DE4232276C2 - Vorrichtung zum Abgeben und Zuführen von Stahl-Gummi-Halbfabrikaten zu einer Reifenaufbautrommel - Google Patents

Vorrichtung zum Abgeben und Zuführen von Stahl-Gummi-Halbfabrikaten zu einer Reifenaufbautrommel

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Description

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Abgeben und Zuführen von Stahl-Gummi-Halbfabrikaten, die bei der Herstellung von Reifen, ins­ besondere Kraftfahrzeugreifen, als Reifenwulst-Verstärkungselemente dienen, zu einer sich anschließenden Reifenaufbautrommel.
Aus der DE-OS 19 52 419 sind bereits Zubringervorrichtungen zum Zuführen verschiedener unvulkanisierter Reifenaufbauelemente zu einer Reifenaufbautrommel bekannt. Diese Zubringervorrichtungen weisen insbesondere eine Anzahl von Karkassenmaterial-Zufuhrbahnen sowie eine Laufflächenmaterial-Zufuhrbahn auf, wobei die Karkassen-Zufuhr­ bahnen und die Laufflächen-Zufuhrbahn um zugeordnete waagrechte Achsen schwenkbar sind. Ferner weisen diese Zubringervorrichtungen eine Reihe von druckmittelbetätigbaren Arbeitszylindern zur unab­ hängigen Schwenkbewegung der Karkassenmaterial-Zufuhrbahnen sowie einen Druckmittelbetätiger zur Schwenkbewegung der Laufflächenmate­ rial-Zufuhrbahn auf. Darüberhinaus weist diejenige Zubringervorrich­ tung, welche die Laufflächenmaterial-Zufuhrbahn aufweist, einen weite­ ren Druckmittelbetätiger auf, der die Aufgabe hat, wahlweise die Lauf­ flächenmaterial-Zufuhrbahn auszufahren und zurückzuziehen. Bei diesen bekannten Zubringervorrichtungen können sowohl die Karkassenmate­ rial-Zufuhrbahnen als auch die Laufflächenmaterial-Zufuhrbahn in eine angehobene Nichtzubringerstellung und in eine abgesetzte Zubringer­ stellung und umgekehrt verschwenkt werden.
Aus der DE 28 39 241 A1 ist eine Aufbringungseinrichtung zum Auf­ bringen einer Gürtelverstärkung für einen Radialschichtenreifen auf eine Gürtelaufbaufläche oder Trommel oder direkt auf die Karkasse des Radialreifens bekannt. Diese bekannte Aufbringungseinrichtung weist insbesondere Vorrichtungen zum Ausfahren einer Gürtellagenzentrier­ einrichtung bis in die Nachbarschaft einer Gürtelaufbaufläche sowie zum Zurückziehen der Zentriereinrichtung auf. Die Vorrichtung zum Aus­ fahren und Zurückziehen der Zentriereinrichtung weist einen Zylinder mit einer verschiebbaren Kolbenstange auf, die durch ein Verbindungs­ glied mit in Längsrichtung verschiebbaren Stangen verbunden ist, welche die Gürtellagenzentriereinrichtung unterstützen. Ferner weist diese be­ kannte Aufbringungseinrichtung zwei Zentriereinrichtungen zum Zen­ trieren von zwei Gürtellagen und zwei Einrichtungen auf, um jede Zen­ triereinrichtung auszufahren und zurückzuziehen.
Aus der DE-AS 12 23 145 ist eine Zuführungseinrichtung für Gewebe­ lagen unterschiedlicher Breite vor einer Reifenaufbautrommel bekannt, wobei eine an diese Aufbautrommel ansetzbare Tischplatte vorgesehen ist, auf der ein Paar von Führungsschienen angeordnet ist, die mittels eines Kettenantriebes aufeinanderzu oder voneinanderweg verstellt wer­ den können. Diese bekannte Zuführungseinrichtung ist in der Weise ausgebildet, daß sie auf Gewebelagen anderer Breiten leicht umstellbar ist.
Der vorliegenden Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, eine ver­ besserte Vorrichtung zum Abgeben und Zuführen von Stahl-Gummi- Halbfabrikaten zu einer Reifenaufbautrommel zu schaffen und diese Vorrichtung in der Weise auszugestalten, daß im Zuge der Herstellung von Reifen, insbesondere Kraftfahrzeugreifen unterschiedlicher Größe und damit bei sich variierenden Reifenwulstabständen und -abmessungen in einer verhältnismäßig einfachen, jedoch sehr sicheren und präzisen Weise eine Zuführung entsprechend unterschiedlich bemessener Stahl- Gummi-Halbfabrikate, die an die jeweiligen Reifengrößen angepaßt sind, zu der Reifenaufbautrommel mit Hilfe ein und derselben Vorrichtung realisierbar ist.
Eine erfindungsgemäß ausgebildete Vorrichtung, mit welcher die wie oben definierte Aufgabe gelöst wird, weist die Merkmale a) bis h) ge­ mäß Patentanspruch auf.
Aufgrund dieser erfindungsgemäßen Konstruktionsweise ergibt sich insbesondere die Möglichkeit, daß das an der Abgabeeinrichtung für die Halbfabrikate befestigte Traggestell hinsichtlich seiner im Einzelfalle erforderlichen Neigung mit Hilfe der ersten Handhabe in einfacher Weise verstellt werden kann, während die Gleitträger mit ihren Füh­ rungskanälen zum Zuführen der Halbfabrikate zur Reifenaufbautrommel mit Hilfe der Führungsvorrichtungen in Rückwärts- und Vorwärtsrich­ tungen hin- und herbewegt werden können; darüber hinaus kann mit Hilfe der zweiten Handhabe der gegenseitige Abstand zwischen den beiden Führungskanälen eingestellt werden, d. h. in einer zur Bewe­ gungsrichtung der Gleitträger zu der Reifenaufbautrommel rechtwinklig ausgerichteten Richtung. Infolgedessen ergibt sich bei der erfindungs­ gemäßen Vorrichtung die vorteilhafte Möglichkeit, daß die beiden Füh­ rungskanäle für die Halbfabrikate relativ zu der Reifenaufbautrommel in drei Freiheitsgraden bewegt werden können, d. h. auf- und abwärts, nach links und nach rechts, sowie rück- und vorwärts, wodurch letztendlich die angestrebte Anpaßbarkeit an unterschiedliche Reifenabmessungen von auf der zugeordneten Reifenaufbautrommel herzustellenden Reifen ge­ währleistet ist.
Die vorliegende Erfindung wird nunmehr im Rahmen von Ausführungs­ beispielen näher erläutert, wobei auf die beigefügten Zeichnungen Bezug genommen wird.
In diesen zeigen:
Fig. 1 eine schematische Seitenansicht einer Vorrichtung zum Abgeben und Zuführen von Stahl-Gummi-Halbfabrikaten zu einer Reifenaufbautrommel;
Fig. 2 eine Detailansicht von Fig. 1;
Fig. 3 eine Schnittansicht gemäß der Linie I-I gemäß Fig. 2;
Fig. 4 eine schematische Seitenansicht der Einzelheit gemäß Fig. 2, und zwar von II aus gesehen;
Fig. 5 eine Schnittansicht gemäß der Linie III-III gemäß Fig. 2;
Fig. 6 eine schematische Schnittansicht entlang der Linie IV-IV gemäß Fig. 5.
Wie aus Fig. 1 ersichtlich ist, weist eine Vorrichtung zum Abgeben und Zuführen von Stahl-Gummi-Halbfabrikaten zu einer sich anschließenden Reifenaufbautrommel eine Abgabeeinrichtung 2 für die Halbfabrikate auf, welche mit einer Stahl-Einsetzrolle 1 ausgestattet ist. Wie sich insbesondere aus Fig. 1 und 2 ersehen läßt, sind an einem oberen Ende sowie an einem unteren Abschnitt der vertikalen Seite der Abgabeein­ richtung 2 Gelenkarme 3 und 4 angebracht, welche beide in dieselbe Richtung weisen, wobei an dem oberen Gelenkarm 3 das innenseitige Ende eines Traggestells 5 mittels Gelenken angebracht ist, während an dem unteren Gelenkarm 4 das untere Ende einer ersten flexiblen (unte­ ren) Gewindestange 6 mittels Gelenken befestigt ist. Diese erste Gewin­ destange 6 dient zum genauen Einstellen der Schrägneigung des Tragge­ stells 5 mit Hilfe einer ersten Handhabe 7.
Ferner sind das untere freie Ende des Traggestells 5 und das obere Ende einer zweiten flexiblen (oberen) Gewindestange 6′ ebenfalls mittels Gelenken miteinander verbunden. Je nachdem, in welcher Richtung die erste Handhabe 7 für die erste Gewindestange 6 bzw. die zweite Gewin­ destange 6′ gedreht wird, läßt sich die gemeinsame Länge der Gewinde­ stangen 6, 6′ vergrößern oder vermindern. Durch eine Ausdehnung oder eine Verringerung der Gesamtlänge der beiden Gewindestangen 6, 6′ läßt sich die Schrägneigung des Traggestells 5 entsprechend vergrößern oder verringern.
Auf dem Traggestell 5 befindet sich ein Paar von Führungsstangen 8, die parallel zueinander angeordnet sind, und zwar zum einen im Bereich der vorderen Seite und zum anderen im Bereich der hinteren Seite (vgl. Fig. 1 und 2). Im Bereich zwischen diesen Führungsstangen 8 ist pa­ rallel zu diesen eine Überführungs- oder Transfer-Stange 9 mit einer zweiten Handhabe 10 angeordnet. Die Führungsstangen 8 besitzen den Zweck, zwei im wesentlichen in einer gemeinsamen Horizontalebene liegende Platten 11 und 11′ in ihrer genauen Position zu halten, wenn diese Platten 11, 11′ mit Hilfe der Überführungs- oder Transfer-Stange 9 relativ zu einander verschoben werden. Die Überführungs- oder Trans­ fer-Stange 9 ist in der Form einer Gewindestange ausgebildet, so daß die Platten 11, 11′ bis zu einer Mittelachse der Reifenaufbautrommel 29 verschoben werden können.
Unterhalb der Böden der Platten 11, 11′ ist jeweils ein mit Innengewin­ de versehenes Rohrstück 12 befestigt, welches der Überführungs- oder Transfer-Stange 9 entsprechend ausgebildet und auf deren Außenseite angeordnet ist. Je nach Drehrichtung der zweiten Handhabe 10 können somit die Platten 11, 11′ näher zu der Mittelachse der Reifenaufbau­ trommel 29 hin oder von dieser Mittelachse weg bewegt werden. Um den Zustand der Platten 11, 11′ an beiden Seiten auf der unteren Ober­ fläche einer jeden Platte stabil zu halten, sind jeweils unterhalb Lager 13 vorgesehen, welche auf der Außenseite der Führungsstangen 8 gleiten.
An den festen Platten 11, 11′ ist ein Paar von ersten Trägern 14, 20 unter rechten Winkeln in Bezug auf die Überführungs- oder Transfer- Stange 9 angeordnet, ferner befinden sich auf diesen ersten Trägern 14, 20 zweite Träger 16 für eine Rolle 15. Im Bereich zwischen diesen zweiten Trägern 16 ist jeweils in Verbindung mit einem Schaft 18 ein Gleitträger 17 angeordnet, wobei dieser Gleitträger 17 in einer Richtung rechtwinklig zu der Überführungs- oder Transfer-Stange 9 in Rückwärts- und Vorwärtsrichtung hin- und herbeweglich ist. Auf jedem Gleitträger 17 sind ein Führungskanal 19, z. B. aus Aluminium oder einem anderen zweckdienlichen Material, sowie weitere zugeordnete Führungselemente angeordnet, wobei dieser Führungskanal 19 zum Zuführen der Halb­ fabrikate zur Reifenaufbautrommel 29 dient.
Wie sich aus den Fig. 4 bis 6 ersehen läßt, ist auf der Außenseite einer Hauptwandung des Gleitträgers 17 ein erster Halter 18′ befestigt; auf gleicher Höhe wie der erste Halter 18′ sind Wellen 20′ und eine Gewin­ destange 21 mittels Lagern angeordnet, wobei deren Achsen zu der Achse der Überführungs- oder Transfer-Stange 9 gleichgerichtet sind. Auf jeder Welle 20′ ist eine Anzahl von ersten Kugellagern 22 mit gleichen gegenseitigen Abständen koaxial angeordnet, welche zur Füh­ rung der Stahl-Gummi-Halbfabrikate dienen. Es sind ferner zweite Ku­ gellager 23 zur Führung der Seitenbereiche dieser Stahl-Gummi-Halb­ fabrikate vorgesehen, wobei diese zweiten Kugellager 23 oberhalb einer Platte 25 mit Hilfe eines Stiftes 24 angeordnet sind. Hiervon getrennt ist auf der Platte 25 ein zweiter Halter 26 mit einer Schraubenmutter 27 angeordnet. Diese Schraubenmutter 27 ist in der linken Richtung bzw. der rechten Richtung jeweils mit einem Rechts- bzw. einem Linksgewin­ de geschnitten und, wie aus der Fig. 6 zu ersehen ist, so angeordnet, daß die Breite der Führung durch die Gewindestange 21 in gewünschter Weise eingestellt werden kann. Die Gewindestange 21 ist auf dem ersten Halter 18′ mit Hilfe eines dritten Kugellagers 28 gelagert, welches auf einer Seite des Gleitträgers 17 angebracht ist.
Aus Fig. 2 und 3 ist ersichtlich, daß im Bereich zwischen jedem Paar von ersten Trägern 14, 20 ein Druckluftzylinder 30 mittels Trägerele­ menten 31, 32 befestigt ist. An der Kopfseite des jeweiligen Zylinders 30 ist ein Verbindungselement 33 angeordnet, das mit dem Gleitträger 17 durch einen Stift 34 und einen Tragarm 35 verbunden ist. Mit Hilfe des Zylinders 30 führt der Gleitträger 17 eine Hin- und Herbewegung aus.
Das Ausmaß der gegenseitigen Annäherung bzw. der Vorlaufbewegung der Platten 11, 11′ entlang der Führungsstangen 8 wird durch die Überführungs- oder Transfer-Stange 9 bestimmt. Die Platten 11, 11′ können sich zur gleichen Zeit sehr rasch entlang des entsprechenden Zylinders 30 bis zu demjenigen Punkt hin- und herbewegen, an dem die Stahl-Gummi-Halbfabrikate abgegeben werden.

Claims (1)

  1. Vorrichtung zum Abgeben und Zuführen von Stahl- Gummi-Halbfabrikaten, die bei der Herstellung von Reifen, insbesondere Kraftfahrzeugreifen, als Reifenwulst-Verstärkungselemente dienen, zu einer sich anschließenden Reifenaufbautrommel, mit folgenden Merkma­ len:
    • a) an einem oberen und unteren Abschnitt einer gleichen verti­ kalen Seite einer Abgabeeinrichtung (2) für die Halbfabrikate sind je­ weils ein oberer Gelenkarm (3) und ein unterer Gelenkarm (4) ange­ bracht, wobei an dem oberen Gelenkarm (3) das hintere Ende eines Traggestells (5) und an dem unteren Gelenkarm (4) das untere Ende einer ersten flexiblen Gewindestange (6) angelenkt sind;
    • b) das freie Ende des Traggestells (5) und das obere Ende einer zweiten flexiblen Gewindestange (6′), die mit der ersten Gewindestange (6) ausgerichtet ist, sind jeweils mittels Gelenkbolzen gelenkig mitein­ ander verbunden;
    • c) die ersten und zweiten Gewindestangen (6, 6′) sind dazu befähigt, durch Verstellung ihrer jeweiligen Längen durch Betätigung einer ersten Handhabe (7) die Neigung des Traggestells (5) einzustellen;
    • d) ein Paar von quer zur Zuführungsrichtung angeordneten Führungsstangen (8) ist bei paralleler Ausrichtung dieser Führungsstan­ gen zueinander an dem Traggestell (5) befestigt;
    • e) im Bereich zwischen den beiden Führungsstangen (8) ist parallel zu diesen eine überführungs- oder Translerstange (9) mit einer zweiten Handhabe (10) angeordnet;
    • f) es sind zwei in einer gemeinsamen Horizontalebene liegende Platten (11, 11′) vorgesehen, die auf längs der Führungsstangen (8) beweglichen Lagern (13) fest angebracht sind, so daß die Platten (11, 11′) mittels der Überführungs- oder Transfer-Stange (9) aneinander angenähert oder voneinander entfernt werden können;
    • g) es sind auf jeder der Platten (11, 11′) zwei Träger (14, 20) mit je einem Gleitträger (17) angeordnet, der bezüglich der Reifenauf­ bautrommel (29) in Rückwärts- und Vorwärtsrichtung, d. h. in einer Richtung rechtwinkelig zu der Überführungs- oder Transferstange (9) hin- und herbewegbar ist, wobei diese Bewegung mit Hilfe von Füh­ rungsvorrichtungen (15, 16, 18) entlang eines Zylinders (30) erfolgt, der mittels Trägerelementen (31, 32) zwischen den beiden Trägern (14, 20) angeordnet ist; und
    • h) auf jedem der Gleitträger (17) ist ein Führungskanal (19) zum Zuführen der Halbfabrikate zur Reifenaufbautrommel (29) angeordnet.
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