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Vorrichtung zum Zerkleinern und Zerquetschen von starrem Fett und
ähnlichen klebrigen Stoffen. Für diese Anmeldung ist gemäß dem Unionsvertrage vom
a. Juni 191i die Priorität auf Grund der Anmeldung in Belgien vom 5. März 1924 beansprucht.
Vorrichtungen zum Zerkleinern von zähen Stoffen, z. B. Fleisch, bei denen diese
Stoffe durch Verwendung einer Schnecke, welche in einem kegelstumpfförmigen Behälter
drehbar angeordnet und dessen innerem Querschnitt angepaßt ist, innerhalb des Gelii@.uses
allmählich zerteilt, zerkleinert bzw. zerschnitten und zuletzt durch Öffnungen einer
Mahlfläche hindurchgepreßt werden, sind bereits bekannt.
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Für die Apparate dieser Art ist vorgeschlagen worden, die Schnecke
an einem Ring aufzuhängen, der in einer im Innern der Ve:--bindungsflanschen der
beiden Behälterteile eingefrästen Aussparung gce.gneten Querschnitts aufgehängt
ist. Dieser Ring ist dann noch mit einer Verzahnung versehen, damit er mit einem
äußeren Zahnrad, das durch einen geeigneten Mechanismus angetrieben wird, kämmen
kann.
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Diese Vorrichtungen genügen jedoch nicht für das Zerquetschen gewisser
fester und klebriger Sonderfettstoffe, wie z. B. starres Fett, da man eine regelmäßige
Zerkleinerung bei Dauerlauf der Maschine wegen der Natur dieser Stoffe nicht ermöglichen
kann, weil sie einer Erhitzung nicht ausgesetzt werden dürfen.
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Der Zweck der Erfindung ist nun, eine Vorrichtung zu schaffen, in
welcher solche Stoffe fortschreitend durch die Außenkante der Schnecke zuerst unterteilt
werden, welche dann den Stoff zwingt, zwischen der unteren Kante der Schnecke und
einem Quetschorgan durchzulaufen. Das Quetschorgan wird von einer Kegelstumpfscheibe
gebildet, die mit Rillen versehen ist und eine der Schneckendrehrichtung entgegengerichtete
Drehbewegung macht. Durch ein Stufenscheiben-oder Wechselrädergetriebe ist es möglich,
die Umlaufgeschwindigkeit der Schnecke zu ändern, wobei der Antrieb auf den die
Schnecke tragenden Ring mit Hilfe eines Ritzels erfolgt, welches gänzlich nach außen
abgedichtet ist und mit einer geeigneten Verzahnung des Ringes in Eingriff steht.
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Eine Ausführungsform der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt.
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Abb. i ist ein lotrechter Schnitt durch die Einrichtung, Abb. 2 eine
Seitenansicht.
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Die Vorrichtung besitzt ein Gestell i, welches mit Streben versehen
ist, die die lotrechte Treibwelle 2 aufnehmen, auf welcher am oberen Ende die Mahlplatte
3 in Form einer Kuppel befestigt ist. Die Welle 2 verschiebt sich in einem Kegelrad
d., welches durch die Welle 5 mittels des Kegelrades 6 angetrieben wird. Die Welle
5 trägt eine feste Treibscheibe 7 und eine lose Scheibe 8 für das Riemenvorgelege.
Die Welle 2 ruht mit ihrem unteren Ende auf einer Scharnierstrebe 9, welche mittels
der Regelungsschraube io die Einstellung der Welle in der Höhenrichtung und somit
des Abstandes zwischen der Mahlplatte 3 und den Arbeitsflächen oberhalb der Platte
gestattet.
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Der Mahlbehälter besteht aus zwei gußeisernen Teilen. Der eine Teil
i i ist an dem Gestell befestigt, und der zweite Teil 12 ist auf dem ersteren an
vier Stellen angeschraubt. Zu diesem Zweck besitzen die beiden Teile je einen Flansch
13, welcher genau bearbeitet ist, so daß das Material nicht nach außen hindurchgepreßt
werden kann. Innen zeigen die beiden Flansche 13 eine Ausnehmung, welche
kreisförmig ist und ein solches Profil besitzt, daß darin ein Ring 14 frei drehbar
ist. Der Außenrand dieses Ringes ist unten mit radialen Zähnen versehen, welche
mit einem Zahnrad i 5 kämmen, das in einer Büchse drehbar ist, die, ebenfalls abgedichtet,
an einer Seite des Behälters angeordnet ist. Diese Büchse bildet ein Stück mit dem
Geschwindigkeitswechsel
16, in welchem zwei parallele Wellen 17,
18 Stufenscheiben tragen, welche in bekannter Weise angetrieben werden, und zwar
die Welle 17 über die Treibwelle 18 mittels der Scheibe i9 und eines Riemens. Der
Ring 1q. besitzt einen Vorsprung, der in den Behälter hineinragt, und zwar in Form
einer kreisförmigen Wulst, in welcher vier diametral entgegengesetzte Einschnitte
vorgesehen sind. Diese Einschnitte sind bestimmt, vier Stifte oder Zähne von entsprechender
Form, welche am Rand der Schnecke sitzen, aufzunehmen. Die Schraube ist dadurch
in dem Behälter aufgehängt. Der Behälter besitzt anschließend an die zylindrische
Zone am oberen Ende die innere Form eines umgekehrten Kegelstumpfes, und die endlose
Schraube hat eine entsprechende kegelstumpfförmige Gestalt. Sie ist aus Blechangefertigt,
um sie möglichst leicht zu machen, ohne ihre Festigkeit und Widerstandsfähigkeit
zu vermindern. Das oberste Ende der Schraube ist nach oben abgebogen, um die Speckmasse
zu verteilen und den abgetrennten Teil nach den unteren Windungen zu schieben. Der
unterste Teil des Flügels ist ebenfalls schwach nach unten abgebogen, und seine
Kante endigt dicht an der Mahlplatte 3 und parallel zu der oberen Fläche der letzteren.
Die Schraube erhält die Drehung durch das Zahnrad 15, welches den Ring 14
antreibt; dieser wieder nimmt die Schraube selbst mit Hilfe der Zähne, die in seinen
Wulst eingreifen, mit. Die Drehachse 2o der Schraube ist am oberen Ende in einem
Brei-oder vierarmigen Haltekreuz 21 gelagert. Die nach oben liegenden Kanten dieses
Kreuzes sind scharf ausgebildet, um dein einzuführenden Material wenig Widerstand
zu bieten. Um das Armkreuz und die Schraube selbst in richtiger Lage zu halten,
ist ein Metallreifen vorgesehen, welcher sich durch einen dreifachen Bajonettverschluß
innen auf drei Zapfen stützt, die an dem zylindrischen Teil des Behälters befestigt
sind. Dieser Reifen überdeckt die Enden der Kreuzarme mit seinem unteren Teil und
besitzt einen oberen Rand, welcher über die Oberkante des Behälters nach außen vorspringt.
Die wagerechten Schlitze des Bajonettverschlusses sind in der Drehrichtung der Schraube
gerichtet, damit bei der Drehung der letzteren der Reifen nicht gelöst wird. Die
Drehrichtungen der Reibplatte 3 und der Schraube sind einander entgegengesetzt.
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Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist derart: der Speck oder ähnliches
Material wird durch den obersten Teil des Behälters eingeführt. Der zylindrische
Teil des Behälters besitzt einen entsprechend großen Rauminhalt, um eine bestimmte
Menge des Stoffes aufzunehmen und das fortlaufende Eintreten in die Schnecke zu
erleichtern. Der Speck wird durch die obere, aufwärts ragende Kante des Schraubenflügels
zerteilt und wird dann nach unten gepreßt. Da der Durchmesser des Behälters nach
unten zu abnimmt, so wird der Raum, in welchen der Speck durch die Schraube eingepreßt
wird, allmählich verringert, wodurch ein stetiges Zerkleinern und Zerkneten erfolgt,
bis das Material unter der unteren Kante der Schraube, welche einen scharfen Winkel
mit der Platte 3 bildet, zusammengepreßt wird. Die Platte dreht sich in umgekehrter
Richtung und beendigt das Zerkleinern. Um die Entleerung des gemahlenen Speckes
zu erleichtern, ist die Platte 3 mit Rillen versehen. Unmittelbar an der Platte
3 kann ein nicht gezeichnetes Sieb vorgesehen sein, welches bei Farben und anderen
festen Stoffen, die in Gegenwart von Flüssigkeiten zermahlen werden, eine günstige
Wirkung ausübt.
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Es ist zu bemerken, daß bei der Zerkleinerung von Speck die Schraube
sehr langsam gedreht werden soll, damit der Speck nicht erweicht werde, was schädlich
ist. Das Demontieren der -Vorrichtung ist sehr einfach und kann ohne Zeitverlust
derart bewirkt werden, daß man den Reifen nach Lösen des Bajonettverschlusses herausnimmt,
worauf die Schraube mit der Drehachse und Armkreuz ausgehoben werden kann.