DE43364C - Vorrichtung zum Anmessen von Kleidungsstücken - Google Patents

Vorrichtung zum Anmessen von Kleidungsstücken

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DE43364C
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DENDAT43364D
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A. MEYER in Leipzig, Reichsstrafse
Publication of DE43364C publication Critical patent/DE43364C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • A—HUMAN NECESSITIES
    • A41—WEARING APPAREL
    • A41H—APPLIANCES OR METHODS FOR MAKING CLOTHES, e.g. FOR DRESS-MAKING OR FOR TAILORING, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • A41H1/00—Measuring aids or methods
    • A41H1/02—Devices for taking measurements on the human body

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Biophysics (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Measurement Of The Respiration, Hearing Ability, Form, And Blood Characteristics Of Living Organisms (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 3: Bekleidungsindustrie.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 6. September 1887 ab.
Wie jeder Fachmann des Schneidergewerbes weifs, hängt der gute Fall oder das Passen eines jeden Kleidungsstückes, welches über den Oberkörper getragen wird, von der Achselspitze ab, und ist gerade deshalb die Achselspitze der wichtigste Punkt beim Zuschneiden.
Bei allen vorhandenen Zuschneidesystemen mufs man die Achselspitze durch Berechnung feststellen, da man dieselbe aus Mangel an einer feststehenden Grundlinie am Körper nicht messen kann; da aber die Körper so aufserordentlich verschieden sind, so treffen die Berechnungsgesetze nicht immer zu und die Resultate jener Berechnungen erweisen sich sehr oft als unrichtig.
Ein nachgiebiger Mefsgürtel, wie ihn manche Zuschneidesysteme verwenden, welcher sich je nach Belieben zur Wirbelsäule des Körpers, bald im stumpfen, bald im spitzen Winkel auf den Körper anlegt, kann nicht als Grundlinie angenommen werden, da sich eine genau ebensolche Lage des Gürtels wie am Körper auf dem Papier nicht wiedergeben läfst, vielmehr bedarf es hierzu eines Apparates, welcher im rechten Winkel zur Wirbelsäule in seiner Lage nicht abweicht, wie derselbe auf beiliegender Zeichnung, Fig. 1 bis 5, dargestellt ist.
Das Wesentliche dieser Vorrichtung liegt darin, dafs mit Hülfe derselben eine unverrückbare sichere Grundlinie zur Abtragung der verschiedenen Mafse bei Aufstellung des Modells auf das Papier geschaffen wird.
Der Apparat besteht aus einem senkrechten, steifen Lineal L, welches mit dem Umschnalloder Befestigungsgürtel G bei i verbunden ist. An das Lineal L schliefst sich genau im rechten Winkel eine Gliederschiene JB, welche gleichzeitig mit Mafseintheilung versehen sein kann.
Die einzelnen Glieder dieser Schiene sind unter einander derartig verbunden, dafs sie im gestreckten Zustande von B eine genau gerade zu L im rechten Winkel stehende Schiene bilden.
Diese Schiene, welche um den zu messenden Körper gelegt wird (s. Fig. 2 und 3), dient als Ausgangspunkt für die zu nehmenden Mafse, um alsdann auch wieder als Ausgangspunkt für die bei Aufstellung des Modells auf das Papier zu übertragenden Mafse zu gelten. Hierdurch wird eine genaue Uebereinstimmung der genommenen Messungen mit den auf das Papier zu übertragenden Mafsen erzielt, wie sie durch Berechnung nicht möglich ist, weil eben bei jeder Körperform die Berechnung eine andere sein muis.
Hauptsächlich findet sich mit voller Zuverlässigkeit die Lage der Achselspitze, indem man von derGelenkschieneß aus zwei Messungen nach derselben vornimmt und mittelst dieser beiden Mafse a E und B E, Fig. 5, durch Zirkelschläge die Lage der Achselspitze bestimmt (s. Fig. 3 und 5). In gleichem Sinne verfährt man mit den übrigen Abmessungen. Eigenartig ist hierbei, dafs durch die gebrochene Gliederung (s. Fig. 2 und 3) der Schiene B dasjenige Mals erkennbar wird, was die Höhlung der Taille bestimmt.
Die Verwendung des Apparates ist folgende:
Der Apparat wird beim Messen über der Weste mit seiner festen Schiene L in senkrechte Lage zur Wirbelsäule des Oberkörpers
gebracht, und zwar so, dafs derselbe im Scheitelpunkt A auf dem Taillenwirbel fuhen und im Rücken fest anliegen mufs, welche Manipulation sich durch Umschnallen des Gürtels G um die Taille sehr leicht bewerkstelligen läfst.
Die Gelenkschiene B mufs mit ihren Gliedern den Körper bis zur Leibmitte berühren (s. Fig. 2 und 3). Bei Fig. 2 und 3 läfst man den Punkt B der Gelenkschiene B mit dem Punkte zusammenfallen, in welchem der bewegliche Schenkel die Leibmitte berührt.
Um die verschiedenen Mafse zu bestimmen, werden verschiedene Fixpunkte auf Gelenkschiene B angenommen und die verschiedenen Dimensionen gewonnen, wie dies aus den Fig. 3 und 5 hervorgeht.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Ein Apparat zum Anmessen von Kleidungsstücken, welcher gestattet, die genommenen Mafse zwecks der Modellanfertigung richtig auf das Papier übertragen zu können, gebildet aus einer senkrechten, mit Befestigungsgürtel G verbundenen Schiene L7 an welche sich rechtwinklig die aus gelenkigen Theilen bestehende gerade Grundschiene J5 anschliefst.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT43364D Vorrichtung zum Anmessen von Kleidungsstücken Expired - Lifetime DE43364C (de)

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