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Vorrichtung zur Zuführung von Betriebsstoffen für Glühkopfmaschinen.
Es sind bisher Glühkopfmaschinen bekannt, bei denen nur der Brennstoff durch ein
Ventil in den Glühkopf und die ganze zur Verbrennung dienende Luft durch ein Ventil
in den Zylinder eingeführt wird. Ebenso sind Glühkopfmaschinen bekannt, bei denen
der Brennstoff und die gesamte zur Verbrennung dienende Luft in den Glühkopf durch
zwei verschiedene Ventile eingeführt wird.
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Diese bekannten Glühkopfmaschinen haben den Nachteil, daß sie keinen
einwandfreien Leerlauf ausführen können. Eine Maschine mit einer Drehzahl von z.
B. I2oo Umdrehungen in der Minute kann höchstens auf einen Leerlauf mit etwa
700 Umdrehungen in der Minute eingestellt werden. Bei einer Drehzahl von
Zoo in der Minute würde die Maschine nach kurzer Zeit stehenbleiben, weil die durch
die geringe Ölzufuhr erzeugte Verbrennungswärme nicht mehr ausreicht, den Glühkopf
zu erwärmen, daß sich das Gemisch weiter entzündet.
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Der Erfindung gemäß wird dieser Nachteil vermieden und ein günstiger
Leerlauf auch hei geringen Drehzahlen dadurch erreicht, claß oberhalb des Glühkopfes
ein für Luft zugängliches Rückschlagventil angeordnet ist, durch das nicht nur der
Brennstoff, sondern auch Luft und gegebenenfalls Wasser beim Saughube des Kolbens
in einem der Belastung der Maschine entsprechenden Verhältnis zueinander angesaugt
werden. Bei Vollast der Maschine sammelt sich in dem Raume über dem Rückschlagventil
eine verhältnismäßig große Brennstoffmenge, die durch den Kolben in den Glühkopf
gesaugt wird. Die Luftmenge, die gleichfalls durch die oberhalb des Ventils angeordneten
Öffnungen zusammen mit dem Brennstoff in den Glühkopf eingesaugt wird, ist so gering,
daß der Brennstoff nicht verbrennt. Das 01 verdampft nur bei Berührung mit
den heißen Wänden des Glühkopfes, und die Dämpfe verbrennen erst im Glühkopf bei
Vermischung derselben mit der durch den Kolben komprimierten Luft, die durch einen
besonderen Kanal in den Zylinder einströmt.
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Bei Leerlauf der Maschine ist der Ölstand über dem Rückschlagventil
nur gering, daher wird beim Ansaugen außer der sich vor dem Ventil lagernden Ölmenge
eine verhältnismäßig große Luftmenge eingesaugt. Diese zusätzliche, in den Glühkopf
angesaugte Luftmenge bewirkt eine teilweise Verbrennung im
Glühkopf,
die bei Vollast nicht nur in ganz geringem Maße eintreten kann. Durch diese teilweise
Verbrennung von Öl im Glühkopf während der Ansaugperiode entsteht eine zusätzliche
Erwärmung des Glühkopfes, durch die auch bei Leerlauf das C51 im Glühkopf stets
einwandfrei verdampfen und die IVIaschine nicht stehenbleiben kann.
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Werden zum Betriebe der Maschine schwer brennbare Öle verwendet, die
zweckriiäßig zur einwandfreien Verbrelinuilg .durch Wasserstoff angereichert werden
müssen, der durch Wassereinspritzung dem Brennstoff zugefülirfi wird, so wird der
Erfindung gemäß auch dieses Wasser durch das Rücl@schlagitentil dem Glühkopfe zugeführt
und hierdurch erreicht, daß durch das Ventil drei Betriebsstoffe, nämlich Brennstoff,
Luft und Wasser, hindurch gelangen. Dadurch, daß nur ein Ventil zur Zuführung der
drei Betriebsstoffe vorgesehen ist, wird die Konstruktion der Maschine wesentlich
vereinfacht.
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Auf der Zeichnung stellt Abb. i einen Längsschnitt duth den auf den
Glühkopf einer Viertaktmaschine aufgesetzten Teil dar: Abb.2 zeigt schematisch die
Anwendung des Erfindungsgegenstandes bei einem Zweitaktmotor.
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In Abb. i wird das Rückschlagventil i auf seinem Sitz 2 durch eine
Feder 3 gehalten, deren Spannung durch Mufitern und Gegetmuttern q. geregelt werden
kann. Unterhalb des Ventils i befindet sich ein Rohrstück 6, das- außen mit Rippen
6' versefieh ist und an den Glühkopf der Maschine angeschlossen wird. Im oberen
Teil des @ohrstiiekes 6 ist eine sich hach unten verjüngende Bohrurig 7 und
daran anschließend eine sich nach unten erweiterifde konische Bohrurig 8 v urgesehen,
so daß zwischen beiden Bohrutfken eine Verengung y entstellt. Der Raum 12 über dein
Ventil i steht nach oben znit der Außenluft durch Öffnungen i i der Hatrtbe to in
Verbindung. In den Raum i2 mündet das Betriebsstoffzuführungsrohr 13. Der Brennstoff
kann z. B. ohne besonderen Druck aus einem höher gelegenen Behälter zufließen. Zur
Regelung des Zuflusses des 13etrielbsstolfes dient das mit einem Handrad 15 versehene
Nadelventil i4. Um das Ventil 1d. mäklichst kühl zu halten, ist das Rohr 13 mit
Kühlrippen 5 versehen. Außerdem mündet in den Raum i2 über dem Ventil i die Düse
17 des Wasserzuführufigsrohres 16. Zur Regelurig der Wassei#züfuhr kann ein an sich
bekanntbs Abschlußorgän Verwendung finden. Die Haube iä trägt am oberen Ende einen
Trichter 18 finit Durchbrecht ngen i i' zum Einspritzen von Petroleum, Benzin u.
dgl., um die Maschine leicht in Gang setzen zu können. Der Rand 2o gestattet eine
Kontrolle, ob Betriebsstoff nach dem Ingangsetzen der Maschine überläuft. Zur Regelung
der Brennstoffzufuhr kann auch an Stelle des Ventils 14 oder in Ergänzung des Ventils
14 ein Regler vorgesehen werden, der in bekannter Weise durch den Motor angetrieben
@@'vird. Der Regler wird dann vchrkesehbn,- wenn eine möglichst gleichbleibende
Drehzahl der Maschine, z. B. zum Antrieb von Dynamomaschinen o. dgl" erwünscht ist.
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In- Abb: 2 ist schematisch die Anwendung der Erfindung bei einer Zweitaktmaschine
dargestellt. Mit 107 ist das Rückschlagventil bezeichnet; in den Raum io8 über dem
Rückschlagventil 107 mündet das Brennstoffzuführungsrohr io9, das Wasserzuführungsrohr
iio und ein mit dem Kurbelgehäuse 103
in Verbindung stehendes Rohr io6. Der
Lufteinlaßkanal 1o¢ führt vom Kurbelgehäuse 103
Ani Zylinder ioi der -Maschine.
Die Verbrennungsgase treten durch den Stutzen io5 äüs, der- düicft den Kolben ioä
etwas früher geöffnet wird als der Eintrittskanal 104. Die im kurbelgefiäuse
103 komprimierte Luft tritt ungefähr am Ende des Hubes des Kolbens io2 in
den Zylinder ioi ein. Etwas vorher wird durch den entstehenden" Überdruck im Räum
ia8 das Ventil 107 geöffnet, so daß Brennstoff, Luft und, falls gewünscht, Wasser
durch das Ventil 107 in den Glühkopf eintreie7ä körineir: Bei Leerlauf d@i=
Maschine tritt durch die Leitung i ö6 vethälfni@smäßg mehr Luft dtfrch das Ventil
rö7 ein als bei Vollast. Hierdur clm wird eine teilweise Verbrennung des grennsto
`fts in, dein Gli'hleopf und damit eine zusätzliche eizung geschaffen, wodtirclein
Stellenbleiben der Maschine iin Leerlafll`f veririiedeii wird. Wegen dieser Eigenschaft
kärin die Maschine überälr dä äiigewendet weiden; wä große Betriebsschwankungen
eintreten, z. B. beim Ahfiieb von Kraftfahrzeugen..