DE428346C - Verfahren zum Schneiden von Gewinde, insbesondere auf Rohrenden - Google Patents

Verfahren zum Schneiden von Gewinde, insbesondere auf Rohrenden

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DE428346C DED48324D DED0048324D DE428346C DE 428346 C DE428346 C DE 428346C DE D48324 D DED48324 D DE D48324D DE D0048324 D DED0048324 D DE D0048324D DE 428346 C DE428346 C DE 428346C
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    • B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B23—MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B23G—THREAD CUTTING; WORKING OF SCREWS, BOLT HEADS, OR NUTS, IN CONJUNCTION THEREWITH
    • B23G1/00—Thread cutting; Automatic machines specially designed therefor
    • B23G1/02—Thread cutting; Automatic machines specially designed therefor on an external or internal cylindrical or conical surface, e.g. on recesses
    • B23G1/12—Machines with a toothed cutter in the shape of a spur-gear or the like which is rotated to generate the thread profile as the work rotates

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Turning (AREA)

Description

Das an sich unwirtschaftliche Verfahren, Gewinde unter Zuhilfenahme der Leitspindel auf der Drehbank zu schneiden, muß angewandt werden, wenn Gewinde von großer Genauigkeit des Gewindeprofils und der Gewindesteigung hergestellt werden sollen.
Beispielsweise ist diese Forderung an die Gewinde von Bohrrohren zu stellen. Man verlangt von solchen Gewinden, daß sie vollkommen glatt und profilgerecht sind, daß sie im Durchmesser große Genauigkeit und Gleichmäßigkeit aufweisen, daß die Achsen der Gewindeenden mit der Rohrachse zusammenfallen und daß sie in verschraubtem Zustand ohne besondere Dichtungsmittel gegen hohen Druck dichthalten.
Damit die Achsen der Gewinde an den beiden Rohrenden mit der Rohrachse zusammenfallen, werden diese beiden Gewinde meist auf sogenannten Doppelrohrdrehbänken hergestellt, und zwar in einer Aufspannung.
Bisher mußten jedoch die Rohrenden auf eigenen Vorrichtungen vorgedreht werden, und dann erst erfolgte das Einschneiden des Gewindes. Die übliche Art des Vordrehens und nachfolgenden Schneidens ist sehr zeitraubend und erfordert große Geschicklichkeit und Gewissenhaftigkeit des Bedienungsmannes, da dieselbe ohne besondere Hilfseinrichtungen rein handwerksmäßig vorgenommen wird.
Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren, das gestattet, die Arbeitszeit erheblich abzukürzen und außerdem die Genauigkeit und Sauberkeit des Gewindes zu verbessern. Das Verfahren erfolgt weitgehend selbsttätig, wodurch die Sicherheit des Arbeitsvorganges erhöht wird.
Das Neue besteht in der Anwendung von Mitteln, die es ermöglichen, das Vordrehen des Rohrendes, das mit Gewinde versehen werden "soll, gleichzeitig mit dem Gewindeschneiden vorzunehmen, wobei durch einen einzigen Vorbeigang der Werkzeuge an dem Werkstück das fertige und kaliberhaltige Gewinde erzeugt werden kann. Dies wird in vorteilhafter Weise dadurch erreicht, daß im gleichen Arbeitsgang zunächst ein Drehstahl vordrehend auf das Werkstück einwirkt, wobei in Hintereinanderfolge das Gewinde durch eine Schneidvorrichtung eingeschnitten wird, deren Vorschub parallel zur Gewindeachsc unabhängig von der Gewindesteigung dem Vorschub des Drehstahls entsprechend eingestellt werden kann.
Bei dem neuen Verfahren muß also eine Gewindeschneidvorrichtung verwendet werden, bei welcher der Vorschub parallel zur Gewindeachse, auf eine Umdrehung des Werkstückes gerechnet, um ein ganz beliebiges Maß größer oder kleiner sein kann als die Steigung des Gewindes auf einem Umgang. Außerdem muß das Gewindewerkstück imstande sein, in einem einzigen Vorbeigang am Werkstück ein sauberes Gewinde zu erzeugen. Fernerhin muß das Werkzeug den abzuhebenden Baustoff in'derart kleine Späne zerlegen,, daß ein Ausreißen der Gewindegänge mit Sicherheit vermieden wird.
Erfindungsgemäß eignet sich zur Durchführung des Verfahrens ganz besonders eine an sich bekannte Vorrichtung, bei der als Gewindeschneider ein Schneidrad verwendet wird, das derart ausgebildet und angetrieben wird, daß der Vorschub des Schneidrades unabhängig von der Steigung des zu schneidenden Gewindes ist.
Zweckmäßig wird dabei die Anordnung so getroffen, daß Gewindeschneid- und -drehvorrichtung parallel zur Längsachse des Werk-Stückes derart angeordnet sind, daß sie getrennt am Umfang des Werkstückes zum Ein-

Claims (3)

griff kommen, wobei der Drehstahl dem Gewindeschneider im Eingriff voreilt. Auf diese Weise wird eine erhebliche Ver- einfachung der Bearbeitung und durch die ; Verkürzung der Arbeitsdauer eine gesteigerte ' Leistung erzielt. Das fertige Werkstück ist ! außerdem peinlich genau bearbeitet. In der Zeichnung ist eine Vorrichtung zur Durchführung des neuen Verfahrens schematisch dargestellt. α ist der Spindelstock; die durchbohrte Spindel trägt an beiden Enden die Spannfut- \ ter b, mit denen das Werkstück (Rohr) c festgespannt wird. Zu beiden Seiten des Werk- Stückes c befinden sich die Werkzeugträger d und I, welche auf den Gleitbahnen/ und g verschiebbar sind. Auf dem Werkzeugträ- ; ger d ist die Gewindeschneidvorrichtung angeordnet. Die nicht dargestellte Arbeitsweise dieser Vorrichtung ist folgende: Bekannt ist das Hobeln oder Stoßen von ' Zahnrädern mit einem Schneidrad, das außer der auf und ab oder hin und her gehenden Bewegung eiue Abwälzbewegung gegenüber dem zu erzeugenden Zahnrad erfährt. Mit demselben Schneidrad lassen sich auch unter ganz ähnlichen Bedingungen Zahnstangen herstellen. In beiden Fällen, also bei der Erzeugung des Zahnrades wie auch der Zahnstange, ist der zum Schneiden notwendige Vorschub mit der Abwälzbewegung identisch. Stellt man sich nun eine Schraube als eine um einen Zylinder gewickelte Zahnstange mit schrägen Zähnen vor, so folgt, daß das Zahnrad auch zur Erzeugung von Schraubengewinden anwendbar ist. Nur muß noch eine weitere Bewegung eingeleitet werden, denn bei jeder Umdrehung des Werkstückes muß, z. B. bei eingängigem Gewinde, das Schneidrad um einen Zahn zurückrücken und dann erst entsprechend dem Vorschub eine Abwälzbewegung vornehmen. Das Schneidrad erhält nun mit Hilfe an ! sich bekannter Mittel den üblichen Vorschub ! in Gewindelängsrichtung. Um die durch den ; Vorschub notwendig werdende (zusätzliche) ' Abwälzbewegung zu erzielen, wird die Geschwindigkeit des Schneidrades von einer '. Vorschubspindel über Zahnräder und unter j Zwischenschaltung eines Kegelräderdifferentials je nach Erfordernis vergrößert oder ver- | kleinert. Der Antrieb der Vorrichtung läßt sich ohne Schwierigkeit von der Hauptspindel der Drehbank ableiten. Bei einer derartigen Schneidvorrichtung ist nun der Vorschub des Schneidrades gänzlich unabhängig von der Steigung des zu erzeugenden Gewindes. Man kann daher den Vorschub beliebig klein wählen und ihn auf diese Weise in volle Übereinstimmung mit dem Vorschub des Drehstahls bringen. Wenn der Drehstahl in seiner Arbeitsstellung dem Gewindeschneidwerkzeug etwas voraus ist, so können demnach beide Arbeitsgänge gleichzeitig vorgenommen und zu Ende geführt werden. Der Drehstahl i befindet sich auf dem Werkzeugträger c. Vorschub des Schneidrades h und des Drehstahles i erfolgen gemeinsam, jedoch so, daß der Drehstahl* dem Schneidrade h etwas voraus ist. Die Gleitbahnen / und g sind um die Punkte e und k schwenkbar, so daß sie schräg zur Achse des Werkstückes (des Rohres) gestellt werden können. Ein ganz besonderer Vorteil der Einrichtung besteht dadurch in der Möglichkeit, mit den einfachsten Mitteln auch kegelige Gewinde schneiden zu können. Das Verfahren beschränkt sich natürlich nicht auf Rohrdrehbänke, sondern ist auch für die Herstellung anderer Gewinde anwendbar. Die Zahl der Werkzeugträger ist belanglos für das Wesen der Erfindung. Ρλϊεντ-Ansprüch e:
1. Verfahren zum Schneiden von Gewinde, insbesondere auf Rohrenden, dadurch gekennzeichnet, daß im gleichen Arbeitsgang zunächst ein Drehstahl vordrehend auf das Werkstück einwirkt, wo- go bei in Hintereinanderfolge das Gewinde durch eine Schneidvorrichtung eingeschnitten wird, deren Vorschub parallel zur Gewindeachse unabhängig von der Gewindesteigung dem Vorschub des Dreh-Stahls entsprechend eingestellt werden kann.
2. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß Gewindeschneid- und Drehvorrichtung parallel zur Längsachse des Werkstückes derart angeordnet sind, daß sie getrennt am Umfang des Werkstückes zum Eingriff kommen, wobei der Drehstahl dem Gewindeschneider im Ein- 10g griff voreilt.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß als Gewindeschneider ein Schneidrad verwendet wird, das in an sich bekannter Weise derart an- . geordnet und angetrieben wird, daß der Vorschub des Schneidrades unabhängig von der Steigung des zu schneidenden Gewindes ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DED48324D Verfahren zum Schneiden von Gewinde, insbesondere auf Rohrenden Expired DE428346C (de)

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