DE4230331C2 - Stiftförmiger Kosmetikbehälter - Google Patents
Stiftförmiger KosmetikbehälterInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen stiftförmigen Kosmetikbehälter nach dem Oberbegriff des
Anspruches 1.
Ein stiftförmiger Kosmetikbehälter mit einer Vielzahl von Hülsen mit Eyelinern, Augen
brauenstiften od. dgl., die wahlweise in Verbindung mit ein und demselben Hülsenhalter
aufgenommen werden können, ist aus der US 4 997 299 bekannt.
Dieser Behälter ist so gebildet, daß Hülsen (hier auch als "vorderer Teil" bezeichnet) und
ein Hülsenhalter (hier auch als "hinterer Teil" bezeichnet, der einen Stößel enthält, lösbar
miteinander verbunden sind. Auf diese Weise können eine Anzahl von verschiedenen
Kosmetikprodukten durch denselben Hülsenhalter durch einfaches Austauschen der
Hülsen benutzt werden.
Wenn der Hülsenhalter (hinteres Teil) gedreht wird, wird ein kosmetisches Produkt durch
den Stößel aus seiner Hülse (vorderes Teil) herausgeschoben. Wenn die Hülse von dem
Hülsenhalter entnommen wird, zieht sich das Produkt automatisch in die Hülse zurück
während der Stößel sich in den Hülsenhalter zurückzieht.
Um die obengenannten Operationen durchzuführen, ist eine Führungsröhre (erste inne
re Hülse) aus Kunststoff innerhalb jedes vorderen Teiles angeordnet. Der Stößel weist
auf seinem Außenumfang eine Keilverzahnung auf, die mit einem im hinteren Teil der
ersten inneren Hülse benachbart zum hinteren Teil gebildeten Schlüsselkranz in Eingriff
ist. Der Stößel weist ebenfalls Vorsprünge auf, die mit einer Spiralnut auf der Innenfläche
des hinteren Teiles in Eingriff sind.
Wird das hintere Teil gedreht, ist die Drehung des Stößels durch den Schlüsselkranz
begrenzt und daher bewegt sich der Stößel relativ zum hinteren Teil vorwärts.
Ein Spannfutter zum Unterstützen des kosmetischen Produktes ist in jeder Führungsröh
re so angeordnet, daß es frei in eine Axialrichtung gleiten kann. Beim Vorwärtsbewegen
des Stößels wird das kosmetische Produkt aus einer Öffnung am vorderen Ende der
Hülse über dieses Spannfutter herausgeschoben.
Die Stößel und die Spannfutter sind entsprechend durch Federn in ihrer Bewegung ge
hemmt. Wird eine Hülse (vorderes Teil) vom Hülsenhalter (hinteres Teil) abgenommen,
zieht sich das Spannfutter aufgrund der Federkraft zurück, wobei das kosmetische Pro
dukt in seine Hülse zurückgezogen wird. Wird weiterhin ein Stößel von dem Schlüssel
kranz in der Führungsröhre ausgeklinkt, wird er aufgrund der Federkraft ins Innere des
Hülsenhalters zurückgezogen.
Die Führungsröhre weist Axialschlitze zur Führung des Spannfutters auf. Das hintere
Ende der Röhre ist über eine Kupplung mit dem vorderen Ende des Hülsenhalters ver
bunden, so daß es relativ zu diesem frei drehbar ist.
Bei diesem vorbekannten Behälter müssen allerdings die Wände des Schlüsselkranzes
in der Führungsröhre eine ausreichende Dicke aufweisen, so daß sie stark genug sind,
um die Drehung des Stößels einzuschränken.
Andererseits, da die Spannfutter innerhalb der Führungsröhre durch Auseinanderschie
ben der Schlitze der Führungsröhre in lateraler Richtung eingepaßt sind, müssen die
diese Röhrenschlitze umgebenden Wände dünn genug sein, damit sie elastisch ver
formbar sind.
Die Dicke und der Innendurchmesser der Führungsröhre sind daher an unterschiedli
chen Punkten verschieden und ein Teil dieses Bereiches weist einen Schlüsselkranz mit
komplexer Form auf. Als Ergebnis ist das Formen der Röhre schwierig und erfordert die
Verwendung einer hochpräzisen Form.
Eine weitere Schwierigkeit ergibt sich durch die Tatsache, daß der Stößel sich nicht zu
rückzieht, wenn die Führungsröhre von der Kupplung ausgeklinkt ist, und sich nur zu
rückzieht, nachdem das vordere Ende des Stößels nicht mehr in Eingriff mit dem Schlüs
selkranz ist.
Auch wenn die Kupplung außer Eingriff gerät, indem die Hülse einfach in axialer Rich
tung gezogen wird, ist es nicht ausreichend, den Stößel außer Eingriff zu bringen. Falls
es erwünscht, ist die Hülse zu entfernen, wenn der Stößel in einer vorwärtsgeschobenen
Stellung ist, müssen die Hülse und der Hülsenhalter entlang der gleichen Achse ausein
andergezogen werden, bis der Stößel, der tief in der Hülse eingeschoben ist, außer Ein
griff mit dem Schlüsselkranz gerät. Dadurch wird die Bedienung des Kosmetikbehälters
kompliziert.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen stiftförmigen Kosmetikbehälter
der eingangs genannten Art zu verbessern derart, daß sein Aufbau vereinfacht, der
Austausch verschiedener vorderer Teile erleichtert und bei Trennung von vorderem und
hinterem Teil ein rascher Rückzug des Kosmetikstiftes gewährleistet ist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch einen stiftförmigen Kosmetikbehälter mit
den Merkmalen des Anspruches 1 gelöst.
Die Hülse (hinteres Teil) weist vorzugsweise eine Durchgangsöffnung entlang ihrer Ach
se auf. Eine Führungshülse ist innerhalb der Durchgangsöffnung fixiert. Diese Füh
rungshülse steht teilweise aus der Durchgangsöffnung hervor und weist einen Axial
schlitz auf ihrer lateralen Oberfläche auf. Ein Spannfutter zum Halten eines Kosmetik
produktes bewegt sich in axialer Richtung innerhalb der Führungshülse, geführt durch
diesen Schlitz. Das Spannfutter ist durch eine erste Feder in Richtung eines Führungs
hülsenvorsprunges vorgespannt.
Der Hülsenhalter (hinteres Teil) weist ein Hohlteil (zweite innere Hülse) entlang seiner
Achse mit einem offenen Ende auf. Eine Spiralnut ist auf der Innenfläche des Hohlteiles
gebildet und ein Stößel ist in dem Hohlteil angeordnet, so daß dieser sich in axialer
Richtung bewegt, wenn er sich innerhalb des Hohlteiles geführt durch die Spiralnut dreht.
Der Stößel steht teilweise aus dem offenen Ende hervor. Der Stößel wird durch eine
zweite Feder entgegengesetzt zur Richtung des Vorsprunges in axialer Richtung gezo
gen.
Das Kupplungsteil verbindet den Verbindungshülsenvorsprung und das offene Ende des
Hülsenhalters koaxial, so daß diese frei drehbar zueinander sind.
Ein Drehstopper ist am Außenumfang des Stößels angeordnet, so daß dieser axial frei
beweglich ist und mit dem Führungshülsenvorsprung in Eingriff gerät, um die relative
Drehung von Stößel und Führungshülse zu begrenzen.
Vorzugsweise sind Kupplungsteil und Drehstopper einteilig ausgebildet.
Weiterhin ist von Vorteil, wenn der Stößel eine Nut auf seinem Außenumfang in Axial
richtung aufweist und die Drehspitze einen Vorsprung aufweist, der frei in der Nut gleitet,
während die relative Drehung von Stößel und Drehspitze eingeschränkt ist.
Vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung werden im folgenden anhand der zuge
hörigen Zeichnungen näher erläutert. In diesen zeigen:
Fig. 1 einen Längsschnitt einer Kosmetikhülse (vorderes Teil) nach einem Ausführungs
beispiel,
Fig. 2 einen Längsschnitt durch einen Hülsenhalter (hinteres Teil),
Fig. 3 einen Längsschnitt durch einen kompletten Kosmetikbehälter,
Fig. 4 einen Querschnitt einer Führungshülse (vorderes Teil) entlang der Linie 4-4 nach
Fig. 1,
Fig. 5 einen Querschnitt der Führungshülse entlang der Linie 5-5 nach Fig. 1,
Fig. 6 eine Vorderansicht des Hülsenhalters (hinteres Teil),
Fig. 7 einen Längsschnitt der Führungshülse,
Fig. 8 eine Darstellung ähnlich derjenigen in Fig. 7, jedoch entlang einer Ebene
um 90° gedreht zu derjenigen aus Fig. 7,
Fig. 9 eine Vorderansicht eines Stößels,
Fig. 10 eine Seitenansicht des Stößels,
Fig. 11 eine Vorderansicht eines Drehstoppers,
Fig. 12 einen Längsschnitt durch den Drehstopper nach Fig. 11,
Fig. 13 eine Hinteransicht des Drehstoppers nach Fig. 9 und 11,
Fig. 14 eine Vorderansicht eines Kupplungsteiles gemäß einer weiteren Ausführungs
form der Erfindung, und
Fig. 15 einen Längsschnitt durch das Kupplungsteil.
Ein Ausschiebkosmetikbehälter weist eine Vielzahl von in Fig. 1 dargestellten Hülsen 1
(vorderes Teil) und in Fig. 2 dargestellten Hülsenhaltern 50 (hinteres Teil) auf.
Im folgenden enspricht der Ausdruck "vorne" dem obersten
Bereich der Fig. 1 und 2, während der Ausdruck "hinten"
dem untersten Bereich dieser Figuren entspricht.
Die Hülse 1 ist zylindrisch. Der Durchmesser der Hülse
nimmt allmählich in Richtung zum vorderen Ende von einer
Stufe 15, die im Außenumfang der Hülse 1 gebildet ist, ab.
Der hintere Teil der Hülse 1 ist ähnlich einer geraden
Röhre geformt. Dieser hintere Teil wird gemäß Fig. 3 in
den Hülsenhalter 50 eingesetzt.
Eine Öffnung 12 ist am vorderen Ende der Hülse 1 gebildet,
um das Hervorstehen und Zurückziehen eines kosmetischen
Produktes 3a zu ermöglichen, und eine Führungsröhre 2 ist
in der Hülse 1 fixiert. Ein Paar von Stopplöchern 11 sind
im hinteren Teil der Hülse 1 gebildet. Vorsprünge 28 sind
mit den Stopplöchern 11 in Eingriff, wobei diese auf der
Führungsröhre 2 gebildet sind.
Die Führungsröhre 2 ist aus einem geformten
Kunststoffmaterial gebildet und weist ein Paar von
Schlitzen 22 auf, die gemäß Fig. 7 und 8 in axialer
Richtung verlaufen.
Der hintere Teil der Führungsröhre 2 ragt in Richtung des
hinteren Endes der Hülse 1. Eine kreisförmige Nut 23 ist
auf dem Außenumfang der Röhre 2 gebildet, welche mit einem
ringförmigen Vorsprung 41 an einem Kupplungsteil 4 gemäß
Fig. 2 in Eingriff ist, um eine freie Drehung des
Hülsenhalters 50 zu ermöglichen. Weiterhin sind Vorsprünge
24 in axialer Richtung in der Nut 23 gebildet. Eine
Keilverzahnung 25 weist einen Querschnitt gemäß Fig. 5 auf
und ist auf dem inneren Umfang im untersten Teil der
Führungsröhre 2 gebildet.
Das stiftförmige Kosmetikprodukt 3a ist durch ein
innerhalb der Führungsröhre 2 eingepaßtes Spannfutter 3
unterstützt. Das Spannfutter 3 weist einen zylindrischen
Bereich zum Halten des kosmetischen Produktes 3a an seiner
Vorderseite auf. Ein Paar von Vorsprüngen 31, die in die
Schlitze 22 eingreifen, sind auf dem hinteren Teil des
Spannfutters 3 gebildet. Eine Spiralfeder 29 ist zwischen
diesen Vorsprüngen 31 und einer Stufe 14 eingesetzt,
welche auf dem inneren Umfang der Vorderspitze der Hülse 1
gebildet ist. Das Keilfutter 3 wird durch Feder 29
rückwärts gezogen und ist in einer zurückgezogenen
Stellung, in der die Vorsprünge 31 mit den hinteren Enden
der Schlitze 22 in Kontakt stehen unterstützt, wenn das
Spannfutter nicht durch einen Stößel 9 wie im folgenden
beschrieben geschoben wird.
Zum Zusammensetzen von Hülse 1 wird Spannfutter 3, welches
das kosmetische Produkt 3a trägt, in die Führungsröhre 2
durch Auseinanderschieben der Schlitze 22 in einer
lateralen Richtung eingesetzt, und die Vorsprünge 31
werden in die Schlitze 22 eingeschoben. Die Spiralfeder 29
ist auf dem Außenumfang der Führungsröhre 2 angepaßt und
die Röhre wird dann von der Öffnung am rückwärtigen Ende
der Hülse eingesetzt. Die Vorsprünge 28 werden dann in die
Stopplöcher 11 eingeschoben, um den Zusammenbau der Hülse
1 zu vervollständigen.
Der Hülsenhalter 50 weist eine äußere Hülle 62 und eine
innere Hülle 72 gemäß Fig. 2 auf. Eine Vielzahl von Rippen
72b sind in einer Axialrichtung auf dem Außenumfang der
inneren Hülse 72 benachbart zu dessen hinterem Ende
gebildet. Wird die innere Hülle 72 in die äußere Hülle 62
eingepreßt, drücken diese Rippen 72b auf eine Oberfläche
des inneren Umfanges der äußeren Hülle 62, um die Drehung
von äußerer Hülle 72 relativ zur inneren Hülle 62 zu
begrenzen.
Das Vorderende der äußeren Hülle 62 ist offen und ihr
hinteres Ende ist durch einen Stöpsel 76 abgedichtet. Ein
Stößel 9 ist innerhalb der inneren Hülle 72 eingepaßt. Ein
vergrößerter Abschnitt 9b ist am hinteren Ende des Stößels
9 angeordnet, wobei Vorsprünge 9a auf dem Außenumfang
dieses Bereichs 9b gebildet sind, die mit einer Spiralnut
72a in Eingriff sind, welche auf einem Innenumfang der
inneren Hülle 72 gebildet sind.
Aufgrund der Drehung des Stößels 9 relativ zur inneren
Hülle 72 bewegen sich die Vorsprünge 9a entlang der
Spiralnut 72a, und der Stößel 9 wird in Axialrichtung
fortbewegt.
Eine Spiralfeder 77 ist zwischen dem vergrößerten Teil 9e
und einer Stufe 72c eingesetzt, welche an der Vorderspitze
der inneren Hülle 72 gebildet ist. Der Stößel 9 wird durch
Spiralfeder 77 in Richtung zum hinteren Ende gezogen.
Zwei Vertikalnuten 92 sind um 180° zueinander versetzt auf
dem äußeren Umfang des Stößels 9 gemäß Fig. 9 und 10
gebildet. Die vordere Spitze des Stößels 9 ragt in die
äußere Hülle 62 von der Öffnung an der vorderen Spitze der
inneren Hülle 72. Ein Drehstopper 95 steht mit dem äußeren
Umfang des Vorsprungsteils des Stößels 9 in Eingriff.
Durch Bilden dieser Vertikalnuten 92 auf dem äußeren
Umfang des Stößels 9 anstatt der Bildung von Rippen ist
der effektive Durchmesser des Stößels 9 erhöht und das
Spannfutter 2 kann stabiler vorwärtsgeschoben werden.
Gemäß Fig. 11 bis 13 ist der Drehstopper 95 ein
zylindrisches Teil mit einer Verzahnungsnut 99 an seinem
Außenumfang und Flanschen 97 an seinem hinteren Ende. Ein
Paar von gürtelförmigen Vorsprüngen 96 sind auf seiner
inneren Umfangsfläche gebildet, welche mit den
Vertikalnuten 92 in Eingriff stehen. Auch wenn der
Drehstopper frei in axialer Richtung entlang des Stößels 9
gleiten kann, ist seine Drehung relativ zum Stößel 9
folglich beschränkt. Vorsprünge 93 sind ebenfalls in den
vertikalen Nuten 92 des Stößels 9 gebildet, um ein
Herausfallen des Drehstoppers 90 zu verhindern. Um den
Drehstopper 95 auf dem Stößel 9 aufzuschieben, wird die
Vorderspitze des Stößels, die von der inneren Hülle 62
vorsteht, durch den Drehstopper 95 hindurchgeführt und
dieser über diese Vorsprünge 93 gezwungen.
Das Kupplungsteil 4 ist an der Vorderspitze der inneren
Hülle 72 angeordnet, wobei es den Drehstopper 95 umgibt.
Das Kupplungsteil 4 ist ein zylindrisches Teil, aus dem
ein gürtelförmiges Teil in vertikaler Richtung
ausgeschnitten ist. Das Teil 4 ist mit der inneren Hülle
72 so verbunden, daß es aufgrund von kreisförmigen
Vorsprüngen frei drehbar ist, welche in Richtung der Mitte
hervorstehen und mit einer Kreisnut in Eingriff stehen,
die auf dem Außenumfang der Spitze der Hülle 72 gebildet
ist.
Der kreisförmige Vorsprung 41 ist nach innen orientiert
und eine Vielzahl von Vorsprüngen 42 unter 90° zum
Vorsprung 41, welche sich in Richtung zum Vorderende des
Kupplungsteils 4 erstrecken, sind auf dem Außenumfang des
Teils 4 nahe seines Vorderendes gebildet. Die Vorsprünge
41 sind mit der Kreisnut 23 der Führungsröhre 2 in
Eingriff und verbinden folglich die Hülse 1 mit dem
Hülsenhalter 50. Dreht sich Kupplungsteil 4 relativ zur
Führungsröhre 2, geraten die Vorsprünge 42 und die
Vorsprünge 24 in Kontakt miteinander, so daß die Drehung
begrenzt ist.
Flachfedern 63 sind an der äußeren Hülle 62 nahe ihrer
Spitze gemäß Fig. 2 angeordnet. Wird die Hülse 1 in den
Hülsenhalter 50 eingesetzt, bilden diese Federn 63 eine
elastische Unterstützung für den hinteren Teil der Hülse 1
und steuern die Drehung der Hülse 1 relativ zum
Hülsenhalter 50 aufgrund der Bereitstellung eines
merklichen Widerstandes.
Der Hülsenhalter 50 wird durch erzwungenes Pressen der
inneren Hülle 62 in die äußere Hülle 72 von der Basis der
Hülse 72 zusammengesetzt, wobei Stößel 9, Drehstopper 95
und Kupplungsteil 4 eingepaßt sind, und dann die Öffnung
am hinteren Ende der äußeren Hülle 72 mit dem Stöpsel 76
abgedichtet wird.
Eine Vielzahl von Hülsen 1 können folglich selektiv dem
Hülsenhalter 50 mit der oben beschriebenen Struktur
zugeführt werden, entsprechend zu einer erwünschten Farbe
oder anderen Merkmalen des Kosmetikprodukts 3a.
Zum Einsetzen einer Hülse 1 in den Hülsenhalter 50 wird
das hintere Ende der Hülse 1 in die Öffnung an der
Vorderspitze des Halters 50 eingesetzt. Dies verschiebt
das hintere Ende der Hülse 1 in die äußere Hülle 72,
während die Flachfedern 73 auseinandergepreßt werden.
Gleichzeitig drückt das hintere Ende der Führungsröhre 2
das Kupplungsteil 4 des Hülsenhalters 50 auseinander, und
der ringförmige Vorsprung 41 gerät in Eingriff mit der
kreisförmigen Nut 23. Zur gleichen Zeit gerät die
Keilverzahnung 25 an der Basis der Führungsröhre 2 mit der
Verzahnungsnut 99 des Drehstoppers 95 in Anlage. In Fig. 3
ist eine auf diese Weise mit einem Hülsenhalter 50
verbundene Hülse 1 dargestellt.
Wird der Hülsenhalter 50 relativ zur folglich verbundenen
Hülse 1 gedreht, drehen sich Führungsröhre 2 und Stößel 9
gegenüber der inneren Hülle 72 über den Drehstopper 95,
und der Stößel 9 bewegt sich zum vorderen Ende der Hülse
1. Dies drückt Spannfutter 3 an der vorderen Spitze
nieder, wodurch das Kosmetikprodukt 3a aus der Öffnung 12
am vorderen Ende der Hülse 1 ausgeschoben wird. Die
Spiralfedern 29 und 77 wirken in einer solchen Richtung,
daß der Stößel 9 zurückgezogen wird. Die Drehung des
Halters 50 ist aufgrund des Reibungswiderstandes zwischen
der Hülse 1 und den Flachfedern 63 eingeschränkt und da
die Drehung des Stößels 9 ebenfalls durch den Drehstopper
95 eingeschränkt ist, drehen sich Halter 50 und Stößel 9
nicht relativ zueinander. Das Kosmetikprodukt 3a wird
nicht zurückgezogen, auch wenn die Hand von der Hülse 1
oder vom Halter 50 entfernt wird.
Wird eine Kraft auf Hülse 1 und Halter 50 in einer solchen
Richtung ausgeübt, um diese zu trennen, während das
kosmetische Produkt 3a hervorsteht, wird das Kupplungsteil
4 durch die hintere Spitze der Führungsröhre 2
auseinandergezogen und die Führungshülse 2 wird vom Teil 4
gelöst. Zur gleichen Zeit klinkt der Zahnkranz 25 der
Führungsröhre 2 aus der Verzahnungsnut 99 des Drehstoppers
95 aus und der Stößel 9 ist frei drehbar.
Als Ergebnis zieht sich Stößel 9 in Richtung zum hinteren
Ende des Hülsenhalters 50 zurück, während es aufgrund der
Reaktionskraft der Spiralfeder 44 sich dreht, und
Spannfutter 3 zieht sich zusammen mit dem kosmetischen
Produkt 3a in Richtung des hinteren Endes der Hülse 1
aufgrund der Reaktionskraft der Spiralfeder 29 zurück.
Wenn es erwünscht ist, die Hülse 1 vom Hülsenhalter 50 zu
entnehmen, muß das kosmetische Produkt 3a in der Hülse 1
daher nicht ersetzt werden und die Hülse 1 muß nur vom
Halter 50 herausgezogen werden.
Wenn der Zahnkranz 25 aus der Verzahnungsnut 99
ausgeklinkt ist, zieht sich der Stößel 9 gleichzeitig
zurück. Der Stößel 9 zieht sich daher zu der in Fig. 2
dargestellten Position zurück und das Spannfutter 3 zieht
sich zu der in Fig. 1 dargestellten Position zurück, bevor
das hintere Ende der Hülse 1 aus dem Hülsenhalter 50
herausgezogen ist.
Die Zeit vom Beginn des Entfernens der Hülse 1 bis zu dem
Zeitpunkt, an dem das Spannfutter 3 und der Stößel 9 in
ihre Ausgangsstellungen zurückgekehrt sind, ist folglich
extrem kurz. Mit anderen Worten wird die Entnahme der
Hülse 1 nahezu sofortig erledigt und die gesamte Operation
läuft glatter ab.
Fig. 14 und 15 zeigen eine weitere Ausführungsform der
Erfindung. Bei dieser Ausführungsform ist der Drehstopp 95
als Teil eines Kupplungsteiles 80 einteilig gebildet, so
daß Kupplungsteil 80 sich relativ zur inneren Hülle 62
zusammen mit dem Stößel 9 dreht. Aufgrund dieser
Konstruktion kann die Anzahl der Bauteile reduziert
werden.
Claims (8)
1. Stiftförmiger Kosmetikbehälter, mit:
- - einem vorderen Teil mit einer ersten, inneren Hülse, die eine Führungsauf nahme für einen Kosmetikstift bildet und einen ersten Federmechanismus in Verbindung mit einer Stützvorrichtung des Kosmetikstiftes und
- - einem hinteren Teil zur Aufnahme des vorderen Teiles und mit einer zweiten, inneren Hülse mit einer Vortriebseinrichtung zum Eingriff mit der Stützeinrich tung des Kosmetikstiftes und mit einem zweiten Federmechanismus in Verbin dung mit der Vortriebseinrichtung, und
- - mit einer Kupplungsvorrichtung zwischen den inneren Hülsen des vorderen und hinteren Teiles, und
- - mit einer Drehstoppvorrichtung zwischen Vortriebseinrichtung des hinteren Teiles und der ersten inneren Hülse des vorderen Teiles,
2. Kosmetikbehälter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Drehstoppvorrichtung (95) ein zylindrisches Teil aufweist, das eine Verzah
nungsnut (99) an ihrem Außenumfang und Flansche (97) an ihrem hinteren
Ende aufweist.
3. Kosmetikbehälter nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß
Vorsprünge (96) am Innenumfang der Drehstoppvorrichtung (95) ausgebildet
sind, vorgesehen um mit Gegenausnehmungen (92) der Vortriebseinrichtung
(9) in Eingriff zu sein.
4. Kosmetikbehälter nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche 1
bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Stützvorrichtung (3) für den Kosme
tikstift innerhalb der ersten inneren Hülse (2) des vorderen Teiles, geführt durch
einen Schlitz (22) in dieser, axial beweglich ist.
5. Kosmetikbehälter nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche 1
bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Kupplungsvorrichtung (4) und die
Drehstoppvorrichtung (95) einstückig ausgebildet sind.
6. Kosmetikbehälter nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche 1
bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Kupplungsvorrichtung eine Hülse (4)
bildet, verbunden mit einem vorderen Spitzenende der zweiten inneren Hülse
(72) des hinteren Teils (50), so daß sie die Drehstoppvorrichtung (95) umgibt.
7. Kosmetikbehälter nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche 1
bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die zweite innere Hülse (72) eine Spiral
nut (72a) auf ihrer inneren Oberfläche aufweist, wobei die Vortriebseinrichtung
eine Druckstange (9) ist, die drehbar durch die Spiralnut (72a) geführt ist.
8. Kosmetikbehälter nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche 1
bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Kupplungsvorrichtung eine Hülse (4)
aufweist, die drehbar die erste und zweite innere Hülse (2, 72) des vorderen
und hinteren Teils (1, 50) miteinander kuppelt, während sie der Drehstoppvor
richtung (95) zugeordnet ist, die diese Drehbewegung begrenzt.
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