DE425178C - Verfahren zur Herstellung einer desinfizierenden Seife - Google Patents
Verfahren zur Herstellung einer desinfizierenden SeifeInfo
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- DE425178C DE425178C DEP48082D DEP0048082D DE425178C DE 425178 C DE425178 C DE 425178C DE P48082 D DEP48082 D DE P48082D DE P0048082 D DEP0048082 D DE P0048082D DE 425178 C DE425178 C DE 425178C
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C11—ANIMAL OR VEGETABLE OILS, FATS, FATTY SUBSTANCES OR WAXES; FATTY ACIDS THEREFROM; DETERGENTS; CANDLES
- C11D—DETERGENT COMPOSITIONS; USE OF SINGLE SUBSTANCES AS DETERGENTS; SOAP OR SOAP-MAKING; RESIN SOAPS; RECOVERY OF GLYCEROL
- C11D9/00—Compositions of detergents based essentially on soap
- C11D9/04—Compositions of detergents based essentially on soap containing compounding ingredients other than soaps
- C11D9/42—Per-compounds
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Description
- Verfahren zur Herstellung einer desinfizierenden Seife. Es ist festgestellt worden, daß mittels hochprozentiger Spiritusseifen sowohl eine ausgezeichnete Reinigung wie vorzügliche Desinfektion der Hände erzielt wird. Zur vollkommenen Sterilisation derselben, wie sie für chirurgische Zwecke benötigt wird, ist jedoch die bloße Behandlung mit spirituösen Seifenlösungen nicht ausreichend.
- Man pflegt daher die Hände noch mit wäßriger Sublimatlösung zu behandeln und alsdann nochmals einem Alkoholbade zu unterziehen.
- Die Erfindung erstrebt nun, die zeitraubende und umständliche mehrfache Behandlung der Hände mit verschiedenen Desinfektionsmitteln in eine einzige Operation mit einem einzigen Mittel -umzuwandeln. Als Grundmasse soll eine feste oder teigige Spiritusseife bekannter Art dienen und ihr durch geeignete Zusätze die gewünschte Eigenschaft verliehen werden, durch eine nicht übermäßig lange Waschung völlige Keimfreiheit der Hände zu erzielen.
- Zusätze der gebräuchlichen starken Desinfektionsmittel, wie Jod, Sublimat, Formalin, Phenole u. dgl., führten nicht zu dem gewünschten Ziel, indem die Vereinigung -vielfach nicht nur nicht über die einfache Summenwirkung hinausging, sondern in einzelnen Fällen sogar eine Abschwächung herbeiführte.
- Überraschenderweise wurde nun gefunden, daß die Sauerstoffüberverbindungen in Vereinigung mit Spiritusseife die Eigenschaft haben, den Desinfektionswert der Seife ganz außerordentlich zu steigern, indem sie bei der Behandlung des zu sterilisierenden Körpers mit der Seife den überschüssigen Sauerstoff in der Weise zur Wirkung bringen, daß,er in statu nascendi in die Hauptporen beim Waschen eindringt, diese auflockert und so dem Seifenspiritus eine überraschende Tiefenwirkung sichert.
- Die Möglichkeit. der Spiritusseife sauerstoffabgebende Mittel einzuverleiben., war nicht ohne weiteres vorauszusehen, da Alkohol selbst ein oxydabler Körper ist. überraschenderweise wird der Alkohol in der Seife durch! die sauerstoffabgebenden Mittel nicht nur nicht angegriffen, sondern er übt noch anscheinend insofern einen konservierenden Einfluß auf die Oxydationsmittel aus, als er deren Zersetzung verhütet, wobei wohl der Umstand, daß die Spiritusseifen aus möglichst entwässerter Seife und entwässertem Spiritus zusammengesetzt sind, mitwirkend erscheint.
- Es hat sich gezeigt, daß ein Zusatz von z. B. 15 Prozent Persulfat genügt, um selbst die widerstandsfähigsten Bakterien, wie Staphylokokken, Streptokokken und Pyocyaneusbazillen nach 5 Minuten vollkommen abzutöten. Dieser Erfolg tritt nicht nur mit Kulturen außerhalb des menschlichen Körpers ein, sondern es hat sich auch gezeigt, daß die Versuche am Menschen gleiche günstige Resultate liefern.
- So wurde unter anderen ein Versuch in dieser Richtung in der Weise vorgenommen, daß die Hände einer arbeitenden Person to Minuten lang mit der wie oben hergestellten Seife mit noch warmem Wasser gebürstet wurden (Waschbecken, Bürste und Wasser waren vorher eine halbe Stunde lang sterilisiert worden). Der gebildete starke Seifenschaum wurde dann mit sterilem Wasser abgespült, darauf mit Mulltupfern tüchtig abgerieben, um möglichst jede Spur Seife, die auf die Kulturproben vielleicht hätte störend wirken können, vollständig zu entfernen. Endlich wurden Dorsal- und Volarseiten der Hände, auch die Finger selbst und die Nagelfalze mit sterilem Stahlmesser abgekratzt und damit auf Agarschalen fraktionierte Aussaaten gemacht. Auch nach den verschiedenen Reinigungsstufen wurden Übertragungen auf Agar vorgenommen. Es wurde eine vollkommene Sterilität der Hände festgestellt. Das gleiche Ergebnis' wurde bei den häufig vorgenommenen Wiederholungen erzielt.
- In ähnlicher Weise wie Persulfate wirken auch Perborate, Peroxyde und sonstige Sauerstoffüberverbindungen.
Claims (1)
- PATENT-ANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung einer desinfizierenden, insbesondere zur völligen Keimfreimachung der Hände dienenden Seife, dadurch gekennzeichnet, daß einer hochprozentigen festen oder salbenartigen Spiritusseife sauerstoffabgebende Stoffe, wie Persulfate, Perborate, Alkaliperoxyde, Magnesiumsuperoxyd usw., zugesetzt werden.
Priority Applications (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
DEP48082D DE425178C (de) | 1924-05-11 | 1924-05-11 | Verfahren zur Herstellung einer desinfizierenden Seife |
Applications Claiming Priority (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
DEP48082D DE425178C (de) | 1924-05-11 | 1924-05-11 | Verfahren zur Herstellung einer desinfizierenden Seife |
Publications (1)
Publication Number | Publication Date |
---|---|
DE425178C true DE425178C (de) | 1926-02-12 |
Family
ID=7382830
Family Applications (1)
Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
---|---|---|---|
DEP48082D Expired DE425178C (de) | 1924-05-11 | 1924-05-11 | Verfahren zur Herstellung einer desinfizierenden Seife |
Country Status (1)
Country | Link |
---|---|
DE (1) | DE425178C (de) |
-
1924
- 1924-05-11 DE DEP48082D patent/DE425178C/de not_active Expired
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