DE43C - Apparat, um Gase mit festen Körpern in innige Berührung zu bringen - Google Patents

Apparat, um Gase mit festen Körpern in innige Berührung zu bringen

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DE43C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B11/00Oxides or oxyacids of halogens; Salts thereof
    • C01B11/04Hypochlorous acid
    • C01B11/06Hypochlorites
    • C01B11/064Hypochlorites of alkaline-earth metals

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Description

1877.
JAMES HARGREAVES in WIDNES (England). Apparat um Gase mit festen Körpern in innige Berührung zu bringen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom ro. JuIi 1877 ab.
Die Erfindung bezieht sich auf Verbesserungen an Apparaten, welche dazu dienen, Gase mit festen Körpern in innige Berührung zu bringen und namentlich bei der Fabrikation von Bleichpulver ihre Verwendung finden.
Die Verbesserungen bestehen in folgenden Punkten:
ι. Um bei der Herstellung von Bleichpiüver und bei anderen Reactionen, welche eine hohe Temperatur nicht vertragen können, ein zu beträchtliches Steigen der Temperatur zu verhüten, werden in den Seiten des Apparates, den Schaufelarmen und Schaufeln Höhlungen angebracht, durch welche man Wasser oder eine andere Flüssigkeit circuliren läfst. Die Seiten und Schaufeln bestehen aus Blei, Eisen, gebrannter Erde oder einem anderen Stoffe, welcher der Wirkung der- Reagentien zu widerstehen im Stande ist. Anstatt die Schaufeln und Wände hohl zu machen, kann man auch Schlangenrohre nehmen,, durch welche man das Wasser oder sonst einen Stoff circuliren läfst, um die geeignete Temperatur beständig zu erhalten. Derselben Vorrichtung kann man sich bedienen, um die Temperatur zu erhöhen, wenn die zu behandelnden Stoffe erhitzt werden sollen.
. 2. Die Schaufeln werden derart eingerichtet, dafs sie lose an den sich drehenden Armen des Agitators hängen und von demselben fortgezogen werden, anstatt wie bisher fest mit demselben verbunden zu sein, oder, dafs sie unabhängig von den Armen sich frei auf- und abbewegen können, indem der obere Theil dieser Schaufeln in Schlitzen dieser Arme gleitet.
3. An dem Apparate befindet sich ein Sammelkasten oder ein Reservoir für das Bleichpulver, oder denjenigen Stoff, der mit Gasen behandelt werden soll. Dieser Sammelkasten befindet sich unter der untersten Abtheilung des Apparates und hat doppelte Wände, zwischen denen Wasser circulirt, um den Inhalt des Kastens auf einem geeigneten Temperaturgrade zu erhalten
4. Um Kisten oder andere Behälter zu füllen, ohne dafs die in dem Apparate befindlichen Gase entweichen können, ist am Boden des Sammelkastens eine archimedische Schraube angebracht, welche am besten derart eingerichtet ist, dafs sie den Stoff nach oben aus dem Apparate befördert und infolge dessen einen continuirlichen Verschlufs bildet.
5. Damit der Inhalt des Sammelkastens sich nicht staue, sondern continuirlich nach der archimedischen Schraube gelange, sind in dem Kasten Umrührer angebracht, welche in der Mitte des Kastens langsam rotiren.
Der Sammelkasten und auch die Wände des Apparates können mit Glasfenstern£ versehen sein, damit man den Procefs im Innern beobachten kann, ohne dem im Apparate befindlichen Gase den Ausgang zu gestatten.
Beschreibung der Zeichnung: Fig. 1 ist ein Verticalschnitt, Fig. 2 ein Grundrifs und Fig. 3 ein Schnitt durch den Apparat.
1. Die Wände 1 und Schaufeln 2 des Apparates sind hohl und werden von den Röhren 3 mit Wasser versehen. Durch Regulirung der Wassercirculation durch 1 und 2 wird das Innere des Apparates auf einem beliebigen Temperaturgrade gehalten. In Fig. 4 ist eine Modification dieser Anordnung dargestellt. Hier sind die Arme 4, Schaufeln 5 und Mittelwelle 6 ebenfalls hohl und Wasser circulirt durch dieselben. Selbstverständlich können die Wände und Schaufeln anstatt doppelte .Wände zu haben, durch welche das Wasser circulirt, auch aus Spiralröhren hergestellt sein.
2. Die Schaufeln 7 sind mit Stielen 8 versehen, mit welchen sie frei in Schlitzen der Arme 9 auf- und abgleiten. Fig. 5 ist eine Modification dieses Theiles des Apparates. Hier hängen die Schaufeln 7 in Charnieren der Arme 9.
3. Der Sammelkasten 10 ist von einem Wassermantel 11 umgeben; er befindet sich unterhalb der untersten Abtheilung des Apparates und nimmt den fertigen Stoff auf.
4. ,,Die archimedische Schraube 12 liegt etwas geneigt in dem Kasten 10. Durch Drehung derselben wird das Hinausschaffen des fertigen Stoffes bewirkt und da die Schraube oder Schnecke sich in einer geneigten Stellung befindet, so bewirkt sie mit dem nach aufsen zu befördernden Stoffe einen permanenten Verschlufs des Apparates, so dafs das in letzterem enthaltene Gas nicht zu entweichen vermag.
5. Der Agitator 13 wird in Umdrehung gehalten, so dafs der in dem Kasten enthaltene Stoff sich nicht zusammenballen und stauen

Claims (5)

  1. kann, sondern beständig auf die Schraube 12 auffallt und von dieser weiter befördert wird. 14 ist der Trichter, durch welchen der zu behandelnde Stoff nach dem Innern des Apparates befördert wird. 15 ist die Gaseinströmung, 16 die Gasausströmung, 17 sind Fenster, durch welche der Gang der Operation beobachtet werden kann.
    Paten τ-An Sprüche:
    ι. Die Herstellung eines Apparates für Reaction von Gasen auf feste Körper mit hohlen Wänden und Schaufeln wie oben beschrieben und für den daselbst angegebenen Zweck.
  2. 2. Die Art und Weise der Verbindung- der Schaufeln 7 mit den Armen 9, wie oben beschrieben.
  3. 3. Der oben beschriebene und dem daselbst angegebenen Zweck dienende Sammelkasten 10 mit Wassermantel 11.
  4. 4. Die in dem Sammelkasten 10 angebrachte Schnecke 12.
  5. 5. Der in der beschriebenen Weise angeordnete und dem oben angegebenen Zwecke dienende Agitator oder Umrührer 13.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DE43DA 1877-07-09 1877-07-09 Apparat, um Gase mit festen Körpern in innige Berührung zu bringen Expired - Lifetime DE43C (de)

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