DE4400886C2 - Verfahren zur Unterdrückung der Zinkdampfbildung beim Schmelztauchbeschichten eines Stahlbandes - Google Patents

Verfahren zur Unterdrückung der Zinkdampfbildung beim Schmelztauchbeschichten eines Stahlbandes

Info

Publication number
DE4400886C2
DE4400886C2 DE4400886A DE4400886A DE4400886C2 DE 4400886 C2 DE4400886 C2 DE 4400886C2 DE 4400886 A DE4400886 A DE 4400886A DE 4400886 A DE4400886 A DE 4400886A DE 4400886 C2 DE4400886 C2 DE 4400886C2
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
zinc
steel strip
dip coating
formation
suppressing
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired - Fee Related
Application number
DE4400886A
Other languages
English (en)
Other versions
DE4400886A1 (de
Inventor
Wilhelm Dr Duerr
Peter Dipl Ing Helberg
Wilhelm Dr Ing Warnecke
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
ThyssenKrupp Steel Europe AG
Original Assignee
Thyssen Stahl AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Thyssen Stahl AG filed Critical Thyssen Stahl AG
Priority to DE4400886A priority Critical patent/DE4400886C2/de
Priority to EP94112801A priority patent/EP0663454B2/de
Priority to AT94112801T priority patent/ATE165121T1/de
Publication of DE4400886A1 publication Critical patent/DE4400886A1/de
Application granted granted Critical
Publication of DE4400886C2 publication Critical patent/DE4400886C2/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Fee Related legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C23COATING METALLIC MATERIAL; COATING MATERIAL WITH METALLIC MATERIAL; CHEMICAL SURFACE TREATMENT; DIFFUSION TREATMENT OF METALLIC MATERIAL; COATING BY VACUUM EVAPORATION, BY SPUTTERING, BY ION IMPLANTATION OR BY CHEMICAL VAPOUR DEPOSITION, IN GENERAL; INHIBITING CORROSION OF METALLIC MATERIAL OR INCRUSTATION IN GENERAL
    • C23CCOATING METALLIC MATERIAL; COATING MATERIAL WITH METALLIC MATERIAL; SURFACE TREATMENT OF METALLIC MATERIAL BY DIFFUSION INTO THE SURFACE, BY CHEMICAL CONVERSION OR SUBSTITUTION; COATING BY VACUUM EVAPORATION, BY SPUTTERING, BY ION IMPLANTATION OR BY CHEMICAL VAPOUR DEPOSITION, IN GENERAL
    • C23C2/00Hot-dipping or immersion processes for applying the coating material in the molten state without affecting the shape; Apparatus therefor
    • C23C2/04Hot-dipping or immersion processes for applying the coating material in the molten state without affecting the shape; Apparatus therefor characterised by the coating material
    • C23C2/06Zinc or cadmium or alloys based thereon

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Coating With Molten Metal (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Unterdrückung der Zinkdampfbildung beim Schmelztauchbeschichten eines Stahlbandes, wobei sich das Stahlband in einem Einlaufbereich unter einer Schutzgasatmosphäre aus einem Gemisch eines Inertgases mit Wasserstoff als reduzierendem Gas befindet.
Beim kontinuierlichen Schmelztauchbeschichten von Stahlbändern gelangt das in mehreren Stufen vorbehandelte Stahlband über einen Rüssel in das mit flüssigem Zink gefüllte Becken der Schmelztauchbeschichtungsanlage. Aufgrund des hohen Dampfdruckes von Zink über der flüssigen Phase verdampfen von der Badoberfläche im Rüssel verhältnismäßig große Mengen an Zink, wenn man nicht geeignete Gegenmaßnahmen trifft. Der Zinkdampf strömt dann entgegen der Bandlaufrichtung und sublimiert an den kühleren Rüsselwänden oder spätestens an den Wänden im Bereich der vorgeschalteten Kühlzone. Das hat zur Folge, daß sich zum einen die Wände dieser Anlagenbereiche in erheblichem Maße mit Zinksublimat bedecken, wodurch häufige Reinigung erforderlich wird. Störender sind aber abgelagerte Zinkstaubpartikel, die sich während des Betriebs von den Wänden des Rüssels, an denen sie sich zunächst abgelagert hatten, ablösen und auf dem Stahlband niederschlagen. Dort führen die Zinkstaubpartikel nach dem Beschichtungsprozeß zu störenden Oberflächenfehlern. Diese sind angesichts der gestiegenen Anforderungen der Kunden an die Qualität von oberflächenveredeltem Stahlband, z. B. beim Einsatz der Bleche für Außenhautteile von Kraftfahrzeugen, nicht akzeptabel.
Man hat bereits Maßnahmen getroffen, um der störenden Zinkdampfbildung entgegenzuwirken. So hat man zunächst durch eine Taupunktkontrolle des Schutzgases (Inertgas oder Stickstoff) im Rüssel oberhalb der Zinkbadoberfläche dafür gesorgt, daß möglichst wenig Wasserdampf vorhanden ist, der durch Dissoziation Sauerstoff abspaltet, der sich mit dem Zinkdampf zu Zinkoxid umsetzt. Man war lange der Meinung, daß die auftretenden Oberflächenfehler auf der Bildung von Zinkoxid beruhen. Als weitere Maßnahme hat man in begrenzter Menge Wasserstoff dem Inertgas zugemischt.
Die EP 0 172 681 enthält dann die Lehre, in genau begrenzter Menge Wasserdampf in die Schutzgasatmosphäre im Rüssel oberhalb der Zinkbadoberfläche einzuleiten. Mit dem eingeleiteten Inert- oder Stickstoffgas wurden 250 bis 4500 ppm Wasserdampf und 1 bis 8 Vol.-% Wasserstoff eingeblasen. Durch Dissoziation des Wasserdampfes wurde auf der Zinkbadoberfläche Zinkoxid gebildet, welches die Zinkbadoberfläche abdeckt und als Sperrschicht eine weitere Zinkverdampfung verhindert. In der Praxis weist dieses bekannte Verfahren gemäß EP 0 172 681 jedoch Nachteile auf. Der angehobene Wasserdampfgehalt im Rüssel führt bei einer Vielzahl von Stählen zu Oberflächenfehlern am Band. Durch den Zerfall von Wassermolekülen entsteht atomarer Wasserstoff, der in die Stahlbandoberfläche eindiffundiert. Beim Abkühlen des tauchbeschichteten Stahlbandes entstehen im Bereich von Einschlußzeilen, in denen sich der atomare Wasserstoff anlagert, Auswölbungen an der Stahloberfläche. Diese beeinträchtigen die Ebenheit und das Aussehen der beschichteten Stahloberfläche und sind nicht tolerierbar.
Außerdem sind aufwendige Kontroll- und Steuerungsmaßnahmen erforderlich, um den Wasserdampfgehalt in den engen Grenzen einzustellen und durch kontrollierte Zufuhr aufrechtzuerhalten.
Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, ohne die geschilderten Nachteile des aus der EP 0 172 681 bekannten Verfahrens die Zinkverdampfung aus dem Zinktauchbad zu unterdrücken, insbesondere soll durch die zu treffende Naßnahme das zu beschichtende Stahlband in seiner Qualität nicht beeinträchtigt werden.
Zur Lösung der gestellten Aufgabe wird erfindungsgemäß vorgeschlagen, daß die Wasserstoff als reduzierendes Gas enthaltende Schutzatmosphäre im Rüssel oberhalb der Zinkbadoberfläche zusätzlich Kohlendioxid enthält. Als reduzierendes Gas kann auch Wasserstoff und/oder Kohlenmonoxid enthalten sein. Der Anteil von Wasserstoff kann bis 20 Vol.-%, der von Kohlenmonoxid bis 10 Vol.-% betragen. Bevorzugt soll der Anteil von Kohlendioxid in der Atmosphäre des Rüssels mindestens 0,05 bis etwa 8 Vol.-%, bevorzugt 0,5 bis 4 Vol.-%, betragen. Das Verhältnis von reduzierendem Gas zu Kohlendioxid in der Schutzgasatmosphäre des Rüssels sollte mindestens 1 : 1 betragen, d. h. also, bevorzugt sollte das Verhältnis größer sein mit einem Überschuß an reduzierendem Gas.
Nach der Erfindung wird in den Rüssel oberhalb der Zinkbadoberfläche ein Gasgemisch, bestehend aus einem Gemisch von Inertgas, wie Stickstoff, mit Wasserstoff und/oder Kohlenmonoxid als reduzierendem Gas eingeleitet. Die einzelnen Gase des Gemisches werden über herkömmliche Massendurchflußregler durch ein Zuleitungsrohr in den Rüssel eingespeist. An der Badoberfläche reagiert Zink mit dem Kohlendioxid nach der chemischen Formel
Zn + CO₂ ZnO + CO.
Um eine Bildung überschüssigen Sauerstoffs bei der Dissoziation von Kohlendioxid zu vermeiden, muß die Schutzgasatmosphäre im Rüsselbereich ein reduzierendes Gas, wie Wasserstoff und/oder Kohlenmonoxid, als Regulativ im Überschuß enthalten. Hierdurch wird also verhindert, daß aus der Dissoziation von Kohlendioxid entstehender Sauerstoff mit der Stahlbandoberfläche unter Oxidbildung reagiert.
Aufgrund der erfindungsgemäßen Verfahrensweise kann auf eine Be­ feuchtung der Schutzgasatmosphäre mit Wasserdampf verzichtet wer­ den. Dadurch ist das erfindungsgemäße Verfahren gegenüber der be­ kannten Taupunktsteuerung der Schutzgasatmosphäre bzw. der ge­ steuerten Wasserdampfzufuhr zur Schutzgasatmosphäre einfacher und kostengünstiger durchführbar.

Claims (4)

1. Verfahren zur Unterdrückung der Zinkverdampfung beim Schmelztauchbeschichten eines Stahlbandes mit Zink oder Zinklegierungen, wobei sich das Stahlband in einem Einlaufbereich unter einer Schutzgasatmosphäre aus einem Gemisch eines Inertgasen, mit Wasserstoff und/oder Kohlenmonoxid als reduzierenden Gasen und zusätzlich Kohlendioxid befindet.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schutzgasatmosphäre bis 20 Vol.-% Wasserstoff und bis 10 Vol.-% Kohlenmonoxid enthält.
3. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Schutzgasatmosphäre 0,05 bis 8 Vol.-% CO₂ zugemischt wird.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Schutzgasatmosphäre 0,5 bis 4 Vol.-% CO₂ zugemischt wird.
DE4400886A 1993-07-24 1994-01-14 Verfahren zur Unterdrückung der Zinkdampfbildung beim Schmelztauchbeschichten eines Stahlbandes Expired - Fee Related DE4400886C2 (de)

Priority Applications (3)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE4400886A DE4400886C2 (de) 1993-07-24 1994-01-14 Verfahren zur Unterdrückung der Zinkdampfbildung beim Schmelztauchbeschichten eines Stahlbandes
EP94112801A EP0663454B2 (de) 1994-01-14 1994-08-17 Verfahren zur Unterdrückung der Zinkdampfbildung beim Schmelztauchbeschichten eines Stahlbandes
AT94112801T ATE165121T1 (de) 1994-01-14 1994-08-17 Verfahren zur unterdrückung der zinkdampfbildung beim schmelztauchbeschichten eines stahlbandes

Applications Claiming Priority (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE4324892 1993-07-24
DE4400886A DE4400886C2 (de) 1993-07-24 1994-01-14 Verfahren zur Unterdrückung der Zinkdampfbildung beim Schmelztauchbeschichten eines Stahlbandes

Publications (2)

Publication Number Publication Date
DE4400886A1 DE4400886A1 (de) 1995-01-26
DE4400886C2 true DE4400886C2 (de) 1996-07-11

Family

ID=6493626

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE4400886A Expired - Fee Related DE4400886C2 (de) 1993-07-24 1994-01-14 Verfahren zur Unterdrückung der Zinkdampfbildung beim Schmelztauchbeschichten eines Stahlbandes

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE4400886C2 (de)

Family Cites Families (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US4183983A (en) * 1978-08-17 1980-01-15 Selas Corporation Of America Method for reducing metal oxide formation on a continuous metal sheet in the hot dip coating thereof
US4557953A (en) * 1984-07-30 1985-12-10 Armco Inc. Process for controlling snout zinc vapor in a hot dip zinc based coating on a ferrous base metal strip

Also Published As

Publication number Publication date
DE4400886A1 (de) 1995-01-26

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2712003C2 (de) Verfahren zur Herstellung eines nur einseitig beschichteten Eisenmetall-Bandes und Vorrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens
DE69422413T2 (de) Oxidation von stahl mit geringem chromgehalt
CH670835A5 (de)
DE2532044A1 (de) Mit einer blei-zinn-legierung beschichtetes stahlerzeugnis und verfahren zu seiner herstellung
DE69201689T2 (de) Verfahren zur Heisstauch-Beschichtung von Chrom enthaltendem Strahl.
DE124408T1 (de) Vorrichtung zum kontinuierlichen ueberziehen eines bandes, insbesondere zum feuerverzinken eines stahlbleches.
EP0663454B1 (de) Verfahren zur Unterdrückung der Zinkdampfbildung beim Schmelztauchbeschichten eines Stahlbandes
DE102020208991A1 (de) Verfahren zur Herstellung eines schmelztauchbeschichteten Stahlblechs und schmelztauchbeschichtetes Stahlblech
DE69302624T2 (de) Wasserstoff-Wasserdampf-Vorbehandlung von Fe-Cr-Al-Legierungen
EP0368082B1 (de) Sauerstoffhaltiges Molybdänmetallpulver sowie Verfahren zu dessen Herstellung
DE4400886A1 (de) Verfahren zur Unterdrückung der Zinkdampfbildung beim Schmelztauchbeschichten eines Stahlbandes
DE69300964T2 (de) Feuerverzinkte Stahlgegenstände und Verfahren zur Herstellung.
DE102020202171A1 (de) Verfahren zur Herstellung eines oberflächenveredelten Stahlblechs und oberflächenveredeltes Stahlblech
DE3800885C1 (de)
DE3001941C2 (de) Verfahren zur Herstellung von Ferromangan
DE2709551C3 (de)
DE3313218A1 (de) Einrichtung zum wahlweisen ein- und beidseitigen beschichten von endlos durchlaufendem band, insbesondere verzinken von stahlband
DE68906593T2 (de) Verfahren zur verhinderung des bleiziehens.
DE2349236C2 (de) Verfahren zum Herstellen eines eisenhaltigen Gegenstandes mit einem Aluminium/Zink-Überzug und seine Anwendung auf Bleche, Bänder und Drähte aus Stahl
DE2422414C3 (de) Verwendung einer Zinklegierung zum Oberflächenschutz von Stahlblechen und der äußeren und inneren Oberfläche von Stahlrohren
DE3438506A1 (de) Anstrichmittel zur bekaempfung der wasserstoff-absorption
DE1521160A1 (de) Korrosionsbestaendige UEberzuege fuer Eisen und Verfahren zu ihrer Herstellung
JPS6094467A (ja) 水素吸収用被覆組成物
DE4008738C1 (en) Improving surface quality of steel strip or sheet - by coating with aluminium zinc alloy including silicon
EP0865510A1 (de) Bänder und tafeln aus legiertem zink

Legal Events

Date Code Title Description
OP8 Request for examination as to paragraph 44 patent law
D2 Grant after examination
8363 Opposition against the patent
8365 Fully valid after opposition proceedings
8327 Change in the person/name/address of the patent owner

Owner name: THYSSEN KRUPP STAHL AG, 40211 DUESSELDORF, DE

8327 Change in the person/name/address of the patent owner

Owner name: THYSSENKRUPP STAHL AG, 47166 DUISBURG, DE

8339 Ceased/non-payment of the annual fee