DE419476C - Entfaerbung gefaerbter Diamanten - Google Patents
Entfaerbung gefaerbter DiamantenInfo
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Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C01—INORGANIC CHEMISTRY
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Description
- Entfärbung gefärbter Diamanten. Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Entfärbung von gelb, braun usw. gefärbten Diamanten in ungeschliffenem oder geschliffenem Zustande, das sich leicht ausführen, läßt und gute Ergebnisse liefert. Das Verfahren besteht darin, daß die zu entfärbenden Diamanten unter Bedeckung und Einhüllung in, Kohlenstaub, vorzugsweise fein gepulverter Holzkohle, zunächst unter Luftabschluß erhitzt und dann im Wasserstoffstrom geglüht werden, worauf eine Behandlung der erkalteten Steine mit Salpetersäure und Kaliumchlorat unter Erwärmung und ein Auskochen und Waschen mit Wasser angeschlossen werden, um etwa anhaftende kleinste Kohleteilchen zu entfernen.
- Man hat zur Überführung eines Diamanten in Graphit bereits vorgeschlagen, rohe Diamanten, umgeben von einer Kohlenmuffe, mittels Sauerstoffgebläses zu erhitzen und dann mit einem Gemisch von Chlorat und Salpetersäure zu behandeln. Im Gegensatz hierzu wird bei dem Verfahren der Erfindung nicht eine Änderung der Form und des Aggregatzustandes von Diamanten bezweckt, sondern es handelt sich hier darum, gefärbte unreine Diamanten durch Entfärbung als Schmucksteine verwendbar zu machen, was durch Erhitzung der Diamanten unter vollständiger Einbettung in Kohlepulver und durch darauffolgendes Glühen im Wasserstoffstrome erreicht wird. Die anschließende Behandlung mit Salpetersäure und Kaliumchlorat dient nur der Reinigung.
- Im einzelnen kann bei dem Verfahren nach der Erfindung wie folgt vorgegangen werden: Die zu entfärbenden Diamanten werden (Abb. i) in einem Schmelztiegel S in der Weise eingelagert, daß jeder einzelne Diamant D reichlich mit feinster pulverisierter Holzkohle C (c'arbo ligni tiliae subtilis) umgeben ist. Der Deckel T des Tiegels S trägt ein Porzellan- oder Tonrohr A und wird durch eine feuerfeste Masse F, z. B. eine Gips-, Zement- und Wasserglasmischung, gut luftdicht verschlossen und fixiert.
- Das Tonrohr ,4 wird luftdicht, z. B. mittels eines Gummischlauches, mit einem Glasrohr R verbunden, das m eine Wulffsche Flasche eintaucht, die etwa zur Hälfte mit destilliertem Wasser gefüllt ist. Die andere Öffnung der Wulffschen Flasche W kann freigelassen oder es kann die Verbindung mit der Außenluft durch ein Glasrohr Z hergestellt werden, das etwas, z. B. 5 cm, oberhalb des Wasserspiegels der Flasche W mündet. Alle Verbindungen müssen gut luftdicht schließen. In dieser Vorrichtung werden die gefärbten Diamanten unter Luftabschluß etwa 3 Stunden einer Gebläseflanune ausgesetzt.
- Nach dieser Zeit läßt man den Tiegel S erkalten und nimmt nach vollständigem Abkühlen. die Steine heraus. Die Diamanten werden dann sorgfältig von Kohle gereinigt, in rauchend(#r Salpetersäure, :welcher auf i oo g etwa 5 g Kaliumchlorat zugesetzt ist, leicht erwärmt und hierauf in reinstem, destilliertem Wasser etwa eine halbe Stunde lang ausgekocht und mit destilliertem Wasser von Zimmertemperatur gewaschen. Nach Abtrocknen werden sie zuletzt sorgfältig mit feinstem Leder abgerieben und auf weißem Untergrund mit der Raddeschen Farbentafel verglichen.
- Durch dieses Verfahren können leicht gelb gefärbte und mit einzelnen schwarzen Tüpfehen versehene Diamanten entfärbt werden. Die noch gelb, braun usw,. gefärbten @ Diamanten können wie folgt nachbehandelt werden.
- In einem Glasrohr G (Abb. a) aus schwer schmelzbarem Glas werden die gefärbten Diamanten gut mit Kohlenstaub bedeckt. Das so ausgefüllte Glasrohr wird in einen Gasofen, wie er z. B. zur' Elementaranalyse verwendet wird, gebracht. Das Glasrohr G ist mit Zu-bzw. Ableitungsrohren H bzw. B versehen. Es wird dann. die in dem Glasrohr enthaltene Luft durch sorgfältig gewaschenes Wasserstoffgas verdrängt. Ist die Luft vollständig entfernt, so werden die in Kohlenstaub eingehüllten Diamanten im Wasserstoffstrom etwa z bis 3 Stunden geglüht. Dabei ist sorgfältig darauf zu achten, daß die Steine vollständig von dem Kohlenstaub bedeckt sind, da unbedeckte Steine durch Glühen im Wasserstoffstrome wohl farblos aber auch zugleich trüb und undurchsichtig werden. Die im Wasserstoffstrome unter Kohle bedeckten und geglühten Diamanten werden dann in der schon erwähnten Art behandelt und gereinigt.
- Bei allen Arbeiten ist genauestens darauf zu achten, daß nur chemisch reine Substanzen verwendet werden und der Luftabschluß möglichst sorgfältig ist.
Claims (1)
- PATENT-ANSPRUcH: Verfahren zum Entfärben gefärbter Diamaaten, dadurch gekennzeichnet, daß die Diamanten unter Bedeckung und Einhüllung in Kohlenstaub, vorzugsweise fein gepulverter Holzkohle, zunächst unter Luftabschluß erhitzt und dann im Wasserstoffstrom geglüht werden, worauf zur Entfernung etwa anhaftender kleinster Kohleteilchen eine Behandlung mit Salpetersäure und Chlorkali unter Erwärmung und ein Auskochen und Waschen mit Wasser angeschlossen wird.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DEW58957D DE419476C (de) | 1921-07-27 | 1921-07-27 | Entfaerbung gefaerbter Diamanten |
Applications Claiming Priority (1)
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| DEW58957D DE419476C (de) | 1921-07-27 | 1921-07-27 | Entfaerbung gefaerbter Diamanten |
Publications (1)
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| DE419476C true DE419476C (de) | 1925-10-08 |
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Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DEW58957D Expired DE419476C (de) | 1921-07-27 | 1921-07-27 | Entfaerbung gefaerbter Diamanten |
Country Status (1)
| Country | Link |
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| DE (1) | DE419476C (de) |
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1921
- 1921-07-27 DE DEW58957D patent/DE419476C/de not_active Expired
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