DE4200593C2 - Verfahren zum bereichsweisen Sanieren einer Rohrleitung und Kunststoffschlauch zu dessen Durchführung - Google Patents
Verfahren zum bereichsweisen Sanieren einer Rohrleitung und Kunststoffschlauch zu dessen DurchführungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum bereichsweisen
Sanieren einer Rohrleitung mit einem nach innen aufgerollten
Kunststoffschlauch mit einer äußeren durch Wärme aushärtbaren
Schlauchfolie. Ferner betrifft die Erfindung
einen mehrlagigen Kunststoffschlauch zur Durchführung des
Verfahrens.
Die Sanierung schadhafter Rohrleitungen ist häufig mit
erheblichem Aufwand verbunden. Dies gilt vor allem für
unterirdisch verlegte Rohrleitungssysteme, beispielsweise
der städtischen Kanalisation, bei deren Sanierung zeit- und
kostenaufwendige Erdarbeiten mit damit verbundenen Behinderungen
des Kraftfahrzeugverkehrs in Kauf genommen werden
müssen.
In der DE 35 13 956 A1 ist ein Verfahren angegeben, bei dem
in das zwischen zwei Kontrollschächten liegende Teilstück
einer bereichsweise zu sanierenden Rohrleitung mittels
eines Seiles ein Auskleideschlauch eingezogen wird. Beim
Einziehen des Schlauches wird dessen äußere Deckschicht
perforiert. In eine Harz absorbierende Innenlage des
Schlauches wird Harz eingefüllt. Ferner wird mit Hilfe
eines gebogenen Inversionsrohres, an dessen in der
Rohrleitung verlaufendem horizontalen Teil das vordere
freie Ende eines Hilfsschlauches sowie das Ende des
Auskleideschlauches befestigt sind, letzterer ausgeformt.
Durch Einfüllen von Wasser in das Inversionsrohr stülpt
sich der Hilfsschlauch durch den Druckaufbau fortschreitend
um, der auch dafür sorgt, daß der Auskleideschlauch gegen
die Innenwand der Rohrleitung gedrückt wird. Das im
Überschuß vorhandene Harz wird durch die Perforationen
gedrückt und gegebenenfalls durch Wärme ausgehärtet.
Das Verfahren erfordert wegen des Einziehens des Auskleideschlauches
eine Zugänglichkeit der Rohrleitung von zwei
Seiten aus. Bereits bei kleinen Hindernissen oder Krümmungen
in der Rohrleitung kann eine Beschädigung des
Schlauches nicht ausreichend ausgeschlossen werden. Auch
muß die Topfzeit des Harzes so eingestellt werden, daß bei
eventuell auftretenden Einzugsproblemen kein Aushärten des
Harzes auftritt, woraus wiederum ein erhöhter Zeitaufwand
resultieren kann.
Auch das aus der FR 26 18 873 A1 bekannte Verfahren erfordert
ein Einziehen eines aufgerollten Schlauches, der z. B.
mittels einer durch den Schlauch gezogenen Heizeinrichtung
gegen die Rohrleitungsinnenwand gedrückt und erwärmt wird,
um anschließend auszuhärten.
Ausgehend vom obigen Stand der Technik liegt der Erfindung
die Aufgabe zugrunde, ein möglichst einfaches Verfahren zum
bereichsweisen Sanieren einer Rohrleitung sowie einen
Kunststoffschlauch zu dessen Durchführung anzugeben.
Diese Aufgabe wird durch den Gegenstand des Patentanspruchs
1 bzw. 5 gelöst. Danach kann praktisch jede beliebige Rohrleitung
einfach, schnell und zuverlässig wieder abgedichtet
bzw. saniert werden, indem im Anschluß an prinzipiell
bekannte Maßnahmen zur Lokalisierung und Identifizierung
von schadhaften Stellen oder Bereichen z. B. über einen
nahegelegenen Revisionsschacht einfach ein aufgerolltes
Schlauchrollenpaket in Form eines nach innen aufgerollten
mehrlagigen Schlauches in die Rohrleitung eingebracht und
dort (beispielsweise mittels Haken oder einer Spreizvorrichtung)
fixiert wird. Durch Einpumpen eines Fluids (eines
Gases oder einer Flüssigkeit) in eine Ringkammer der
Schlauchrolle entrollt sich der nach innen aufgerollte
Schlauch automatisch ohne die Notwendigkeit des Schlaucheinziehens
entlang dem schadhaften Bereich der Rohrleitungsinnenwand
und eine äußere, aushärtbare Kunststofflage
des mehrlagigen Schlauchs wird gleichzeitig durch das unter
Druck gesetzte Fluid gegen die Innenwand gedrückt. Durch
Wärmeeinwirkung wird anschließend die äußere Schlauchlage
oder Schlauchfolie ausgehärtet und durch die dauerhaft
ausgehärtete Lage wird die Leckstelle der Rohrleitung
verschlossen.
Hierdurch ist es möglich, auch bei vorhandenen Rohrleitungskrümmungen
von nur einer zugänglichen Stelle aus die Rohrleitung
auszukleiden. Die Nachteile des bekannten Schlaucheinziehens
sind vermieden. Außerdem wird in einem Arbeitsgang
ausgerollt und gleichzeitig die erforderliche Ausdehnung
des Schlauches erzielt.
Das Verfahren vermeidet auch in vorteilhafter Weise die
Notwendigkeit der Freilegung der Rohrleitungen zu deren
Sanierung und gestattet ohne weiteres die Abdichtung von
Leckstellen über größere Bereiche ohne die Notwendigkeit
des Zugriffs von zwei Seiten. Damit sind auch an die
Lokalisierung nicht mehr so hohe Anforderungen zu stellen
und es können ohne Mehraufwand größere Rohrbereiche sicherheitshalber
und auch prophylaktisch saniert und verstärkt
werden.
Der Schlauch zur Durchführung dieses Verfahrens ist technisch
einfach realisierbar. Aus bekannten Kunststoffen sind
ohne weiteres zwei- oder mehrlagige elastische Schläuche
herstellbar, die auch über größere Längen zu einer
Schlauchrolle ausgehend von einem Schlauchende nach innen
aufrollbar sind und auf ihrer Innenseite die erfindungsgemäße
aufblähbare Ringkammer aufweisen.
Vorteilhafte Weiterbildungen sind in den Unteransprüchen
gekennzeichnet.
Bei der Herstellung einer erfindungsgemäßen Schlauchrolle
wird der extrudierte oder aus Folie geschweißte, mindestens
zweilagige Schlauch vorzugsweise über einen abgerundeten
Dorn gezogen und an einem Ende auf einem elastischen
Kunststoffring in Form eines luftgefüllten Schlauchrings
oder Vollrings fixiert, der mit Hilfe von federbelasteten
Rollen mit dem fixierten elastischen Schlauch so gedreht
wird, daß sich der Schlauch nach innen über den Ring
aufrollt.
Zur Ausbildung der mit Fluid füllbaren Ringkammer, die dazu
dient, um den Schlauch abzurollen und so unter Druck zu
setzen, daß sich die äußere aushärtbare Schlauchlage fest
gegen die Rohrleitungsinnenwandung legt, kann im einfachsten
Fall außer dieser aushärtbaren Folie eine einzige weitere
Folie vorgesehen werden, die an den Enden fluiddicht
mit der aushärtbaren Lage verbunden ist. Vorzugsweise werden
noch punktuelle Verbindungen zwischen beiden Folien
vorgesehen. Über Anschlußstutzen wird die so ausgebildete
Ringkammer mit dem Fluid unter Druck gesetzt. Die zur
Aushärtung notwendige Wärme kann durch Umpumpen eines
heißen Fluids und/oder in die aushärtbare Lage oder daran
angrenzende Lagen integrierte elektrische Heizeinrichtungen
bewirkt werden.
Die innere Schlauchfolie kann nach der Aushärtung entweder
über Sollbruchstellen und/oder heizbare Widerstandsdrähte
abgetrennt bzw. abgeschmolzen werden. Alternativ ist es
möglich, die Kammer zu leeren und zu evakuieren, so daß
sich die innere Lage oder Folie flach gegen die ausgehärtete
Lage oder Folie legt.
Es ist alternativ möglich, mit zwei zusätzlichen zur
Ringkammer verbundenen Schlauchlagen zu arbeiten, die
nicht mit der aushärtbaren Lage verbunden sind und diese
lediglich durch den Kammerdruck andrücken sowie, wenn diese
selbst keine Heizeinrichtungen aufweist, für deren Erwärmung
sorgen. Der Vorteil besteht in der einfachen Entfernung
und Wiederverwendbarkeit einer solchen Doppelschlauch-
Ringkammer.
Die Fixierung des Rollschlauchs mit dem oder den Füllstutzen
in der Rohrleitung kann auf vielfältige Weise, beispielsweise
mittels Haken oder einer Spreizvorrichtung,
erfolgen.
Der Durchmesser der auszuhärtenden äußeren Schlauchfolie
wird grob auf den Innendurchmesser der zu sanierenden Rohrleitung
abgestimmt. Durchmesser-Unterschreitungen der eingelegten
Schlauchlage werden in Verbindung mit der unter
Druck gesetzten Ringkammer durch die Elastizität des verwendeten
Kunststoffs, Durchmesser-Überschreitungen durch
Faltenbildung so ausgeglichen, daß die Außenfläche der
ausgehärteten Schlauchlage eng an
der Innenseite der Rohrleitung anliegt.
Im folgenden wird die Erfindung anhand der Zeichnungen
näher erläutert. Es zeigen
Fig. 1 die prinzipielle Darstellung eines in einer
zu sanierenden Rohrleitung fixierten erfindungsgemäßen
Schlauches,
Fig. 2 eine Schnittansicht eines ersten Ausfüh
rungsbeispiels des in der Rohrleitung abgerollten
erfindungsgemäßen Schlauches,
Fig. 3 eine Schnittansicht eines zweiten Ausfüh
rungsbeispiels des in der Rohrleitung abgerollten
erfindungsgemäßen Schlauches,
Fig. 4 eine Schnittansicht eines dritten Ausfüh
rungsbeispiels des in der Rohrleitung abgerollten
erfindungsgemäßen Schlauches und
Fig. 5 eine Einrichtung zum Aufrollen des erfin
dungsgemäßen Schlauches.
In Fig. 1 ist eine nach innen aufgerollte Schlauchrolle 1
bzw. ein Schlauchrollenpaket in einer schadhaften Rohr
leitung 2 beabstandet zum identifizierten Bereich der
Rohrleitung fixiert. Im Ausführungsbeispiel dienen hierzu
Haken 3 oder eine Spreizvorrichtung 4, die das äußere
Ende der nach innen aufgerollten Schlauchrolle 1 gegen
die Innenseite der Rohrleitung 2 spreizt. Sämtliche
Elemente sind im Schnitt (Längsschnitt durch die Rohrlei
tung) dargestellt. Es ist ebenfalls möglich, nur Haken
oder nur eine Spreizvorrichtung oder auch andere Fixie
rungselemente einzusetzen. Es ist lediglich sicherzustel
len, daß der abgerollte Schlauch sich beim Aushärten
nicht mehr verschiebt.
Das erste Ausführungsbeispiel der Fig. 2 umfaßt einen aus
Kunststoff gefertigten elastischen doppelwandigen
Schlauch, der entrollt dargestellt ist. Die äußere
Schlauchlage 5 besteht aus einem bei Umgebungstemperatur
elastischen, jedoch z. B. bei etwa 80°C dauerhaft
aushärtendem Kunststoff. Die innere Schlauchlage oder
-wand 6 sollte aus einem zumindest bis zu der Aushär
tungstemperatur der Schlauchlage 5 im wesentlichen
temperaturbeständigen und elastisch bleibendem Kunststoff
bestehen. Für beide Anforderungen sind diverse aus der
Kunststoffindustrie bekannte Stoffbeispiele möglich, die
der Fachmann im Hinblick auf Länge und Durchmesser der
abzudichtenden Rohrleitung auswählt.
Die äußere und innere Schlauchlage 5 bzw. 6 sind an den
Enden 7 der Schlauchrolle 1 beispielsweise durch
Verschweißen luft- bzw. flüssigkeitsdicht verbunden. Da
rüber hinaus kann die innere Schlauchlage 6 auch über bei
8 angedeutete punktuelle Verbindungen (Punktschweißungen)
über die Länge und den Umfang des Schlauches mit der
äußeren Schlauchlage 5 verbunden sein. Dies ist jedoch
nicht unbedingt erforderlich. Zwischen äußerer und in
nerer Schlauchlage bildet sich in jedem Fall eine ring
förmige Kammer aus, die an der Befestigungsseite des
Doppelschlauchs zwei Anschlußstutzen 9, 10 umfaßt.
Ferner sind an den Enden der inneren Schlauchlage mit 11
angedeutete, am Umfang eingearbeitete Sollbruchstellen
und/oder radial angebrachte Widerstandsdrähte 12 vorge
sehen, die elektrisch beheizbar sind. Durch beide
Maßnahmen ist es möglich, nach erfolgter Aushärtung der
Schlauchlage 5 die innere Schlauchlage 6 von dieser
abzutrennen bzw. abzuschmelzen.
Beim erfindungsgemäßen Verfahren wird nach Fixierung der
Schlauchrolle 1 mittels der Elemente 3, 4 in der Rohrlei
tung 2 eine Flüssigkeit oder ein Gas über einen der
Stutzen, z. B. über den Anschlußstutzen 9, in die Ringkam
mer zwischen den Schlauchlagen 5, 6 gepreßt, wodurch sich
die Schlauchrolle 1 längs der Rohrleitung 2 abrollt.
Durch das in der Ringkammer befindliche, unter Druck
stehende Fluid wird die äußere Lage 5 des Doppelschlauchs
an die Innenwand der Rohrleitung gepreßt und schließt
damit die Rohrleitungswand längs des inneren Umfangs
dicht ab.
Anschließend wird durch den anderen Stutzen 10 ein auf
etwa 100°C erwärmtes Fluid eingepumpt, das abgekühlt
durch den nun geöffneten Stutzen 9 ausströmen kann.
Dieses Durchpumpen von heißem Fluid erfolgt solange, bis
die äußere Lage 6 durch die Erwärmung dauerhaft
ausgehärtet ist und damit z. B. in Fig. 1 angedeutete
Leckstellen dauerhaft verschließt.
Schließlich kann über die Sollbruchstellen 11 oder die
Widerstandsdrähte 12, die hierzu elektrisch beheizt
werden, die Innenlage 6 abgetrennt und aus der Rohrlei
tung herausgezogen werden.
Alternativ hierzu ist es möglich, den Ringraum zu leeren
und dauerhaft zu evakuieren, so daß sich die innere
Lage 6 ohne Zwischenraum gegen die ausgehärtete Lage 5
legt.
Statt ein heißes Fluid zur Aushärtung zu verwenden, ist
es auch möglich, in die äußere Schlauchlage 5 eine
Heizeinrichtung beispielsweise in Form einer Heizfolie zu
integrieren. Eine Heizeinrichtung kann jedoch auch in
eine separate Druck-Heizmanschette 14 integriert werden,
wie sie im Ausführungsbeispiel der Fig. 3 dargestellt
ist. Die Manschette 14 ist zunächst mit einer wärmeaus
härtenden äußeren Schlauchlage 13 zusammen entsprechend
Fig. 1 aufgerollt, wird jedoch nicht mit dieser
verbunden. Die Ringkammer wird von den beiden Lagen der
Druck-Heizmanschette gebildet, von denen die äußere
Kunststofflage eine integrierte Heizvorrichtung (wie
eine elektrisch heizbare Folie) enthält. Es ist auch
möglich, beide Lagen der Manschette mit einer Heizvor
richtung zu versehen. Der Vorteil dieser Ausführung be
steht darin, daß die Manschette 14 einfach entfernbar
ist und wiederverwendbar ist.
Die elektrische Heizvorrichtung kann, wie bereits er
wähnt, auch direkt in die aushärtende äußere Schlauch
lage eingebettet sein. Eine solche Schlauchlage ist in
Fig. 4 mit 15 angedeutet. Die Manschette 16 ist hier eine
reine Druckmanschette mit entsprechenden Anschluß
stutzen 9 bzw. 10 für das Fluid. (In den beiden letzten
Ausführungsbeispielen reicht auch ein Stutzen aus.) Die
Heizvorrichtung bleibt nach der Aushärtung der äußeren
Lage 15 in der Rohrleitung. Die aus dem Doppelschlauch
gebildete Manschette 16 kann z. B. nach Entlüftung
problemlos entfernt werden.
Falls erwünscht, können die Maßnahmen einer elektrischen
Heizung und Heizung über ein Kammermedium auch mitein
ander kombiniert werden.
Die Schlauchrolle 1 kann gemäß Fig. 5 schnell und einfach
aufgerollt werden. Der z. B. extrudierte oder aus Folie
geschweißte, mehrlagige Schlauch 1 wird über einen
abgerundeten Dorn 17 einer Einrichtung zum Aufrollen der
Schlauchrolle gezogen. Diese Einrichtung umfaßt ferner
drei (bei größeren Schlauchdurchmessern auch mehr) Roll
einheiten, von denen eine aus drei federbelasteten An
triebsrollen 20 bestehende Einheit mit 21 gekennzeichnet
ist. Die Antriebsrollen 20 wirken auf einen elastischen
Kunststoffring 19, der entweder aus einem Vollring oder
aus einem mit Gas (z. B. Luft) gefüllten Schlauchring
besteht. Der Dorn 17, der hohl ausgebildet ist und in
seiner Außenwandung Bohrungen 18 aufweist, sowie die Roll
einheiten 21 und Antriebsrollen 20 sind in der darge
stellten Weise über eine waagerechte oder auch senkrech
te Stange an einem Ständer gehaltert.
Die Bohrungen 19, durch die Luft geblasen wird, dienen
dazu, ein Anhaften des Schlauches 1 am Dorn zu verhin
dern.
Gleichzeitig oder alternativ kann der Dorn auch mit einem
Gleitmittel beschichtet werden.
Der aufzurollende Schlauch wird am elastischen Ring 19,
der z. B. mit einem Adhesiv beschichtet ist, an seinem
vorderen Ende fixiert. Dann wird der Ring 19 durch die
federbelasteten, bezüglich des Rings 19 radial bewegli
chen Antriebsrollen 20 in Drehung (Pfeile) versetzt, so
daß der Schlauch 1 um den Ring 19 nach innen aufgerollt
wird. Es existieren etliche Kunststoffsorten ausreichen
der Elastizität, die ein solches Aufrollen zulassen.
Durch die Federn wird eine Anpassung an den Schlauch
rollendurchmesser gewährleistet.
Die dargestellte Einrichtung eignet sich auch dazu, eine
Schlauchrolle, gegebenenfalls mit nur einer Lage, nach
außen statt nach innen über sich selbst aufzurollen. Dies
ist durch entsprechendes Versetzen der Rolleinheiten 21
nach außen sowie eine Umkehrung der Drehrichtung der
Antriebsrollen 20 ohne weiteres möglich.
Claims (15)
1. Verfahren zum bereichsweisen Sanieren einer Rohrleitung
mit einem nach innen aufgerollten Kunststoffschlauch mit
einer äußeren durch Wärme aushärtbaren Schlauchfolie,
gekennzeichnet durch folgende Schritte
- a) Einbringen des mehrlagigen Kunststoffschlauches, welcher mit einer füllbaren auf der Innenseite befindlichen Ringkammer ausgestattet ist, in die zu sanierende Rohrleitung,
- b) Fixieren des aufgerollten Kunststoffschlauches in der Rohrleitung vor dem zu sanierenden Bereich,
- c) Einbringen eines Fluids in die füllbare Ringkammer derart, daß sich der aufgerollte Kunststoffschlauch über den zu sanierenden Bereich hinweg abrollt und die aushärtbare Schlauchlage durch das unter Druck gesetzte Fluid gegen die Rohrinnenwand gedrückt wird, und
- d) Aushärten der aushärtbaren Schlauchlage durch Erwärmung.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß im Verfahrensschritt (d) heißes Fluid durch die Ringkammer
gepumpt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß im Verfahrensschritt (d) eine in der aushärtbaren
Schlauchfolie oder in einer angrenzenden Schlauchlage der
Ringkammer vorgesehene elektrische Heizeinrichtung in
Betrieb gesetzt wird.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß im Anschluß an den Verfahrensschritt (d) die die Ringkammer
bildende(n) innere(n) Schlauchlage(n) entfernt wird
(werden) oder alternativ die Ringkammer evakuiert wird.
5. Mehrlagiger nach innen aufrollbarer Kunststoffschlauch
mit einer äußeren durch Wärme aushärtbaren Schlauchfolie
zum bereichsweisen Sanieren einer Rohrleitung zur Durchführung
des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß auf der Innenseite des Kunststoffschlauches (1) eine
aufblähbare Ringkammer gebildet ist.
6. Kunststoffschlauch nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß die aufblähbare Ringkammer von mindestens einer
Innenfolie (6) gebildet ist.
7. Kunststoffschlauch nach Anspruch 5 oder 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Innenfolie (6) an den Enden der Schlauchrolle (1)
fluiddicht (bei 7) mit der äußeren aushärtbaren Schlauchfolie
(5) verbunden ist und mit dieser die Ringkammer bildet.
8. Kunststoffschlauch nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß die innere Schlauchfolie (6) und die äußere Schlauchfolie
(5) punktuell an weiteren Stellen miteinander verbunden
sind.
9. Kunststoffschlauch nach Anspruch 7 oder 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Enden der inneren Schlauchfolie (6) zur Abtrennung
von der ausgehärteten inneren Schlauchfolie (5) radial vorgesehene
Sollbruchstellen (11) aufweisen.
10. Kunststoffschlauch nach Anspruch 7 oder 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Enden der inneren Schlauchfolie (6) zur Abtrennung
von der äußeren ausgehärteten Schlauchfolie (5) radial
angebrachte, heizbare Widerstandsdrähte (12) aufweisen.
11. Kunststoffschlauch nach einem der Ansprüche 5 bis 10,
dadurch gekennzeichnet,
daß an der Ringkammer zwei Anschlußstutzen (9, 10) vorgesehen
sind.
12. Kunststoffschlauch nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß er außer der äußeren aushärtbaren Schlauchfolie (13; 15)
zwei nicht mit ihm verbundene, nach der Aushärtung der
äußeren Schlauchfolie entfernbare Schlauchfolien (14; 16)
aufweist, die die Ringkammer ausbilden.
13. Kunststoffschlauch nach Anspruch 6, 7 oder 12,
dadurch gekennzeichnet,
daß entweder die aushärtbare äußere Schlauchfolie (5; 15)
oder zumindest die äußere der die Ringkammer bildenden
Schlauchfolien (14) mit einer elektrischen Heizvorrichtung
versehen ist.
14. Kunststoffschlauch nach einem der Ansprüche 5 bis 10,
12 und 13,
dadurch gekennzeichnet,
daß an der Kammer mindestens ein Anschlußstutzen (10) vorgesehen
ist, über den die Ringkammer mit Fluid füllbar und
unter Druck setzbar ist.
15. Kunststoffschlauch nach einem der Ansprüche 5 bis 14,
dadurch gekennzeichnet,
daß die nach innen aufgerollte Schlauchrolle (1) durch
Fixieren des vorderen Endes des mehrlagigen, über einen
Dorn (17) mit Gleitmittel und/oder gasdurchströmten Bohrungen
(18) gezogenen Schlauches, an einem elastischen Kunststoffring
(19) in Form eines Vollrings oder gasgefüllten
Schlauches und durch Drehen dieses Rings mittels radial
beweglicher Antriebsrollen (20) ausgebildet ist.
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