DE42499C - Instrument zum stellenweisen Erweitern von Schuhwerk - Google Patents
Instrument zum stellenweisen Erweitern von SchuhwerkInfo
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Classifications
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A43—FOOTWEAR
- A43D—MACHINES, TOOLS, EQUIPMENT OR METHODS FOR MANUFACTURING OR REPAIRING FOOTWEAR
- A43D3/00—Lasts
- A43D3/08—Devices for stretching special parts of shoes
Landscapes
- Footwear And Its Accessory, Manufacturing Method And Apparatuses (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 71: Schuhwerk.
Fatentirt im Deutschen Reiche vom 14. August 1887 ab.
Es gehören aufsergewöhnliche Haütwucherungen an den Füfsen nicht zu den Seltenheiten
und sind es unter diesen namentlich die Hühneraugen, welche besonders unangenehm
empfunden werden. Der geringste Druck eines sonst noch so gut passenden Schuhes oder Stiefels auf das Hühnerauge genügt, um
die unerträglichsten Schmerzen hervorzubringen.
LJm sich selbst die nöthige Hülfe bei
drückendem Schuhwerk zu verschaffen, ist
nachstehend beschriebenes Instrument hergestellt.
Dasselbe besteht aus einem starken, in seiner Mitte zu ■ einer Feder gewundenen Drahte D,
welcher eine Art federnder Zange bildet. Die beiden über die Windung hinaus vorstehenden
Schenkel sind an ihren Enden Winklig umgebogen und der eine von denselben mit einer
ovalen Scheibe A, der andere dagegen mit einem kugelförmigen Knopfe B versehen. Die
Schenkel haben das Bestreben, sich aus einander zu spreizen, wie in Fig. 4 dargestellt.
Für die Verwendung drückt man die Schenkel zusammen; es werden dieselben dann durch
eine aufgesetzte Klammer C, welche an ihrem vorderen Ende mit hakenförmig umgebogenen
Lappen b versehen ist, in dieser Stellung gehalten, Fig. i, 2 und 3. Zu beiden Seiten
der Klammer stehen noch Zapfen α hervor, mit welchen dieselbe auf den Schenkeln aufliegt.
Bei einem Druck auf das hintere in die Höhe stehende Ende dieser Klammer, Fig. 2,
hebt sich, indem die Zapfen α hierbei einen stützenden Drehpunkt vermitteln, das vordere
Ende derselben in die Höhe, Fig. 3, so dafs die Haken b die Schenkel freigeben und sich
letztere infolge der Federkraft aus einander spreizen und in die durch Fig. 4 veranschaulichte
Stellung zurücktreten.
Vor dem Gebrauch des Instrumentes merkt man sich genau die Stelle des Schuhes oder.
Stiefels, welche man zu erweitern wünscht. Nachdem man nun behufs besserer Einführung
in den Schuh die beiden Schenkel zusammengedrückt und in dieser Stellung durch Aufsetzen
der Klammer fixirt hat, schiebt man das Instrument in den Schuh in der Weise ein,
dafs der Knopf B an die Stelle zu liegen kommt, welche man erweitern will. Ist dieses
geschehen, so erfolgt durch einen Druck auf das hintere Ende der Klammer die Auslösung
der Schenkel, so dafs sich letztere in dem Schuh aus einander spreizen. Infolge der
gröfseren Oberfläche der Platte A wird der von den federnden Schenkeln ausgehende .
Druck sich nun hauptsächlich an der Stelle des Schuhwerkes äufsern, wo der im Umfange
kleinere Kopf B liegt, so dafs hier eine Ausbeulung des Leders entsteht, und zwar von
dem Umfange, der genau der Gröfse des Knopfes entspricht. Läfst man das Instrument
so über Nacht oder noch längere Zeit in dem Stiefel, so wird auch nach Entfernung des Instrumentes
aus letzterem die Ausbeulung bleiben und nun beim Gebrauche des Schuhwerkes der betreffende Fufstheil in derselben genügend
Platz finden, so dafs er vor jedem Druck ge-
sichert ist. Sollte bei einmaliger Benutzung des Instrumentes der beabsichtigte Zweck noch
nicht vollständig erreicht sein, so läfst sich dieses durch wiederholte Anwendung desselben
sehr bald erzielen.
Auch zum Erweitern des Schuhes in der Spannhöhe kann das Instrument benutzt werclen.
Zu diesem Zwecke ist, wie in der Zeichnung durch punktirte Linien angegeben, der
Knopf B abschraubbar angebracht und wird, nachdem man denselben entfernt, an dessen
Stelle eine gröfsere Platte auf den betreffenden Schenkel geschraubt. Indem letztere auf die
Innensohle zu liegen kommt, wird jetzt in gleicherweise wie vorhin, von dem Knopf B,
von der Scheibe A ein Druck auf das Oberleder ausgeübt und hierdurch eine Erweiterung
desselben an der entsprechenden Stelle veranlafst.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Ein Instrument zum stellenweisen Erweitern von Schuhwerk, bestehend aus zwei federnd von einander abstehenden Schenkeln, von welchen der eine ein breites Widerlager (A), der andere aber einen Knopf oder eine Platte (B) trägt, welche der Form und Gröfse der zu erweiternden Stelle angepafst ist, vortheilhaft in Verbindung mit einer Klammer (C), welche die Schenkel während des Einführens des Instrumentes zusammenhält und durch einen Griff ausgehoben werden kann.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE42499C true DE42499C (de) |
Family
ID=317892
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT42499D Expired - Lifetime DE42499C (de) | Instrument zum stellenweisen Erweitern von Schuhwerk |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE42499C (de) |
-
0
- DE DENDAT42499D patent/DE42499C/de not_active Expired - Lifetime
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