines Leitstrahles angedeutet.
Aus der Maschinenwaffe wurde eine Salve von fünf Geschossen
2-6 (Schwarm) auf ein sich in Pfeilrichtung 7 bewegendes Ziel
8 abgefeuert.
Die Laservorrichtung erzeugt einen Leitstrahl 9, der sich aus
fünf Leitstrahlsegmenten 10-14 zusammensetzt, wobei in Fig. 1
die einzelnen Leitstrahlsegmente durch in die Betrachterebene
geklappte Strahlquerschnitte (Kreise) dargestellt sind. Dabei
umgeben die äußeren Leitstrahlsegmente 11-14 das zentrale
Leitstrahlsegment 10.
Aufgrund der von dem Feuerleitsystem ermittelten Zieldaten
wird der Leitstrahl 9 auf einen errechneten Kollisionspunkt
15 gerichtet und die Geschosse 2-6 entsprechend korrigiert.
Dabei ist in Fig. 1 mit 16 die Flugrichtung des Schwarms vor
der Korrektur aufgrund des am Ort 17 befindlichen Zieles und
mit 18 die Mittelachse des Leitstrahles 9 und damit auch des
zentralen Leitstrahlsegmentes bezeichnet. Der das Ziel 8
abtastende Strahl des Feuerleitsystems ist in Fig. 1 mit dem
Bezugszeichen 19 versehen.
Zur Messung der Ablage der einzelnen Geschosse des Schwarms
sind die Leitstrahlsegmente 11-14 unterschiedlich moduliert.
Dieses ist in den Fig. 2a bis 2e schematisch dargestellt, wo
bei mit I die Intensität und mit T die Zeit bezeichnet sind.
Fig. 2a zeigt dabei den Intensitätsverlauf des Leitstrahlseg
mentes 10 und die Fig. 2b-2e die entsprechenden Intensitäts
verläufe der Segmente 11-14.
Das Leitstrahlsegment 10 deckt vorzugsweise flächenmäßig die
Zielfläche für eine vorgegebene Zielentfernung (z. B. 4000 m)
ab. Im Bereich der Korrektur (z. B. 1000 bis 2000 m) muß der
Abstand der Mittelpunkte der äußeren Leitstrahlsegmente 11-14
zu dem Mittelpunkt des zentralen Leitstrahlsegmentes 10 der
maximal möglichen Korrektur entsprechen.
Die in den Fig. 2a-2e gestrichelt eingezeichnete Impulsfolge
20 charakterisiert die mit Hilfe des Feuerleitsystems be
stimmte Entfernung zwischen der Laservorrichtung 1 und dem
Ziel 8, die zur Bestimmung des Zündzeitpunktes der Korrek
turladung des jeweiligen Geschosses zusätzlich zur Winkelab
lage und Rollwinkellage des Geschosses erforderlich ist.
Diese Information ist in allen fünf Leitstrahlsegmenten 10-14
vorhanden.
In Fig. 3 ist schematisch eine Laservorrichtung 21 zur Erzeu
gung der einzelnen Leitstrahlsegmente dargestellt, wobei aus
Übersichtlichkeitsgründen lediglich die Erzeugung der drei
Segmente 10-12 (Fig. 1) wiedergegeben wurde. Im wesentlichen
setzt sich die Laservorrichtung 21 aus dem eigentlichen Laser
22, einer der Zahl der äußeren Leitstrahlsegmente entspre
chenden Anzahl von Strahlenteilern 23, 24, einer entsprechen
den Anzahl von Modulatoren 25-27 sowie einer entsprechenden
Anzahl von Umlenkspiegeln 28, 29 zusammen.
Ferner kann bei einer gewünschten Impulskorrektur rotierender
Geschosse (z. B. drallstabilisierten Geschossen) ein hologra
phisches Element 30 vorgesehen werden, welches das Leit
strahlsegment 10 zusätzlich phasenmoduliert. Durch dieses
Verfahren ist in Verbindung mit einem weiteren holographi
schen Element in der Empfangsvorrichtung des jeweiligen
Geschosses eine absolute Winkelbestimmung (Rollagebestimmung)
möglich.
Eine entsprechende Empfangsvorrichtung 31 eines Geschosses
ist in Fig. 4 dargestellt. Sie wird nach außen hin durch eine
Schutzkappe, die nach Verlassen des Rohres abgetrennt wird,
oder eine optisch durchlässige Abdeckplatte 32 geschützt und
besteht im wesentlichen aus einer Linse 33, dem weiteren
holographischen Element 34, welches randseitig mit dem
Geschoßboden 35 verbunden und gleichzeitig als Polarisator
ausgebildet ist, sowie zwei Empfangsdetektoren 36, 37 und
einer Auswerteelektronik 38.
Im folgenden wird die Funktionsweise der Empfangsvorrichtung
beschrieben:
Nach dem Abschuß wird beispielsweise bis zu einer Entfernung von ca. 1000 m die Rollage des jeweiligen Geschosses mit Hil fe des holographischen Elementes 34 und des Empfangsdetektors 37 bestimmt. Anschließend kann dann die Rollage des Flugkör pers durch Extrapolation unter Heranziehung der Intensitäts änderungen durch Verwendung eines Polarisationsfilters (welches bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel ebenfalls durch das holographische Element 34 gebildet wird) in dem jeweiligen Geschoß ermittelt werden.
Nach dem Abschuß wird beispielsweise bis zu einer Entfernung von ca. 1000 m die Rollage des jeweiligen Geschosses mit Hil fe des holographischen Elementes 34 und des Empfangsdetektors 37 bestimmt. Anschließend kann dann die Rollage des Flugkör pers durch Extrapolation unter Heranziehung der Intensitäts änderungen durch Verwendung eines Polarisationsfilters (welches bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel ebenfalls durch das holographische Element 34 gebildet wird) in dem jeweiligen Geschoß ermittelt werden.
Bei Erreichen eines vorgegebenen Entfernungsbereiches von
z. B. 1000 bis 2000 m wird durch die Auswerteelektronik 38 in
dem jeweiligen Geschoß der Empfangsdetektor 36 zur Bestimmung
der Ablage aktiviert. Aufgrund der Modulation der empfangenen
Signale ermittelt die Auswerteelektronik 38, in welchem Leit
strahlsegment 10-14 sich das jeweilige Geschoß befindet. Be
findet es sich im Leitstrahlsegment 10, wird keine Korrektur
ausgelöst. Befindet es sich in einem der Leitstrahlsegmente
11-14, dann wird aufgrund der Modulation die Richtung ermit
telt, in welcher eine Geschoßkorrektur erfolgen muß.
Da in dem vorgegebenen Entfernungsbereich die maximale
Korrektur dem Abstand der Mittelpunkte der jeweils äußeren
Leitstrahlsegmente 11-14 zu dem zentralen Leitstrahlsegment
10 entspricht und der Richtungswinkel der Korrektur im
jeweiligen äußeren Leitstrahlsegment 11-14 konstant ist (in
dem vorliegenden Ausführungsbeispiel in jedem Quadranten
45°), liegt die Geschoßachse nach der Korrektur immer
innerhalb des Leitstrahlsegmentes 10 (d. h. jeder Punkt der
äußeren Kreisfläche wird parallelverschoben auf die innere
Kreisfläche 10 (Fig. 1). Mit Hilfe der Auswerteelektronik 38
wird mit diesen Informationen der optimale Auslösezeitpunkt
für die Korrekturladung ermittelt.
Claims (6)
1. Verfahren zur Flugbahnkorrektur von mehreren zeitlich
dicht aufeinander fliegenden Geschossen mit Hilfe eines
Leitstrahles, wobei
- a) in einem der Abfeuereinrichtung zugeordneten Feuerleitsystem laufend Zieldaten, wie Geschwin digkeit, Entfernung und Bewegungsrichtung, erfaßt und zu der den Leitstrahl erzeugenden Laservor richtung übertragen werden,
- b) die Geschosse jeweils eine den Leitstrahl empfangende Empfangsvorrichtung enthalten,
- c) der Leitstrahl auf den aufgrund der Zieldaten errechneten Kollisionspunkt gerichtet wird,
- d) der Leitstrahl in mindestens fünf Teilstrahlen (Leitstrahlsegmente) aufgeteilt wird, die um ein zentrales auf den Kollisionspunkt ausgerichtetes Leitstrahlsegment herum angeordnet sind;
- e) jedes Leitstrahlsegment unterschiedlich moduliert wird,
- f) das jeweilige Geschoß mit Hilfe der Empfangsvor richtung aus der Modulation des entsprechenden Leitstrahlsegmentes, in dem es sich gerade befindet, in einem vorgebbaren Korrekturbereich die für die Korrektur erforderliche Winkellage in bezug auf den Kollisionspunkt ermittelt und danach eine Korrektur auslöst, falls es sich nicht im zentralen Leit strahlsegment befindet,
- g) im Korrekturbereich der Abstand der Mittelpunkte der äußeren Leitstrahlsegmente (11-14) zu dem Mittel punkt des zentralen Leitstrahlsegmentes (10) der maximal möglichen Korrektur entspricht, und
- h) das zentrale Leitstrahlsegment (10) flächenmäßig die Zielfläche für eine vorgegebene Zielentfernung ab deckt, wobei die Zielentfernung größer ist als der Abstand des Korrekturbereiches von der Abfeuerein richtung.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
der Korrekturbereich des Geschosses durch ein Zeitglied
in einen definierten Entfernungsbereich, z. B. zwischen
1000 und 2000 in, gelegt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß das zentrale Leitstrahlsegment phasenmoduliert wird
und daß mit Hilfe eines entsprechenden Demodulators in
dem jeweiligen Geschoß dessen jeweilige Rollage ermittelt
wird.
4. Vorrichtung zur Flugbahnkorrektur von Geschossen zur
Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1
bis 3, mit einer der Abschußvorrichtung (1) der Geschos
se zugeordneten Laservorrichtung (21) zur Erzeugung eines
Leitstrahles (9), mit einem das Ziel (8) verfolgenden
Feuerleitsystem (1) und mit einer in dem jeweiligen Ge
schoß angeordneten Empfangsvorrichtung (31), die zur
Veränderung der Flugbahn des Geschosses mit einer ent
sprechenden Korrektureinrichtung verbunden ist, dadurch
gekennzeichnet, daß die Laservorrichtung (21) aus einem
Laser (22) und einer der Anzahl der Leitstrahlsegmente
entsprechenden Anzahl von Strahlenteilern (23, 24) be
steht, daß auf der dem Laser (22) abgewandten Seite der
Strahlenteiler (23, 24) zur Modulation der Leitstrahl
segmente Modulatoren (25-27) angeordnet sind, und daß
Umlenkspiegel (28, 29) vorgesehen sind, mittels der die
äußeren modulierten Leitstrahlsegmente (11-14) derart
ausrichtbar sind, daß in einer vorgebbaren Entfernung der
Abstand der Mittelpunkte der äußeren Leitstrahlsegmente
(11-14) von dem Mittelpunkt des zentralen Leitstrahlseg
mentes (10) der maximal möglichen Korrektur entspricht.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß
zur Flugbahnkorrektur von rotierenden Geschossen die
Laservorrichtung (21) zusätzlich einen Modulator (30) zur
Modulation des zentralen Leitstrahlsegmentes (10) auf
weist, wobei die Modulation dieses Leitstrahlsegmentes
(10) zur Rollagebestimmung des jeweiligen Geschosses
herangezogen wird.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß
die Modulation des zentralen Leitstrahlsegmentes (10) mit
Hilfe eines optischen Elementes, insbesondere eines holo
graphischen optischen Elementes (30) erfolgt, wobei in
der Empfangsvorrichtung (31) des jeweiligen Geschosses
ein entsprechendes holographisches Element (34) angeord
net ist, welches mit dem Geschoß verbunden ist.
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