DE435276C - Einrichtung zur wechselweisen, unterbrechungslosen Einschaltung zweier Stromkreise, insbesondere zur Speisung zweier Hochfrequenzstromkreise fuer medizinische Zwecke (Diathermie) aus einem Hochfrequenzgenerator - Google Patents

Einrichtung zur wechselweisen, unterbrechungslosen Einschaltung zweier Stromkreise, insbesondere zur Speisung zweier Hochfrequenzstromkreise fuer medizinische Zwecke (Diathermie) aus einem Hochfrequenzgenerator

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DE435276C
DE435276C DES67493D DES0067493D DE435276C DE 435276 C DE435276 C DE 435276C DE S67493 D DES67493 D DE S67493D DE S0067493 D DES0067493 D DE S0067493D DE 435276 C DE435276 C DE 435276C
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    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61NELECTROTHERAPY; MAGNETOTHERAPY; RADIATION THERAPY; ULTRASOUND THERAPY
    • A61N5/00Radiation therapy

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  • Reciprocating, Oscillating Or Vibrating Motors (AREA)

Description

  • Einrichtung zur wechselweisen, unterbrechungslosen Einschaltung zweier Stromkreise, insbesondere zur Speisung zweier Hochfrequenzstromkreise für medizinische Zwecke (Diathermie) aus einem Hochfrequenzgenerator. Bei der Kreuzfeuerdiathermie hat man bereits, um Belästigung oder gar Gefährdung des Patienten zu vermeiden, die Ein- und Ausschaltung eines jeden Stromkreises unterbrechungslos vorgenommen. Als der Aus-und Einschaltung der einzelnen Kreise gleichwertiges Verfahren wird auch die Änderung der Spannung jedes Kreises zwischen Null-und Nutzwert verwendet. Diese Anordnung ist für Diathermie bisher in der Weise ausgeführt worden, daß die Patientenkreise an Sekundärspulen liegen, die infolge Bewegung einer gemeinsamen Primärspule abwechselnd induziert werden, derart, daß die Induktion in der einen Sekundärspule praktisch gleich Null war, wenn sie in der anderen ihren. Maximalwert besaß. Bei dem stetigen Übergang der induzierten Wirkung von der einen zur anderen Sekundärspule war dabei nicht zu verMeiden, daß in den Übergangs- Stellungen beide Spulen gleichzeitig induziert werden. Damit aber das Kreuzfeuerprinzip richtig zur Wirkung kommt, muß man Sorge tragen, daß die sich überkreuzenden Stromwege nicht zu lange gleichzeitig unter Spannung stehen, damit die Ströme, die durch die Potentialdifferenzen zwischen Elektroden verschiedener Stromkreise entstehen, nicht stark zur Wirkung kommen. Mit Rücksicht hierauf ist die Einrichtung der wechselnden Induktion auch schon so getroffen worden, daß die Übergangsstellungen möglichst schnell passiert wurden. Es ist weiter bekannt, daß die gleiche Anordnung, die der Kreuzfeuerdiathermie dient, auch zur .intermittierenden Erwärmung, die ihren besonderen Vorzug hat, benutzt werden kann, indem nur ein Stromkreis angeschlossen wird.
  • Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung, die in gleicher Weise, wie die vorgenannten, eine unterbrechungslose, wechselweise Speisung zweier Diathermiekreise gestattet. Gegenüber den gebräuchlichen Einrichtungen mit verschiebbarer Primärspule besitzt die Vorrichtung gemäß der Erfindung den Vorzug größerer konstruktiver Einfachheit, indem an Stelle der dauernden rotierenden Bewegung, die einen Elektromotor erfordert, eine oszillierende Bewegung gesetzt wird, die durch einen einfachen Eelektromagnetanker erzeugt werden kann. Die Konstruktion wird weiter dadurch vereinfacht, daß als beweglicher Teil nicht eine Spule, sondern lediglich ein Kontaktpaar verwendet wird. Die neue Einrichtung unterscheidet sich ferner dadurch von dem Bekannten, daß sie auf die Verwendung der Induktion Verzicht leistet, indem zur Regelung der Spannung eine Schaltung verwendet wird, die einer doppelten Brückenschaltung oder -Kompensationsschaltung ähnlich ist. Diese Schaltung hat den Vorteil, daä sie sowohl für niederfrequenten Wechselstrom als auch für Gleichstrom gut verwendbar ist.
  • Der Grundgedanke der Erfindung ist in Abb. i dargestellt. Die Anschlüsse i, i', 2, 2' für zwei Stromkreise sind an den Ecken eines Widerstandsvierecks angeordnet mit den vier Widerständen 3 bis 6. Die Anschlüsse 7 und 8 für die Stromquelle 9 sind, einander in zentrischer Symmetrie entgegengesetzt, auf den Widerstandsseiten verschiebbar angeordnet. Die Anordnung kann derartig getroffen sein, daß die Anschlüsse 7 und 8 ringsherum um das Widerstandsviereck wandern können, so daß beispielsweise der Anschluß 7 einmal an der Leitung i und einmal an der Leitung x' liegt, was für Gleichstrom eine Umpolung des Kreises i, i' bedeutet. Es kann aber auch besonders für Wechselstrom, bei dem eine Umpolung nicht in Frage kommt, die Anordnung so getroffen werden, daß jeder der Anschlüsse 7 und 8 sich nur auf einer Widerstandsseite 4 bzw. 6 bewegen kann. In letztem Falle steht, wenn der Anschluß 7 an Leitung i und also der Anschluß 8 an Leitung i' liegt, der Stromkreis i, i' unter Spannung, da die vier Seitenwiderstände gleich groß gewählt sind. Die Potentialdifferenz zwischen den Anschlüssen der Leitungen 2 und 2' bei dieser Stellung der beweglichen Anschlüsse ist daher gleich Null. Der Stromkreis 2, 2' ist also so gut wie ausgeschaltet. Umgekehrt ist es bei Stellung der Anschlüsse 7 und 8 an den Leitungen 2' und ?- In der praktischen Ausführung genügt es, an die Stelle der stetigen Regelung eine Regelung, die j a in vollkommener Form nur an einem Widerstand in der Art eines Meßdrahtes erfolgen könnte, zwar ununterbrochen, aber doch in Stufen `zu verwenden, in der Weise, daß man den Widerstand einer Vierecksseite in an sich bekannter Weise in eine Reihe von Einzelwiderständen auflöst, die zwischen einer Reihe von Kontakten liegen, über die der Anschluß 7 bzw. 8 hinweggleitet. Beispielsweise durch Verwendung von an sich bekannten Kohlebürsten kann man die bei dem Übergang des Anschlusses von dem einen Kontakt zum nächsten erfolgenden Sprünge der Stromstärke so mildern, daß eine Belästigung des Patienten bei der, Anwendung der Schaltung für Diathermie nicht mehr besteht. .
  • Abb. 2 zeigt in schematischer Darstellung Teile einer Anordnung, die es ermöglicht, die einzelnen Widerstandsstufen einer Vierecksseite in regelbarer Geschwindigkeit mit dem Kontakt zu überstreichen. Der Kontakt, z. B. 7 - der zweite Kontakt 8 ist nicht mitgezeichnet -, sitzt an einer Kurbel io, die einen Winkel von beispielsweise 9o° bestreicht. Sie gleitet dabei über die Kontakte ii bis i9, an die die Enden der Teilwiderstände 2o bis 27 der Widerstandsseite 4 angeschlossen sind. Die Gesamtheit der Koiitakte ist auf einem gemeinsamen Träger 28 in der Richtung von oben nach unten verschiebbar angeordnet, wie durch den rechtsstehenden Pfeil angedeutet. Die einzelner. Kontakte sind so ausgebildet, daß bei der gezeichneten Höchststellung des Kontaktträgers 28 das Überstreichen der mittleren Kontakte zwischen den beiden Endkontakten der, größten Teil der Bewegung des Kontaktes 7- i11 Anspruch nimmt. Bei der tiefsten punktiertes Stellung des Trägers 28 verweilt dagegen der Kontakt 7 bei seiner Bewegung längere Zeit auf den Endkontakten i i und i9 und überstreicht die zwischenliegenden Kontakte in kürzerer Zeit. Die gleiche Wirkung könnte natürlich bei ruhendem Träger 28 durch Verschiebung des Trägers des Gegenkontaktes 7 erreicht werden. Die Anordnung wird zweckmäßig so getroffen, daß sich die Kurbel io selbsttätig dauernd um den Winkel 9o° hin und her bewegt. Es wird sich dabei im allgemeinen von selbst ergeben, daß die Geschwindigkeit der Kurbel in den Umkehrstellungen am kleinsten ist, so da3 also die Zeit, während der die Kontakte i i und ig angeschaltet sind, d. h. die Zeit, während der einer der Stromkreise i, i', 2, 2' allein unter Spannung steht, den größten Teil der Gesamtschaltzeit ausmacht.
  • Eine um 9o° schwingende Bewegung des Ankers läßt sich beispielsweise in der in Abb. 3 schematisch dargestellten Weise herbeiführen. Zwischen den Polen 29 und 30 eines Magneten 31, dessen Spule 32 von einer an den Klemmen 33 angesetzten Hilfsstromquelle gespeist wird, liegt ein dem Z-Anker ähnlich geformter drehbarer Anker 34. Auf der Drehachse des Ankers 34 ist der die Kontakte 7, 8 tragende Schaltarm befestigt. Bei erregter Spule 32 wird der Anker 34 in die vollgezeichnete. Lage, bei stromloser Spule 32 durch eine regelbare Feder 35 in die punktiert angegebene Lage 34' gezogen. Die Geschwindigkeit der Bewegungen läßt sich durch Spannen der Feder und Änderung des Erregerstromes regeln. Die öffnung und Schließung des Erregerstromes der Spule 32 geschieht mittels eines Kontaktes 36, der von dem Anker 34 aus derart gesteuert wird, daß in der dargestellten Lage des Ankers der Strom unterbrochen, in der punktierten dagegen geschlossen ist. In dem Ausführungsbeispiel geschieht diese Steuerung mittels eines um eine Achse 37 drehbaren Hebels 38, dessen dem Anker zugewandtes Ende 39 in den Grenzstellungen des Ankers durch an dieseln angebrachte Stifte 40 und 41 erfaßt wird, und der an dem anderen Ende 42 einen Ansatz 43 trägt, der in der gezeichneten Stellung von dem Kontakt 36 abgezogen ist, so daß dieser gelöst ist, in der punktiert gezeichneten Stellung des Hebels 38' dagegen den, Kontakt 36 schließt. Der Hebel 38 wird in den beiden gezeichneten Stellungen durch eine geeignet angebrachte Feder 4¢ gehalten. Das Arbeiten des Ankers geschieht periodisch in folgender Weise: Aus der gezeichneten Stellung bewegt sich der Anker 34 durch die Kraft der Feder 35 in die punktierte Stellung 34'. Am Schluß der Bewegung trifft der Stift 41 auf das Hebelende 39 und bringt dadurch den Hebel 38 in die punktierte Stellung 38', wobei der Kontakt 36 geschlossen wird. Infolge der Erregung der Spule 32 dreht sich der Anker im Sinne des Uhrzeigers in die gezeichnete Stellung zurück, wobei der Stift 4o aus def punktiert gezeichneten Lage 4o' sich in die gezeichnete Stellung begibt. Am Schluß dieser Bewegung trifft der Stift 4o den Hebel 38 in der punktierten Lage und bringt ihn in die vollgezeichnete. Darauf beginnt das Spiel von neuem. Die Bewegung des Ankers läßt sich durch Anwendung einer nicht mitgezeichneten Bremse, beispielsweise einer Zentrifugalbremse, regeln, insbesondere gleichmäßiger gestalten.

Claims (4)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Einrichtung zur wechselweisen, unterbrechungslosen Einschaltung zweier Stromkreise, insbesondere zur Speisung zweier Hochfrequenzstromkreise für medizinische Zwecke (Diathermie) aus einem Hochfrequenzgenerator, dadurch gekennzeichnet, daß die Anschlüsse jedes Stromkreises an den gegenüberliegenden Ecken eines Widerstandsvierecks in der Art einer Wheatstoneschen Brückenanordnung mit vier Brückenzweigen gleichen Widerstandes liegen, auf dessen Seiten einander zentrisch symmetrisch gegenüberstehend die Anschlüsse der Stromquelle verschiebbar angeordnet sind.
  2. 2. Einrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Anschlüsse nur auf zwei einander gegenüberliegenden Widerstandsseiten verschiebbar angeordnet sind.
  3. 3. Einrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß Einrichtungen zur Erzielung einer oszillierenden Verschiebung der Anschlüsse vorgesehen sind (Abb.3).
  4. 4. Einrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die den Stufen der Widerstandsseiten zugeordneten Kontaktstücke (ii bis 1g) mit Bezug auf die Anschlüsse in ihrer gegenseitigen Lage veränderbar angeordnet sind, derart, daß je nach der Stellung des ganzen Kontaktsatzes die Zeit des Verweilens der Einstellung auf den einzelnen Stufen in dem Sinne geändert wird, daß die Endstellungen einen kürzeren oder längeren Teil der gesamten Schaltzeit beanspruchen, und die Zeit der Einstellung auf die mittleren Kontakte entsprechend verringert ist (Abb. 2).
DES67493D 1924-10-28 1924-10-28 Einrichtung zur wechselweisen, unterbrechungslosen Einschaltung zweier Stromkreise, insbesondere zur Speisung zweier Hochfrequenzstromkreise fuer medizinische Zwecke (Diathermie) aus einem Hochfrequenzgenerator Expired DE435276C (de)

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