DE4242848C2 - Kälteanlage und Verfahren zur Steuerung einer Kälteanlage - Google Patents
Kälteanlage und Verfahren zur Steuerung einer KälteanlageInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Kälteanlage mit einer Kom
pressoreinrichtung und einer Kondensatoreinrichtung,
zwischen denen mindestens ein Verdampfer angeordnet
ist, der an seiner Eingangsseite ein steuerbares Ein
spritzventil aufweist, und mit einer Steuereinrichtung.
die mit Druck- und/oder Temperatursensoren an der Ein
gangs- und der Ausgangsseite des Verdampfers verbunden
ist und das Einspritzventil zur Steuerung der Überhit
zungstemperatur betätigt. Die Erfindung betrifft auch
ein Verfahren zur Steuerung einer Kälteanlage, bei dem
der Sollwert der Überhitzungstemperatur eines Verdamp
fers in Abhängigkeit vom Öffnungsgrad eines Einspritz
ventils, das zwischen Kondensator und der Saugseite des
Kompressors angeordnet ist, verändert wird.
Derartige Kälteanlagen und entsprechende Steuerungsver
fahren sind allgemein bekannt, siehe z. B.
DE 33 29 661 A1, DE 37 13 869 A1 oder DE 41 00 749 A1.
Hierbei kann die Kompressoreinrichtung mehrere Kompres
soren aufweisen. Die Kondensatoreinrichtung kann mehre
re Kondensatoren aufweisen. Üblicherweise sind Kompres
soreinrichtung, Kondensatoreinrichtung und Verdampfer
in einem Kreislauf zusammengeschaltet.
Eine weitere Kälteanlage der genannten Art ist aus
US 4 651 535 bekannt. Hier ist das Expansionsventil als
pulsgesteuertes Magnetventil ausgebildet, so daß sich
nicht nur die üblichen linearen Zusammenhänge zwischen
der Überhitzungstemperatur und dem Druck, sondern auch
exponentielle Zusammenhänge darstellen lassen.
EP 0 229 942 A2 zeigt ebenfalls eine derartige Kälte
anlage, bei der das Expansionsventil über einen von
einem Rechner gesteuerten Stellmotor betätigt wird.
Die Grenze zwischen der Flüssigkeitsphase und der Gas
phase des Kältemittels soll innerhalb des Verdampfers
gehalten werden. Hierzu werden die Einspritz- oder Ex
pansionsventile so gesteuert, daß in den Verdampfer nur
so viel Kältemittel eindringen kann, daß es im Verdamp
fer auch verdampft werden kann. Es läßt sich jedoch
aufgrund von Schwankungen in der Belastung oder im
Saug- oder Kondensatordruck nicht vermeiden, daß gele
gentlich ein "Durchlaufen" auftritt, d. h. das Ein
spritzventil öffnet zu weit, so daß flüssiges Kältemit
tel am Ausgang des Verdampfers auftritt. Insbesondere
bei kurzen Überhitzungszonen ist die Grenze zwischen
der normalen Füllung des Verdampfers und einem Durch
lauf relativ schmal.
Wenn ein derartiger Durchlauf auftritt, fällt die Über
hitzung auf 0 K, d. h. die Temperaturdifferenz zwischen
dem Eingang und dem Ausgang des Verdampfers bzw. der
dem Druck am Ausgang entsprechenden Temperatur ist 0.
Das Einspritzventil schließt. Der Verdampfer kann
schnell leer gesaugt werden. Dann ist aber kein Kälte
mittelstrom vorhanden, mit dessen Hilfe wieder eine
Temperaturdifferenz zwischen Ausgang und Eingang des
Verdampfers und somit ein Überhitzungssignal zur Öff
nung des Einspritzventils erzeugt werden kann. Der Ver
dampfer kann nicht aktiviert werden. Das Ventil öffnet
erst dann wieder, wenn der Ausgang des Verdampfers
durch die Umgebungstemperatur soweit erwärmt ist, daß
sich über den Verdampfer eine Mindestüberhitzung ein
stellt. Diese Erwärmung kann jedoch relativ lange dau
ern, insbesondere bei gut isolierten Saugleitungen.
Das Problem stellt sich insbesondere dann, wenn die der
Steuereinrichtung zugeführten Signale reine Temperatur
signale sind. Auch bei Verwendung von Drucksignalen auf
der Ausgangsseite des Verdampfers kann das Problem in
größeren Zentralanlagen mit mehreren der gleichen Saug
leitung zugeschalteten Verdampfern auftreten, wenn der
einzelne Verdampfer nur einen geringen Einfluß auf den
gemeinsamen Saugdruck hat. Auch sinkt der Saugdruck bei
Durchlaufen eines Verdampfers, wenn das Ventil
schließt, nicht soweit, daß ein Wert erreicht wird, der
normalerweise das Ventil öffnen würde, wenn der Druck
am Verdampferausgang als Steuersignal verwendet würde
oder das Ventil druckgesteuert wäre. Es liegt auf der
Hand, daß ein längeres Schließen des Einspritzventils
und die damit einhergehende Deaktivierung des zugehöri
gen Verdampfers unerwünscht ist, weil die Kälteleistung
des betreffenden Verdampfers hierbei drastisch sinkt.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, das
Betriebsverhalten einer Kälteanlage zu verbessern.
Dies wird bei einer Kälteanlage der eingangs genannten
Art dadurch gelöst, daß die Steuereinrichtung eine den
Zusammenhang zwischen Überhitzungstemperatur und Öff
nungsgrad des Einspritzventils darstellende Kennlinie
zumindest in einem Abschnitt unterhalb eines vorbe
stimmten Öffnungsgrades des Expansionsventils dahinge
hend verändert, daß die Kennlinie unterhalb dieses Öff
nungsgrades zu einem Anfangspunkt verläuft, der durch
einen kleinsten Öffnungsgrad und eine niedrigere Über
hitzungstemperatur definiert ist, so daß die Steuerein
richtung den Wert der Überhitzungstemperatur, bei dem
das Einspritzventil zu öffnen beginnt, auf einen vor
bestimmten Minimalwert absenkt.
Man kann hier entweder vermeiden, daß das Ventil voll
kommen schließt, oder man bewirkt nach dem Schließen
eine schnellere Wiederöffnung. Solange das Ventil nicht
ganz schließt, bleibt ein Kältemittelstrom erhalten,
der innerhalb kürzester Zeit wieder zu einer normalen
Überhitzung des Verdampfers und damit zu dessen Akti
vierung führt. Es wird zwar zugelassen, daß das Ein
spritzventil vollkommen schließt. Dies kann aber ins
besondere nach dem Auftreten eines Durchlaufens er
wünscht sein. Allerdings muß sich dann die Temperatur
am Ausgang des Verdampfers nur relativ gering erhöhen,
nämlich bis zu dem vorbestimmten Minimalwert. Das Ein
spritzventil öffnet dann, wenn auch nur in einem gerin
gen Maße, und läßt Kältemittel in den Verdampfer ein
strömen. Dieses führt dann zu einer Erwärmung des Ver
dampferausgangs und damit zum Einstellen einer Überhit
zungstemperatur, die wieder das normale Arbeiten des
Verdampfers ermöglicht.
Vorteilhafterweise liegt der vorbestimmte Öffnungsgrad
im Bereich von 10% oder weniger des maximalen Öff
nungsgrades. Bei diesem geringen Öffnungsgrad ist es
relativ unkritisch, daß die Überhitzungstemperatur ver
ändert wird. Für den Normalbetrieb wird damit der Zu
sammenhang zwischen Überhitzungstemperatur und Öff
nungsgrad des Einspritzventils aufrechterhalten. Ledig
lich für die Fälle der Störungsbeseitigung werden zu
sätzliche Maßnahmen ergriffen.
Bevorzugterweise ist der Zusammenhang zwischen dem Öff
nungsgrad und der Überhitzung unterhalb des vorbestimm
ten Öffnungsgrades durch eine Kurve darstellbar, die
eine Grenze für die kleinste stabile Überhitzung
schneidet. Man kann hierdurch einen relativ kleinen
Minimalwert für die Überhitzungstemperatur wählen ohne
den vorbestimmten Öffnungsgrad zu weit absenken zu müs
sen. Durch das Überschreiten der Grenze für die klein
ste stabile Überhitzung können sich zwar gegebenenfalls
Regel-Unstabilitäten ergeben. Diese sind jedoch unkri
tisch, da in diesem Bereich ohnehin nicht in nennens
wertem Maße geregelt wird. Das Öffnen des Einspritzven
tils führt vielmehr sehr schnell dazu, daß eine Über
hitzungstemperatur über dem Verdampfer auftritt, die
ein normales Regelverhalten ermöglicht. Die Überhit
zungstemperatur steigt nach dem Öffnen des Ventils näm
lich relativ schnell an.
Hierbei ist besonders bevorzugt, daß die Kurve eine
Gerade ist. Die Regelung in diesem Bereich, sofern sie
nötig ist, kann dann als normale proportionale Regelung
erfolgen.
Die Aufgabe wird bei einem Verfahren der eingangs ge
nannten Art dadurch gelöst, daß eine den Zusammenhang
zwischen der Überhitzung und dem Öffnungsgrad darstel
lende Kennlinie zumindest in einem Abschnitt unterhalb
eines vorbestimmten Öffnungsgrades des Expansionsven
tils dahingehend verändert wird, daß die Kennlinie un
terhalb dieses Öffnungsgrades zu einem Anfangspunkt
verläuft, der durch einen kleinsten Öffnungsgrad und
eine niedrigere Überhitzungstemperatur definiert ist,
so daß der Sollwert der Überhitzungstemperatur, bei der
das Einspritzventil zu öffnen beginnt, auf einen vor
bestimmten Minimalwert abgesenkt wird.
Wie oben ausgeführt, läßt sich damit erreichen, daß das
Einspritzventil entweder gar nicht vollständig schließt
oder weitaus früher als bisher öffnet. Es läßt sich
also schon nach kurzer Zeit wieder ein Kältemittelstrom
erreichen, der zu der gewünschten Überhitzung des Ver
dampfers führt. Hierbei wird zwar zugelassen, daß das
Expansionsventil vollständig schließt. Dies ist nach
einem Durchlaufen des Verdampfers, d. h. einem vollstän
digen Füllen des Verdampfers mit flüssigem Kältemittel,
erwünscht, weil hierdurch der Verdampfer relativ
schnell und so vollständig entleert werden kann, daß
kurze Zeit später nachströmendes Kältemittel wieder zu
einer Überhitzung führen kann.
Vorteilhafterweise erfolgt die Absenkung um einen Be
trag, der in der Größenordnung der Differenz zwischen
dem Maximalwert der Überhitzung und dem Wert liegt, bei
dem das Einspritzventil seinen vorbestimmten Öffnungs
grad erreicht. Der bisherige Temperaturbereich, inner
halb dessen das Einspritzventil zwischen einem voll
ständig geschlossenen und einem vollständig geöffneten
Zustand verändert wird, wird dadurch praktisch verdop
pelt. Da die Verdoppelung dieses Bereichs eine Ausdeh
nung ausschließlich nach unten beinhaltet, wird hier
durch sichergestellt, daß das Einspritzventil schon
relativ kurze Zeit nach dem vollständigen Schließen
wieder öffnen kann.
Vorzugsweise liegt der Minimalwert im Bereich von 1-2 K.
Eine Temperaturerhöhung am Verdampferausgang um
diesen Wert läßt sich auch bei guter Isolierung in re
lativ kurzer Zeit durch die Umgebungstemperatur errei
chen.
Die Erfindung wird im folgenden anhand eines bevorzug
ten Ausführungsbeispiels in Verbindung mit der Zeich
nung beschrieben. Hierin zeigt:
Fig. 1 einen schematischen Ausschnitt aus einer Kälte
anlage,
Fig. 2 einen funktionalen Zusammenhang zwischen der
Überhitzung eines Verdampfers und dem Öffnungs
grad eines Expansionsventils und
Fig. 3 den Zusammenhang aus Fig. 2 mit Veränderung.
Eine Kälteanlage weist eine Kompressoreinrichtung 1,
eine Kondensatoreinrichtung 2, einen Sammelbehälter 3
und einen Verdampfer 4 auf, die in dieser Reihenfolge
in einem Kreislauf zusammengeschaltet sind. Die Kom
pressoreinrichtung 1 kann hierbei mehrere einzelne Kom
pressoren aufweisen. Die Kondensatoreinrichtung 2 kann
mehrere einzelne Kondensatoren aufweisen. Parallel zu
dem dargestellten Verdampfer 4 können weitere Verdamp
fer vorgesehen sein, wie dies durch die offengelassenen
Stichleitungen dargestellt ist.
Der Verdampfer 4 weist an seinem Eingang ein Expan
sions- oder Einspritzventil 5 auf, dessen Öffnungsgrad
von einem Stellglied 6 veränderbar ist. Das Stellglied
6 wird von einer Steuereinrichtung 7 angesteuert. Die
Steuereinrichtung 7 enthält Eingangsdaten von einem
ersten Temperatursensor 8 am Eingang des Verdampfers 4,
einem zweiten Temperatursensor 9 am Ausgang des Ver
dampfers 4 in einer Saugleitung 10 zwischen dem Ver
dampfer 4 und der Kompressoreinrichtung 1 oder von dem
Temperatursensor 9 und von einem Drucksensor 11 an der
Saugleitung 10. Der erste Temperatursensor 8 und der
Drucksensor 11 können alternativ zueinander vorgesehen
sein.
Die Steuereinrichtung 7 stellt mit Hilfe des Stellglie
des 6 den Öffnungsgrad des Expansionsventils 5 so ein,
daß sich zwischen dem Eingang und dem Ausgang des Ver
dampfers 4 eine gewünschte Überhitzung, d. h. eine Tem
peraturdifferenz ergibt. Diese Überhitzung kann in
nicht näher dargestellter Weise dem Bedarf der Kälte
anlage angepaßt werden. Hierzu können gegebenenfalls
noch weitere, nicht näher dargestellte Eingangsleitun
gen für die Steuereinrichtung 7 vorgesehen sein.
Fig. 2 zeigt einen typischen Zusammenhang zwischen der
Überhitzung des Verdampfers (nach rechts aufgetragen)
und dem Öffnungsgrad des Expansionsventils 5 (nach oben
aufgetragen). Dieser Zusammenhang folgt einer Geraden
12 zwischen dem minimalen Öffnungsgrad von 0% und dem
maximalen Öffnungsgrad von 100%. Die Gerade 12 ent
spricht dem Proportionalband der Regelung des Verdamp
fers. Die Gerade 12 liegt nahe an einer Stabilitäts
grenze 13, die durch die kleinste stabile Überhitzung
gebildet wird.
Wenn das Expansionsventil 5 zu öffnen beginnt, d. h. den
Öffnungsgrad von 0% vergrößert, wird ein minimaler
Überhitzungstemperatur-Sollwert SHmin eingestellt. Der
größte Überhitzungstemperatur-Sollwert SHmax wird bei
einem maximalen Öffnungsgrad von 100% eingestellt. Es
ist zu erkennen, daß eine gewisse Mindestüberhitzung
notwendig ist, damit das Expansionsventil 5 überhaupt
zu öffnen beginnt. Der durch die Gerade 12 dargestellte
Zusammenhang zwischen der Öffnungscharakteristik des
Expansionsventils 5 und der Überhitzungstemperatur ist
so gewählt, daß die Grenze zwischen der flüssigen und
der gasförmigen Phase im Verdampfer 4 liegt. Der Ver
dampfer 4 weist also normalerweise immer einen Bereich
auf, der mit gasförmigem Kältemittel gefüllt ist. Die
Temperaturdifferenz im Verdampfer 4 ergibt sich haupt
sächlich über diese Gasphase.
Bei stärkeren Schwankungen der Belastung oder bei
plötzlichen Veränderungen im Saug- oder im Kondensator
druck kann es jedoch vorkommen, daß zu viel Kältemittel
in den Verdampfer 4 hineinströmt, so daß es dort nicht
mehr verdampfen kann und den Verdampfer 4 vollständig
ausfüllt. Bei diesem "Durchlaufen" befindet sich also
flüssiges Kältemittel nicht nur am Eingang des Verdamp
fers 4, sondern auch an dessen Ausgang. Das flüssige
Kältemittel hat überall im wesentlichen die gleiche
Temperatur, so daß die Temperaturdifferenz zwischen
Eingang und Ausgang, d. h. die Differenz zwischen den
Temperaturen S2 und S1 den Wert 0 annimmt. Das Expan
sionsventil 5 wird geschlossen. Der Verdampfer 4 wird
durch die Kompressoreinrichtung 1 leer gesaugt. Da
durch das geschlossene Expansionsventil 5 kein Kälte
mittel nachströmen kann, kann sich auch kein Tempera
turunterschied zwischen dem Eingang und dem Ausgang des
Verdampfers 4 ergeben. Das Expansionsventil 5 öffnet
daher erst, wenn der Temperatursensor 9 am Verdampfer
ausgang durch die Umgebungstemperatur auf eine Tempera
tur erwärmt ist, die der eingestellten Mindestüberhit
zung SHmin entspricht. Dies kann jedoch relativ lange
dauern, insbesondere dann, wenn die Saugleitung 10 gut
isoliert ist.
Fig. 3 zeigt nun, daß der ursprüngliche Zusammenhang 12
zwischen dem Öffnungsgrad des Expansionsventils 5 und
der Überhitzung verändert worden ist. Dieser Zusammen
hang gehorcht zwar über den größten Teil des Öffnungs
grades des Expansionsventils 5 noch der Funktion 12′.
Unterschreitet jedoch der Öffnungsgrad des Expansions
ventils 5 einen vorbestimmten Minimalwert, im vorlie
genden Fall beispielsweise 10%, wird der Zusammenhang
zwischen der Öffnungscharakteristik und der Überhitzung
verändert. Die Funktion läßt sich nun durch zwei Gera
den 12′, 14 darstellen, von denen die eine 12′ bereits
besprochen wurde. Sie beginnt bei einem Punkt, der
durch den Öffnungsgrad von 10% und die minimale Über
hitzungstemperatur SHmin definiert ist, und endet bei
einem Punkt, der durch den Öffnungsgrad von 100% und
der maximalen Überhitzungstemperatur SHmax definiert
ist. Am Anfangspunkt dieser Geraden 12′ endet die zwei
te Gerade 14, die einen Anfangspunkt hat, der durch den
Öffnungsgrad von 0% und eine niedrigere Überhitzungs
temperatur SHCl definiert ist. Diese Gerade 14 kreuzt
zwar die Stabilitätsgrenze 13. Dies ist jedoch, wie im
folgenden ersichtlich ist, unkritisch.
Die Überhitzung SHCl liegt bei etwa 1 bis 2°K.
Wenn nun das Expansionsventil 5 schließt, ist nur noch
ein relativ kleiner Temperaturanstieg am Ausgang des
Verdampfers 4 notwendig, um das Expansionsventil 5 wie
der zum Öffnen zu bringen. Sobald das Expansionsventil
5 öffnet, entsteht ein kleiner Kältemittelstrom, der
relativ schnell zu einer Überhitzungstemperatur zwi
schen SHmin und SHmax führt, also in einen Bereich, wo
die normale proportionale Regelung entsprechend der
Geraden 12′ möglich ist. Die kleinen Instabilitäten,
die im Bereich der Geraden 14 entstehen können, verfäl
schen den Zusammenhang zwischen der Öffnungscharakteri
stik und der Überhitzung nur geringfügig. Dies spielt
aber keine Rolle, da dieser Bereich relativ schnell
durchfahren wird. Somit läßt sich auch nach einem
Durchlaufen des Verdampfers wieder relativ schnell ein
stabiler Zustand erreichen, bei dem der Verdampfer 4
einen optimalen Füllungsgrad mit Kältemittel entspre
chend dem Kälteleistungsbedarf erhält.
Claims (7)
1. Kälteanlage mit einer Kompressoreinrichtung und
einer Kondensatoreinrichtung, zwischen denen minde
stens ein Verdampfer angeordnet ist, der an seiner
Eingangsseite ein steuerbares Einspritzventil auf
weist, und mit einer Steuereinrichtung, die mit
Druck- und/oder Temperatursensoren an der Eingangs-
und der Ausgangsseite des Verdampfers verbunden ist
und das Einspritzventil zur Steuerung der Überhit
zungstemperatur betätigt, dadurch gekennzeichnet,
daß die Steuereinrichtung (7) eine den Zusammenhang
zwischen Überhitzungstemperatur und Öffnungsgrad
des Einspritzventils (5) darstellende Kennlinie
(12′, 14) zumindest in einem Abschnitt unterhalb
eines vorbestimmten Öffnungsgrades des Expansions
ventils (5) dahingehend verändert, daß die Kennli
nie (14) unterhalb dieses Öffnungsgrades zu einem
Anfangspunkt verläuft, der durch einen kleinsten
Öffnungsgrad und eine niedrigere Überhitzungstempe
ratur (SHCl) definiert ist, so daß die Steuerein
richtung (7) den Wert der Überhitzungstemperatur,
bei dem das Einspritzventil (5) zu öffnen beginnt,
auf einen vorbestimmten Minimalwert (SHCl) absenkt.
2. Kälteanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich
net, daß der vorbestimmte Öffnungsgrad im Bereich
von 10% oder weniger des maximalen Öffnungsgrades
liegt.
3. Kälteanlage nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Zusammenhang zwischen dem Öff
nungsgrad und der Überhitzung unterhalb des vorbe
stimmten Öffnungsgrades durch eine Kurve (14) dar
stellbar ist, die eine Grenze (13) für die kleinste
stabile Überhitzung schneidet.
4. Kälteanlage nach Anspruch 3, dadurch gekennzeich
net, daß die Kurve (14) eine Gerade ist.
5. Verfahren zur Steuerung einer Kälteanlage, bei dem
der Sollwert der Überhitzungstemperatur eines Ver
dampfers in Abhängigkeit vom Öffnungsgrad eines
Einspritzventils, das zwischen Kondensator und der
Saugseite des Kompressors angeordnet ist, verändert
wird, dadurch gekennzeichnet, daß eine den Zusam
menhang zwischen der Überhitzung und dem Öffnungs
grad darstellende Kennlinie (12′, 14) zumindest in
einem Abschnitt unterhalb eines vorbestimmten Öff
nungsgrades des Expansionsventils (5) dahingehend
verändert wird, daß die Kennlinie (14) unterhalb
dieses Öffnungsgrades zu einem Anfangspunkt ver
läuft, der durch einen kleinsten Öffnungsgrad und
eine niedrigere Überhitzungstemperatur (SBCl) defi
niert ist, so daß der Sollwert der Überhitzungstem
peratur, bei der das Einspritzventil (5) zu öffnen
beginnt, auf einen vorbestimmten Minimalwert (SHCl)
abgesenkt wird.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet,
daß die Absenkung um einen Betrag erfolgt, der in
der Größenordnung der Differenz zwischen dem Maxi
malwert (SHmax) der Überhitzung und dem Wert (SHmin)
liegt, bei dem das Einspritzventil (5) seinen vor
bestimmten Öffnungsgrad erreicht.
7. Verfahren nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Minimalwert (SHCl) im Bereich von
1-2 K liegt.
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