DE438887C - Verfahren und Einrichtung zur Beobachtung des Wicklungsvorganges von sehr feinen schraubenfoermigen Draehten, insbesondere von schraubenfoermigen Leuchtkoerpern elektrischer Gluehlampen - Google Patents
Verfahren und Einrichtung zur Beobachtung des Wicklungsvorganges von sehr feinen schraubenfoermigen Draehten, insbesondere von schraubenfoermigen Leuchtkoerpern elektrischer GluehlampenInfo
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- DE438887C DE438887C DEP50650D DEP0050650D DE438887C DE 438887 C DE438887 C DE 438887C DE P50650 D DEP50650 D DE P50650D DE P0050650 D DEP0050650 D DE P0050650D DE 438887 C DE438887 C DE 438887C
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- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01K—ELECTRIC INCANDESCENT LAMPS
- H01K3/00—Apparatus or processes adapted to the manufacture, installing, removal, or maintenance of incandescent lamps or parts thereof
- H01K3/02—Manufacture of incandescent bodies
- H01K3/04—Machines therefor
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Description
- Verfahren und Einrichtung zur Beobachtung des Wicklungsvorganges von sehr feinen schraubenförmigen Drähten, insbesondere von schraubenförmigen Leuchtkörpern elektrischer Glühlampen. Bei der Herstellung von sehr feinen schraubenförmigen Drähten, insbesondere von schraubenförmigen Leuchtkörpern für elektrische Glühlampen, muß darauf geachtet werden, daß die Steigung und damit der Abstand der einzelnen schraubenförmigen Windungen stets gleichmäßig ist. Deshalb ist eine Prüfung auf konstante Steigung erforderlich, die im allgemeinen unter Zuhilfenahme eines Mikroskops nach Fertigstellung der schraubenförmigen Aufwicklung des Drahtes auf einen gestreckten Kerndraht, zweckmäßiger jedoch schon während des Wickelns auf der Wickelmaschine, vorgenommen wird, da im letzteren Falle etwaige Wickelfehler sofort abgestellt werden können. Dies ist jedoch nur möglich bei Wickelmaschinen mit geringer Umdrehungszahl, bei der das Auge fähig ist, den Bewegungen des im Gesichtsfelde des Mikroskops dahingleitenden Schraubendrahtes zu folgen. Ist die Umdrehungszahl der Maschine jedoch, wie dies bei neueren Bauarten der Fall ist, sehr groß, nämlich mehr als iooo Umdrehungen in der Minute, dann tritt mit Rücksicht auf die große Vorschubgeschwindigkeit im Mikroskope eine Verwischung der Drahtkonturen ein, die es unmöglich macht, unrichtig gewickelte Stellen der Drahtschraube herauszufinden.
- Die Erfindung macht es sich nun zur Aufgabe, auch bei solchen schnellaufenden Wickelmaschinen den Wicklungsvorgang mittels eines an .den fortgesetzt vorbewegten Draht herangestellten Mikroskops genau und auf einfache Weise überwachen zu können. Zu diesem Zwecke werden erfindungsgemäß die der jeweiligen Beobachtung unterliegenden Windungsteile des Schraubendrahtes intermittierend sichtbar gemacht, und zwar in solchen gleichmäßigen Abständen, daß bei normalem Wicklungsverlaufe der schraubenförmige Draht in der Zwischenzeit stets einen gleichmäßigen Vorschub um eine oder mehrere Windungen vollzieht. Es gelangt dadurch die jeweils nächste oder eine der übernächsten Windungen an die Stelle einer vorher beobachteten Windung, wodurch bei Betrachtung im Mikroskope der Eindruck einer vollkommen in Ruhe befindlichen Drahtschraube erreicht wird. Sobald jedoch durch Veränderung der Vorschubgeschwindigkeit eine Änderung in der Steigung der Schraubenwindungen eintritt, findet im Gesichtsfelde des Mikroskops keine Überdeckung der Windungen, sondern eine gegenseitige Verschiebung derselben statt, was alsdann zu einem verschwommenen Bilde führt und den Beobachter schnell die unrichtig gewickelte Stelle des Drahtes erkennen läßt.
- Die intermittierende Sichtbarmachung der im Gesichtsfelde des Mikroskops liegenden Windungen kann durch Lichtblitze erfolgen, welche den Schraubendraht genau angepaßt zur Wickelgeschwindigkeit stets dann treffen, wenn der Schraubendraht einen Vorschub um eine oder mehrere Windungen vollzogen hat. Wesentlich einfacher läßt sich diese in bestimmten Abständen erfolgende Sichtbarinachung der im Gesichtsfelde des Mikroskops liegenden Windungen jedoch erreichen, wenn das zur Beobachtung dienende Mikroskop in gleichmäßigen, ebenfalls der Wickelgeschwindigkeit angepaßten Abständen abgeblendet wird.
- Eine zur Durchführung dieses Verfahrens geeignete Einrichtung ist in der Zeichnung in einem Ausführungsbeispiele dargestellt, und zwar zeigt Abb. r einen Aufriß der Einrichtung und Abb.2 eine Stirnansicht der Abblendhülse.
- Von der zur Herstellung des schraubenförmigen Drahtes dienenden Maschine ist nur der fortgesetzt in Drehung zu versetzende rahmenförmige Wickelkopf a dargestellt, der in bekannter Weise eine zentral gelagerte Vorratsspule b und zwei Leitrollen c, d auf-«-eist, über welche der von der Spule d ablaufende Draht e geführt ist. Letzterer wird. wie bekannt, durch die Drehung des Wickelkopfes a ständig um den zentral, durch diesen hindurchgeführten und gleichzeitig ständig langsam vorbewegten Kerndraht f herumgewickelt. Der Wickelkopf a besitzt in neuartiger Weise eine zylindrische Hülse g, durch deren zentrale Bohrung Ma der Kerndraht f nebst aufgewickeltem Schraubendrahte e hindurchgeführt ist. Die Hülse g besitzt einen achsial bzw. parallel zum Schraubendrahte x-erlaufenden schmalen Schlitz i, durch den der Schraubendraht mittels eines oberhalb der Hülse aufgestellten -Mikroskops h beobachtet «erden kann.
- Die Wirkungsweise der neuen Einrichtung ist die folgende: Wird die bei jeder Umdrehung des Wickelkopfes erzeugte Windung des Schraubenirahtes c stets um das gleiche Steigungsmaß v orbewegt, so scheint bei Beobachtung durch das Mikroskop der Schraubendraht stillzustehen, und zwar deshalb, weil zwischen den einzelnen Beobachtungsmomenten stets die nächstfolgende Windung an die Stelle der voraufgehenden getreten ist. Da die Beobachtungsmomente ungemein dicht folgen, so entsteht im Mikroskope k kein flimmerndes Bild, sondern der Eindruck eines ununterbrochenen, scharf umrissenen Bildes des Schraubendrahtes, wobei allerdings Voraussetzung ist, daß der Beobachtungsschlitz i in der Abblendhülse g genügend schmal, also nicht wesentlich breiter als der Schraubendraht ist. Sobald der Vorschub des Kerndrahtes und damit die Steigung des Schraubendrahtes nicht konstant ist, scheinen die im Mikroskope sidhtbaren Windungen eine Hin-und Herbewegung auszuführen. Hierdurch ergibt sich dann naturgemäß ein verschwommenes Bild, was dem Beobachter ohne weiteres die eingetretene Veränderung in der Steigung des Schraubendrahtes bzw. die Veränderung der zwischen den Schraubenwindungen zu lassenden Abstände anzeigt.
- Damit der Schraubendraht im Mikroskope silhouettenartig sichtbar wird, versieht man zweckmäßig, wie in Abb. 2 bei i angedeutet, den dem Schlitze i gegenüberliegenden Innenteil der Abblendhülse g mit einem weißen Lackanstriche, der durch eine schräg angebrachte Lichtquelle in noch besonders beleuchtet werden kann. Die zwischen dem aufstellbaren Mikroskope und dein Schraubendrahte angebrachte Blende kann mannigfache Gestalt besitzen und auch so in Bewegung gesetzt werden, daß der Schraubendraht zwar ebenfalls in gleichmäßigen Abständen, jedoch stets erst nach Beendigung von zwei oder mehreren Windungen im Mikroskope sichtbar gemacht wird.
Claims (3)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Beobachtung des Wicklungsvorganges von sehr feinen schraubenförmigen Drähten, insbesondere von schraubenförmigen Leuchtkörpern elektrischer Glühlampen, mittels eines an den fortgesetzt vorbewegten schraubenförmigen Draht herangestellten Mikroskops, dadurch gekennzeichnet, daß die der jeweiligen Beobachtung unterliegenden Windungsteile intermittierend sichtbar gemacht werden - etwa mittels Lichtblitze oder durch Abblendung der Beobachtungsstelle oder des zur Beobachtung dienenden Mikroskops -, und zwar in solchen gleichmäßigen Zeitabständen, daß bei normalem Wicklungsverlauf der schraubenförmige Draht inzwischen einen gleichmäßigen Vorschub um eine oder mehrere Windungen vollzogen hat und die jeweils vorher beobachteten Windungen durch an ihre Stelle getretene folgende Windungen ersetzt sind.
- 2. Einrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch i, gekennzeichnet durch eine zwischen Mikroskop (k) und schraubenförmigem Drahte (e) angeordnete, vom Antriebe der Wickelmaschine aus bewegte Schlitzblende (g).
- 3. Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß am Wickelkopfe (a) der Wickelmaschine eine den schraubenförmigen Draht (e) konzentrisch umgebende Abblendhülse (g) mit parallel zur Drahtrichtung gestelltem Schlitze (i.) vorgesehen ist, der den Draht stets nur für einen kurzen Augenblick nach jeder Umdrehung des Wickelkopfes sichtbar macht. 4.. Einrichtung nach Anspruch :2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Innenwandung der Abblendhülse (g) von außen her beleuchtet und zweckmäßig an der dem Schlitze (i) gegenüberliegenden Stelle (l) mit einem weißen Lackanstriche versehen ist.
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| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DEP50650D DE438887C (de) | Verfahren und Einrichtung zur Beobachtung des Wicklungsvorganges von sehr feinen schraubenfoermigen Draehten, insbesondere von schraubenfoermigen Leuchtkoerpern elektrischer Gluehlampen |
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Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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| DE438887C true DE438887C (de) | 1926-12-29 |
Family
ID=7384564
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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| DEP50650D Expired DE438887C (de) | Verfahren und Einrichtung zur Beobachtung des Wicklungsvorganges von sehr feinen schraubenfoermigen Draehten, insbesondere von schraubenfoermigen Leuchtkoerpern elektrischer Gluehlampen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE438887C (de) |
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0
- DE DEP50650D patent/DE438887C/de not_active Expired
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